Die (un)Fähigkeit zu erklären

„Menschen kommen zu Unternehmen, aber verlassen Vorgesetzte“

Wenn jemand, von dem wir abhängig sind, uns verletzt oder im Stich lässt, uns enttäuscht oder uns links liegen lässt …

… wie reagieren wir???

  1. Wir sind beleidigt
    Wir sind verärgert und gekränkt. Wir weigern uns aber der Person zu erklären, was das Problem ist. Wir sitzen da und schmollen in der Hoffnung das der andere schon merken wird was er da gemacht hat. Wir hoffen gegen jede Wahrscheinlichkeit das der andere magischerweise versteht, was er getan hat und es in Ordnung bringt.
  2. Wir werden gleichgültig
    Ziemlich anstrengend. Genau dann, wenn wir am verletzbarsten sind, eine Mauer aufzubauen und so zu tun als sei uns alles egal. Wir fühlen uns in Seenot. Doch die einzige Reaktion ist es, uns irgendwo zu verstecken und stoisch darauf zu warten das uns jemand rettet. Genau dann, wenn wir wir es am nötigsten brauchen, tun wir so als mache es uns nichts aus. Das wir nichts bemerkt haben und es uns egal ist.
    Es kostet Mut und Kraft, um jemandem, der uns verletzt hat, zu zeigen, dass wir beleidigt sind; dass derjenige Macht über uns hat und dass ein wichtiger Teil unseres Lebens in seinen Händen liegt.
  3. Wut und Hass
    In unserem Zorn werden wir groß und stark. Um die Kontrolle wieder zu erlangen spielen wir uns auf und verhalten uns wie ein in die Ecke gedrängtes Raubtier.

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“ © Viktor Frankl

Die Geschichte lehrt uns drei Eigenschaften, die wir die drei Kardinaltugenden der emotionalen Reife nennen können:

Kommunikation, Vertrauen und Verwundbarkeit.

Gehn wir doch nochmal zur Schule

Das Fach: „Emotionale Reife“

In unserem speziellen FAll, („das verlassen von Vorgesetzten“ bzw. „das behandeln von Mitarbeitern“).
Was kann ich tun??

  • die Kraft zu erklären, warum wir über die Person verärgert sind, die uns verletzt hat
  • die Ruhe, nicht sofort schreien zu müssen, andere nicht zu verurteilen
  • die Gelassenheit, nicht das schlimmste anzunehmen und sofort zurückzuschlagen
  • das Selbstvertrauen, dass wir die richtigen Worte finden können
  • den Mut, Tränen und die eigene Verletztheit zu zeigen

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