Mein Drache (#531)

Ich wollte heute etwas über Führung schreiben.
Über Klarheit.
Über meine tollen Entscheidungen.
Über all die Dinge, die „Unternehmer“ angeblich beherrschen.

Aber all das wäre gelogen. Und es fühlt sich falsch an.

Deshalb schreibe ich über eines meiner Lieblingsbilder:

„Der buchstäbliche Drache steht gerade wieder vor meinen Toren.“

Gesundheit. Energie. Verantwortung.
Das Zeug, das dich zwingt, ehrlich zu werden, ob du willst oder nicht.

Ich bin mitten in einer Phase, in der vieles wackelt. Volle Unsicherheit. Mal wieder.

Meine Energie
Meine Kommunikation
Meine Gesundheit
Mein Fokus
Und ja, manchmal auch mein Mut.
Ich baue um, ich setze Grenzen, ich reduziere, ich entscheide.
Nicht, weil ich so toll bin, sondern weil ich keine Wahl habe.

Warum sollte ich also so tun, als hätte ich Führung oder irgendetwas anderes „im Griff“?

Wenn es etwas gibt, worüber ich reden kann, dann über das, was bleibt, wenn der Drache der Drache vor deinen Toren steht:

– Gesundheit
– Liebe
– Zusammenhalt
– „Ur“Vertrauen
– Wahrheit

Die Dinge, die dich tragen, wenn keiner klatscht

Ich schreibe nicht, weil ich Antworten habe.
Ich schreibe, weil ich suche.

Und vielleicht ist genau das die Lektion, die ich so lange überhört habe:
Führung (bzw das Leben) beginnt nicht, wenn du alles unter Kontrolle hast.
Es beginnt, wenn du dir endlich eingestehst, was dus eben nicht unter Kontrolle hast.

In den nächsten Wochen werde ich nicht über Methoden schreiben.
Nicht über irgendwelche achsotollen Skills.
Nicht über „die fünf Schritte für XYZ“.

Ich schreibe über das, was mich wirklich beschäftigt.
Über Ausdauer nach duzenden Operationen.
Über Entscheidungen, die mich manchmal selbst erschrecken.
Über Klarheit, die man nicht so einfach findet, sondern manchmal wieder neu erzwingen muss.

Über das Leben, das jeden Morgen fragt:
Worum gehts dir wirklich?

Wenn du eine Stimme suchst, die nicht so tut, als hätte sie den Drachen besiegt, sondern lernt, ihm in die Augen zu sehen, dann bleib hier.

Alle anderen dürfen weiter von der Tribüne urteilen.

PS Kein Mitleid. Ich bin in der Form meines Lebens. Genau deshalb spreche und schreibe ich hier so klar.


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