Mal ehrlich, dein Problem ist nicht die Prokrastination. Dein Problem ist, dass du sie immer wieder streichelst und dir einredest, dass sie harmlos ist. Ist sie nicht. Verbrenn das Vieh. Und während die Flammen hochschlagen, frage dich: Warum zum Teufel habe ich so lange gewartet?”
Stell dir vor, dein Leben ist ein Fussballspiel. Du rennst über den Platz, schwitzt, passt, gibst alles – aber keiner schießt den Ball ins Tor. Warum? Weil wir uns nicht trauen, zu schießen. So fühlt sich Prokrastination an: immer in Bewegung, immer beschäftigt, aber ohne Fortschritt.
Ich kann davon ein Liedchen singen. Jahrelang… gehirnt, nachgedacht, meditiert, geredet, geplant, geschrieben, Designs erstellt – aber nichts passiert.
Warum? Aus Angst. Angst vor Kritik. Angst vor dem Urteil anderer. Angst vor der Angst. Und weißt du, was dabei passiert ist? Ich wurde Meister im Aufschieben, aber Anfänger im Umsetzen.
Doch das änderte sich, als ich mir eine einzige Frage stellte:
👉 „Was vermeidest du gerade – und warum?“
Die Antwort war klar: Ich habe nicht die Aufgabe selbst vermieden, sondern das Gefühl, das sie mit sich brachte – Angst, Unsicherheit, Unbehagen, Scham. Das waren meine Endgegner. Aber es war auch mein Wendepunkt.
Der Dreiköpfige Drache der Prokrastination
Prokrastination hat drei Köpfe:
1️⃣ Angst
Wir meiden das, was uns nervös macht. Aber lass mich das hier mal klarstellen:
Aktion reduziert Angst. Einfach machen.
Frag dich: „Wird mein Leben morgen besser, wenn ich das heute mache?“
Angst zu spüren ist normal – die Frage ist, ob du sie produktiv nutzt.
2️⃣ Rebellion
Manchmal verschieben wir Dinge, weil sie nicht unsere Idee waren. Das Ego mag keine Befehle.
Strategie: Frag dich: „Bringt mich das meinen Zielen näher?“ Wenn ja, schluck den Stolz und tu es.
3️⃣ Langeweile
Disziplin ist oft langweilig. Das weiß jeder Spitzensportler. Aber genau hier liegt die Lösung.
Frag dich: „Was bringt mir diese Aufgabe in 10 Tagen? Und in 10 Jahren?“ Erfolg entsteht durch Wiederholung – auch wenn sie monoton ist.
Der Kreislauf des Wachstums: Produktives Scheitern
Die Ironie?: Die meisten Prokrastinatoren sind unglaublich fleißig – sie arbeiten hart, nur nicht an den wichtigen Dingen. Sie schieben das Risiko, zu scheitern, vor sich her. Warum? Weil Scheitern weh tut.
Die Wahrheit: Scheitern ist kein Urteil über dich, sondern eine Chance.
Der Schlüssel ist produktives Scheitern:
Versuchen, ausprobieren, testen.
Scheitern, wenn nötig.
Daraus lernen.
Von vorne anfangen (aber schlauer).
Die Besten sind nicht diejenigen, die nie scheitern. Es sind die, die bereit sind, auf die Fresse zu fallen (und das auch tun) – und sich dann die Hosenbeine abklopfn, den Kragen richten und es dann wieder versuchen. Und wieder, und wieder
Harte Fakten, klare Entscheidungen
Jocko Willink sagt: „Disziplin ist gleich Freiheit.“ Und das stimmt. Denn Disziplin bringt dich in Bewegung, wenn Gefühle dich bremsen. Sie zwingt dich, den Ball endlich Richtung Tor zu schiessen – auch wenn du denkst, du triffst nicht.
Deine Aufgabe für heute:
Schreib für dich in deinen Morgengedanken auf:
- Was vermeidest du gerade?
- Welches Gefühl steckt dahinter?
- Was würdest du tun, wenn du dieses Gefühl ignorieren könntest?
- Dann: Tu genau das. Egal, wie schlecht es beim ersten Mal ist. Mach es morgen besser. Und übermorgen noch besser.
Dein Leben wird nicht besser, wenn du den Drachen der Prokrastination weiter fütterst. Dein Leben wird besser, wenn du ihn besiegst, ihn mit Öl übergießt und verbrennst – und dann laut lachend – und für alle sichtbar nackt um die Flammen tanzt.
-Thimo Müller
Und hier die gute Nachricht: Du kannst das. Du bist stärker, als du denkst.
Bereit? Cool. Dann hör auf, nach der perfekten Strategie zu suchen, und mach einfach. Scheiß drauf. Denn am Ende ist es das Handeln, das zählt – nicht, wie perfekt du dich vorbereitet hast.
Wer ich bin?
Glücklicher Ehemann seit über 20 Jahren, stolzer CoCreotor von drei großartigen Kids. Unternehmer, Mentor, Muse, Coach, Verkäufer, Headhunter – und jemand, der weiß, wie es sich anfühlt, immer wieder aufzustehen.
Das Leben ist chaotisch. Es wird dich brechen, dich verunsichern und dir alles nehmen, was du glaubst, zu brauchen. Ich weiß das, weil ich selbst am Boden lag – beruflich, gesundheitlich, persönlich. Und genau dort habe ich gelernt, wie man von Null beginnt.
Ich sage nicht, was du hören willst. Ich sage dir, was du wissen musst, um dich zu verändern. Mein Job ist es, dich mit neuen Wegen zu konfrontieren. Dein Job ist es, diese zu gehen. Dein Erfolg beginnt mit dir.
Bist du bereit, etwas Neues auszuprobieren? Schreib mir.
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