Schlagwort: Zufriedenheit

  • Thimo, lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen!“

    Thimo, lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen!“

    „Das Leben genießen?“

    „Thimo, wo lebst du denn? Hast du dich mal umgesehen? Weißt du eigentlich, was bei mir gerade los ist? Dafür habe ich gerade echt keine Zeit. Du und dein „alles positiv sehen“

    „Ich bin beschäftigt mit Sorgen machen, wütend sein und was weiß ich noch alles.“

    Also lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen“.

    Vor lauter „beschäftigt sein“ vermeiden wir es einfach zu „sein“.

    Warum ist das so? Warum neigen wir dazu, alles zu tun, um beschäftigt zu sein und zu bleiben. Auch wenn sich das was wir tun, bedeutungslos anfühlt.

    Dr. Brené Brown von der University of Houston sagt dazu „verrückt beschäftigt“ als eine „betäubende Strategie“, mit der wir vermeiden, uns der Wahrheit unseres Lebens zu stellen.

    Wir haben Angst vor dem tiefen Nachdenken und -fühlen, weil das ja bedeuten würde, wirklich überlegen zu müssen, was wir alles haben und was wir wirklich vom Leben wollen.

    Und manchmal fühlt sich die Lücke so groß an, dass wir lieber im Hamsterrad bleiben. Wir wissen nicht wo wir anfangen sollen … also holen wir uns lieber erstmal einen Kaffee, surfen ein wenig auf Facebook und beschweren uns über unser Leben/die Politik, die Pandemie und eben alles, was uns die Medien noch so vorsagen.

    Und dann ist da noch der immer wiederkehrende Gedanke, dass es zu spät ist, etwas Neues zu beginnen oder zu erreichen.

    Was wäre, wenn ich trotzdem gut gelaunt und glücklich sein könnte? Wenn ICH mein Leben in der Hand hätte und mich jederzeit fürs „glücklich sein“ entscheiden könnte?

    Verrückte Idee, oder?

  • Heute, Morgen, nächste Woche … (blog_348)

    Heute, Morgen, nächste Woche … (blog_348)

    • Du musst nicht mehr so hart arbeiten wie früher.
    • Du weißt wie der Hase läuft.
    • Du lebst ein angenehmes Leben.
    • Alles läuft ganz Easy.
    • Job, Family, Freunde – alles ok.
      …

    Bis zu dem Moment, an dem dir das Leben so dermaßen in die Fresse haut, das du nicht mehr weißt, wo oben und unten ist.

    Manchmal passiert das in einer Sekunde. Ein anderes Mal dauert es Wochen oder Monate, und du merkst es nicht mal.

    Bis du auf dem Boden aufschlägst.

    • Du wirst krank
    • Du hast einen Unfall
    • Jemand Geliebtes stirbt
    • Du wirst entlassen
    • …

    Bitte bereite dich darauf vor.
    So etwas wird passieren.
    Mir ist mehrmals passiert.

    Und du kannst es nicht verhindern.
    Du kannst dich nur so gut wie möglich vorbereiten.

    Was auch immer dafür sorgt, dass du Zufrieden bist – wird dafür sorgen das du stolperst, und fällst.

    Bleib immer ein wenig unzufrieden.
    Sobald du denkst, du hast es geschafft, bist du eigentlich schon auf dem Rückweg.

    Bereite dich vor – indem du nie aufhörst – der zu werden der du sein kannst.


    Bild renee-fisher-unsplash.

  • Kennst du deinen Auslieferungszustand?

    Kennst du deinen Auslieferungszustand?

    Kennst du deinen Auslieferungszustand?

    Heute Morgen habe ich einen alten Artikel gefunden den ich vor über drei Jahren geschrieben und irgendwie vergessen habe.
    Was hat sich in diesen drei Jahre verändert?
    Was ist seit dem alles passiert?

    Eigentlich erstaunlich wenig – und das macht mir Angst.
    Sollen die nächsten drei Jahre genauso ablaufen?

    Hier der Text aus 2017:


    „In zwei Tagen bin ich 41

    Geburtstage, Urlaube, Beerdigungen, Weihnachten, Neujahr sind solche Tage. Zeiten, an denen ich über mich nachdenke. Mich in meinen Werkszustand versetze.
    Nein, nicht mit Alkohol oder Drogen.

    Tage, an denen ich hinterfrage. An denen ich mir vorstelle, ich würde noch mal geboren. Einfach so – fertig auf die Welt kommen, um nochmal von vorne anzufangen.

    Was würde ich genauso machen?
    Wo würde ich eine andere Abzweigung nehmen?
    Was mache ich anders?

    Zu selten denke ich über mich und mein Leben nach.
    Zu oft abgelenkt von Dingen, auf die ich keinen Einfluss habe.

    Ich bin doch nicht auf die Welt gekommen, um Emails zu schreiben oder ToDo Listen abzuhaken. Um morgens schon Bauchschmerzen vor dem Tag zu haben.

    Ich finde diesen Zustand morgens um 4:47, in eine Decke gehüllt, bei einer Tasse Kaffee. Oder beim Spaziergang mit unserem Hund, wenn die Sonne aufgeht. Ich sehe ihn oft in meinen Kindern, wenn Sie gedankenverloren spielen.

    Je öfter ich den Zustand suche und ihm mit Achtsamkeit begegne, desto einfacher finde ich ihn wieder.

    Wie fühlt es sich an?

    Ein Gefühl, als könntest du unter Wasser atmen. Du würdest schwerelos auf dem Boden eines angenehm kühlen Sees sitzen, während du deine Gedanken, Sorgen und Nöte als Luftblasen nach oben verschwinden siehst. In absoluter Stille, besteht alles um dich herum aus den gleichen Farben. Du frierst nicht, du denkst nicht, du bist nur.

    In diesen Augenblicken fühle ich, dass alles klar wird. Das alles einen Sinn hat. Das alles gut so ist – weil es so sein soll. Das wir genau dafür gemacht und gedacht wurden.

    Ich bin hier – um zu leben …

    … und nicht um vor irgendetwas Angst zu haben.

    Meine Werkseinstellung ist „Glücklich“ und „Zufrieden“.

  • Katastrophen und ein Ponyhof (#155)

    Katastrophen und ein Ponyhof (#155)

    Nichts von dem was sie erleben ist so wie es ist.

    Wir haben unsere Gedanken meistens sowieso nicht im Griff. Und wie wir diese Gedanken interpretieren gilt auch nur für uns.

    Andere sehen die Welt anders, immer.

    Die meisten Gedanken sind sowieso negativ.

    Es besteht ein großer Unterschied zwischen Denken und Gedanken haben.

    Gedanken haben, basiert auf unseren mentalen Modellen der Welt. Wie die Welt bitteschön zu sein hat. Wir haben irgendwann einmal auf unserer Festplatte festgelegt, wie das Leben funktioniert. Diese Programme in unserem Kopf sind nicht gut oder schlecht, noch richtig noch falsch.

    Aber

    Entweder sie funktionieren bei uns, oder eben nicht.

    Egal was wir denken. Wir haben recht. Zumindest denken wir so.

    Wie oft haben Sie schlechte Gefühle?

    Sie fühlen sich beleidigt, übergangen, belogen, betrogen, hintergangen, ignoriert, frustriert, überfordert, gestresst …

    Und wie oft denken Sie andere Menschen sind, Intrigant, überheblich, arrogant, hinterlistig, scheinheilig, fies, verschlagen, rücksichtslos, unfreundlich, böse …

    Das sind schon ein paar schlechte Gefühle, oder?

    Es ist schon eine ganze schön böse Welt da drinnen und draußen.

    Das alles nur, weil wir denken. Das die Welt sich nur um uns dreht.

    Wir machen uns unsere schlechten Gefühle selbst.

    Also können wir uns doch auch gleich gute Gefühle machen, oder?

    Dann müssten wir aber unsere ach so geliebte Opferrolle ablegen. Dann bekommen wir ja gar kein Mitleid mehr. Am Ende noch Verantwortung für uns selbst übernehmen, soweit kommt’s noch.

    Was also tun?

    Eines unserer mentalen Programme sagt jetzt, HANDELN.

    Irgendwas, irgendwie verändern. Sofort.

    Ein Buch, ein Coaching, ein Training, ein E-Mail Kurs, jeden Morgen laufen gehen, tun, machen, quälen. Und sei die Tat noch so klein.

    Wir glauben immer, wir mussten sofort handeln und könnten alles ändern.

    „Wir denken, die Welt ist, was wir aus ihr machen“

    Wir tun uns enorm schwer dabei, nichts zu tun.

    Und jetzt???

    Ist nichts tun die Lösung???

    Es ist zumindest mal ein erster Schritt.

    Die anderen Schritte sind Gelassenheit und Fokus. Quasi eine gelassene Fokussiertheit oder eine fokussierte Gelassenheit. Wie sie möchten.

    Mach dir deine Welt

    Wenn wir ernsthaft darüber nachdenken, haben wir doch eine enorme Macht über unser Denken. Wir können uns alles mögliche vorstellen. In andere Menschen hineindenken. Tagträumen hinterherdenken und noch viel mehr. Wie einfach wäre es dann, uns beispielsweise morgens einfach mal vorzustellen, uns ginge es gut, es wäre ein fantastischer Tag und alle Menschen die wir heute treffen wären erleuchtet. Jeder wollte uns gut und das Leben bereitet sich auf den liebsten Menschen der Welt vor –

    SIE

    Da wir ja sowieso den lieben langen Tag denken, und dazu meist noch negative Gedanken die oft gar nicht stimmen, können wir uns doch genauso gut auch freundliche und positive Gedanken machen, oder?

    Am Ende kommen sie noch zu der Überzeugung: Mensch, das war ja einfach. Es ist ja wirklich nicht so schlimm wie ich immer gedacht habe. Mein Chef ist ja gar nicht so ein Arschloch. Der Verkehr ist ja nicht so schlimm. Sooo viel Stress hatte ich heute auch nicht. Und eigentlich bleibt doch nicht immer alles an mir hängen.

    Tun wir mal so als ob:

    • Wir Frühaufsteher sind
    • Unser Job uns gefällt
    • Wir uns heute gut fühlen

    Manchmal, denke ich meine erlebten Katastrophen. Mit dem Unterschied, das es sich heute gar nicht mehr so schlimm anfühlt. Meistens kamen sogar wirklich gute Erfahrungen und Erfolge dabei raus. Hätte ich diese Einstellung nicht schon damals haben können.

    Kann ich das nicht heute auch denken? Die Katastrophen die mir heute passieren. Ich stelle mir einfach vor wie ich in 10 Jahren darüber denke.

    Lassen sie uns doch einfach mal anfangen das Leben zu verarschen. Machen wir uns etwas vor. Solange bis wir es selbst glauben. Es ist schließlich unser Leben. Wir können machen damit was wir wollen. Fangen wir einfach mal an zu glauben, das Leben macht Spaß. Nur für ein paar Minuten am Tag, einverstanden? Nur mal so zum testen. Sie können ja jederzeit wieder zurück in ihr altes Leben.

    Sie können dann gerne wieder so unglücklich sein wie es nur geht.

    Wenn Sie immer nur denken das Leben sei kein Ponyhof wird auch nie der Gaul mit Ihnen durchgehen.

    – das Zitat ist von mir glaube ich

    Mein Ziel zumindest ist es glücklich zu sein statt glücklich zu werden.

    Takeaways: Fühlen sie sich einfach mal glücklich. Machen sie sich etwas vor. Bescheissen Sie Ihren Kritiker. Lachen Sie für 60 Sekunden, auch wenn es nichts zu lachen gibt. Das schüttet Glückshormone aus. Probieren Sie es aus.

  • #136 Was willst du damit sagen?

    #136 Was willst du damit sagen?

    Vor kurzem hat mich jemand gefragt „Thimo, was willst du mit deinen Artikeln sagen?“

    Gute Frage über die ich jeden Tag nachdenke.

    Muss ich denn etwas sagen wollen?

    Für mich ist das schreiben wie ein Gespräch mit einem guten Freund oder mit Gott. Es klärt meine Gedanken. Es hilft mir zu verarbeiten.

    • Es ist wie ein mentaler Scheibenwischer am Morgen
    • Eine Art „Mundspülung“ der Seele
    • Ein Entkalken der Gehirnwindungen

    Je länger und intensiver ich schreibe, desto klarer werden meine Gedanken und Gefühle. Wie ein aufgewühlter Teich in dem sich der Dreck langsam absetzt und das Wasser klar wird.

    Was will ich (MIR) also mit meinen Texten sagen?

    • Ich möchte (mir) Mut machen.
    • (Mir) zurufen das das Leben in Ordnung ist, wie es ist.
    • Das jeder Tag, jede Minute, jeder Augenblick ein Geschenk ist.
    • Die anderen nicht so wichtig zu nehmen.
    • Mich selbst nicht so wichtig zu nehmen.
    • Jeden Tag lernen wollen.
    • Dankbar sein, das ich lieben darf.

    Es gibt keinen tieferen Sinn hinter dem was ich schreibe. Ich schreibe für mich. Wenn jemand anderes etwas damit anfangen kann, freut es mich umso mehr.

    Schreiben bedeutet für mich

    • Verarbeiten
    • Denken
    • Danken
    • Klären
    • Leben
    • Reinigen
    • Zufriedenheit gewinnen
    • Ruhen
    • Lernen
    • Erkennen
    • Entwickeln

    Jeden Tag an dem ich schreibe, lerne ich etwas neues dazu.