In meinem Leben gab es einige Momente, in denen ich dachte, „das war’s“ – Gebrochene Wirbelsäule, endlose Operationen, Leiden, Schmerzen und Rückschläge ohne Ende.
In diesen Augenblicken, in denen deine Hoffnung imme rleiser wird. In diesen Zeiten begann ich unbewusst, mir meine eigenen „Trophäen“ zu schaffen. Kleine Erinnerungen an die „Siege“, die ich schon errungen hatte, an die Herausforderungen und Leidensphasen, die ich überstanden hatte. An all das, was ich schon wunderbeares erreicht habe oder mir einfach nur passiert ist.
Für mich ist diese Liste nicht nur ein Tool, es ist mein Überlebensinstrument. Eine Methode, um weiterzumachen, wenn jeder Schritt schmerzt, physisch oder mental.
Sie ist wie ein Ort, an den ich immer gehen kann, wenn ich nicht mehr weiter weiß und alles in mir aufgeben will.
Jede kleine „Trophäe“ auf meiner Liste zeigt mir, dass ich schon oft am Limit war – und immer wieder weitergemacht habe. Diese Technik ist mein Fundament geworden. Und vielleicht kann sie auch dir in schwierigen Momenten Halt geben.
David Goggins nennt es ein „Cookie Jar“ (gefällt mir noch besser!). Ein Glas voller Erinnerungen, greifbar und immer da, wenn der Kopf dir einredet, es ist vorbei. Es ist keine Liste der Hoffnung, sondern eine Liste der Tatsachen, der Beweise, dass du nicht das erste Mal kämpfst.
Warum ein „Cookie Jar“? Warum nicht einfach eine „Motivations-Checkliste“?
Weil ein Cookie Jar greifbar ist. Es hat Gewicht. Du kannst es anfassen. Du kannst es öffnen, etwas hineinlegen und wieder verschließen.
Was steckt dahinter?
Es geht um Stolz, um Mut und um Zuversicht. Oder besser: um die Gefühle, die uns leider immer öfter peinlich sind weil uns die Gesellschaft das einredet.
Die Gefühle, die du nur dir selbst zugestehst.
Der Tag, an dem du fast alles hinschmeißen wolltest, aber irgendwie weiter gemacht hast. Die Erfolge. Die überstanden Schmerzen. Ber auch all das Glück, das die in deinem leben pasiert ist. All das sind Kekse. Kekse in deinem Glas.
Und wenn du kurz davor bist aufzugeben, greifst du in dieses Glas. Kein albernes „Ich glaube an dich“. Kein „Du schaffst das“. Sondern: Erinnerungen, die beweisen, dass du es schon mal geschafft hast.
Wie baust du dein Cookie Jar?
1. Erinnerungen sammeln: Fang an, tief zu graben. Wann warst du mutig, wann hast du gezweifelt, wann bist du trotzdem weitergegangen? Mach dir keine Sorgen, wie groß oder klein diese Momente sind. Alles zählt.
2. Der visuelle Trick: Dein Gehirn ist ein Bild-Junkie. Schreib dir diese „Kekse“ auf, sieh das Glas vor dir. Oder kauf dir ein echtes Glas in dem du kleine Zettel steckst. Es funktioniert. Glaub mir.
3. Reingreifen, wenn’s hart wird: In den härtesten Momenten deines Lebens hast du Zugriff auf Beweise, die dir zeigen: Du hast das schon gemacht. Du bist dieser Herausforderung gewachsen.
4. Bau weiter: Jeden Tag machst du Dinge, die es wert sind, in das Cookie Jar zu wandern. Also fülle es stetig. Es ist ein niemals endendes Projekt, weil auch deine Stärke niemals endet –
Warum funktioniert das?
Weil dein Gehirn nicht für Hoffnung programmiert ist, sondern für Beweise. Sie haben Gewicht. Sie sind greifbar. Wenn du in dein Cookie Jar greifst, hältst du nicht nur eine Erinnerung in der Hand. Du hältst die Version von dir in der Hand, die es geschafft hat. Die, die nie aufgibt.
Goggins sagt, die meiste Zeit nutzen wir nicht mal 40 % unseres Potenzials. Der Rest ist im Cookie Jar. Greif rein.
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