Katastrophen und ein Ponyhof (#155)

Nichts von dem was sie erleben ist so wie es ist.

Wir haben unsere Gedanken meistens sowieso nicht im Griff. Und wie wir diese Gedanken interpretieren gilt auch nur für uns.

Andere sehen die Welt anders, immer.

Die meisten Gedanken sind sowieso negativ.

Es besteht ein großer Unterschied zwischen Denken und Gedanken haben.

Gedanken haben, basiert auf unseren mentalen Modellen der Welt. Wie die Welt bitteschön zu sein hat. Wir haben irgendwann einmal auf unserer Festplatte festgelegt, wie das Leben funktioniert. Diese Programme in unserem Kopf sind nicht gut oder schlecht, noch richtig noch falsch.

Aber

Entweder sie funktionieren bei uns, oder eben nicht.

Egal was wir denken. Wir haben recht. Zumindest denken wir so.

Wie oft haben Sie schlechte Gefühle?

Sie fühlen sich beleidigt, übergangen, belogen, betrogen, hintergangen, ignoriert, frustriert, überfordert, gestresst …

Und wie oft denken Sie andere Menschen sind, Intrigant, überheblich, arrogant, hinterlistig, scheinheilig, fies, verschlagen, rücksichtslos, unfreundlich, böse …

Das sind schon ein paar schlechte Gefühle, oder?

Es ist schon eine ganze schön böse Welt da drinnen und draußen.

Das alles nur, weil wir denken. Das die Welt sich nur um uns dreht.

Wir machen uns unsere schlechten Gefühle selbst.

Also können wir uns doch auch gleich gute Gefühle machen, oder?

Dann müssten wir aber unsere ach so geliebte Opferrolle ablegen. Dann bekommen wir ja gar kein Mitleid mehr. Am Ende noch Verantwortung für uns selbst übernehmen, soweit kommt’s noch.

Was also tun?

Eines unserer mentalen Programme sagt jetzt, HANDELN.

Irgendwas, irgendwie verändern. Sofort.

Ein Buch, ein Coaching, ein Training, ein E-Mail Kurs, jeden Morgen laufen gehen, tun, machen, quälen. Und sei die Tat noch so klein.

Wir glauben immer, wir mussten sofort handeln und könnten alles ändern.

„Wir denken, die Welt ist, was wir aus ihr machen“

Wir tun uns enorm schwer dabei, nichts zu tun.

Und jetzt???

Ist nichts tun die Lösung???

Es ist zumindest mal ein erster Schritt.

Die anderen Schritte sind Gelassenheit und Fokus. Quasi eine gelassene Fokussiertheit oder eine fokussierte Gelassenheit. Wie sie möchten.

Mach dir deine Welt

Wenn wir ernsthaft darüber nachdenken, haben wir doch eine enorme Macht über unser Denken. Wir können uns alles mögliche vorstellen. In andere Menschen hineindenken. Tagträumen hinterherdenken und noch viel mehr. Wie einfach wäre es dann, uns beispielsweise morgens einfach mal vorzustellen, uns ginge es gut, es wäre ein fantastischer Tag und alle Menschen die wir heute treffen wären erleuchtet. Jeder wollte uns gut und das Leben bereitet sich auf den liebsten Menschen der Welt vor –

SIE

Da wir ja sowieso den lieben langen Tag denken, und dazu meist noch negative Gedanken die oft gar nicht stimmen, können wir uns doch genauso gut auch freundliche und positive Gedanken machen, oder?

Am Ende kommen sie noch zu der Überzeugung: Mensch, das war ja einfach. Es ist ja wirklich nicht so schlimm wie ich immer gedacht habe. Mein Chef ist ja gar nicht so ein Arschloch. Der Verkehr ist ja nicht so schlimm. Sooo viel Stress hatte ich heute auch nicht. Und eigentlich bleibt doch nicht immer alles an mir hängen.

Tun wir mal so als ob:

  • Wir Frühaufsteher sind
  • Unser Job uns gefällt
  • Wir uns heute gut fühlen

Manchmal, denke ich meine erlebten Katastrophen. Mit dem Unterschied, das es sich heute gar nicht mehr so schlimm anfühlt. Meistens kamen sogar wirklich gute Erfahrungen und Erfolge dabei raus. Hätte ich diese Einstellung nicht schon damals haben können.

Kann ich das nicht heute auch denken? Die Katastrophen die mir heute passieren. Ich stelle mir einfach vor wie ich in 10 Jahren darüber denke.

Lassen sie uns doch einfach mal anfangen das Leben zu verarschen. Machen wir uns etwas vor. Solange bis wir es selbst glauben. Es ist schließlich unser Leben. Wir können machen damit was wir wollen. Fangen wir einfach mal an zu glauben, das Leben macht Spaß. Nur für ein paar Minuten am Tag, einverstanden? Nur mal so zum testen. Sie können ja jederzeit wieder zurück in ihr altes Leben.

Sie können dann gerne wieder so unglücklich sein wie es nur geht.

Wenn Sie immer nur denken das Leben sei kein Ponyhof wird auch nie der Gaul mit Ihnen durchgehen.

das Zitat ist von mir glaube ich

Mein Ziel zumindest ist es glücklich zu sein statt glücklich zu werden.

Takeaways: Fühlen sie sich einfach mal glücklich. Machen sie sich etwas vor. Bescheissen Sie Ihren Kritiker. Lachen Sie für 60 Sekunden, auch wenn es nichts zu lachen gibt. Das schüttet Glückshormone aus. Probieren Sie es aus.

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