Blog

  • Es ist eben NICHT ok (#472)

    Es ist eben NICHT ok (#472)

    In den letzten 2 Jahren wurde ich 15-mal operiert.
    15 Vollnarkosen … 15-mal Angst vor dem „nicht wieder aufwachen“.

    Aber auch 15-mal wieder aufwachen mit der Erkenntnis: Was und wer ist mir wichtig.

    Veränderung ist ein Kampf, vor allem gegen mich selbst. Die größte Herausforderung ist mein innerer Widerstand – die Stimme, die mir zuflüstert „es ist ok“, „mach doch langsam“, „morgen ist auch noch ein Tag“ … dass es einfacher wäre, aufzugeben.

    Angst & Schmerzen sind zu Vertrauten geworden. Vertraute, die mir dabei helfen das Leben mehr zu feiern. Ein wenig mehr Dankbarkeit hineinzubringen und vor allem die Erkenntnis, dass es im nächsten Moment vorbei sein kann.

    Das Leben ist nicht kurz, wir verschwenden nur zu viel davon.

    Aber echte Veränderung erfolgt nur, wenn ich meine inneren Stimmen zum Schweigen bringe. Ganz wird mir das wohl nie gelingen. Aber es gibt etwas in mir, das stärker ist als diese Stimme.

    „Morgen mache ich eine Pause“ – aber nicht heute!!!

    „Morgen gebe ich vielleicht auf“ – aber nicht heute!!!

    „Morgen mache ich langsam“ – aber nicht heute!!!

    Es geht nicht darum, perfekt in irgendetwas zu sein. Oder den besten Weg zu finden.

    Sondern darum, konsequent und beharrlich an mir zu arbeiten.
    Veränderung ist ein täglicher Kampf, der Mut und Ausdauer erfordert.

    Dieser Weg ist nicht für jeden. Und es ist mir auch herzlich egal, ob irgendjemand genauso denkt oder fühlt.

    Dieser Weg erfordert eine Kombination aus Mut, Disziplin und der Bereitschaft, sich immer wieder selbst zu hinterfragen.

    Auf diesem Weg werde ich sicher noch oft scheitern, hinfallen und bluten.

    Doch für diejenigen, die bereit sind, diesen Weg zu beschreiten, liegt ein Leben jenseits des Gewöhnlichen in Reichweite – ein Leben voller Mut, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Veränderung.

    Ich lebe nicht auf Probe. Ich weiß auch ganz sicher nicht, wie dieses Ding namens Leben funktioniert.

    Aber eines weiß ich mit Sicherheit:


    Das hier ist „mein“ Leben und ich entscheide mich jeden Tag, es so glücklich wie möglich zu verbringen.

  • Das Lächeln, die Träne und der Faustschlag: Eine emotionale Reise (#471)

    Das Lächeln, die Träne und der Faustschlag: Eine emotionale Reise (#471)

    Vom Glück, der Trauer und der Wut.

    Der Mensch ist auf dem Weg zum Gefühls-Analphabeten. Und das hat Konsequenzen.

    Denn mit dem Gefühlsverlust für uns selbst verschwinden auch das Gefühl und Gespür für unsere Mitmenschen.

    Kommunikationsstörungen aller Art sind an der Tagesordnung. Wir verstehen uns selbst und die Welt nicht mehr.

    Die Auswirkungen spüren wir täglich im Job, im Netz und auf der Straße.

    Wir werden gefühlsblind. Statt in Büchern versinken wir in Social Media heute in Social Media. Emojis am Ende unserer Nachrichten ersetzen wirkliche Gefühlsausdrücke. Sicher ist sicher. Das Emoji ist unsere digitale Krücke geworden.\

    Beispiel „Vertrauen“: Ein Minenfeld der Missverständnisse. In einer Beratungssitzung forderte ich alle 4 Teilnehmer auf, fünf passende Wörter zu Vertrauen zu notieren. \
    Ergebnis? Keine Überschneidungen. Jeder verstand Vertrauen anders. Eine klare Lektion: Kommunikation ist Schlüssel. Verstehen, verstehen wollen und verstanden werden – das ist manchmal einfach, aber nicht leicht. (PS manchmal reicht schon „Zuverlässigkeit“ als Ersatz für Vertrauen.)

    Im Job bedeutet das: Kommunikationsstörungen massiver Art und Stress ohne Ende. In einer Welt, die nur noch auf einfache Kommunikation setzt 😂😢😡 – verlieren wir den Kern dessen, was uns menschlich macht: unsere Fähigkeit, komplexe Emotionen und Gedanken zu artikulieren. Das Leben ist kein Spielplatz. Im Berufsleben führt diese Art der Kommunikation zu massiven Störungen und Stress. Es geht um mehr als nur Verständnis; es geht um Überlebensfähigkeit in einer sich schnell verändernden Welt. Wir müssen die Disziplin aufbringen, um unsere Kommunikationsfähigkeiten zu schärfen und zu bewahren. Es ist Zeit, aufzustehen und die Kontrolle über die Art und Weise, wie wir kommunizieren, zurückzugewinnen. Nur so können wir echte Verbindungen aufbauen und die Herausforderungen bewältigen, die vor uns liegen.


    Probiere es gerne mal mit den Anforderungen in deinen Jobbeschreibungen. Schick Sie die gewünschten Persönlichkeitsmerkmale mal in die Runde und erbitte fünf Assoziationen von jedem aus dem Team. Spannend und erhellend. Und schnell merkst du, du hast ein Kommunikationsproblem.

    Achte auf deine Emotionen – es könnte sich lohnen

  • Ab wann es einfach wird (#469)

    Ab wann es einfach wird (#469)

    Eine Frage, die mich jeden Tag im Stillen beschäftigt, ein ständiges Fragezeichen in den Tiefen meiner Gedanken und meiner Gefühlswelt:

    Ab wann wird es endlich einfach?

    In einer Welt, die sich unablässig dreht, in der jeder Tag neue Herausforderungen bringt, scheint diese Frage mehr als berechtigt. Doch dahinter steckt für mich eine Wahrheit, die wir vielleicht nicht hören wollen, aber hören müssen.

    Es wird nie einfach.

    In dieser Klarheit liegt für mich eine absolute Befreiung. Sobald ich akzeptiere, dass mein Leben ein ständiges Ringen, ein fortwährendes Lernen und Wachsen ist, kann ich endlich anfangen, meine Einstellung dazu zu ändern.

    Die Wahrheit ist, dass alles, was wertvoll und bedeutend ist, mit Anstrengung, mit Schweiß und manchmal auch mit Tränen verbunden ist.

    Aber hier liegt auch eine versteckte Schönheit, eine Art von Poesie im Kampf:

    Wenn es nie einfach wird, bedeutet das, dass jeder Schritt, den wir vorwärts machen, jeder Erfolg, den wir erzielen, ein Triumph ist. Jede Überwindung eines Hindernisses ist ein Beweis unserer Stärke und unseres Willens.

    Und vielleicht ist es das, was wir wirklich suchen – nicht den einfachen Weg, sondern den Weg, der uns fordert, der uns formt, der uns stärker macht. Vielleicht wird es dann einfach, wenn wir akzeptieren, dass Schwierigkeiten Teil unserer Reise sind, nicht Hindernisse, die es zu vermeiden gilt, sondern Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

    So gesehen … wird es einfach, wenn wir aufhören zu fragen, wann es einfach wird.

    Und trotzdem muss ich meine Trägheit und Faulheit verteiigen. Sie ist in Wirklichkeit eine Verteidigung meiner mentalen und emotionalen Gesundheit. Es geht darum, ein Gleichgewicht zu finden zwischen dem ständigen Streben und meinem Bedürfnis nach Ruhe und Regeneration.

    Dieses Gleichgewicht zu finden, bedeutet, bewusst Momente der Ruhe und Entspannung einzuplanen, in denen wir uns erlauben, „nichts“ zu tun, oder zumindest nichts, was traditionell als produktiv gilt.

    Diese Faulheitsmomente haben einen tieferen Zweck. Sie dienen als Ventil, um den Druck zu mindern, der sich durch ständige Arbeit und Anstrengung aufbaut. In diesen Momenten des Loslassens und der Entspannung erlauben wir unserem Gehirn, von der ständigen Informationsverarbeitung und Problemlösung abzuschalten. Das ist keine Zeitverschwendung, sondern eine essentielle Phase meiner mentalen Erholung.

    Kreativität gedeiht nicht unter Druck oder in einem Zustand ständiger geistiger Belastung. Sie benötigt Raum zum Atmen, Freiheit zum Schweben, Gelegenheiten, um unkonventionelle Verbindungen herzustellen.

    Denn in dieser Akzeptanz finden wir Frieden mit dem ständigen Fluss des Lebens, mit seinen Höhen und Tiefen. Wir finden Freude am Prozess, am Wachstum, an der Transformation, die durch die Herausforderungen entsteht.

    Ich formuliere die Frage also einfach mal um:

    Nicht, wann es einfach wird, sondern wie wir lernen, mit der Komplexität und den Herausforderungen des Lebens umzugehen.

    Wie wir die Kunst meistern, im Sturm zu tanzen, statt auf die Stille zu warten. Denn in diesem Tanz, in diesem fortwährenden Streben, dort finden wir die wahre Einfachheit – die Einfachheit des Seins, des Wachsens und des lebenslangen Lernens.

  • Die Berufskrankheit unseres Jahrhunderts (#470)

    Die Berufskrankheit unseres Jahrhunderts (#470)

    Aufmerksamkeitsdefizit ist der Krebs des Informationszeitalters.

    Die Berufskrankheit unseres Jahrhunderts.

    Depressionen, Angstzustände und BurnOut nehmen zu. Über eine Milliarde Menschen leiden darunter.

    Alles klare Zeichen für eine Art Überdosis.

    Wir ernähren uns von Informationen während wir selbst genausoviele selbst produzieren als jemals zuvor.

    Fast Food fürs Gehirn. Ohne jeden Nährwert.

    Auf X (aka Twitter) haben wir maximal 280 Zeichen und es muss alles gesagt sein. Youtube hat auf Shorts umgestellt, länger als 2 bis 3 Minuten kann keiner mehr stillsitzen.

    Wir brauchen Tracker und Schrittzähler, um zu wissen, ob wir gut in Form sind. Wir verstehen uns selbst udn die Welt nicht mehr.

    Im Sport gibt es eine Zeit, in der unser Körper und die Leistung wachsen. Die Erholungsphase.

    Das gilt auch für unser Denkorgan.

    Hirn braucht Ruhe.

    Information verarbeiten, durchdenken und wirklich sacken lassen . Gedanken zu verarbeiten, auf ebendiese klugen Gedanken und neue Erkenntnisse zu kommen.

    Formen wir wieder Daten zu Informationen um hiereaus Wissen zu machen, zu Verstehen und Erkentniss zu gewinnen. Um letztendlich wieder zur Weisheit zu kommen.

    Wieder mal die eigene Intuition, Erfahrung und den Glauben zu Wort kommen lassen. Du wirst sehen, der gesunde Menschenverstand kommt schnell wieder aus seinem Versteck.

    Wir müssen es nur zulassen

  • Indiana Jones im Büro: Warum ‚Planlosigkeit‘ dein bester Karriereplan sein könnte (#468)

    Indiana Jones im Büro: Warum ‚Planlosigkeit‘ dein bester Karriereplan sein könnte (#468)

    Die Tyrannei der To-Do-Listen: Wir sind versessen darauf, unser Leben bis ins kleinste Detail zu planen. Aber ist es nicht ab und an mal an der Zeit, sich zu fragen, ob diese Besessenheit von Planung uns mehr schadet als nützt? Vielleicht ist es an der Zeit, die Pläne zu zerreißen, daraus ein Feuer zu machen, nackt singend das Feuer zu umtanzen und das Unerwartete zu umarmen.

    Weiterlesen: Indiana Jones im Büro: Warum ‚Planlosigkeit‘ dein bester Karriereplan sein könnte (#468)

    Kurz vor (und nach) Weihnachten scheinen die Menschen nur noch eines im Blick zu haben: den perfekten Plan. Das kostet unnötig viel Zeit und Nerven. Ein Plan für Geschenke, für das Festessen, für die Zeit mit der Familie. Und ein Plan für ein „Neues Leben“. Endlich einen Job, den man liebt, bei dem man gesehen wird und der uns erfüllt und ernährt.

    Ein Plan ist schließlich die halbe Miete – oder?

    Lass mich ehrlich sein: Wir verbringen unzählige Stunden damit, Lebensläufe zu polieren, die niemand liest, Netzwerke zu pflegen und nach Jobs zu suchen, die wir am Ende des Tages sowieso nicht annehmen. Dieses alljährliche Ritual der Karriereplanung kostet uns Zeit, Nerven und vor allem Chancen.

    Denn der Unterschied macht manchmal den Unterschied. Es gibt Nachteile, aus denen sich einzigartige Vorteile schmieden lassen – wenn man etwas wagt.

    Aber warum eigentlich? Warum halten wir so verzweifelt an einem Plan fest, der mehr ein Korsett als eine Unterstützung ist?

    Indiana Jones hat es uns in seinem Film „Jäger des verlorenen Schatzes“ vorgemacht. In der Szene, in der er einem säbelschwingenden Angreifer mit nichts weiter als einem kurzen Griff zum Revolver begegnet? Diese Szene ist nicht nur ein ikonischer Filmmoment, sondern auch eine Lektion für das moderne Berufsleben.

    Indiana Jones nutzt unkonventionelle Methoden, denkt schnell und handelt intuitiv. Er verlässt sich nicht auf einen detaillierten Plan, sondern auf seine Fähigkeit, sich an unerwartete Situationen anzupassen. Genau das ist es, was vielen von uns in unserer Karriere fehlt: die Fähigkeit, flexibel zu bleiben und Chancen zu ergreifen, wenn sie sich bieten, anstatt sklavisch einem Plan zu folgen..

    Überleg mal: Wie oft bist du an einer Chance vorbeigegangen, nur weil sie nicht in deinen „Plan“ gepasst hat? Wie oft hast du dich in etwas reingezwängt, weil es auf dem Papier gut ausgesehen hat – und obwohl es sich nicht richtig angefühlt hat? Es ist an der Zeit, dass wir wieder mehr Instinkte zeigen und den wahren Wert von Flexibilität und Spontanität erkennen.

    Ein Plan ist nicht wertlos, aber denk daran, es ist immer nur ein Startpunkt. Die wirkliche Kunst liegt im Improvisieren, im Umgang mit dem Unerwarteten. Wahre Innovatoren und erfolgreiche Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Mut haben, von ihrem Plan abzuweichen.

    Sie verstehen, dass das Unerwartete keine Bedrohung, sondern eine Gelegenheit ist.

    Wie Indiana Jones uns zeigt, liegt der Unterschied im Umgang mit dem Unerwarteten, in der Fähigkeit, aus scheinbaren Nachteilen einzigartige Wettbewerbsvorteile zu schmieden.

    In neuen Jahr, versuch mal einen anderen Ansatz.

    Vergiss den perfekten Plan und vertraue mal mehr auf deine Intuition, deine Anpassungsfähigkeit und deine Bereitschaft, Risiken einzugehen. Es könnte sein, dass du entdeckst, dass das Loslassen von starren Plänen und das Umarmen des Ungeplanten der beste Weg ist. Sei bereit, flexibel zu sein und schnapp dir die Chancen, die das Leben dir bietet.

    Wer ständig plant, verpasst das Ungeplante – und manchmal … das wahre Abenteuer des Lebens.

  • Neugier über Nervosität: Wie das Unbekannte dich voranbringen kann (#467)

    Neugier über Nervosität: Wie das Unbekannte dich voranbringen kann (#467)

    Angst ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kann sie uns lähmen, andererseits kann sie der Katalysator für unsere tiefste Neugier und unseren Drang nach Fortschritt sein. Selbst eine so positive Kraft wie die Neugierde ist oft untrennbar mit der Angst verbunden, das Unbekannte könnte uns überwältigen. Doch genau hier liegt der Wendepunkt: Neugierde kann diese Angst in etwas Konstruktives verwandeln, sie kann uns dazu bringen, das Unbekannte anzunehmen und es in etwas Vertrautes und Sicheres zu überführen.

    Die Philosophie, die hier zum Tragen kommt, besagt, dass wir unsere persönliche Erfahrung und unsere innere Weisheit nutzen sollten, um unsere Ängste in Chancen umzudeuten. Es geht darum, eine Welt zu schaffen, in der wir durch das, was wir fürchten, lernen und wachsen. Indem wir lernen, unsere Ängste zu verstehen und ihnen mit einer neugierigen und akzeptierenden Haltung zu begegnen, können wir diese in einen Antrieb für persönliche Entwicklung umwandeln.

    Dieser Ansatz betont die Wichtigkeit des persönlichen Spiels, ein Konzept, das sowohl das innere Kind in uns ehrt, als auch die unermessliche Kraft des spielerischen Lernens anerkennt. Es ist die Idee, dass Arbeit nicht nur Arbeit sein muss, sondern dass sie auch Spiel sein kann – eine Quelle der Freude und des ständigen Lernens.

    So wird aus der Kombination von Angst und Neugierde ein Wegbereiter für Innovation und Kreativität. Es ist eine Einladung, unsere Komfortzonen zu verlassen und die Grenzen dessen, was wir für möglich halten, zu erweitern. Indem wir das tun, verwandeln wir nicht nur unser eigenes Leben, sondern können auch einen positiven Einfluss auf die Welt um uns herum ausüben.

    #PersönlichesWachstum #InnereWeisheit #SpielerischesLernen

  • To-Do oder To-Live (#466)

    To-Do oder To-Live (#466)

    Manchmal habe ich das Gefühl …

    To-do ist uns wichtiger als To-love

    To-do geht uns vor To-learn, To-lough and To-live

    … als bräuchten wir einen jour fixe für unsere Gesundheit, für unser Wohlbefinden, für unser Leben.

    In der Arena meines Lebens sind To-do-Listen bloße Ablenkungen von dem, was wirklich zählt. Ich werde aufhören, mich zu bespaßen und mich täglich von dem ablenken zu lassen, was wirklich einen Wert hat in meinem Leben. Ich werde tägliche Entscheidungen treffen. Meine rohe, ungeschminkte Realität des Lebens und der Liebe annehmen. Keine Schönrederei, keine Kompromisse – nur Ich, meine Willenskraft und die ungeschönte Wahrheit über das, was es bedeutet, wirklich am Leben zu sein.

    Von bequemen Ausreden und halbherzigen Versuchen habe ich genug. Manchmal muss ich mich der brutalen Wahrheit meines Lebens stellen.

    Aus meiner Komfortzone heraustreten und die alten Gewohnheiten die Treppe runterprügeln … jede einzelne, verdammte Stufe

    Wir sind wie Krieger, die sich in der Hitze des Gefechts verlieren, ohne die Strategie des Krieges zu begreifen. Es ist an der Zeit, dass wir uns von unseren eingefahrenen Routinen befreien und die tiefere Bedeutung unseres Daseins erkennen. Unsere wahre Mission liegt nicht in der endlosen Abfolge von Aufgaben, sondern in der unbeugsamen Hingabe an das, was uns wirklich antreibt.

    Jeder Tag, an dem ich nicht an mir selbst arbeite, ist ein verlorener Tag.

    Wir müssen uns der Wahrheit stellen: Komfort ist der Feind des Wachstums. Nur durch das Durchbrechen unserer eigenen Grenzen, durch das Ertragen von Unbequemlichkeiten und das Überwinden von Ängsten können wir uns entwickeln.

    Dein Leben wartet nicht auf dich und dein zögern – es belohnt diejenigen, die mutig genug sind, ihre tiefsten Ängste zu konfrontieren und sie in Stärke umzuwandeln.

    Es ist also an der Zeit, sich zu fragen: In welchen Bereichen meines Lebens verstecke ich mich hinter Ausreden? Wo vermeide ich die harte Arbeit, die notwendig ist, um wirklich zu wachsen?

    Die Antworten auf diese Fragen sind nicht dazu da, um uns zu bespaßen, sondern um uns herauszufordern. Sie sind der Ruf zum Handeln, ein unerbittlicher Weckruf an Herz, Geist und unseren Körper. Wir müssen bereit sein, uns selbst in Frage zu stellen und uns durch das Feuer der Selbstverbesserung zu schmieden. Nur dann können wir wachsen.

    Wäre es nicht mal einen Versuch wert, unsere wirklich wichtigen Lebensbereichen auch im Laufe des Jahres mehr Aufmerksamkeit zu schenken?

    Welche Lebensbereiche sind das für dich?

  • Mein Spiel (#465)

    Mein Spiel (#465)

    Dein Spiel: Ein gnadenloser Ort

    Der Platz, auf dem du dich bewegst, ist weit entfernt von angenehm. Das Spiel? Eine Farce von Fairness. Die Zuschauer? Nicht mehr als ein Haufen unzuverlässiger Jubel- und Spottgesellen. Sie wechseln ihre Haltung schneller als das Wetter – heute bejubeln sie dich, morgen verhöhnen sie dich oder pfeifen dich gnadenlos aus.

    Dein eigener Erzfeind

    Glaub bloß nicht, es seien die anderen oder das Spielfeld. Deine wahren Gegner? Angst, Widerstand, Selbstsabotage, Neid, Arroganz, Selbstzweifel. Diese Dämonen lauern nicht in den Schatten des Spielfelds – sie nisten tief in deinem Inneren.

    Dieser Feind wird dich vernichten

    Schau dich um! Wie viele geniale Menschen kennst du, die in der Bedeutungslosigkeit versinken? Gefangen in der Falle ihrer eigenen Selbstblockade. Sie leben nicht ihr Potenzial, weil sie sich selbst im Weg stehen.

    Ohne Gnade zu deiner Stimme stehen

    Du wirst niemals deine Träume erreichen, solange du nicht lernst, die Stimmen in deinem Kopf, deinem Bauch, deinem Herzen zu erkennen, zu verstehen und vor allem: Den Stimmen der den Schrecken nehmen. Überwinde deinen inneren Widerstand, sonst wirst du nie mehr als ein Schatten deiner Möglichkeiten sein.

  • Es gibt kein Leben Nummer 2 (#464)

    Es gibt kein Leben Nummer 2 (#464)

    Nichts verändert sich, wenn sich nichts verändert! 🔄

    Ich denke oft an meinen kleinen Bruder, der mit 7 Jahren viel zu früh gestorben ist. Das Bewusstsein, dass ich noch etwas weiterleben darf, gibt mir jeden Tag den Antrieb, etwas aus meinem Leben zu machen, etwas zu tun, das zählt. 

    Irgendwann wird für jeden von uns alles schiefgehen. Wir werden auf dem Boden aufschlagen und wir werden leiden. Dann kannst du entweder aufgeben und liegen bleiben oder anfangen zu Leben. 

    Die Welt dreht sich weiter …

    und wenn wir nicht mitgehen, bewegen wir uns eigentlich rückwärts. 

    Du wirst Fehler machen und herumstolpern. Aber das Wichtigste ist, dass du dich bewegst, nicht in Stagnation verharrst oder im Kreis läufst. 

    Es gibt keinen Stillstand im Leben, nur einen Vorwärts- oder Rückwärtsgang.

    Sie werden versuchen, dich zu entmutigen. Sie werden dir jeden Tag sagen: „es ist nicht so einfach“. Aber die Wahrheit ist, es ist möglich. Ich möchte, dass die Menschen verstehen, dass sie nicht allein sind. Dass andere genau so fühlen, wie sie. Dass wir nicht verrückt sind, nur weil wir tun, was wir tun. 

    Es gibt den Spruch, dass Menschen sich nicht ändern werden. 

    Aber ich sehe täglich Menschen, die sich doch ändern und besser werden.

    Nichts verändert sich – wenn sich nichts verändert! ‍

    Wenn du etwas über dich selbst herausfinden willst, setz dich früh Morgenshin und frag dich: ‚Was mache ich falsch? Was könnte ich ändern?‘ Meditiere darüber. Du wirst eine Antwort bekommen. Vielleicht sogar eine, die dir vielleicht nicht gefällt, aber die Antwort wird ehrlich zu dir sein.

    Das Problem ist, dass viele Menschen das Gefühl haben, sie könnten sich ändern, aber sie unternehmen nichts dazu. Sie wollen nicht ins Spiel einsteigen, weil sie denken, es dauert zu lange oder es funktioniert eh nicht. Dann geben sie auf und das Leben bewegt sich einfach weiter.

    Die Welt bewegt sich weiter … und sie bewegt sich weg von dir, wenn du immer nur stehen bleibst. 

    Jedes Mal, wenn du dich veränderst, spürst du Schmerzen. Ob du eine Beziehung oder einen Job wechselst – Übergänge sind schmerzhaft. 

    Sieh Veränderung als Wachstum, als Transformation, als Evolution, als Notwendigkeit, als unvermeidlich. Hör auf, Angst zu haben. 

    Wenn du nicht das tust, was du wirklich willst – machst du dir und deinem Leben etwas vor.

    Wenn du nicht bereit bist, dich lächerlich zu machen, wirst du nie etwas Neues beginnen.

  • Gewohnheiten: Lebensverändernd, Unverhandelbar und oft Schädlich (#463)

    Gewohnheiten: Lebensverändernd, Unverhandelbar und oft Schädlich (#463)

    Gewohnheiten prägen unser Leben, oft ohne unser bewusstes Einverständnis. Sie schleichen sich ein, nisten sich ein und bestimmen unser Handeln. Die Behauptung, dass Gewohnheiten unverhandelbar und bedingungslos lebensverändernd sind, trifft ins Schwarze. Wir sind Gefangene unserer Routinen, seien sie gut oder schlecht.

    Eine schlechte Gewohnheit lässt sich nicht einfach ‚aus dem Fenster werfen‘. Sie ist wie ein unerwünschter Mieter, der sich weigert zu gehen. Man muss sie, metaphorisch gesprochen, ‚die Treppe hinuntertreten, Stufe für Stufe‘. Dieser Prozess ist mühsam und erfordert eine konstante Anstrengung und Entschlossenheit. Es ist ein Kampf gegen die eigene Natur, gegen die trügerische Bequemlichkeit, die diese Gewohnheiten bieten.

    Doch warum halten wir an schädlichen Routinen fest? Teilweise, weil sie eine sofortige Befriedigung bieten, ein kurzfristiges Vergnügen, das uns in einer endlosen Schleife festhält. Der Mensch neigt dazu, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Und schlechte Gewohnheiten sind oft genau das: der einfache, bequeme Weg.

    Die wahre Herausforderung liegt darin, diese Muster zu durchbrechen. Es erfordert Selbstreflexion und die Bereitschaft, sich unbequemen Wahrheiten zu stellen. Es geht nicht darum, sich selbst zu bestrafen, sondern darum, sich selbst zu befreien. Der Prozess des ‚Treppe Hinuntertretens‘ ist schmerzhaft, aber er ist der einzige Weg zu echtem Wandel und persönlicher Entwicklung.

    Wir müssen also die Kontrolle über unsere Gewohnheiten zurückerlangen. Es ist ein Kampf, den jeder für sich selbst ausfechten muss. Es gibt keinen Universalschlüssel, keine einfache Lösung. Aber der erste Schritt ist die Erkenntnis, dass eine Veränderung notwendig ist. Und von dort aus beginnt der lange Weg nach unten, Stufe für Stufe.“

  • Sturm der Frustration (#462)

    Sturm der Frustration (#462)

    Liebe X

    danke für deine Mail und deine offenen Worte. Gerne schreibe ich dir einige Gedanken dazu.


    „Manchmal musst du deinen Ausbruch planen. Die anderen Insassen befreien. Die Wärter erschießen, dein Gefängnis mit Öl übergießen und niederbrennen.
    Und wenn das Feuer heiß und hoch brennt, dich ausziehen und nackt um die Flammen tanzen.“

    Wachstum tut weh.
    Veränderung tut weh.
    Aber nichts ist so schmerzhaft, wie irgendwo festzuhängen, wo du nicht hingehörst.

    Ich weiß, dass Du gerade durch eine harte Zeit gehst. Ich kann deine Frustration verstehen und sie ist weder klein noch unwichtig. Sie kann ein Zeichen dafür sein, dass Du gerade an Deine Grenzen kommst.

    Aber lass mich Dir etwas sagen: Diese Grenzen sind nicht das Ende Deiner Reise, sondern nur ein Hinweis darauf, wo Du vielleicht wachsen darfst.

    Ich habe das selbst durchgemacht. Ich kenne das Gefühl, als ob jede Anstrengung vergebens ist, als ob sich nichts bewegt und die Welt sich gegen mich verschworen hätte. Aber ich habe gelernt, dass Frustration nicht mein Feind ist. Sie ist ein Weckruf. Sie zeigt mir, wo ich mich verändern muss, wo ich flexibler sein muss.

    Hier sind ein paar Dinge, die mir geholfen haben und die auch Dir helfen können:

    👀 Stell Dich der Realität: Frustration kommt oft daher, dass wir die Dinge anders haben wollen, als sie sind. Akzeptier die Realität. Das bedeutet nicht, aufzugeben oder wegzulaufen, sondern anzuerkennen, was ist, um darauf aufzubauen.

    🌬️ Nimm Dir eine Auszeit: Wenn dir alles zu viel wird … halte inne. Atme tief durch. Mach einen Spaziergang. Atme. Meditiere oder versuche es mit einer Achtsamen Praxis. Gib Dir Raum, um Deine Gedanken und Gefühle zu ordnen.

    💬 Sprich & schreib darüber: Du bist nicht allein. Teile Deine Frustration mit jemandem, dem Du vertraust. Manchmal hilft es einfach, die Dinge laut auszusprechen oder sie auf Papier zu bringen.

    🎯 Fokussiere Dich neu: Konzentriere Dich auf das, was Du kontrollieren kannst. Das kann so klein sein wie die Art, wie Du Deinen Tag beginnst, oder die Einstellung, mit der Du Herausforderungen begegnest. „Du entscheidest ganz alleine, ob du glücklich bist“

    🔥 Nutze den Frust als Treibstoff: Jede Herausforderung ist eine Chance zu wachsen. Frage Dich: Was kann ich aus dieser Situation lernen? Wie kann ich das nächste Mal besser darauf reagieren?

    Erinnere Dich daran, Wachstum ist oft unbequem. Frustration ist Teil des Prozesses. Aber mit jedem Schritt, den Du trotz dieser Schwierigkeiten machst, wirst Du stärker.

    Du stehst vielleicht an einem Wendepunkt, nicht an einem Endpunkt. Erkenne, dass echte Stärke nicht in planloser Standhaftigkeit liegt, sondern in der Fähigkeit, sich dem Leben – und dem, was es uns zuwirft – zu stellen und sich anzupassen.

    Der wahre Krieger in dir wird nicht durch Siege definiert, sondern durch die Schlachten, die du führst und die Lektionen, die du daraus ziehst.

    Flieh nicht vor deinen Schatten. Stelle dich ihnen. Nutze die Kraft deiner Frustration, um dich selbst zu übertreffen, um eine Version von dir zu erschaffen, die stärker, weiser und unbeugsamer ist. Jeder Schritt, jedes Aus und einatmen, jeder Moment der Konfrontation mit deinen Ängsten formt Dich zu dem Menschen, der Du noch werden kannst.

    Thimo

  • Die Illusion der Selbstoptimierung (#461)

    Die Illusion der Selbstoptimierung (#461)

    Die letzten Jahre bin ich jeden Morgen mit einem klaren Ziel aufgewacht: Mich selbst zu übertreffen, härter, besser, gesünder zu sein als gestern. Immer an und über meine Grenzen zu gehen.

    Aber die bittere Realität ist, dass mein Geist und mein Körper Grenzen haben. Zu was das führt? Burnout, Erschöpfung, mentale Erschütterungen.

    Ich habe gelernt: Ich habe Grenzen

    Wenn ich heute trainiere, wenn ich meine Grenzen austeste, tue ich es mit einem messerscharfen Bewusstsein. In einer neuen Identität. Einer Identität, die meine Grenzen kennt udn sich meiner eigenen Sterblichkeit bewusst ist. Ich spüre jeden Herzschlag, jede Atembewegung, und ich weiß, dass ich stark bin, aber nicht unzerstörbar. Ich habe gelernt, dass Pausen und Erholung keine Schwäche sind, sondern eine notwendige Waffe im Arsenal eines jeden, der wahrhaft hart sein will.

    Härte bedeutet für mich nicht mehr nur, sich über eigene Maß hinaus zu pushen, sondern die eigene Menschlichkeit zu erkennen und zu respektieren. 

    Ich bin härter geworden, nicht indem ich mich blindlings in die Schlacht stürze, sondern indem ich weise wähle, wann, wie, mit wem – und vor allem wofür – ich kämpfe.

    Die Botschaft der Selbstoptimierung klingt verführerisch: Werde stärker, besser, schneller, klüger, und du kannst alles erreichen. Aber diese Gedanken, die unaufhörlich auf Verbesserung pochen, verwandeln das Leben schnell in ein endloses Hamsterrad. Alles ist heute „trackbar“ (Schritte, Schlafqualität, Herzgesundheit, Ernährung, Finanzen, Stimmung, Blutzucker, Wasser etc.) .. Ständige Selbstverbesserung wird zur Norm, und wer nicht mithält, gilt als schwach oder faul. Diese Mentalität schafft eine Kultur, in der Erschöpfung und Überarbeitung glorifiziert und Ruhe und Erholung als Zeitverschwendung angesehen werden.

    Die Ignoranz gegenüber den eigenen Grenzen

    Es geht nicht darum, dich selbst zu zerstören. Es geht darum, dich selbst und deine Grenzen zu testen und zu transformieren. Aber du kannst nur dann weiter gehen, wenn du deine Grenzen kennst und diese auch respektierst. Menschen sind keine Maschinen. Unsere Ressourcen sind begrenzt. 

    Wahre Stärke und Härte bedeutet nicht, blindlings über die eigenen Grenzen hinauszugehen. Es geht darum, diese Grenzen zu verstehen, sie zu respektieren und auf dieser Basis weiterzuwachsen. Es geht darum, die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden nicht aufs Spiel zu setzen, sondern sie als Teil des Weges zur Selbstverbesserung zu betrachten.

    Eine gefährliche Botschaft an die Gesellschaft

    Diese Obsession mit Selbstoptimierung sendet auch eine gefährliche Botschaft an die Gesellschaft: Du bist nie gut genug. Diese Botschaft untergräbt das Selbstwertgefühl und fördert eine Kultur der Unzufriedenheit und des ständigen Vergleichs. Wir leben in einer Welt, in der der Wert eines Menschen zunehmend an seiner Leistungsfähigkeit und Produktivität gemessen wird, und nicht an seinem Charakter oder seinen zwischenmenschlichen Beziehungen.

    Ein Aufruf zur Besinnung

    Es ist an der Zeit, mit der Illusion der ständigen Selbstoptimierung knallhart abzurechnen. Wir müssen endlich aufhören, uns selbst zu belügen und zu denken, dass ununterbrochenes Wachstum und Entwicklung ohne Kollateralschäden möglich sind. Es geht darum, brutal ehrlich zu uns selbst zu sein.

    Wir müssen unsere Grenzen nicht nur respektieren, wir müssen sie verdammt noch mal ernst nehmen. Wir sind keine Maschinen, und dieser ständige Wahnsinn, immer mehr und besser sein zu wollen, ist eine direkte Fahrkarte in den Burnout.

    Ja, es kann durchaus wertvoll sein, ab und an über die eigenen Grenzen hinauszugehen. Diese Momente, in denen wir uns selbst herausfordern und unsere Grenzen überschreiten, können uns helfen, unsere eigene Stärke zu erkennen und zu wachsen. Aber bitte: Es ist ein gelegentliches Überschreiten, kein ständiges Übertreten.

    Das wahre Ziel sollte nicht ein ständiger Kampf gegen unsere Grenzen sein, sondern ein gesundes Gleichgewicht, bei dem wir wissen, wann genug genug ist. Wir dürfen uns nicht länger selbst zerstören in dem Glauben, dass dies der Weg zu einem erfüllten Leben ist. Es ist Zeit, diese toxische Mentalität zu zerschlagen und stattdessen einen Pfad der vernünftigen Selbstakzeptanz und des gesunden Menschenverstands zu wählen. Nur dann können wir wirklich ein erfülltes und gesundes Leben führen – ohne uns selbst dabei zu ruinieren.

  • Meine unverhandelbaren 3 (#460)

    Meine unverhandelbaren 3 (#460)

    Philosophische Gedanken zum Thema: Die Unverhandelbaren meines Lebens: Gesundheit, Familie, Freiheit, Stärke, Mut

    – Meine Gesundheit ist nicht verhandelbar.
    – Meine Familie ist nicht verhandelbar.
    – Meine Freiheit ist nicht verhandelbar.
    – Thimo Müller

    In meinem Leben gibt es einige grundlegende Werte, die ich als unverhandelbar betrachte. Diese Werte sind die Säulen meiner Existenz, unerschütterlich und entscheidend für mein Wohlbefinden und Glück. Sie sind wie Leitsterne, die mir den Weg weisen, und ich halte an ihnen fest, egal was kommt.

    Meine Gesundheit: lange unterschätzt

    Meine Gesundheit muss seit einigen Jahren an erster Stelle stehen. In einer Welt voller „Sonderangeboten des Lebens“ erkenne ich, wie wichtig es ist, auf meinen Körper und meinen Geist zu achten. Gesunde Gewohnheiten, Sport, Schlaf und Ernährung sind für mich unverhandelbar. Ich weiß, dass, wenn ich nicht gesund bin, alles andere in meinem Leben beeinträchtigt wird. Meine Gesundheit ist das Fundament, auf dem ich baue „Für die, die ich liebe und die, die mich lieben“. Aus diesem grund bin ich mit 47, in der Form meines Lebens!

    „Körperliche Fitness ist die erste Voraussetzung für Glück.“
    – Joseph Pilates​

    Meine Familie: Unersetzlich und Wertvoll

    Meine Familie ist mein Rückhalt und meine Quelle aus Liebe, Vertrauen und Unterstützung. Die Bindung zu meiner Familie ist etwas, das schwer zu beschreiben und nur zu erleben ist. In meiner Familie finde ich den Trost, die Freude und die Kraft, Herausforderungen des Lebens zu meistern.

    „Das Erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.“
    – Unbekannt

    Meine Freiheit: Unantastbar

    Die Freiheit, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu gestalten. Ich liebe die Möglichkeit, meine Meinungen frei auszudrücken und meine Träume zu verfolgen. Jeden Tag treffe ich Entscheidungen, die meine Freiheit reflektieren und verteidigen. Diese Freiheit ist mein unveräußerliches Recht. 

    „Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.“ – Jean-Jacques Rousseau

    Mut: Mein Motor

    Mut ist der Motor, der mich antreibt, neue Herausforderungen anzunehmen und über meine Grenzen hinauszugehen. Mut bedeutet für mich, trotz Unsicherheit und Angst zu handeln. Er erlaubt es mir, standhaft zu bleiben, wenn ich mit Schwierigkeiten konfrontiert werde, und meine Ziele zu verfolgen, auch wenn der Weg steinig ist.

    „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ – Seneca​

    Handeln: Worte und Werte zu Taten werden lassen 

    Handeln ist die Manifestation meiner Werte und Überzeugungen. Es ist das aktive Umsetzen dessen, was ich für wichtig udn richtig halte. Durch mein Handeln bringe ich meine Grundwerte Gesundheit, meine Familie, meine Freiheit und meinen Mut zum Ausdruck. Ich glaube daran, dass Taten mehr sagen als Worte und dass mein Handeln letztlich das ist, was zählt.

    „Wir glauben gern, dass etwas geschieht, während wir reden. Die Wahrheit ist, dass alles Wichtige geschieht, während wir schweigen.“ – Unbekannt

  • Die Arbeit hört nie auf (#459)

    458 Artikel habe ich in den letzten Jahren auf meinem Blog veröffentlicht.

    Begonnen hat das alles mit der Idee „mir selbst“ zu helfen.
    Mir selbst über ein paar Dinge im Leben klar zu werden.
    Über Themen zu schreiben, die mich interessieren und für die ich brenne.

    Ob das andere Interessiert, war mir eigentlich herzlich egal.

    Die Kraft des täglichen Lesens und der täglichen Arbeit

    Im Zeitalter der digitalen Überflutung und ständigen Ablenkungen gewinnen zwei Konzepte für mich zunehmend an Bedeutung für mich: das „tägliche Lesen“ und die „tägliche Arbeit“. 

    Diese Ideen, die tief in der eignen Disziplin und Konsistenz verwurzelt sind, bieten einige Vorteile für mich. Für Geist und Herz als auch Körper und meinen Job

    Die Kraft des täglichen Lesens: Tägliches Lesen ist mehr für mich als nur eine Freizeitbeschäftigung; es ist ein kraftvolles Werkzeug für meine persönliche Entwicklung und lebenslanges Lernen. (KLUW – Konstant Lernen Und Wachsen ist eines meiner Mantras). Ich lese jeden Tag. Alles, was mir in die Finger kommt. Wenn mich etws antriggert, tauche ich tiefer hinein. Wenn nicht, lege ich ein Buch auch nach 30 Seiten weg (ohne ein schlechtes Gewissen)

    Diese Praxis ermöglicht es mir, kontinuierlich neues Wissen zu erlernen, meinen Horizont zu erweitern und kritisches Denken zu verbessern. Ich lerne konzentrierter und fokussierter zu sein und fühle mich Selbstreflektierter und Gelassener. 

    Die Kraft der täglichen Arbeit: Tägliches, zielgerichtetes Arbeiten ist für mich ein weiterer Baustein. Meine eigene Entwicklung durch ständige Wiederholung und Übung. Es geht nicht nur darum, bestimmte Aufgaben einfach nur zu erledigen, sondern auch um die Entwicklung einer Arbeitsmoral, die auf Disziplin, Ausdauer und Engagement beruht.
    Durch meine „tägliche Arbeit“ können, kann ich emine Ziele in greifbare, erreichbare Schritte aufteilen, die mich langfristig Dinge erreichen lassen, an die ich am Anfang nicht geglaubt habe. 

    Beide Praktiken – das tägliche Lesen und die tägliche Arbeit – ergänzen sich gegenseitig. Während das tägliche Lesen den Geist erweitert und neue Perspektiven eröffnet, sorgt die tägliche Arbeit für die praktische Anwendung des Gelernten. In Kombination ermöglichen sie ein umfassendes Wachstum, das sowohl die intellektuelle als auch die praktische Seite des Lebens umfasst.

    Das Leben hört erst auf, wenn es vorbei ist. 

    Die Arbeit hört auch nie auf.

    Und interessantes gibt es unzähliges da draußen. 

    Also kann ich auch jeden Tag etwas tun. 

  • Nur ein Stein (#458)

    Meine Karriere als Soldat hatte ich mir anders vorgestellt. Es sollte eine Zeit der körperlichen und mentalen Herausforderungen werden, doch ich hätte nie damit gerechnet, dass sie mich auf eine Art und Weise prägen würde, die mein Leben auf eine ganz andere Weise für immer verändern sollte.

    Ein Unfall, der mein Leben auf den Kopf stellen sollte. Eine gebrochene Wirbelsäule und multiple schwere Organverletzungen waren die Folgen. Ich wurde laut Bericht mit 78 Kilogramm ins Krankenhaus in Koblenz eingeliefert, voller Schmerzen und Unsicherheit über meine Zukunft.

    Die Monate, die folgten, waren geprägt von unzähligen Operationen und endlosen Reha-Sitzungen. Jeden Tag kämpfte ich gegen die Schmerzen und die Verzweiflung an. Doch es gab etwas, das mir in dieser dunklen Zeit Hoffnung gab – mein Ziel, zurückzukommen. Ich hatte mir geschworen, dass dieser Unfall mich nicht brechen würde, dass ich stärker denn je zurückkehren würde.

    In dieser Phase meines Lebens lernte ich eine wertvolle Lektion, die mir bis heute treu geblieben ist: „Einen Schritt nach dem anderen.“ Es gab Momente, in denen der Weg vor mir unüberwindbar schien, aber ich erinnerte mich immer daran, dass ich nur einen Schritt nach dem anderen machen musste, um voranzukommen.

    Nachdem ich mit 56 Kilogramm aus dem Krankenhaus entlassen wurde, begannen meine „Trainingsjahre“.

    Mit der Zeit begann sich mein Körper zu erholen, wenn auch langsam. Ich kämpfte unermüdlich, um meine Kraft zurückzugewinnen und meine Verletzungen zu überwinden. Schritt für Schritt, Tag für Tag, kam ich meinem Ziel näher. Es war eine lange und schmerzhafte Reise, aber ich gab niemals auf.

    Das Bild unten zeigt einen Stein, den ich bei meinen täglichen Gehversuchen an den Ort gelegt habe, an dem mein Körper nicht mehr weitergehen konnte. Dieser Stein war mein Symbol des Fortschritts, meine tägliche Erinnerung daran, dass ich trotz aller Hindernisse voranschritt. Und dieser Stein begleitet mich bis heute, als Zeuge meiner unerschütterlichen Entschlossenheit und meines Glaubens daran, dass man mehr Dinge erreichen kann als man sich in Leidenszeiten vorstellen kann.

    Nach über 25 Jahren, die von Entbehrungen und unermüdlichem Einsatz geprägt waren, habe ich es endlich geschafft. Ich bin das erste Mal seit meinem Unfall wieder bei meinem „Kampfgewicht“ angekommen.

    Dafür möchte ich mich bei einigen Menschen bedanken.

    Bei meiner Frau und Liebe meines Lebens, die damals noch meine Arzthelferin war.
    Bei meinen drei Kindern, die ich auf Ihrem Weg begleiten darf und froh bin, dass Sie IHREN. Weg mit Stärke und Zuversicht gehen.
    Bei meinen Eltern, die mir, mit aller Liebe, gezeigt haben, was Elternsein wirklich bedeutet.
    Bei meinen Freunden und Kameraden, die mich während dieser Zeit begleitet und mir den Wiedereinstieg ermöglicht haben.
    Bei den Ärzten und Pflegern des evangelischen Stifts in Koblenz.
    Bei den vielen Menschen, die an mich gedacht, geglaubt und mir Mut gemacht haben. Die mir bei meinen Abzweigungen des Weges geholfen und mich manchmal in die richtige Richtung geschubst haben.
    Vor allem auch bei meinen wichtigen Begleitern, Freunden und Mentoren der letzten Jahre. Meinem Team, meinem Coach Andreas Trienbacher, der mich in den letzten Monaten nochmal extrem „geschliffen“ hat und mir gezeigt hat, was vor allem körperlich alles machbar ist.

    Meine Geschichte ist geprägt von Schmerzen, Herausforderungen und Entbehrungen, aber sie ist auch eine Geschichte des Sieges und der Selbstfindung von Liebe und Glück. Ich habe gelernt, dass es im Leben immer weitergeht, solange man bereit ist, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Und ich werde niemals aufhören, diesen Weg zu gehen, denn ich habe MIR bewiesen, dass ich alles überwinden kann, was das Leben mir in den Weg stellt.

    Vielen Dank