Zwischen Lachen und Kämpfen oder „er war ein guter Arbeiter“
Ich bin gestern an einer Firma vorbeigefahren. Umzug oder Auszug? Keine Ahnung. Kartons im Regen. Menschen mit gesenkten Blicken. Und ich meine sogar, einer hielt seine alte Visitenkarte in der Hand. Wertlos. Aufgeweicht. Ein letzter Rest Vergangenheit, der ihm wahrscheinlich mehr bedeutet hat als jedem anderen.(Das mit der Karte stimmt natürlich nicht aber gibt dem Text etwas mehr Pathos).
Es gibt diese Momente, in denen du körperlich spürst, wie sehr du dich an Dingen festbeisst, die dir längst nichts mehr geben.
Titel. Routinen. Menschen. Jobs. Wie ein Geländer, das wackelt, aber wir halten uns trotzdem fest, weil wir Angst davor haben, was passiert, wenn wir loslassen und beide Hände frei hätten.
Und dann kommt der Einschlag.
Neue Technik. KI. Neue Anforderungen. Neue Wahrheit.
„Zuerst wird gelacht. Dann wird gekämpft. Dann wird geschluckt.“
Das Muster kennen wir ja, aber wir tun so, als hätten wir Bestandsschutz auf dieses Leben. Als wäre für uns noch unendlich Zeit drin. Dabei tickt die Uhr. Unsere Uhr. Jeden Tag lauter,
Und je bewusster du mit dir, deiner Seele und deinem Körper umgehst, je klarer dir wird, wie endlich alles ist.
Viele reden von Leistungsfähigkeit und meinen damit nur ihren Job. Aber echte Leistungsfähigkeit ist, wenn du morgens gesund aufwachst, Kraft im Körper hast und die Energie, dein Leben neu auszurichten, bevor dich etwas dazu zwingt.
Der Punkt, an dem alles kippt, ist nie die KI oder irgendeine andere Technik.
Es ist der Moment, in dem du merkst, dass du dich selbst verraten hast, als du die Veränderung immer wieder verschoben hast.
Und jetzt steht sie vor dir, weil das Leben keine Geduld mehr hat.
Dann wird es still.
Du merkst auf einmal, dass „du nicht dein Job bist“. Nicht dein Vertrag. Nicht die Visitenkarte, die im Regen aufweicht.
Das es dir nichts bringt, wenn auf deinem Grabstein steht: „er war ein guter Arbeiter“
Du bist nur das, was du bereit bist, ab jetzt neu zu werden.
Solange du noch kannst. Solange dein Körper mitmacht. Solange du den Luxus hast, Entscheidungen aus Klarheit zu treffen und nicht aus Not.
Also die einzige Frage, die zählt:
Welche Entscheidung schiebst du vor dir her, obwohl du längst weißt, dass sie über deine Zukunft, deine Gesundheit und dein ganzes Leben entscheidet?
