Ein stiller Mann

es war ein mal ein stiller Mann.
Und weil er so still und ruhig war, dachten die Leute, ihm fehle es an Selbstvertrauen.

Seine Ruhe ließ andere nicht in Ruhe.

Seine leise Art führte dazu, das andere sich unwohl fühlten. Die Leute hatten den Eindruck, er fürchte sich.

Eines Tages fragte eine Dame den Mann, warum er so schüchtern sei.

„Schüchtern?“ antwortete er. „Ich bin überhaupt nicht schüchtern.“

„Aber Sie sagen kaum etwas“, antwortete die Frau. „Warum kommen sie nicht heraus aus ihrem Schneckenhaus, wir beißen nicht.“

Der Mann antwortete. „Ich bin überhaupt nicht schüchtern.“
„Ich bin still, weil dies der natürliche Zustand des Menschen ist.
Es sind diejenigen, die viel und laut reden, die wirklich Angst haben.
Wir haben Angst vor der Stille. Wir haben Angst, bei unserem wahren Selbst zu bleiben.
Wir haben Angst vor Ablehnung.
Ich habe auch Angst vor diesen Dingen, aber ich versuche meine Ängste durch Schweigen zu besiegen.

Die leisen gelten als schwach und die lauten gelten als stark, so ist die Welt, aber nicht der Geist.“

Inspiriert durch das Buch: „There Once Was A Book Of Really Short Stories.“

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