Jeder für sich (#247)

Die großen Rennen haben einen Termin.
Es steht bereits lange vorher fest, wann sie starten.
Alle wissen davon.
Viele machen mit.
Es gibt Wartelisten.
Start und Ziel stehen fest.
Alles ist organisiert.
Für alles ist gesorgt.

Aufregung, Begeisterung, positiver Druck sorgen dafür, das es voran geht.

Dann gibt es noch die Rennen, die wir alleine laufen.
„Unsere“ Rennen.
Die Rennen, von denen niemand weiß.
Die, an denen wir uns morgens unsere Laufschuhe anziehen, und erst nach 20 Kilometern zurück kommen, ohne das je jemand davon erfährt.

Das sind die wirklich schweren Rennen.

Das meiste, das wir jeden Tag tun – für unsere Karriere, für unsere Familie, für uns, liegt in der zweiten Sorte Rennen.

Kein Wunder, das es so schwer ist.
Kein Wunder, das wir so oft scheitern.


Das Leben ist zu kurz, um vielbeschäftigt zu sein

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