Kennst du deinen Auslieferungszustand?

Kennst du deinen Auslieferungszustand?

Heute Morgen habe ich einen alten Artikel gefunden den ich vor über drei Jahren geschrieben und irgendwie vergessen habe.
Was hat sich in diesen drei Jahre verändert?
Was ist seit dem alles passiert?

Eigentlich erstaunlich wenig – und das macht mir Angst.
Sollen die nächsten drei Jahre genauso ablaufen?

Hier der Text aus 2017:


„In zwei Tagen bin ich 41

Geburtstage, Urlaube, Beerdigungen, Weihnachten, Neujahr sind solche Tage. Zeiten, an denen ich über mich nachdenke. Mich in meinen Werkszustand versetze.
Nein, nicht mit Alkohol oder Drogen.

Tage, an denen ich hinterfrage. An denen ich mir vorstelle, ich würde noch mal geboren. Einfach so – fertig auf die Welt kommen, um nochmal von vorne anzufangen.

Was würde ich genauso machen?
Wo würde ich eine andere Abzweigung nehmen?
Was mache ich anders?

Zu selten denke ich über mich und mein Leben nach.
Zu oft abgelenkt von Dingen, auf die ich keinen Einfluss habe.

Ich bin doch nicht auf die Welt gekommen, um Emails zu schreiben oder ToDo Listen abzuhaken. Um morgens schon Bauchschmerzen vor dem Tag zu haben.

Ich finde diesen Zustand morgens um 4:47, in eine Decke gehüllt, bei einer Tasse Kaffee. Oder beim Spaziergang mit unserem Hund, wenn die Sonne aufgeht. Ich sehe ihn oft in meinen Kindern, wenn Sie gedankenverloren spielen.

Je öfter ich den Zustand suche und ihm mit Achtsamkeit begegne, desto einfacher finde ich ihn wieder.

Wie fühlt es sich an?

Ein Gefühl, als könntest du unter Wasser atmen. Du würdest schwerelos auf dem Boden eines angenehm kühlen Sees sitzen, während du deine Gedanken, Sorgen und Nöte als Luftblasen nach oben verschwinden siehst. In absoluter Stille, besteht alles um dich herum aus den gleichen Farben. Du frierst nicht, du denkst nicht, du bist nur.

In diesen Augenblicken fühle ich, dass alles klar wird. Das alles einen Sinn hat. Das alles gut so ist – weil es so sein soll. Das wir genau dafür gemacht und gedacht wurden.

Ich bin hier – um zu leben …

… und nicht um vor irgendetwas Angst zu haben.

Meine Werkseinstellung ist „Glücklich“ und „Zufrieden“.

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