Dieser kleine Kerl am Straßenrand (Woche 2)

Er steht einfach so da … an jedem Morgen.
Ganz klein und schüchtern, aber irgendwie auch stolz und strahlend … am Straßenrand meines jetzigen Lebens.

Er steht nie an der gleichen Stelle … aber er ist immer da. Auch wenn ich ihn nicht beachte, so weiß ich doch irgendwie

Ahnung
Meistens rausche ich vorbei. Bereits auf voller Geschwindigkeit. Mit der Hast meines Alltags. Aufgaben, Projekte und Dinge im Kopf, die ich bloß nicht vergessen darf. Anrufe, Mails und Co, die mich gar nicht mehr in Ruhe schauen lassen.

Am wenigsten nach innen.

Jeden Tag habe ich die Chance auf ein neues Leben.Es ist da. Anfangs noch ganz klein, ganz entfernt.“Ein Hauch von einem neuen, anderen Leben“
Ich übersehe ihn einfach. Ich glaube, manchmal winkt er sogar und ruft mir nach.Bevor er dann den Kopf hängen lässt und sich enttäuscht abwendet.

Manchmal habe ich dann im Lauf des Tages eine Ahnung. Ein kurzes Gefühl in einem kleinen Moment:

„Was war das heute Morgen? Habe ich mir das alles eingebildet?“
… nur um mich im nächsten Moment schon wieder um die nächste „wichtige Sache“ zu kümmern.

Nur wirklich ganz selten ertappe ich mich dabei … wie ich morgens im dunkeln auf der Bettkante sitze und den kleinen Kerl am Straßenrandansehe. In sein aufgeregtes Gesicht blicke. Er steht da und ist ganz verunsichert. Weiß gar nicht richtig wie er reagieren soll. Kein Wunder, so selten wie ich ihn beachte.
Mir fällt auf, dass er eine gewisse Ähnlichkeit mit mir hat. Und doch ist er ganz anders. Vor allem scheint er glücklicher und zufriedener zu sein. Und er leuchtet vor Begeisterung.

Wir setzen uns an den Rand der Straße und unterhalten uns lange. Es gibt so viel zu erzählen …
tbc

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