„N“ wie Narben und Verletzlichkeit
Was wäre, wenn all deine Narben dich zu genau dem gemacht haben, was du heute bist?
70cm …
sind meine Narben lang. Und das sind nur die sichtbaren.
Lange Zeit nach meinem Unfall habe ich Sie versteckt. Sowohl die äußeren, als auch die inneren. Oft verstellt und mich stärker gegeben als ich war. Ich zog mich häufig zurück oder habe meine Gefühle mit Aggressivität, ausgelassenem Feiern, Gleichmut oder Genervtheit übertönt.
Gebracht hat es mir wenig.
- „Warum zum Teufel habe ich meinen Unfall überlebt?“
- „Was sollte ich daraus lernen?“
- „Für was war mein Unfall gut?“
- „Was bringen mir die Einschränkungen nach meinem Unfall?“
Meine Narben …
- zeigen mir, das ich gewonnen habe!
- machen mich zu dem, der ich bin!
- zeigen mir meine Verletzlichkeit!
- erinnern mich mein Leben zu leben!
- sagen: geh immer „all in“

Der erste Mensch dem ich alle meine Narben und mein wirkliches Ich gezeigt habe, war meine Frau. Ein befreiendes Gefühl, absolut ehrlich zu sein. Das eigene Schild komplett fallen zu lassen und genau so zu sein wie man ist. Was hält uns davon ab unsere Narben und unsere Verletzlichkeit zu zeigen?
Angst und Schamgefühl
“The wound is the place where the Light enters you.”
― Jalaluddin Rumi
Deine Narben sind nur Erinnerungshilfe um dir zu zeigen wie stark du sein kannst
“To show your weakness is to make yourself vulnerable, to make yourself vulnerable is to show your strength” — Criss Jami
Frag dich:
- Wissen die Menschen, die du liebst, was dich verletzt?
- Kennen Sie deine „Narben“
- Weist du selbst, was dich verletzt?
- Kennst du deine Narben?
- Wann zeigst du dich verletzlich?
Meine größten Ängste und Verletzlichkeiten
- Krankheit oder Tod meiner Frau und Kinder
- Nicht genügend Geld zu haben
- Das ich selbst handlungsunfähig werde
- Das andere mich nicht mögen
Meine Definition von Verletzlichkeit: Meine Ängste und Schattenseiten, die ich mir selbst kaum eingestehe, jemandem gegenüber preiszugeben.
Thimo Müller