Ich bin nicht hier, um irgendjemandem irgendetwas zu raten.
Weder was er tun, noch was er lassen soll. Ich kann lediglich ein paar Fragen stellen, die eine oder andere Richtung aufzeigen, den Finger hier und da in eine Wunde legen oder auch mal nichts tun. Ich betätige manchmal den Lichtschalter, um zu sehen und zu zeigen was dort ist. Entscheidungen für andere treffen, kann ich nicht.
Weisheit befreit vom Zweifel, die Tugend befreit vom Leiden, Entschluß befreit von Furcht. – Konfuzius
Warten Sie aber nicht zu lange, mit ihren Entscheidungen. Alle Lichtschalter kann niemand betätigen. Es wird immer dunkle Ecken geben und es wird immer Ungewissheit dabei sein. Es wird auch niemand die Entscheidung für Sie fällen. Und wenn doch, wird es meist nicht Ihre sein.
Wenn die Entscheidung (durch Sie) allerdings getroffen ist, wird es leichter – versprochen. Und eigentlich Ist das mit den Entscheidungen ja ganz einfach.
Es gibt nur zwei Arten von Entscheidungen (leichte und schwere).
1. Die einfachen Entscheidungen, also die, bei denen eine Option klar die bessere ist, die auch einfach zu treffen sind . Eben genau aus diesem Grund – weil eine Option klar die bessere ist. Wenn ich Schokoladeneis lieber mag als Mango, wähle ich nicht Mango, oder?
2. Die schweren Entscheidungen, die ja nur deshalb schwer sind, weil die möglichen Optionen in etwa gleichwertig sind. Sonst würde uns die Entscheidung doch nicht schwer fallen. Wenn die möglichen Optionen also etwa gleichwertig sind, ist es doch auch egal, für was wir uns entscheiden. Wenn ich also Schnitzel mag und Kotlett in etwa genauso gerne, ist es eigentlich egal was ich nehme. Problematisch wird es nur, wenn wir uns für keines der beiden entscheiden. Dann verhungern wir auf lange Sicht, das Essen wird schlecht oder andere entscheiden irgendwann ob und was wir essen.
Und es gibt immer nur drei Antworten (ja = dafür, nein = dagegen , keine Entscheidung = den „Ist“-Zustand beibehalten).
Übertragen auf die Arbeitswelt heißt das: Wenn wir uns nicht entscheiden, entscheiden wir uns auch. Wir entscheiden uns für das „Nicht entscheiden“. Und in letzter Konsequenz bedeutet das immer, das andere schließlich für uns entscheiden.
Wenn sie also in Zukunft eine Entscheidung treffen müssen die Ihnen schwer fällt, seien Sie froh – sie haben ja mindestens zwei gleichwertige Alternativen.

