Kategorie: Stille

  • Papa, wie geht Meditation?

    Papa, wie geht Meditation?

    Was hörst du gerade?
    Ich meine wirklich alles.
    Hör ganz genau hin.

    Klar, zuerst das Standard-Zeug: Autos, Vögel zwitschern, der Wind heult und die Blätter rauschen …

    Aber immer, wenn ich genauer hinhöre, sind da noch andere, neue Geräusche. Manchmal das Schließen einer Autotür oder ein paar Bauarbeiter weiter entfernt. Manchmal höre ich sogar die Bundesstraße, die 2km entfernt ist oder ganz leise ein Flugzeug am Himmel. Ab und zu kann ich sogar meinen Körper hören. Ein leises Bauchgrummeln, der Atem, der durch meine Nase geht oder den Herzschlag im Ohr.

    Je genauer ich hinhöre, desto mehr Dinge fallen mir auf.

    Sie sind immer da gewesen, aber ich hatte nie lange genug innegehalten, um Sie zu hören.

    Zu meditieren ist ähnlich, aber mit Gefühlen statt mit Klängen.

    (Foto: ich)

  • Ein stiller Mann

    Ein stiller Mann

    es war ein mal ein stiller Mann.
    Und weil er so still und ruhig war, dachten die Leute, ihm fehle es an Selbstvertrauen.

    Seine Ruhe ließ andere nicht in Ruhe.

    Seine leise Art führte dazu, das andere sich unwohl fühlten. Die Leute hatten den Eindruck, er fürchte sich.

    Eines Tages fragte eine Dame den Mann, warum er so schüchtern sei.

    „Schüchtern?“ antwortete er. „Ich bin überhaupt nicht schüchtern.“

    „Aber Sie sagen kaum etwas“, antwortete die Frau. „Warum kommen sie nicht heraus aus ihrem Schneckenhaus, wir beißen nicht.“

    Der Mann antwortete. „Ich bin überhaupt nicht schüchtern.“
    „Ich bin still, weil dies der natürliche Zustand des Menschen ist.
    Es sind diejenigen, die viel und laut reden, die wirklich Angst haben.
    Wir haben Angst vor der Stille. Wir haben Angst, bei unserem wahren Selbst zu bleiben.
    Wir haben Angst vor Ablehnung.
    Ich habe auch Angst vor diesen Dingen, aber ich versuche meine Ängste durch Schweigen zu besiegen.

    Die leisen gelten als schwach und die lauten gelten als stark, so ist die Welt, aber nicht der Geist.“

    Inspiriert durch das Buch: „There Once Was A Book Of Really Short Stories.“

  • Atme ein

    Atme ein

    Wecker
    Aufspringen
    Waschen
    Anziehen
    Kaffee to go

    Los

    Du beantwortest irgendwelche Mails …
    Du kommst zu spät zu Meetings …
    Du öffnest den 41 Tab in deinem Browser …
    Du isst mal schnell was im Cafe an der Ecke …
    Du springst zu Facebook und rennst auf den Klo …
    Bevor es wieder nach Hause geht …

    Los

    Rechnungen
    Einkaufen
    Netflix
    Youtube
    Facebook
    Twitter
    LinkedIn
    Kinder
    Partner
    Familie
    Freunde

    Los

    Bis dein Kopf auf dein Kissen aufschlägt.
    Und morgens alles wieder Murmeltiermäßig von vorne


    Wenn du etwas tust, atmest du aus. Aber du kannst nicht ewig ausatmen. Irgendwann musst du einatmen. Oder du stirbst.

    Was ist passiert?

    Ganz einfach: Wir vergessen zu atmen.
    Einatmen gehört dazu.

    • Du wachst morgens auf und setzt die Füße ganz bewusst neben dein Bett – Einatmen
    • Du schaust in den Spiegel…
    • Du sitzt vor deinem Frühstück…
    • Du greifst das Lenkrad deines Wagens…
    • Du gehst eine Runde um den Block…
    • Du siehst einen Baum, die Blätter bewegen sich im Wind…
    • Du schaust deinen Kindern ins Gesicht…
    • Du liegst auf dem Rücken. Du streckst deine Arme und Beine aus. Du schaust nach oben…

    Das Leben ist kein Vakuum.
    Das Nichts ist nicht leer.
    Es gibt uns immer genau die Luft, die wir brauchen.
    Vergiss nicht einzuatmen.

    Wie konnte ich das Einatmen vergessen? Es ist die natürlichste Sache der Welt!

  • Die 5 Töne meines Lebens

    Die 5 Töne meines Lebens

    Manche stellen sich diese Frage zu oft. Manche zu selten. Manche NIE.

    Wozu bin ich gemacht und gedacht?

    Meine Antworten sind selten gleich.

    Aber es gibt Themen, die sich wiederholen.

    Meine Lebensthemen

    Eine Art Melodie, die immer im Hintergrund läuft.

    Eine Melodie aus Tonlagen und Abschnitten gemacht. Manche laut, andere leise, schnell und langsam.

    Diese Melodie klingt für jeden anders. Weil Sie anders ist und jeder sie anders hört.

    Diese Melodie ist meine

    • Einer tiefen Lust am Leben, als „bassiges Brummen„, das sich durch meinen Tag zieht.
    • „Kurze, laute und scheppernde Geräusche“ die für die Macht stehen, mich jeden Tag für ein „JA“ zu entscheiden
    • Die sanften aber kraftvollen Töne der Liebe … zu meiner Frau, meinen Kindern und meiner Familie gegenüber.
    • Einem Summen der starken Neugierde und Begeisterungsfähigkeit dem Neuen und Anderen gegenüber.
    • Dem Wechsel aus Getöse und Gemeinschaft und schweigender Einsamkeit.

    Wie klingt deine Melodie?

  • Die 13 schwersten Aufgaben in meinem Leben

    Die 13 schwersten Aufgaben in meinem Leben

    Ich stolpere immer wieder über die gleichen „Probleme“. Irgendwann habe ich angefangen, sie aufzuschreiben. Nur um sie nicht zu vergessen. Meistens denke ich dann, dass ich der Einzige auf der Welt bin, der sich damit herumschlägt. Aber ich glaube, wir alle haben so unsere Päckchen zu tragen.

    Das hier sind meine:

    A) Mich jeden Tag daran zu erinnern, glücklich zu sein. Millionen Dinge können passieren. Die Frage ist nicht, ob sie passieren werden. Die eigentliche Frage ist, ob ich glücklich sein möchte, unabhängig davon, was passiert. Merkspruch: Was sollte schlimmstenfalls passieren?

    B) Meine eigene Seltsamkeit akzeptieren. Ich bin vollkommen ok so wie ich bin. Statt Energie aufzuwenden, damit mich andere mögen, nutze ich sie, um mich selbst zu mögen. Frage: „Was wäre, wenn ich bereits OK wäre, so wie ich bin? Könnte es nicht sein, dass alles bereits OK ist?“

    C) Mir öfter die Frage stellen: Wie würde es aussehen, wenn es einfach wäre? Look for a way to roll a rock downhill.

    D) Daran zu denken, dass ich niemanden verändern kann. Genauso habe ich keine Kontrolle darüber, was andere Menschen über mich denken, warum sich also darüber Sorgen machen? 

    E) Das nur ich alleine verantwortlich bin für mein Denken. 

    F) Das es sein kann, das ich heute Abend das letzte Mal die Augen schließe.

    G) Das mein Gestern keine Rolle mehr spielt und keinen Einfluss auf mein Heute hat. Das ich mich in jedem einzelnen Moment dazu entscheiden kann, mich zu ändern. Und wenn ich das nicht tue, ich mich trotzdem verändern werde.

    H) Ich nicht alles glaube, was ich denke.

    I) Daran zu denken, das es etwas in mir gibt, das mit allem ein Problem haben kann (wenn ich es zulasse).

    J) Wenn ich mal wieder zweifle oder Angst habe, mir die Frage zu stellen: „Was ist das schlimmste, das passieren kann“? Und „welche Möglichkeiten habe ich, das zu verhindern?“ und dann: „was kann ich tun, sollte das schlimmste wirklich passieren?“

    K) Am I hunting antelope or field mice? Nachzulesen hier. Sprengt sonst den Rahmen http://www.michaeldmcgill.com/2018/07/12/prioritize-your-time-like-a-lion-hunt-antelope-do-not-chase-mice/

    L) Ich muss nicht von allen gemocht werden. Ich muss es nicht allen Recht machen (mein persönlicher weißer Wal)

    M) Daran denken, das es meinen Kindern egal ist, ob ich vielbeschäftigt bin.

  • Meine stille Entscheidung in diesem einen Moment

    Meine stille Entscheidung in diesem einen Moment

    Die Entscheidung, ein anderes, neues Leben zu führen, hat niemand für mich getroffen.

    Weder Unglück noch Krankheit, kein Unfall, Tod oder Leid. Kein Glücksmoment in Geburt oder Liebe. Kein strahlendes Feuerwerk, kein lauter Jubel, keine Schreie und keine Fanfaren.

    Unser Leben bestimmen wir in den ruhigen Momenten.

    Unsere Lebensentscheidungen müssen wir in Stille treffen.

    In einem privaten, kontemplativem Moment. Nur mein innerer Dialog. Meine Gefühle und Gedanken.

    Ich spreche nur mit mir. Durch Ausdruck, Körpersprache, Gedanke, Gefühl und Handlung.

    In diesen Momenten in Stille entscheidet sich unser Leben. Entscheiden WIR unser Leben.

    Es braucht kein Feuerwerk und Jubel.

    Es sind es unsere ruhigen Szenen, die die stärkste Wirkung haben.

    An denen wir unsere Veränderung beginnen. An denen wir entscheiden…

    Zu jemand anderem, jemand Neuem zu werden.

    Diese Entscheidungen habe ich in Stille für mich selbst getroffen.

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    Lies gerne mehr von mir hier auf meinem Blog

    Und es würde mir wirklich etwas bedeuten, wenn du hier klickst ein paar Gedanken und Ideen von mir folgst.