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  • Meine Kekse

    Dieses kleine Video war eigentlich für einen meiner Mentees gedacht – eine Einführung in meine „Überlebensliste“. Sie ist mein persönlicher Anker. Vielleicht inspiriert es auch den ein oder anderen.

  • Meine „Überlebt-Liste“ (#485)

    In meinem Leben gab es einige Momente, in denen ich dachte, „das war’s“ – Gebrochene Wirbelsäule, endlose Operationen, Leiden, Schmerzen und Rückschläge ohne Ende.

    In diesen Augenblicken, in denen deine Hoffnung imme rleiser wird. In diesen Zeiten begann ich unbewusst, mir meine eigenen „Trophäen“ zu schaffen. Kleine Erinnerungen an die „Siege“, die ich schon errungen hatte, an die Herausforderungen und Leidensphasen, die ich überstanden hatte. An all das, was ich schon wunderbeares erreicht habe oder mir einfach nur passiert ist.

    Für mich ist diese Liste nicht nur ein Tool, es ist mein Überlebensinstrument. Eine Methode, um weiterzumachen, wenn jeder Schritt schmerzt, physisch oder mental.

    Sie ist wie ein Ort, an den ich immer gehen kann, wenn ich nicht mehr weiter weiß und alles in mir aufgeben will.

    Jede kleine „Trophäe“ auf meiner Liste zeigt mir, dass ich schon oft am Limit war – und immer wieder weitergemacht habe. Diese Technik ist mein Fundament geworden. Und vielleicht kann sie auch dir in schwierigen Momenten Halt geben.

    David Goggins nennt es ein „Cookie Jar“ (gefällt mir noch besser!). Ein Glas voller Erinnerungen, greifbar und immer da, wenn der Kopf dir einredet, es ist vorbei. Es ist keine Liste der Hoffnung, sondern eine Liste der Tatsachen, der Beweise, dass du nicht das erste Mal kämpfst.

    Warum ein „Cookie Jar“? Warum nicht einfach eine „Motivations-Checkliste“?

    Weil ein Cookie Jar greifbar ist. Es hat Gewicht. Du kannst es anfassen. Du kannst es öffnen, etwas hineinlegen und wieder verschließen.

    Was steckt dahinter?

    Es geht um Stolz, um Mut und um Zuversicht. Oder besser: um die Gefühle, die uns leider immer öfter peinlich sind weil uns die Gesellschaft das einredet.

    Die Gefühle, die du nur dir selbst zugestehst.

    Der Tag, an dem du fast alles hinschmeißen wolltest, aber irgendwie weiter gemacht hast. Die Erfolge. Die überstanden Schmerzen. Ber auch all das Glück, das die in deinem leben pasiert ist. All das sind Kekse. Kekse in deinem Glas.

    Und wenn du kurz davor bist aufzugeben, greifst du in dieses Glas. Kein albernes „Ich glaube an dich“. Kein „Du schaffst das“. Sondern: Erinnerungen, die beweisen, dass du es schon mal geschafft hast.

    Wie baust du dein Cookie Jar?

    1. Erinnerungen sammeln: Fang an, tief zu graben. Wann warst du mutig, wann hast du gezweifelt, wann bist du trotzdem weitergegangen? Mach dir keine Sorgen, wie groß oder klein diese Momente sind. Alles zählt.
    2. Der visuelle Trick: Dein Gehirn ist ein Bild-Junkie. Schreib dir diese „Kekse“ auf, sieh das Glas vor dir. Oder kauf dir ein echtes Glas in dem du kleine Zettel steckst. Es funktioniert. Glaub mir.
    3. Reingreifen, wenn’s hart wird: In den härtesten Momenten deines Lebens hast du Zugriff auf Beweise, die dir zeigen: Du hast das schon gemacht. Du bist dieser Herausforderung gewachsen.
    4. Bau weiter: Jeden Tag machst du Dinge, die es wert sind, in das Cookie Jar zu wandern. Also fülle es stetig. Es ist ein niemals endendes Projekt, weil auch deine Stärke niemals endet –

    Warum funktioniert das?

    Weil dein Gehirn nicht für Hoffnung programmiert ist, sondern für Beweise. Sie haben Gewicht. Sie sind greifbar. Wenn du in dein Cookie Jar greifst, hältst du nicht nur eine Erinnerung in der Hand. Du hältst die Version von dir in der Hand, die es geschafft hat. Die, die nie aufgibt.

    Goggins sagt, die meiste Zeit nutzen wir nicht mal 40 % unseres Potenzials. Der Rest ist im Cookie Jar. Greif rein.

  • 70% schlecht gelaunt?  oder „dein Traumleben in 2024“ (#484)

    70% schlecht gelaunt? oder „dein Traumleben in 2024“ (#484)

    Ein Leben nach eigenen Regeln: Die Kunst, sich nicht gehetzt zu fühlen

    Als ich damit angefangen habe, meine Laune zu analysieren, merkte ich, dass ich 70% der Zeit schlecht gelaunt war!

    Das hat mich schon etwas geschockt.

    Für mich bedeutet Luxus, sich nicht gehetzt zu fühlen und niemandem Rechenschaft ablegen zu müssen. Ein Leben, das es mir erlaubt, das zu tun, was ich will, mit hoher Hebelwirkung und vielen Optionen, und dabei immer entspannt zu bleiben.

    Schritt 1: Eine Gewohnheit des Reflektierens aufbauen

    Beobachte deinen Körper und deine Gefühle

    Lerne, genau darauf zu achten, wie sich dein Körper anfühlt. Welche Wörter beschreiben deine Gefühle gerade? Fließend? Entspannt? Verwirrt? Erschöpft? Beginne damit, deine Gefühle zu verfolgen und zu analysieren, warum du dich vielleicht so fühlst. Dies entwickelt eine Gewohnheit des ständigen Nachdenkens und hilft dir zu verstehen, was dich gut oder schlecht fühlen lässt.

    Schritt 2: Übernimm die Kontrolle

    Du bist die Ursache deiner Gefühle

    Erinnere dich:

    „Ich bin die Ursache meiner Gefühle. Ich bin verantwortlich.“

    Du hast die Kontrolle über deine Handlungen. Wir hassen es oft, Verantwortung für unsere Gefühle zu übernehmen, aber nur du hast die Macht, deine Situation zu ändern. Ob es der Job ist, den du hasst, oder die frustrierenden Freunde – du hast die Wahl, zu bleiben oder zu gehen.

    Schritt 3: Deine ideale Zukunft erschaffen

    Entwerfe verschiedene Lebensszenarien

    Schreibe Antworten auf folgende Fragen: Wie sieht dein idealer 24-Stunden-Tag aus? Bevorzugst du Spontaneität oder Routine? Welche Rolle spielen Freunde und Familie? Experimentiere mit Philosophien wie Downshifting, Slow Living oder Minimalismus. Erstelle 10 verschiedene Zukünfte und spiele mit den Möglichkeiten.

    Schritt 4: Handle

    Visualisiere und entwickle

    Fasse alle deine Antworten zusammen und erschaffe ein mentales Bild deiner idealen Zukunft. Nutze dieses Bild, um dich mit Antrieb zu füllen, wenn du Motivation brauchst. Beginne dann, deinen besseren Lebensstil rückwärts zu entwickeln. Kleine Schritte führen zu großen Zielen.

    Beispiel gefällig:

    Beispiel: Rückwärtsentwicklung für Jonas’ Karriereentwicklung über drei Jahre

    Übergeordnete Zielsetzung: Jonas möchte innerhalb von drei Jahren eine führende Position in einem größeren, international tätigen Tech-Unternehmen erreichen.

    Rückwärtsentwicklung:

    1. Jonas Ziel (nach 3 Jahren): Führungsposition in einem internationalen Unternehmen, Verantwortung für Länderübergreifende Projekte.
    2. Jahresschritte und monatliche Ziele:
      • Jahr 3:
        • Monat 33-36: Einarbeitung in das neue Unternehmen, Verständnis der internationalen Strukturen und Aufbau eines Netzwerks mit globalen Stakeholdern.
        • Monat 29-32: Jobwechsel vorbereiten, Bewerbungen schicken, Interviews führen und Vertragsverhandlungen abschließen.
        • Monat 25-28: Spezifische Fähigkeiten für internationale Führung entwickeln, eventuell zusätzliche Zertifikate erwerben oder Sprachkenntnisse verbessern.
      • Jahr 2:
        • Monat 21-24: Führungsposition als Teamleiter festigen, erfolgreiche Projekte leiten.
        • Monat 17-20: Strategische Ziele für das Team setzen, die sich an den Unternehmenszielen orientieren.
        • Monat 13-16: Sichtbarkeit in der Branche erhöhen durch Teilnahme an Konferenzen, Veröffentlichungen oder Netzwerkveranstaltungen.
      • Jahr 1:
        • Monat 9-12: Teamleiterposition erreichen, erste Projekte als Leiter abschließen.
        • Monat 5-8: Führungsqualitäten durch Übernahme von Verantwortung bei kleineren Projekten beweisen. Fortbildungen starten Netzwerk aufbauen
        • Monat 1-4: Grundlage schaffen durch Einarbeitung, Netzwerkaufbau und Verständnis der Unternehmenskulturen (in bestehendem und potenziell neuen Unternehmen). Erfolgreiche Gewohnhieten entwickleln (Geist, Gesundheit, Familie, Business)

    Erster Schritt heute: Jonas nimmt sich vor, an seinem ersten Tag im Job ein persönliches Gespräch mit jedem Teammitglied zu führen. Er möchte nicht nur ihre Projekte kennenlernen, sondern auch verstehen, welche Herausforderungen und Chancen das Unternehmen bietet. Gleichzeitig setzt er sich das Ziel, jeden Monat mindestens eine neue Fähigkeit zu erlernen oder eine bestehende zu vertiefen, um seine Qualifikationen kontinuierlich zu erweitern.

  • Ich, Version 47.10.22 (#483)

    Ich, Version 47.10.22 (#483)

    Worth learning today:

    Ich bin heute bei Version 47.10.22
    (47 Jahre – 10 Monate – 22 Tage)
    Die 1.0 gibt es schon lange nicht mehr

    … und das ist auch gut so.
    Ich möchte nicht der bleiben, der ich heute bin.

    Stell dir vor, du checkst dein Handy und siehst ein Update für deine Lieblings-App. Du zögerst nicht und ziehst es direkt.
    Klar, jeder Patch fixt alte Bugs und bringt coole neue Features. Warum also nicht diese Mentalität auf unser eigenes Leben anwenden?

    Sterblichkeit ist unser ultimatives Limit, der große Game-Over-Screen, der uns allen bevorsteht. Doch bis es so weit ist, haben wir die Chance, uns ständig zu verbessern.

    Hängen an der alten Version 1.0? Das ist nicht nur überholt, sondern für mich oft feige. Es geht um Mut, den Mut, sich den Fehlern zu stellen, sich weiterzuentwickeln.

    Die Version 47.10.22 von mir, die hat schon einiges erlebt, gelernt und verbessert. Sie weiß, dass das Leben kurz ist und jede Sekunde zählt. Warum also Zeit verschwenden mit der Angst vor dem Unvermeidlichen? Stattdessen können wir jede Version unserer selbst nutzen, um etwas zu wagen, Neues zu lernen und uns stetig weiterzuentwickeln. Das ist der wahre Kick – zu sehen, wie weit du gehen kannst, bevor der Vorhang fällt.

  • Heute Abend bin ich früher zu Hause

    Heute Abend bin ich früher zu Hause

    wir haben immer nur 24 Stunden – eine unveränderliche Tatsache, die mich als Mensch jeden Tag herausfordert.

    Wir jonglieren gefühlt hunderte Aufgaben und versuchen oft vergeblich, die Zeit auszutricksen. Doch bei all diesem Streben, hetzen und rennen bleiben allzu leicht die Menschen auf der Strecke, die uns eigentlich am wichtigsten sind.

    Tust du was du liebst oder für die, die dich lieben?

    Wir haben alle schon die klassischen Versprechen gemacht: „Nur noch schnell diese eine Sache…“, „Heute Abend bin ich früher zu Hause…“. Doch wie oft haben wir tatsächlich diejenigen warten lassen, die uns am meisten bedeuten? Jedes verpasste Abendessen, jedes aufgeschobene Gespräch ist eine Abhebung von unserem Beziehungskonto. Diese kleinen Enttäuschungen schwächen die Grundlagen des Vertrauens und der Nähe.

    Peter Ustinov hatte recht, als er sagte: „Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.“ Diese Worte sollten ein Weckruf sein. Wir können die Vergangenheit nicht neu schreiben. Insbesondere im Umgang mit unseren Kindern gibt es keine Wiederholungen, keine zweiten Chancen.

    Warum fällt uns Veränderung so schwer?

    Als Unternehmer verstehen wir die Notwendigkeit der Anpassung, doch persönlich scheuen wir oft vor Veränderungen zurück. Der Schlüssel liegt darin, Verantwortung zu übernehmen. Erkenne die Bedeutung deiner Entscheidungen: Du bestimmst, wie viel Zeit du deiner Familie widmest. Es liegt an dir, ob diese Zeit in Freude oder Enttäuschung mündet.

    Dein 70. Geburtstag – Eine Zeitreise

    Stell dir vor, du feierst heute deinen 70sten Geburtstag. Dein Partner und deine Kinder halten eine Rede. Welche Geschichten möchtest du hören? Was sollen die Erinnerungen sein, die euch verbinden? Du hast jetzt die Chance, die Weichen zu stellen. Du bist nicht nur der Hauptdarsteller deiner Lebensgeschichte, sondern auch ihr Autor. Bring deine Träume, deine Ideen und deine Liebe ein. Am Ende bist du der Zuhörer dieser Geschichten – stelle sicher, dass es gute sind.

    Zwischenmenschliche Beziehungen vs. materieller Erfolg

    Im Rückblick zufriedener älterer Menschen geht es selten um materielle Errungenschaften. Was zählt, sind die Beziehungen, die sie gepflegt haben, und die Erinnerungen, die sie geschaffen haben. Sie haben zugehört, haben sich Zeit genommen für das, was wirklich wichtig ist.

    Also…:

    Welches Bild erkennst du in dir? Jeder Tag bringt neue Chancen für Veränderungen. Es liegt in unserer Verantwortung, wie wir diese Zeit nutzen.

    Schau in den Spiegel. Was siehst du? Bist du der Mensch, der ständig nur verspricht und nie liefert? Vergeudest du die kostbare Zeit deines Lebens mit Nichtigkeiten, statt sie mit denen zu teilen, die dir am Herzen liegen? Jeder Tag, jede Stunde, jede Minute ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung für oder gegen die Menschen, die du liebst.

    Es ist Zeit, aufzuhören, Ausreden zu finden. Es ist Zeit, die weichen Worte beiseite zu lassen. Wenn du nicht jetzt handelst, wann dann? Wenn du deine Prioritäten nicht heute setzt, wann wirst du bereit sein? Das Leben wartet nicht. Deine Kinder wachsen auf, Beziehungen verkümmern – und was bleibt, sind verpasste Chancen und leere Versprechungen.

    Also sei die Veränderung, die du sehen willst. Werde zu deinem eigenen Vorbild

  • In jedem Menschen steckt mindestens ein verstecktes Kapitel (#482)

    In jedem Menschen steckt mindestens ein verstecktes Kapitel (#482)

    Ich be- und verurteile andere jeden Tag.

    Immer wenn ich mich dabei ertappe, wie ich die Menschen (aka Kandidaten, Kunden, Bewerber…) um mich herum beurteile und über sie urteile, als wäre ich irgendeine Autorität – ihr Aussehen, ihr Verhalten, ihre Art – erinnere ich mich an den Satz:

    „In jedem Menschen steckt mindestens ein verstecktes Kapitel.“

    Dieser Gedanke zwingt mich, anderen mit einem Grundrespekt zu begegnen. Es ist arrogant und überheblich zu glauben, dass das, was ich sehe, alles ist, was jemand zu bieten hat.

    Wir kratzen lediglich an der Oberfläche eines Ozeans voller Geschichten, Erfahrungen, von Scheitern und Siegen.

    Wir haben keine Ahnung von den Schlachten, die jemand hinter sich hat, von den Umständen, die ihr Verhalten prägen. Warum sind sie, wer Siesind? Warum verhalten sie sich auf eine bestimmte Weise? Welche unerzählten Geschichten verbergen sich hinter ihren Augen und im Herzen?

    Bedingungsloses Interesse, nicht oberflächliche Neugier, ist die ultimative Form der Anerkennung, die Ich jemandem geben kann.

    Ist das einfach: Absolut nicht

    Wir sind schnell im Urteilen, aber langsam im Verstehen. Wenn wir nicht den Mut haben, die Menschen direkt nach ihrer Geschichte zu fragen, dann sind unsere eigenen Vorstellungen und Annahmen über sie nicht mehr als Luftschlösser.

    Wechsel häufiger von deinen Annahmen hinzu Fragen. Das kann sogar Spass machen Drama und unsere Beziehungen enorm vertiefen.

    Also lass mal weniger behaupten und mehr entdecken. Warum sich mit der Oberfläche zufriedengeben, wenn der Mensch undn sein Geheimnis so viel spannender ist?

  • Was Menschen für Erfolg halten:

    Was Menschen für Erfolg halten:

    • Geld verdienen.

    Was Erfolg wirklich ist:

    • Gesund sein und bleiben.
    • Starke Moralvorstellungen haben.
    • Ein wirklicher Freund für andere sein.
    • Kontrolle über die eigene Zeit besitzen.
    • Wertvolle Momente mit der Familie erleben.
    • Authentisch bleiben und sich selbst gegenüber treu.
    • Sinnstiftende Projekte verfolgen, die Herz und Geist erfüllen.
    • Sich selbst zu akzeptieren, ohne von der Zustimmung anderer abhängig zu sein.
  • Ein Leitfaden, um mich selbst neu zu erfinden (#480)

    „Wenn du gerne Nudeln magst, dann mach etwas damit. Koche sie, backe sie und experimentiere mit den Tomaten, Oregano und Gewürzen – manchmal reicht das aus.“

    Erfinde dich doch einfach mal neu

    Ich schreibe diesen Beitrag für mich selbst.

    Warum?

    Weil ich weiß, dass ich ihn brauchen werde. Damit ich weiß, dass die Idee, mich neu zu erfinden, immer wieder funktioniert.

    Aber auch weil ich weiß, dass ich ein paar Hilfestellungen brauche, wenn ich mal wieder „lost“ bin oder zu viel Angst habe.

    Denn ich möchte mich in den kommenden 40 Jahren noch ein paar Mal neu erfinden.

    Seit ich an diesen Ideen arbeite, ist einiges passiert:

    • Ich habe 7 Unternehmen gegründet/mitgegründet.
    • Wir haben 3 wundervolle Kinder bekommen und tun unser Bestes, um ihnen Vorbilder zu sein.
    • Ich habe 15 verschiedene Jobs gemacht.
    • Wir sind 4 Mal umgezogen.
    • Ich habe viele Hunderttausend Euro verdient.
    • Ich bin viele Male hart auf den Boden aufgeschlagen und wieder aufgestanden, gesundheitlich, körperlich und geistig.

    Vor allem aber habe ich gemerkt, dass diese Dinge auch bei anderen Menschen funktionieren.

    OK, hier sind die Regeln:

    1. Veränderung ist gut. Ich hatte 15 verschiedene Jobs. Manchmal, weil ich musste, meistens aus Neugier. Manchmal aber auch, weil ich es im alten Job einfach nicht mehr ausgehalten habe. Ich war in allen erfolgreich. Einfach, weil ich festgelegt habe, was Erfolg für mich bedeutet.
    2. Du veränderst dich jeden Tag. Du entscheidest aber, ob andere über deine Veränderungen entscheiden oder du selbst.
    3. Du kannst jeden Tag bei Null anfangen. In jeder Sekunde. Du kannst alles hinter dir lassen und neu starten. Niemand kann dir etwas vorschreiben – glaub mir.
    4. Niemanden interessiert, was du tust. Die meisten Menschen sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht merken, was um sie herum vorgeht. Es interessiert sie einfach nicht. Warum solltest du da einen Unterschied machen?
    5. „Numquam desine“ – Gib niemals auf! NIE NIE NIE (Parole meines Zuges während der Unteroffiziersausbildung)
    6. Höre auf andere und lerne. Jeder und alles kann dein Mentor sein. Menschen, Bücher, Dinge, alles. Geh mit offenen Sinnen durchs Leben. Steck nicht so fest in dir selbst. Du kannst in allem etwas Neues entdecken. Sogar nichts kann manchmal etwas sein.
    7. Sei nicht traurig, wenn du deine Erfüllung/Passion/Sinn noch nicht gefunden hast. Fang an, bei allem, was du tust, mit Liebe zu handeln. Die Erfüllung kommt danach. Und wenn nichts funktioniert, fang bei deinem Leben und deiner Gesundheit an. Deine Gesundheit sollte dir Erfüllung genug geben.
    8. Entscheide dich in jedem Moment dafür, glücklich zu sein. Es ist wie ein Muskel, den du trainierst. Glaub mir, es funktioniert. Ich habe mittlerweile einen Glückssixpack.
    9. Nimm dir Zeit. Versuche nichts übers Knie zu brechen. Je älter du wirst, desto mehr solltest du über deine Veränderung nachdenken.
    10. Behalte die guten Sachen und schmeiß die schlechten weg. Du musst nicht immer alles neu erfinden. Du weißt sicher schon einige Dinge, die dir gut tun, und andere, die nicht gut für dich sind.
    11. Wie lange dauert es? Veränderung ist immer eine Sekunde. Es gibt immer die Sekunde der Entscheidung. Den Punkt, an dem du merkst, jetzt verändert sich alles. Achte auf diese Sekunde. Bemerke sie. Feiere sie. Male sie an deine Wand . Heute.
    12. Wann kann ich anfangen?
      Heute – Mache Bilder, fang an zu malen, geh raus laufen, kauf dir einen Meter Buch über ein Thema, das dich interessiert, fang jetzt an zu schreiben
    13. Woran merke ich, dass es das Richtige für mich ist?
      Wenn du morgens um 5 gerne dafür aufstehst. Wenn dir selbst nach 25 Büchern über das Thema noch nicht langweilig wird. Wenn du Fehler machst, es dir aber egal ist. Wenn du selbst merkst, dass du besser wirst. Wenn andere Leute anfangen, gut und schlecht über dich zu reden…
    14. Aber ich muss mich doch um meine Familie kümmern?
      Wie viele Jahre hast du dich deiner Familie verpflichtet? Geht es ihnen gut, wenn es dir schlecht geht? Wie lange bist du verantwortlich für andere? Was steht in deinem Vertrag? 10 Jahre, 20 Jahre, ein Leben lang? Dann warte auf dein nächstes Leben!
    15. Was, wenn ich keine Zeit habe? Ich muss arbeiten, mich um meine Frau und die Kinder kümmern, ich habe Hobbys, Freunde und Verpflichtungen. Ich muss doch „Germany’s next Topmodel“, den „Bergdoktor“ und nicht zu vergessen sonntags den „Tatort“ schauen… Dann lass es bitte!
    16. Meine Freunde halten mich für einen Irren.
      Aber das bin ich nicht. Ich bin nur so, wie sie auch wären, wenn sie nicht so viel Angst hätten! – Johnny Depp. Eins weiß ich. Manche Freunde gehen, manche bleiben. Ob du dich veränderst oder nicht. Sie verändern sich nämlich auch.
    17. Was, wenn ich an meinem Leben, meiner Gesundheit und so weiter doch eh nichts ändern kann?
      Lies das hier nochmal in drei Jahren, wenn deine Rückenprobleme dich umbringen, du keine Freunde mehr hast und noch immer auf dem alten, verstaubten Stuhl in der gleichen Firma sitzt und von den gleichen Leuten angeschrien oder angeschwiegen wirst.
    18. Aber ich habe Angst.
      Ich auch, jeden Tag. Jeden Tag an einer anderen Stelle in meinem Körper. Ich sage „Hallo“ und mache den nächsten Schritt. Sei dankbar. Sei bei denen, die dich lieben. Schreibe deine Ideen auf. Übernimm die Verantwortung für dein Leben.


      Dein Leben – Dein Spiel – Deine Regeln
      Thimo
  • Der Rest meines Lebens passt auf 4,4 Seiten (#479)

    – Ein etwas morbider, aber wachrüttelnder Blick auf unsere Zeit

    Wir messen unser Leben in Jahren, doch was, wenn ich es in Seiten ausdrücke?

    Lebenserwartung: Männer in Deutschland leben durchschnittlich 78 Jahre.
    Mein Alter: Ich stehe im 48. Lebensjahr.
    Verbleibende Zeit: Etwa 30 Jahre bleiben mir, wenn alles nach dem Durchschnitt geht.

    Die Rechnung: Eine DIN A4-Seite fasst 2478 Rechenkästchen. Jedes Kästchen steht für einen Tag.

    Ergebnis: Mein verbleibendes Leben passt in gerade mal 4,4 solcher Seiten.

    Jeden Tag ein Kreuz setzen und sehen, wie schnell sich die Seiten füllen – das ist eine Übung, die Demut lehrt und zum Nachdenken anregt.

    Wir sind hier, um zu leben, zu lieben, zu lernen und zu hinterlassen. Wie füllen wir die Seiten, die uns noch bleiben?

  • Der innere Widerstand und seine Verbündeten – ein Schlachtplan (#478)

    Der innere Widerstand und seine Verbündeten – ein Schlachtplan (#478)

    Wir stehen jeden Tag einem mächtigen Gegner gegenüber: dem inneren Widerstand. Dieser Gegner, heimtückisch und schwer zu besiegen, wird von acht mächtigen Verbündeten begleitet. Diese Begleiter sind unsterblich. Du kannst nicht mit Ihnen verhandeln. Du bist Ihnen Scheißegal. Du kannst nur mit Ihnen kämpfen, jeden Tag.

    Die Acht Verbündeten des Inneren Widerstands:

    1. Prokrastination: Der Meister der Verzögerung
    Prokrastination ist der Dieb der Zeit, der uns von unseren wichtigen Aufgaben ablenkt und uns in die Fallen des „Später“ lockt. Der Schlüssel im Kampf mit der Aufschieberitis liegt in Disziplin und dem Setzen von Prioritäten.

    2. Selbstzweifel: Der Schöpfer der Unsicherheit
    Selbstzweifel säen Unsicherheit in Hirn, Herzen und Geist. Sie lähmen uns mit der Frage: „Bin ich gut genug?“, „Das wird doch eh nix“, „Was sollen die anderen denken“….
    Verwandle jeden Zweifel in eine Frage der Neugier: „Wie weit kann ich wirklich gehen?“, „Was wäre, wenn das funktionieren würde?“, „Was, wenn ich keine Angst hätte?“

    3. Angst: Der Schatten, der das Licht verdeckt
    Angst ist eine natürliche Reaktion auf das Unbekannte, doch sie darf uns nicht definieren oder unsere Handlungen bestimmen. Konfrontiere deine Ängste mit Mut und der Bereitschaft, trotz ihnen voranzuschreiten. Verstehe, dass das Durchschreiten der Angst das Tor zu neuen Möglichkeiten öffnet. „Erinnere dich daran, dass jeder Held seiner Angst begegnet ist und sie überwunden hat.“Alles Gute liegt auf der anderen Seite der Angst“. „Ist die Entscheidung getroffen, sind die Sorgen vorbei“

    4. Selbstsabotage: Der Verräter in uns
    Selbstsabotage ist der Ausdruck unseres inneren Konflikts, der uns davon abhält, unser volles Potential zu erreichen. Sei dir deiner selbstsabotierenden Muster bewusst und arbeite aktiv daran, sie zu durchbrechen. Setze dir positive Gewohnheiten, die deine Ziele unterstützen, und eliminiere diejenigen, die dich zurückhalten.

    5. Perfektionismus: Der unerreichbare Standard
    Perfektionismus kann lähmend wirken, da er uns in der Angst gefangen hält, niemals gut genug zu sein. Akzeptiere, dass Fehler Teil des Lernprozesses sind und dass Fortschritt wichtiger ist als Perfektion. Setze dir erreichbare Ziele und feiere jeden Schritt vorwärts. Erinnere dich daran, dass wahre Meisterschaft in der ständigen Verbesserung und nicht in der Perfektion liegt.

    6. Rationalisierung: Der Rechtfertiger des Stillstands
    Rationalisierung ermöglicht es uns, Ausreden für unser Zögern oder unsere Untätigkeit zu finden. Sei ehrlich zu dir selbst über deine wahren Gründe für das Aufschieben oder Vermeiden von Aufgaben. Verpflichte dich zu deiner Mission mit unerschütterlicher Entschlossenheit und lasse keine Ausrede dein Vorankommen behindern. Erinnere dich daran, dass die größten Hindernisse oft in unserem Kopf liegen.

    7. Ablenkungen: Die Diebe des Fokus und der Klarheit
    In einer Welt voller Ablenkungen ist es eine Herausforderung, sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt. Schaffe eine Umgebung, die fokussiertes Arbeiten fördert, und begrenze die Zeit mit Ablenkungen. Priorisiere deine Ziele und erlaube dir, vollständig in die Aufgaben einzutauchen, die dich deinen Zielen näherbringen. Konzentration ist eine Fähigkeit, die, wie jede andere, mit Übung gestärkt wird.

    8. Komfortzone: Das Gefängnis des Potentials
    Die Komfortzone ist verlockend, warm und beitet jegliche Genüsse. Sie gibt dir Sicherheit und Vertrautheit. Doch wahres Wachstum und Entdeckung liegen außerhalb dieser Grenzen. Fordere dich selbst heraus, neue Erfahrungen zu machen und Risiken einzugehen. Jede Herausforderung, die du annimmst, erweitert deine Grenzen und vergrößert deine Welt. Erinnere dich daran, dass das Leben ein Abenteuer ist, das gelebt werden muss.

    In der Auseinandersetzung mit diesen Verbündeten des inneren Widerstands liegt unsere größte Chance, über uns hinauszuwachsen und das außergewöhnliche Leben zu führen, nach dem wir uns sehnen. Es ist ein Kampf, der täglich ausgefochten werden muss, aber mit Disziplin, Mut und Entschlossenheit können wir siegen und unsere höchsten Ziele erreichen.

  • Welche Farbe hat dein Job (#477)

    Welche Farbe hat dein Job (#477)

    Stellen wir uns vor, wir könnten unseren aktuellen oder potenziell neuen Job durch eine Reihe von bildhaften Fragen besser verstehen. Diese Fragen sind inspiriert von Techniken der Schmerzmediation, angepasst auf das Thema beruflicher Wandel.

    1. Welche Form hätte dein neuer Job, wenn er eine annehmen könnte? Diese Frage lädt dazu ein, über die Struktur und das Wesen der neuen Tätigkeit nachzudenken. Ist sie flexibel und anpassungsfähig wie Wasser, oder eher fest und beständig wie ein Würfel? Die Antwort kann aufzeigen, wie gut die neue Position zu deinem Bedürfnis nach Stabilität oder Flexibilität passt.
    2. Wenn dein zukünftiger Job dir etwas sagen könnte, was würde er dir mitteilen? Hier geht es darum, eine tiefere Verbindung zu den möglichen Werten und Erwartungen des neuen Jobs zu erkunden. Kann diese Tätigkeit dir ein Gefühl von Erfüllung vermitteln, oder warnt sie dich vor unerwarteten Herausforderungen?
    3. Welche Farbe hätte dein neuer Job und warum? Farben sind eng mit Emotionen verknüpft. Diese Frage kann helfen, die emotionale Resonanz zu erkunden, die der neue Job in dir auslöst. Steht die Farbe für Leidenschaft und Energie, oder eher für Ruhe und Sicherheit?
    4. Was fühlst du, wenn du dich deinem neuen Job näherst? Die Annäherung an eine neue berufliche Herausforderung kann gemischte Gefühle hervorrufen. Diese Frage zielt darauf ab, deine intuitiven Reaktionen zu erkunden. Fühlst du dich erregt und motiviert, oder eher ängstlich und unsicher?

    Warum sind solche Fragen wichtig? Durch die Beantwortung dieser Fragen kannst du tieferliegende Wünsche und Bedenken bezüglich deiner beruflichen Veränderung erkennen. Sie bieten eine kreative Methode, um über den Tellerrand hinaus zu denken und zu erkunden, was wirklich wichtig ist.

    Wie können diese Einsichten genutzt werden? Nutze die Antworten, um eine klarere Vorstellung von dem zu bekommen, was du wirklich suchst. Sie können als Kompass dienen, um Entscheidungen zu treffen, die nicht nur auf logischen Überlegungen basieren, sondern auch auf deinem inneren Empfinden.

  • Stärke ist kein Geschenk, sie ist eine Wahl (#476)

    Stärke ist kein Geschenk, sie ist eine Wahl (#476)

    Es ist einfach, im Licht zu tanzen, wenn alles nach Plan läuft.

    Aber wahre Stärke, die Fähigkeit, sich von den härtesten Schlägen des Lebens zu erholen, wird im Dunkeln geschmiedet. Ich habe gelernt, dass jede Leidensphase eine Einladung ist. Eine Einladung, tiefer in mich selbst zu blicken, meine Ängste zu konfrontieren und dadurch sogar ab und zu über mich hinauszuwachsen.

    Ich erinnere mich an Tage, an denen Aufgeben die einzige logische Option zu sein schien. An denen ich einfach alles hinschmeissen wollte. Mich tief in mein Bett und mein Selbstmitleid vergraben. Die ganze Welt ausschliessen wollte. Wo jeder Körperteil schrie, jeder Gedanke nach aufgeben verlangte.

    Aber es sind genau diese Momente, in denen wir uns fragen sollten:

    Wer könnte ich auf der anderen Seite sein?

    Es war nicht die Flucht vor dem Schmerz, die mich vorantrieb, sondern die Neugier auf meine eigene Widerstandsfähigkeit und Stärke.

    Ich erlerne die Kunst des Durchhaltens, des Weitermachens trotz aller Widrigkeiten.

    „Dieser eine Tag“ wurde mein Mantra.

    Ich habe gelernt, dass mein Denken udn meine Gefühle, die Fähigkeit, sich anzupassen und aus jeder Erfahrung zu lernen, genauso wichtig sind wie meine körperliche Ausdauer.

    Es geht nicht darum, den Schmerz zu ignorieren, sondern ihn zu akzeptieren und zu transformieren.

    Eines habe ich gelernt: Meine größten Prüfungen offenbaren meinen wahren Charakter. Sie zwingen mich dazu, zu dem zu stehen, was und wer ich wirklich bin. Und zu dem, wer ich noch werden kann.

    Stärke kommt nicht nicht aus dem, was ich erreiche, sondern aus den Kämpfen, die ich überwinde.

    Lass dich von deinen Leidensphasen nicht definieren, sondern nutze sie als Sprungbrett. Erkenne, dass jeder Rückschlag, jede Niederlage, eine weitere Seite in deiner Geschichte des Wachstums und der Überwindung ist.

    Erinnere dich: In jedem von uns steckt ein unaufhaltsamer Kämpfer, der darauf wartet, entfesselt zu werden.

    Die Reise zur Entdeckung deiner wahren Stärke beginnt immer mit einem Schritt – einem Schritt ins Ungewisse, begleitet von dem unerschütterlichen Glauben an dich selbst.

    Der Weg kann und wird nicht immer leicht sein.

    Aber was wäre, wenn er es wert ist?

  • Geh ins Unbekannte (#475)

    Geh ins Unbekannte (#475)

    Es gibt nicht „den einen Weg“,

    Es gibt jeden Weg.

    Und jeder Weg beginnt mit diesem einen Moment.

    Dafür musst du ins Unbekannte gehen, denn das Bekannte kennst du bereits. Du weißt schon, was du weißt.

    Triff eine Entscheidung. Wage den Schritt ins Unbekannte.

    Es sei denn, du willst bleiben, wo du bist.

    Es sei denn, du bist der Meinung, du bist genug.

    Falls nicht, musst du dorthin gehen, wo du noch nicht warst. Du musst zulassen, was du noch nicht kennst.

    Das Verlassen des Gewohnten, sei es das eigene Land, die familiäre Umgebung, die Komfortzone oder den Job, ist manchmal der entscheidende Schritt zu Reife und Unabhängigkeit. Oft ist es die Notwendigkeit, die uns antreibt, besonders wenn wir aus einer Umgebung stammen, die uns zu sehr beschützt.

    Das Streben nach einer besseren Zukunft ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Es ist der Motor unserer Existenz. Das Erkennen einer wünschenswerten Zukunft und das Bewusstsein, sich ihr Schritt für Schritt zu nähern, geben unserem Leben Sinn und Erfüllung.

    Und alles beginnt mit einer einzigen Entscheidung und dem Handeln danach.

    In diesem Moment

  • Schmerz als Wegweiser, nicht als Hindernis (#474)

    Schmerz als Wegweiser, nicht als Hindernis (#474)

    Viele Menschen glauben, dass echte Veränderung nur durch Schmerz und Leid erreicht werden kann. Das kann so dein – muss aber nicht.

    Mein Weg zur Gesundheit, meinen sportlichen Leistungen und meiner unternehmerischen Entwicklung begann nicht mit Schmerz, sondern mit der Erkenntnis, dass ich mein Leben anders gestalten wollte.

    Der Schmerz dient mir dabei als Energiequelle. Immer, wenn ich Schmerzen empfinde, will mir mein Körper etwas sagen.

    Oft ist es dann Zeit für mich – innezuhalten – genau in mich hineinzufühlen. Meinem Körper, Geist und Herzen Raum zu geben.

    Was will mir der Schmerz sagen?

    Veränderung beginnt mit einer Entscheidung!
    Einer Entscheidung, einen neuen Pfad einzuschlagen.

    Es ist die positive Vision von dem, was möglich ist, die uns antreibt, nicht die Angst vor dem, was passieren könnte, wenn wir uns nicht ändern.

    Mein eigener Wandel begann am 18.07.1996. Als ich im Krankenhaus aufwachte. Als erkannte, dass ich nicht mehr „gesund“ war und mein Leben nicht mehr so verlaufen wird, wie ich es mir gedacht habe.

    Es war diese Erkenntnis – und nicht Schmerz – die mich motivierte, anders zu handeln.

    Wichtig ist, dass wir auf unser inneres Selbst hören und die Bereitschaft entwickeln, unseren eigenen Weg zu gehen. Es geht darum, sich selbst zu verstehen und zu akzeptieren, dass Veränderung ein Teil des Lebens ist. Wir müssen lernen, uns selbst zu vertrauen und mutig genug sein, die ersten Schritte zu machen, auch wenn sie uns zu Beginn ungewohnt erscheinen oder eben auch Schmerzen mit sich bringen .

    Letztendlich ist es die Liebe zu uns selbst und zu dem Leben, das wir führen wollen, die die stärkste Kraft für Veränderung ist.

    Schmerz kann manchmal ein Weckruf sein… aber es ist die Hoffnung und die Vision eines besseren Selbst, die uns auf unserem Weg hält und uns dazu bringt, unsere Ziele zu erreichen.

    Jeder von uns hat die Macht, sein Leben zu verändern – und dafür brauchen wir keinen Schmerz, sondern nur den Mut, den ersten Schritt zu machen.

  • Job und Gesundheit: Wie man mit klugen Systemen im Beruf und Alltag gesund bleibt (#473)

    Job und Gesundheit: Wie man mit klugen Systemen im Beruf und Alltag gesund bleibt (#473)


    Die Revolution beginnt im Kopf

    „Ich habe absolut keine Ahnung, was als nächstes passiert.“

    Ich habe auch keine Wahl mehr.

    Erinnerung an mich selbst: „Steh auf! Dies ist kein sanfter Weckruf; es ist ein Befehl. Dein Leben wartet nicht auf fünf Minuten mehr im Bett. Es verlangt, dass du die Führung übernimmst – jeden einzelnen Tag. Es ist die Schmiede deiner Entschlossenheit, wo du mit eiserner Disziplin deine Gesundheit und deine Arbeit zu einem unzerbrechlichen Ganzem verschmelzen wirst.
    Die harte Wahrheit ist, dass nur du selbst die Ketten der Gewohnheit sprengen und deinen Weg mit unerschütterlichem Willen pflastern kannst. Keine Ausflüchte mehr. Die Uhr tickt und mit jedem Ticken verschwindet ein Moment ungenutzten Potenzials. Wandle Routine in Ritual, mache aus deinem Alltag eine Arena, in der du dich selbst herausforderst und überwindest.“

    Wir werden immer überforderter durch die „Sonderangebote des Lebens“. Und doch verharren viele von uns in veralteten Mustern. Geh mal Marmelade oder einen Fernseher kaufen. Du hast gefühlt Hunderte von Optionen. Was machst du? Du bleibst beim alten oder gehst frustriert nach Hause und kauft gar nichts.

    Nichts verändert sich, wenn sich nichts verändert!

    Das gilt für unsere Gesundheit, unseren Job, ja, für unser ganzes Leben.

    Es gibt kein Leben Nummer 2

    Veränderung ist unausweichlich. Wir alle kennen das Gefühl, dass das Leben uns manchmal überrollt. Das wir nicht mehr wissen, wo vorn oder hinten, oben oder unten ist. Doch es gibt einen Weg, sich dieser Welle zu stellen: Systeme. Im Beruf und in der Gesundheit sind Systeme für mich nicht nur hilfreich, sondern entscheidend, um den Ball im Spiel zu halten und nicht unterzugehen.
    Ich bin ein ziemlich unstrukturierter Mensch. Freiheit und Unabhängigkeit sind einige meinr Core-Werte. Das führt nicht selten zu Chaos in meinem Umfeld (und in meinem Kopf). Deshalb sind in einigen Bereichen klare Systeme für mich unumgänglich.

    Meine Gesundheit: System statt Chaos

    Jeder Tag ist ein Geschenk. Ein Geschenk, das wir nutzen sollten, um unseren Körper und unseren Geist zu pflegen. Aber wie?
    Durch die Einführung einfacher Systeme: Setz dir klare Ziele. Vielleicht willst du täglich 10.000 Schritte gehen, dreimal die Woche Sport treiben oder gesünder essen. Tracke deine Fortschritte mit einer App oder einem Tagebuch. Erinnere dich daran: Jedes Mal, wenn du dich veränderst, spürst du zu beginn Schmerzen. Übergänge sind schmerzhaft, wachstum ist Schmerzhaft.

    Wenn du wirklich, wirklich, wirklich ehrlich mit dir bist, weißt du schon ganz genau, was gut für dich ist, und was nicht.

    Am Ende des Tages sind wir doch relativ intelligente Wesen. Unser Körper weiß tief drinnen schon, was ihm guttut. Fang einfach mal an, hinzuhören.

    1. Morgendehnung: Unmittelbar nach dem Aufwachen im Bett dehnen.
    2. Gesundes Frühstück: Während des Kaffeekochens zubereiten.
    3. Wassertrinken: Zu jeder vollen Stunde ein Glas Wasser trinken.
    4. Aktive Pausen: Kurze Bewegungseinheiten nach dem Lesen von E-Mails.
    5. Gesunde Snacks: Während Telefonaten Gemüsesticks knabbern.
    6. Augenpausen: Bei jedem Speichern von Dokumenten eine kurze Pause einlegen.
    7. Mittagspause im Freien: Spaziergang auf dem Weg zum Essen.
    8. Treppensteigen: Statt Aufzug bei jedem Gang zur Toilette.
    9. Stehschreibtisch: Bestimmte Aufgaben im Stehen erledigen.
    10. Kurze Meditation: Vor oder nach der Kaffeepause.
    11. Laufen/Radfahren zur Arbeit: Teil des Weges aktiv zurücklegen.
    12. Ergonomischer Arbeitsplatz: Morgens Sitzposition überprüfen.
    13. Gesundes Abendessen: Sofort nach der Heimkehr zubereiten.
    14. Entspannungsübungen: Vor dem Schlafen durchführen.
    15. Regelmäßige Bewegung: Feste Sporttage nach der Arbeit.
    16. Soziale Interaktion: Mahlzeiten mit Freunden oder Familie.
    17. Positive Affirmationen: Beim Zähneputzen.
    18. Achtsames Essen: Ersten Bissen bewusst genießen.
    19. Ausreichend Schlaf: Feste Schlafenszeit und Abendroutine.
    20. Persönliches Hobby: Feste Hobbyzeiten am Wochenende.

    Dein Job: Ein gnadenloser Ort?

    Das Arbeitsleben kann ein Schlachtfeld sein. Aber statt in Angst und Stress zu versinken, sollten wir Systeme implementieren. Wie zB der Klassiker: Eisenhower, der sich auf Systeme verließ, um das Weiße Haus zu führen, können auch wir Systeme in unserem beruflichen Leben einführen, um effizienter und fokussierter zu sein.

    Wie oft kämpfst du gegen Angst, Widerstand, Selbstsabotage. Aber mit einem klaren System kannst du diese Dämonen besiegen. Und vergiss nicht: Dein größter Feind bist du selbst, mit deinen Selbstzweifeln und Ängsten.

    Beispiel: Setze klare Arbeitszeiten und Pausen fest. Nutze Technologie, um repetitive Aufgaben zu automatisieren. Entwickle Routinen, um Meetings produktiver zu gestalten.
    Tägliche 15-minütige Planungssessions am Morgen, um den Tag zu strukturieren.
    Wöchentliche Reviews, um Fortschritte und Hindernisse zu evaluieren.
    Monatliche Reflexionen, um Langzeitziele im Auge zu behalten und anzupassen.

    Du musst deine Freiräume und „Ich Zeiten“ verteidigen, wie eine Löwin ihr Junges.

    Die Kraft der Anpassungsfähigkeit

    Die Welt bewegt sich weiter, und wir müssen mit ihr gehen. Sei bereit, deine Systeme anzupassen, wenn sich deine Umstände ändern.

    Überprüfe regelmäßig deine Routinen und passe sie an, wenn sich deine Lebensumstände ändern. Sei offen für neues Lernen und neue Techniken, die dir helfen können, effizienter zu sein.

    Fazit: Deine eigene Stimme finden

    Am Ende des Tages geht es uns allen doch darum, unsere eigene Stimme in diesem Chaos zu finden. Systeme helfen dir dabei, dich nicht in der Fülle der Aufgaben und Herausforderungen zu verlieren. Sie sind deine Verbündeten im Kampf gegen den Stress des Alltags und die Herausforderungen des Berufslebens. Nutze sie weise, um das Beste aus dir herauszuholen.