„Der Andere“

Was wäre, wenn du anders als die anderen wärst?

Leonard Nimoy kreierte z.B. einen sonderbaren Character als Mr. Spock. Gene Roddenberry hatte die Idee dazu, aber es war Nimoy der den Character entwickelte. „“be the different one.“ sagte man zu Ihm, und Spock lieferte.

Als „was“ soll man dich in Erinnerung halten?

a) Der Ehrliche

b) Der Verrückte

c) Der Schnelle

d) Der Langsame

e) Der Freche

f) Der Symphatische

g) Der Geradlinige

h) Der Mutige

i) Der Sportliche

j) Der Zuverlässige

k) Der Unzuverlässige

l) Der Schöne

m) Der Hässliche

n) Der Lügner

o) Der Unauffällige

p) Der Angeber

q) Der Laute

r) Der Intelligente

s) Der Raucher

t) Der Besserwisser

u) Der Stille

v) Der, Dessen Namen sich niemand merkt

w) Der Kasper

x) Der Anfänger

y) Der Profi

z) Der „Hammer“

Oder einfach nur Durchschnitt? An was soll dein Kunde denken, wenn er an dich denkt?

 

 

Ok – Ich habe keinen Plan (für mein Leben nach 40)

Ich habe keinen Plan (für mein Leben nach 40).

Muss ich denn einen haben?
Kann ich nicht einfach (mit gutem Gewissen) in den Tag leben?
Wer hat festgelegt das ich einen haben muss?
Wem muss ich Rechenschaft ablegen?
Was wäre, wenn das Leben auch ohne Plan funktioniert?
Was ist, wenn wir merken, das Leben einfach wäre?

Jaja, ih weiß … natürlich trage ich eine Verantwortung…

  • Meiner Frau und meinen Kindern gegenüber
  • Meinem Unternehmen und meinen Mitarbeitern
  • Mir selbst und meiner Gesundheit

Aber darüberhinaus???
Und welche Verantwortung ist es, die ich trage?
Was bedeutet „Verantwortung“???
Meine Frau denkt sicher anders über „meine Verantwortung“ als ich das tue. Übergehe ich nicht sogar die Menschen, indem ich die Verantwortung für Sie übernehme? Indem ich die Verantwortung für Sie übernehme sage ich ja auch das Sie es nicht können! Ich traue Ihnen die Verantwortung für Ihr Leben nicht zu.

Aber zurück zum Thema „keinen Plan“

Einfach die Dinge tun, auf die ich gerade Lust habe. Egal welche das gerade sind. Dem Leben wohlwollend dabei zusehen wie es mir Chancen anbietet. Mit geweitetem Sichtfeld durch die Welt gehen und diese „Angebote des Lebens“ prüfend betrachten. Sie drehen und wenden und darüber nachdenken ob sie mir gut tun. Bringen sie mich meinem „Mount Everest“ einen Schritt näher oder entfernen sie mich davon?

Habe ich nicht das Recht zu tun und zu lassen was ich will? Habe ich nicht sogar die Pflicht dazu?

Selbst ohne Plan, kann ich ein Ziel haben. Meinen eigenen „Mount Everest“. Wie ich dort hin komme, weiß ich nicht genau. Das ich dort hin komme, steht fest.

Mein „Mount Everest“

  • Geistig und körperlich gesund und ohne Einschränkung leben bis zu meinem Tod
  • In Liebe mit meiner Frau und meinen Kindern leben (und der Familie die da ist und noch hinzu kommt)
  • Mir keine finanziellen Gedanken machen (müssen)
  • Jederzeit in Ruhe und Gelassenheit wählen zu können was ich tue und lasse
  • In der Summe mehr Menschen nützen und Gutes tun als jemandem schaden
  • Jeden Tag mit etwas weniger Angst zu leben

 

Wie sieht dein Mount Everest aus?

Jeden Tag 5/5/5/5

meine letzte Verpflichtung hat mir enorm gut getan. Für meine Halbmarathon Vorbereitung hatte ich mir vorgenommen:

„Für die kommenden 15 Wochen verplichte ich mich 4 mal in der Woche mindestens 20 Minuten zu laufen.“ Hier der Blogbeitrag dazu

Das Ergebnis:

Distanz gelaufen: 451 km
Zeit: 47h 27min
Höhenmeter: 4.721 m
Läufe: 60
Verbrannt: 32.205 kcal
Halbmarathon: am 01.10.2017 in 2:02 gelaufen

So langsam falle ich wieder in den Alltag und merke das ich Nachlässig werde, deshalb eine neue „Challenge“.

„Für die kommenden 15 Wochen verpflichte ich mich 4 mal in der Woche mindestens 20 Minuten zu laufen.“ Hier der Link zum Artikel

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Ich werde für die kommenden 5 Wochen an 5 Tagen der Woche um 5 Uhr aufstehen um 5km zu laufen. Die Ergebnisse poste ich wieder via Facebook, Instagram, Strava, Runtastic und hier auf meinem Blog.

Dinge die uns „sorgen“

Es gibt drei Dinge, über die wir uns beschweren, grübeln oder uns Sorgen machen:

  • Geld
    • Kein Geld
    • Zu wenig Geld
    • Zu viel Geld
    • Verlorenes Geld
  • Beziehungen
    • Keine Beziehung
    • Eine Beziehung
    • Zu viele Beziehungen
  • Gesundheit
    • Du bist krank
    • Du hast Angst davor krank zu werden

Was würden Sie beruflich tun, ohne diese Gedanken?

Würden Sie etwas anders machen, ohne diese Gedanken?

Was würden Sie nicht tun, ohne diese Gedanken?

Wer könnten Sie sein, ohne diese Gedanken?
Schönen Sonntag

Thimo Müller im Oktober 2017

Ich mache keine Fehler – Nie!

„Da hast du dich aber nicht mit Ruhm bekleckert“

„Das hast du verkehrt gemacht“

„Das war dumm“

„Schlechte Entscheidung“

Hier geht es nicht um den üblichen „lerne aus deinen Fehlern“ Mist. Oder „mach nie den gleichen Fehler zwei mal“.

Ich habe lange über Fehler nachgedacht, und komme zu folgendem Schluss: Ich habe nie welche gemacht. Ok, sicher.  In der Mathe Arbeit damals im 8. Schuljahr bei Herrn Kieswetter. Aber selbst da, hatte ich das Gefühl, das ich es richtig mache.

War es ein Fehler, damals in das Auto einzusteigen? War es ein Fehler bei Henkel zu kündigen? War es ein Fehler zwei Glasflaschen auf einmal die Treppe hinauf zu tragen? War es ein Fehler mit Feuer zu spielen während ich einen Schlafanzug trage der zu 100% aus leicht entflammbarem Plastik besteht? …

Fehler sind Etiketten die wir im Nachhinein den Dingen geben.

Wir haben immer Recht. Sehe ich etwas als Fehler oder nicht. Ich habe Recht.

Ich gründe ein neues Unternehmen. Manches funktioniert. Manches nicht. Ich treffe eine Entscheidung und lasse meinen größten Kunden gehen. Ich stelle Menschen ein und entlasse sie wieder. Ich schreie meine Kinder an. Ich laufe mir die Zehen blutig. Ich trinke abgelaufenes Bier (ok, das war wirklich ein Fehler).

Woher soll ich wissen, ob es nicht für etwas gut war.

Es gibt nichts gutes an Fehlern. Sie tun weh. Sie machen krank. Sie bereiten uns Sorgen. Wir ärgern uns über Sie. Andere zeigen darauf. Wir schämen uns dafür.

Und wenn Sie jetzt denken „aber ich lerne doch daraus“ – falsch. Einen scheiss tun Sie.

Woher wollen Sie wissen, das die Alternative nicht schlimmer gewesen wäre. Der „Fehler“ hat Sie vielleicht zu dem gemacht, der Sie heute sind. Sie leben noch. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Sie es anders gemacht hätten – vielleicht wären Sie dabei gestorben?

Hören Sie auf über ihre Fehler zu jammern.
Ein Fehler ist nur ein Gefühl in Ihnen.

**Ich gebe einen Scheiss drauf…**

Mache ich Fehler???

Nein! Nie!

Wenn ich Fehler gemacht habe, dann nur in den Augen Anderer.

Befreiendes Gefühl, probieren sie’s aus 😉

Habe ich es übertrieben?

Depression, Müdigkeit, Unsicherheit oder Langeweile.

Je mehr ich darüber nachdenke, je weniger komme ich weiter. Vor vier Tagen war es das erste Mal, das ich morgens aufgestanden bin, und nicht sofort wusste was ich tun soll.

Warum habe ich ab und zu die Schanuze voll? Weshalb springe ich immer wieder von guter Laune und Freude zu Langeweile und Wut?

  • Erkenntnis Nummer 1: Widerstand und Langeweile dient dem Ausgleich von Unsicherheit und Angst
  • Erkenntnis Nummer 2: Die Höhe des Widerstands ist abhängig von meinem Selbstvertrauen
  • Erkenntnis Nummer 3: Emotionen entscheiden darüber, ob ich einen Weg einschlage oder nicht

Langeweile ist also wichtig für mich. Wichtig, damit ich ein „Fragender und Lernender“ bleibe.

Wochenlang stehe ich morgens um 5 Uhr freudig auf und lasse den Tag beginnen, nur um Phasen zu erleben an denen ich am liebsten bis Mittags die Schlummertaste am Wecker drücken möchte. Manchmal sitze ich morgens an meinem Schreibtisch und komme mit dem Schreiben nicht nach und ein anderes mal … sitze ich einfach nur da.

  • Ich renne wie im Rausch Kilometer um Kilometer und weiß noch nicht einmal weshalb.
  • Ich springe auf jede neue Idee nur um Sie am nächsten Tag wieder fallen zu lassen.
  • Ich kann 10 Dinge begeisternd gleichzeitig beginnen und keines davon beenden.
  • Ich meditiere 2 Stunden und bin genauso schlau wie zuvor.
  • Ich lese hunderte Bücher, nur um festzustellen das ich mich an keines mehr erinnere.
  • Ich fordere und unterstütze andere nur um bei mir selbst zu versagen.

Ich kann alles und ich kann nichts

Vor einiger Zeit habe ich die 5 Sekunden Regel entdeckt.
Die Regel besagt, das du alles was du dir vornimmst, innerhalb von 5 Sekunden beginnen sollst. Fünf Sekunden gibt dir dein Schweinehund Zeit, bevor er dich in den Arsch beißt , die Diskussion startet und versucht dich davon abzubringen. Fünf Sekunden gibt dein Verstand dir bevor er anfängt zu grübeln, nachzudenken und Gründe zu finden weshalb du das nicht tun solltest.

Diese Fünf Sekunden Regel geht zurück auf Mel Robbins, die ein Buch dazu verfasst hat (Amazon Link).

Jeden Tag habe ich hunderte solcher kleinen Entscheidungen. Wenn ich nur einen kleinen Teil mit der 5 Sekunden Regel in den Griff bekomme, kann ich damit mein Leben ändern.

5 – 4 – 3 – 2 – 1

a) Der Wecker klingelt und du drückst schlummern – oder nicht
b) Du öffnest den Kühlschrank/Schokoschrank – oder lässt es bleiben
c) Du holst dir einen Nachschlag
d) Du stehst nicht auf und gehst eine Runde
e) Du sprichst die Person nicht an
f) Du sagst wieder nichts im Meeting
g) Du sagst nicht das was du eigentlich denkst
h) Du hängst einfach noch eine Runde dran
i) Du rufst den Kunden an
j) Du nimmst deine Lieben in den Arm und sagst ihnen das du sie liebst
k) Du sagst Danke
l) Du schreibst die lange vor dir hergeschobene Mail
m) Du lässt den Fernseher aus
n) Du lässt Facebook geschlossen
o) Du gehst wählen
p) Du gibst zu wenn du falsch liegst oder zu emotional reagiert hast
q) Du jammerst jetzt nicht
r) Du übernimmst die Verantwortung
s) Du lässt den Schnaps stehen
t) Du lästerst nicht mit obwohl alle mitmachen
u) Du setzt dich für 10 Minuten hin und kommst zur Ruhe
v) Du betest mal wieder oder gehst in die Kirche
w) Du spendest
x) Du versuchst in dem Arschloch etwas Gutes zu sehen, etwas das du magst
y) Du lässt das Auto stehen und fährst mit dem Rad
z) Du ckeckst zum 38sten mal deine Mails – oder du lässt es

Du zählst von 5 rückwärts und kannst alles beginnen oder beenden was du willst

Die Regel gilt dabei nicht nur für unser Tun sondern auch für unser Denken. Probier es einfach mal aus. Wenn du das nächste Mal einen negativen Gedanken in dir bemerkst, zähl von Fünf rückwärts und entscheide dich dazu diesen Gedanken nicht mehr zu denken oder ihn ziehen zu lassen. Das erfordert etwas Übung – zugegeben, aber es funktioniert.

Viel zu oft löst sich in meinem Kopf ein Gedanke der mir sagt „check mal deine Mails oder lass uns mal nachsehen was bei Instagram los ist“. Wenn ich das bemerke, zähle ich von Fünf rückwärts.

Thimo Müller im Oktober 2017