Schlagwort: Neuanfang

  • 5 einfache Fragen die du dir vor einer Veränderung stellen solltest.

    5 einfache Fragen die du dir vor einer Veränderung stellen solltest.

    Es war noch dunkel am Morgen und regnete Hunde und Katzen. Ich saß gerade in einem Hotel irgendwo im Norden und hatte wirklich Null Interesse daran, dieses Gespräch zu führen.

    „Willst du das wirklich machen Thimo? Überlegs dir doch noch mal. Wir brauchen dich echt hier. Du bist doch ein echt guter Verkäufer. Du kannst uns doch jetzt hier nicht so hängen lassen. Sei doch nicht so egoistisch. Du hast doch eine Verantwortung.“

    Am Abend vorher hatte ich meinem Chef eine Mail mit meiner Kündigung geschickt. So spät, dass er nicht mehr darauf antworten konnte. Zur Sicherheit hatte ich auch mein Telefon ausgeschaltet und bin sofort ins Bett.

    Aber der nächste Tag kommt immer. Und irgendwann musst du zu deiner Entscheidung stehen.

    Du wirst nie vollkommen sicher sein, wenn du beginnst, deinen Weg zu gehen – Deinem Ruf zu folgen.

    Und es wird immer Leute geben, die etwas anders für dich (und sich selbst) im Sinn haben.

    Es gibt keine Garantie – keine Sicherheit. Du kannst dich nicht einfach entscheiden, deine Bestimmung zu finden. Aber du kannst dich entscheiden, nach ihr zu suchen – und niemals damit aufzuhören.

    „Ich habe mich entschieden, sie haben es nur noch nicht bemerkt“ ist etwas vollkommen anderes als „Ich habe mich noch nicht entschieden, weil mir noch niemand gesagt hat, für was ich mich entscheiden soll und wie ich dort hinkomme.“

    Dein Leben zu leben ist eine freiwillige Entscheidung.

    Du wirst Menschen dabei verstören und verletzen. Es braucht Mut, es trotzdem zu tun. Du wirst immer Fragezeichen und Kopfschütteln hinterlassen.

    1. Was willst du verändern?
    2. Wie willst du es tun?
    3. Wann fängst du damit an?
    4. Woran merkst du, dass es funktioniert?
    5. Willst du es wirklich, wirklich, wirklich?

    Meistens braucht es nicht mehr, als diese 5 Fragen.

    Natürlich habe ich mich damals nochmal beschwatzen lassen. Nur um dann drei Monate später noch unglücklicher zu sein und endgültig zu kündigen.

  • Nackt um die Flammen

    Nackt um die Flammen

    Du kennst das vielleicht.

    Viele von uns benehmen sich so, als wären Sie in Ihrem letzten Kapitel angekommen ohne zu wissen wieviele Seiten ihr Buch eigentlich hat. Dann gibt es andere, die lesen (leben) die gleiche Seite ihres Buches jeden verdammten Tag – wieder und wieder. Manche lesen sich sich die alten Seiten wehmütig durch – wieder und wieder oder grübeln darüber nach, was auf den folgenden Seiten geschrieben wird.

    Dann gibt es einige wenige, die nehmen ihr Buch in die Hand, übergießen es mit Öl und werfen es ins Feuer. Sie befreien die anderen Insassen und erschießen die Wärter.

    Und wenn das Feuer heiß und hoch und für alle zu sehen brennt, ziehen Sie sich nackt aus und tanzen johlend um die Flammen.

    Manchmal musst du bereit sein, dein Leben, das du geplant hattest, loszuwerden, um das Leben zu leben, das auf dich wartet. Zumindest hat uns das Joseph Campell gesagt.

    Tief in dir, weißt du, was zu tun ist. Du denkst den lieben langen Tag darüber nach. Deine Gedanken gehen vor und zurück, nach links und nach rechts. Du kaust alle möglichen Folgen durch. Stellst dir deine Zukunft vor – 

    wie sie wäre, wenn sein würde, was sein könnte.

    Jetzt liegst du in deinem Bett und es ist Zeit, schlafen zu gehen. Und passiert ist – Nichts.

    Du hast den ganzen Tag gewartet. Auf diesen einen Moment. Diesen Augenblick des Mutes. Deine ganze Energie des Tages explodiert in dieser einen Sekunde. 

    Eine Entscheidung

    Und wir?: „NaJa, morgen ist ja auch noch ein Tag. Und wenn nicht morgen, dann aber bestimmt nächste Woche oder an Neujahr.

    Aber dann wirklich“

    Du merkst schon, eigentlich spreche ich hier von mir. Ich bin ein „Serien Grübler“ der viel öfter nackt um die Flammen tanzen würde.