Schlagwort: Zeit

  • Er verbrennt deine Tage

    Er verbrennt deine Tage

    „Flow bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit, die wie von selbst vor sich geht – auf Deutsch in etwa Schaffens- bzw. Tätigkeitsrausch oder auch Funktionslust“ Wikipedia

    Es gibt da einen hässlichen Cousin des „Flows“. Von dem wird nicht so oft gesprochen. Und doch kommt dieser dunkle Verwandte öfter zu Besuch. Auf einmal steht er vor der Tür und kommt hinein – ohne anzuklopfen.

    Er hält dich ständig beschäftigt mit seinen Terminen, Alarmen und Erinnerungen. Er hat youtube, twitter, Facebook und Co. erfunden.

    Seine einzige Aufgabe ist es, deine Tage zu verbrennen.

    Er hält dich davon ab, dein Projekt zu beenden. Dein Bewegungsziel für den Tag zu erreichen. Die wichtigsten Aufgaben des Tages zu erledigen.

    Er wiegt dich in Sicherheit und sagt dir, dass alles gut ist, wie es ist und das du die Dinge ruhig mal schleifen lassen kannst. Und plötzlich wirst du wach, und 10 Jahre sind vergangen.

    „und ich sehe Ihn tanzen und lachen – er ernährt sich von deinen Jahren – und du merkst es nicht mal“

    Sein Motto:
    Bloß nicht den Moment und dadurch dein Leben genießen.

    Unser Leben ist echt kurz – glaub mir.
    Eben waren unsre Kinder noch im Kindergarten, oder wurden gerade eingeschult. Und morgen sagen sie dir, das Sie ausziehen oder schreiben dir auf Twitter, das du ein Arschloch bist. (wie gerade die Tochter von Trump Beraterin Conway auf Twitter )

    Was mir hilft?

    Ich habe eine Superkraft: Ich kann meine Zeit verlangsamen.

    „Aber du kannst dich doch hier nicht hinsetzen und die Augen zu machen. Was sollen den die anderen (dein hässlicher Cousin) denken“.

    Während ich hier sitze und schreibe, kann ich meine Zeit verlangsamen. Einfach, indem ICH mich dafür entscheide. Es klappt nicht immer und ich kann sie auch nur ein bisschen verlangsamen – aber ich bekomme es hin – immer öfter.

    …wenn ich entscheide, jetzt zum Hörer zu greifen und meine Frau und die Kinder anzurufen, um Ihnen zu sagen, das ich Sie liebe.

    …wenn ich das nächste Mal mit meinen Eltern zusammen bin.

    …wenn ich sitze, wenn ich stehe oder gehe.

    Dann kann ich fühlen, dass ich alles aus diesen Momenten herausgeholt habe.


    Bild unslplash Caleb Shong@yourmatecaleb

  • Denk bloß nicht nach

    Denk bloß nicht nach

    Wenn du nachdenkst, hast du ein Problem.

    Nachdenken führt dazu, das du zukünftig noch mehr Zeit zum Nachdenken hast.

    Eine Meinungen zu haben, macht dich verwundbar.
    Auch wenn du sorgsam darüber nachgedacht hast.
    Insbesondere wenn es sich um eine andere Meinung handelt.

    Mal angenommen, es gibt ein Problem im Unternehmen, für das du arbeitest. Für den kommenden Tag ist ein Meeting dazu einberufen.

    Du könntest dir jetzt zwei Stunden Zeit nehmen, um dich intensiv mit dem Problem auseinanderzusetzen. Es abzuwägen und durchzukauen. Dir andere Meinungen anzuhören. Es von allen Seiten zu betrachten, um schlussendlich zu einer Lösung zu kommen. Oder zumindest der Lösung einen Schritt näher zu sein.

    Die Risiken:

    a) Du kommst zu einer anderen Schlussfolgerung als die anderen (die nicht nachgedacht haben)
    b) Du kommst zu dem gleichen Ergebnis (und hast zwei Stunden mit nachdenken vergeudet)

    Mal angenommen, du stehst also in dem Meeting auf und trittst vor. Du präsentierst deine Meinung und riskierst etwas.

    Die Chancen stehen nicht schlecht, dass du als Unruhestifter und Querulant abgestempelt wirst.

    Warum? Weil niemand anderes sich die Arbeit gemacht hat.

    Du wirst auch niemanden von deiner Meinung überzeugen können.

    Wenn du erwartest, das auch nur irgendjemand mit dem Kopf nickt und sagt: „Klar, das klingt gut. Danke das du darüber nachgedacht hast“ – liegst du falsch.

    Wenn die andern so einfach zu überzeugen wären, würde das ja so aussehen, als hätten Sie Ihren Job nicht gemacht. Es würde der Eindruck entstehen, sie ließen sich leicht von anderen Argumenten überzeugen, was wieder bedeuten würde, das sie nicht genug über die eigene Meinung nachgedacht haben.

    Stattdessen zeigen Sie (die Nichtnachdenker), dass sie bereits über Ihre Überlegungen und Argumente nachgedacht haben und sich eine andere Meinung gebildet haben (was sie ja nicht getan haben). Sie werden Gründe finden, weshalb deine Meinung nicht die Richtige sein kann.

    Anstatt sich an Fakten zu halten, reagieren sie mit „Bullshit Bingo“ – Fakten tauchen selten in einer Widerlegung auf.

    Dinge wie:

    • „du berücksichtigst nicht das ganze Bild
    • „wenn das so einfach wäre“
    • oder das es nicht mit dem strategischen Plan übereinstimmt (den niemand kennt)
    • oder Sie nennen jemanden (der nicht im Raum ist) als Grund: „Das habe ich auch gedacht, aber Karl, oh nein, der möchte, dass es so gemacht wird.“

    Wenn Du hier jetzt zu weit gehst, wirst du einfach beim nächsten Meeting nicht mehr eingeladen. Weil jeder nun weiß, dass du dir die Arbeit machst. Und das würde ja bedeutet, dass er durch deine Einladung gezwungen ist, über die Dinge nachzudenken, Argumente zu finden usw.

    Kurz gesagt, dich einzuladen bedeutet mehr Arbeit für alle anderen.

    Was wiederum bedeutet, das du weniger Zeit in Meetings verbringst und mehr Zeit hast nachzudenken.

  • Reich, erfolgreich, intelligent, glücklich, gesund, gut aussehend …

    Reich, erfolgreich, intelligent, glücklich, gesund, gut aussehend …

    Es ist schwer,

    • der zu sein, der ich nicht bin.
    • wie andere es von mir erwarten.
    • wie ich glaube, sein zu müssen.
    • wie man zu sein hat.
    • zu können, was ich noch nicht kann.

    Reich, erfolgreich, intelligent, glücklich, gesund, gut aussehend … war immer mein Ziel. Meine Beziehung, den Job, meine Rolle als Vater, Ehemann und Freund immer weiter zu optimieren.

    Aber wozu?

    Wann bin ich fertig damit?

    Wann bin ich glücklich, reich, intelligent … genug?

    Es wird sich nichts ändern. Es wird immer etwas geben, was es zu erreichen gilt. Es wird immer jemanden geben, der schöner, reicher, erfolgreicher, schneller, intelligenter ist.

    Solange ich nicht weiß, warum werde ich mich immer „nur“ verändern und doch auf der Stelle treten.

    Ziemlich anstrengend, oder?

    Aber womit soll ich anfangen?
    Woher weiß ich, was ich will?
    Wie erkenne ich, was das Richtige für mich ist?

    Ich wurde hier ausgesetzt, ich kleines Menschlein. Auf diesem kleinen Staubkorn inmitten eines unendlichen Weltraums. Woher zur Hölle soll ich wissen, wozu ich gemacht bin?

    Ein Versuch:

    Ich muss nicht jede Sekunde füllen. Nicht jede Pause nutzen, um irgendwas zu tun. Ich kann ja noch nicht mal auf dem Klo sitzen ohne ein Buch. Selbst das Gassi gehen mit dem Hund nutze ich um Hörbücher zu hören und Telefonate zu führen.

    Statt immer mehr, immer schneller und immer besser – versuche ich es mal mit WENIGER.

    Weniger schlechtes Essen & Trinken, niveauloses Fernsehen & Lesen (Nachrichten, Klatschseiten, E-Mails), Telefonate & Gespräche, schlechte Meetings, bei denen alle reden, niemand zuhört und nichts erledigt wird, schlechte Beziehungen mit Menschen die mich nur runter ziehen, sinnlose Arschküsse (an Chefs, Verwandte, Familienmitglieder, Freunde).

    Credo des Tages: Hab mal keine Angst da zu sitzen und gar nichts zu tun.

    Und die entstehende Zeit, fülle ich einfach mal mit nichts. Ich gebe mir selbst den Raum, den ich brauche. Ich lasse mal Dinge weg, ohne zu überlegen mit was ich Sie füllen könnte.

    Ich entscheide mich einfach fürs glücklich SEIN und nicht das werden.

     

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    Photo by Austin Distel on Unsplash

  • Live is best spelled T-I-M-E.

    Live is best spelled T-I-M-E.

    Wir leben unser Leben, indem wir uns Zeit nehmen.

    Zeit für andere, und für uns selbst.

    • um zu fühlen
    • um nachzudenken
    • die Gedanken reisen lassen
    • zuzuhören
    • um da zu sein
    • zu genießen
    • zu leben
    • zu sein

    Und doch verbringen wir unsere Zeit mit Sorgen und Stress.

    Wir glauben, wir würden nachdenken. Dabei schieben wir nur Ängste und Nöte in unserem Kopf hin und her und malen uns aus, was alles passieren könnte.

    Dein Verstand ist ein Werkzeug. Er sollte für dich arbeiten, nicht gegen dich.

    Du kannst entscheiden, was du denkst. Du entscheidest, womit du deine Zeit verbringst.

    Die meisten deiner Gedanken haben keinerlei Nutzen. Und doch vergeuden wir unsere Zeit damit.

    Wir denken so viel, dass wir das Leben verpassen.

    Hör auf zu denken – fang an zu fühlen

    Die aufgehende Sonne heute Morgen als du aufgewacht bist. Oder die Regentropfen. Der Geruch des Kaffees. Das Wasser auf deiner Haut …

    Was fühlst du gerade? Fühlst du, wie deine Augen die Buchstaben auf dem Bildschirm lesen? Fühlst du dein Handy in deiner Hand? Denkst du wirklich darüber nach, was du gerade liest?

    Das nennt sich Bewusstsein.