Eine „kurze“ Streitschrift

Verfasst in Rage mit Fehlern aber in Würde

Dieser Moment an dem du denkst:
Leckt mich bitte alle mal am Arsch.

Spielt sich denn mein Leben in meinem Email Postfach ab?

Ist es meine Hauptaufgabe 6 Stunden am Tag im Auto zu verbringen nur um einen Termin wahrzunehmen auf den beide Seiten keinen Bock haben und von dem beide Seiten wissen „da kommt eh nix bei raus“?

Wieviel vom angegeben Teamgeist“ und der „Wertschätzung“ aus der Stellenanzeige bleiben übrig, wenn es einen Bewerber ganze 30 Minuten auf den vereinbarten Termin warten lässt. Einen Bewerber, der 4 Stunden anreist und eine halbe Stunde auf einen Chef warten muss der im Büro nebenan sitzt und was … (sich du Brusthaare kämmt?).

Liebe Unternehmen, Unternehmer, Chefs, CEOs, Manager, Personaler, HRler, Vorgesetzte, Weisungsbefugte, Teamleiter, Vorsitzende, Präsidenten, Direktoren und Directors, liebe Vice Presidents und Abteilungsleiter …

Werdet endlich wach und denkt mal darüber nach um was es hier geht.

Das „Angestellt“ im Namen Angestellte steht nicht dafür, das man sie morgens an- und abends wieder abstellt.

Es kotzt mich an:

Das mehr darüber diskutiert wird ob wir ein „divers“ in einer Stellenanzeige haben, als um was es bei der Aufgabe eigentlich geht und was mit dieser Position erreicht werden soll.

Das es noch immer Unternehmen gibt die glauben, das jeder nur auf sie wartet. Das sie einfach nur den Menschenhahn aufdrehen müssen und die Bewerber kommen nur so geflogen.

Das in Unternehmen übellaunige Menschen sitzen, die schon beim Reinkommen die ganze Energie aus einem Raum saugen. Denen du in die Augen schaust und merkst „du bist hier nicht erwünscht“. Ich stehe für solche Menschen nicht mehr zur Verfügung.

Das immer noch die meisten Personalberater denken, sie haben die Weisheit mit ganz großen Löffeln gefressen, irgendwo über allem „trojnen“ und ohne Schuhe übers Wasser laufen können.

Das sich Mitarbeiter immer noch von Ihren Vorgesetzten (die Ihnen übrigens „vorgesetzt“ werden) beleidigen lassen müssen.

Wir bald wieder morgens eine Stechuhr im Unternehmen haben werden und die Anwesenheit geprüft wird.

„Unsere Kunden sind unser wichtigstes Gut“

Scheisse nein, die Menschen vor, hinter und neben mir sind mein wichtigstes Gut. Meine Familie, meine Freunde, die Menschen um mich herum.

Lasst uns aus dem Humankapital mal wieder Menschen, Wegbegleiter und Freunde machen.
Lasst uns mal wieder mit Leidenschaft, Wut, Spaß und Schweiss an Dingen arbeiten die uns die Tränen in die Augen treiben.

Ich möchte nicht stolz sein auf einen abgearbeiteten Posteingang.
Nicht auf 70.000km pro Jahr oder 5 Kundenbesuche am Tag.
Nicht auf 10% Umsatzwachstum oder eine positive Jahresbilanz oder auf glückliche Aktionäre.

Ich möchte wieder stolz darauf sein, in Würde mit Menschen umzugehen.

Mich mit Menschen zu umgeben, die Spaß an Ihrem Leben und am Sein haben.

Die das „halb Voll“ sehen

Deren Mundwinkel nach oben zeigen und nicht Ihrer Unzufriedenheit und Ihren Schultern auf dem Weg nach unten folgen.

Und eins noch: Was sind das denn für Lehrer, die Ihre Schüler am Morgen ins Freibad laufen lassen und selbst mit dem Auto hinterher fahren und die im Sportunterricht an Ihrem Handy spielen!?