Kategorie: Angst

  • „Sei du selbst!“ – ja ja, ist klar.

    „Sei du selbst!“ – ja ja, ist klar.

    „Sei der, der du bist“

    Wie soll das gehen? Wie kann ich, Ich selbst sein. Und wen ich noch nicht „Ich selbst“ bin, wie kann ich es werden?

    Jeder von uns trägt so viele Päckchen mit sich herum. So viele Erfahrungen, Überzeugungen und Gefühle.

    • Niemand ist normal.
    • Jeder ist ein bisschen Seltsam.
    • Nicht ganz dicht.
    • Jeder hat irgendwo einen kleinen Sprung in der Platte.
    • Wir alle sind noch „in Arbeit“ … unfertig … 0.1.

    Wie können wir je fertig sein?

    Wenn wir also nie „fertig“ sind …

    …wie sollen wir dann wissen, wer wir sind?

    Lass also lieber mal akzeptieren das wir „unfertig“ und „nicht ganz normal“ sind.

    Lehn dich mal zurück. Lass dein Ego mal voraus rennen. Schau dir in Ruhe an, was es so treibt und entscheide für dich, wie du dich damit fühlst.

    “Almost everything will work again if you unplug it for a few minutes—including you.” —Anne Lamott


    Thimo Müller – Beratender Inspirator 0.1

  • Wie ich vor zwanzig Tagen mein Leben verändert habe

    Wie ich vor zwanzig Tagen mein Leben verändert habe

    Die eine Entscheidung, die alles verändert hat.

    Es ist jetzt zwanzig Tage her. 

    Am 06. Februar 2020 habe ich mich entschieden, mich selbst zu lieben und mein Leben zu leben.

    Kein Versuchen, kein Werden, kein Wünschen, kein Vorstellen – TUN

    Was soll ich sagen?

    Das es schwer ist, wäre gelogen.

    Im Gegenteil. 

    Es ist so einfach, dass ich mich wundere … und Frage, weshalb ich es nicht schon früher getan habe.

    • Mache ich irgendetwas falsch?
    • Liebe ich mich nicht genug?
    • Es kann doch nicht so einfach sein?

    Ich erwische mich immer öfter dabei.

    Der kurze Moment, indem Ängste oder Wut in mir aufsteigen.

    Ich frage mich dann:

    „Wie würdest du reagieren, wenn du dich wirklich aus tiefstem Herzen lieben würdest?“

    So einfach.

    “When given the choice between being right or being kind, choose kind.”

    ― Dr. Wayne W. Dyer

  • Von dunklen, leuchtenden und grauen Tagen

    Von dunklen, leuchtenden und grauen Tagen

    Du liegst am Boden

    Keine Kraft zu denken.

    Dein einziges Gefühl gilt dem Schmerz.

    Dein einziger Gedanke „bitte lass es vorbei sein“.

    Das Einzige, was du dann tun kannst, ist …

    überleben um zu leben

    Nur mal angenommen, du kleiner Mensch könntest sowieso nichts daran ändern?
    Nur mal angenommen, das Leben wäre meistens gut so, wie es ist?
    Verrückt, oder?
    Das Einzige, was du wirklich tun könntest …
    Dein Leben zu leben.
    Jeden Tag aufs Neue.

    Wir können planen, rennen, todos abhaken und Visionen verfolgen. Wenn das Leben dir mit aller Kraft in die Fresse schlägt, hat das alles keinen Wert mehr.

    • „Du musst einfach wieder aufstehen.“
    • „Positiv denken.“
    • „Anderen geht es noch viel schlechter.“
    • „Es geht alles vorbei.“
    • „So schlimm ist es doch nicht.“

    Wenn ich so einen Scheiß höre.

    Von außen leicht gesagt.

    Wenn du am Boden liegst, und nicht mal mehr die Kraft hast zu denken. Wenn dein einziges Gefühl, aus Schmerz besteht. Wenn dein einiger Gedanke ist „bitte lass es vorbei gehen“.
    Das Einzige, was du dann tun kannst, ist …

    Durchhalten, Leben und Überleben.
    Jeden Tag ein bisschen mehr.
    Wäre doch gelacht!

    Solange bis irgendwo, ganz entfernt etwas den Anschein macht, es könnte besser werden.

    Halt durch – es lohnt sich


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  • Ich möchte ein besserer Mensch sein – irgendwann

    Ich möchte ein besserer Mensch sein – irgendwann

    Aus irgendeinem Grund drehe ich hier mein Inneres nach außen.
    Angst, Mut, Wut, Scham, Liebe, Lust, Glück, Blut, Tränen und vieles mehr, werden zu Worten.

    Vielleicht hilft es jemandem.

    Meine „Morgen Seiten“:
    Eine Stunde schreiben. Ohne anzuhalten. Jeden Morgen.
    Mein seelischer „Scheibenwischer“.

    • Ich möchte ein besserer Mensch im Leben sein.
    • Ich möchte gesünder leben.
    • Ich möchte kreativer und erfolgreicher sein.
    • Ich möchte die Dinge finden, die in mir versteckt sind.
    • Ich möchte sie ausgraben und freilegen. Mich um Sie kümmern.
    • Ich möchte meine Kraft finden, um das alles zu tun.

    Hab keine Angst, etwas zu tun, was du nicht kannst.

    “If I only did things I was qualified for I’d be pushing a broom somewhere.” – Kamal Ravikant

    Ich bin so damit beschäftigt, meine Erfüllung zu suchen, dass ich noch nicht einmal merke, wenn ich Sie gefunden habe. Ich kann Sie ja noch nicht mal beschreiben.
    Ich probiere lieber alles aus, und warte das sie mich erschlägt. Das die Muse mich sozusagen küsst und ich es merke.

    Aber woran merke ich das??

    Welche Dinge mache ich immer und immer wieder in der gleichen oder ähnlichen Art. Gibt es Rubriken, die mir auffallen? Und vor allem, wozu mache ich das alles?

    Wozu ist dieses komische Leben eigentlich da? Was soll ich damit anfangen? Kann mir bitte mal jemand helfen? Hat irgendjemand die Gebrauchsanleitung?

    Was zieht mich jeden Morgen vor 5 aus dem Bett. Und das meist gut gelaunt?
    Die Ruhe mit meinem Kaffee in meinem Sessel. Ungestört lesen und schreiben?

    Warum tue ich das? Was will ich damit bezwecken?

    Es ist nicht einfach. Sich den Dreck und Staub der sich in uns angesammelt hat aus der Seele zu kratzen. Die Gedanken und Gefühle aus mir heraus zu schreiben. Da kommen Dinge hervor, die ich manchmal lieber nicht mehr sehen und fühlen möchte.

    Um was eigentlich? Warum tue ich das alles?Erforschen, erkunden, durchdringen, erschaffen.

    Welche Dinge mache ich immer und immer wieder in der gleichen oder ähnlichen Art? Gibt es bestimmte Themen, die mir auffallen? „Meta Interessen“?

    Und vor allem, wozu mache ich das alles?

    Wenn ich die Wahl hätte, wie würde mein idealer Tag aussehen? Meine Woche, mein Jahr, mein Leben?

    Mich einfach mal von mir selbst lösen. Über Gott und das Leben nachdenken. „Mich und Es“ Fließen lassen, ohne zu wissen, wo es mich hintreibt. Das Leben leben, es nicht planen oder auf etwas Bestimmtes warten. Einfach offen annehmen?

    Kann es das etwa sein?

    Mal sehen, welche Sorten mir der göttliche Eisverkäufer anbietet. Und diese dann zufrieden und in Ruhe lecken. Sie sich auf der Zunge vermischen lassen. Auch mal Sahne dazu zu nehmen. Mit dem Löffel löffeln, mit der Zunge lecken oder einfach mal reinbeißen. Mit Waffel oder aus dem Becher, mit Schirmchen oder mit Früchten. Im Sitzen, im Stehen, im Auto. So lange es Eis gibt, lebe ich. Mein Eis von gestern ist geleckt. Das für morgen kenne ich noch nicht.

    „Auf was hast du morgen Lust“. Woher soll ich das denn heute wissen??? Lieber Eisverkäufer – überrasche mich.
    Ich muss ja nicht alle Sorten mögen.

    PS Ich werde nicht jammern

    PPS Was, wenn Ich selbst dieser Eisverkäufer bin?


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  • Ein Leitfaden, um dich selbst neu zu erfinden

    Ein Leitfaden, um dich selbst neu zu erfinden

    „Wenn du gerne Nudeln magst, spiele mit den Tomaten, mit Oregano, mit Zucker – manchmal reicht das.“

    „Wie lange bist du verantwortlich für andere? Was steht in deinem Vertrag? 10 Jahre, 20 Jahre, ein Leben lang? Dann warte auf dein nächstes Leben!“

    Ich schreibe diesen Post für mich.

    Warum?

    Weil ich weiß, daß ich Ihn brauchen werde. Weil ich weiß, dass die Idee, mich neu zu erfinden, immer wieder funktioniert.

    Weil ich aber auch weiß, dass es ein paar Hilfestellungen brauche, wenn ich mal wieder „lost“ bin, oder zu viel Angst habe.

    Denn ich möchte mich in den kommenden 40 Jahren noch ein paarmal selbst neu erfinden.

    Seit ich an diesen Ideen arbeite, ist einiges passiert.

    • Ich habe 6 Unternehmen gegründet/mitgegründet
    • Wir haben 3 Kinder bekommen
    • Ich habe 15 verschiedene Jobs gemacht
    • Wir sind 3 mal umgezogen
    • Ich habe viele Hunderttausend Euro verdient
    • Ich bin viele Male auf dem Boden aufgeschlagen und wieder aufgestanden, gesundheitlich, körperlich und geistig

    Vor allem aber habe ich gemerkt, dass diese Dinge auch bei anderen Menschen funktionieren.

    OK, hier sind die Regeln:

    1. Veränderung ist gut. Ich hatte 15 verschiedene Jobs. Manchmal, weil ich musste, meistens aus Neugier. Manchmal aber auch, weil ich es im alten Job einfach nicht mehr ausgehalten habe. Ich war in allen erfolgreich. Warum? Weil ich festgelegt habe, was Erfolg für mich bedeutet.
    2. Du veränderst dich jeden Tag. Du entscheidest aber ob andere über deine Veränderungen entscheiden oder Du.
    3. Du kannst jeden Tag bei null anfangen. In jeder Sekunde. Du kannst alles hinter dir lassen und Neu starten. Niemand kann dir etwas vorschreiben – glaub mir.
    4. Niemanden interessiert es. Die meisten Menschen sind so mit sich selbst beschäftigt, das Sie gar nicht merken, was um sie herum passiert. Es interessiert Sie einfach nicht. Weshalb solltest du einen Unterschied machen?
    5. „numquam desine“ Gib niemals auf! NIE NIE NIEfullsizeoutput_54d0

      Hör auf andere und lerne.
      Jeder und alles kann dein Mentor sein. Menschen, Bücher, Dinge, alles. Geh mit offenen Sinnen durchs Leben. Steck nicht so fest in dir selbst. Du kannst in allem etwas Neues entdecken. Sogar das nichts kann manchmal etwas sein.
    6. Sei nicht traurig, wenn du deine Erfüllung/Passion/Sinn noch nicht gefunden hast. Fang an, bei alles was du tust mit Liebe zu tun. Die Erfüllung kommt danach. Und wenn nichts funktioniert, fang bei deinem Leben und deiner Gesundheit an. Deine Gesundheit sollte dir Erfüllung genug geben.
    7. Entscheide dich in jedem Moment fürs glücklich sein. Es ist wie ein Muskel, den du trainierst. Glaub mir, es funktioniert. Ich habe mittlerweile einen Glückssixpack.
    8. Nimm dir deine Zeit. Versuch nichts übers Knie zu brechen. Je älter du wirst, desto mehr solltest du über deine Veränderung nachdenken.
    9. Behalte die guten Sachen und schmeiß die schlechten weg. Du musst nicht immer alles neu erfinden. Du kennst sicher schon einige Dinge, die dir guttun, und andere die nicht gut für dich sind. Baue darauf auf. Wenn du gerne Nudeln magst, spiele mit den Tomaten, mit Oregano, mit Zucker – manchmal reicht das.
    10. Wie lange dauert es? Veränderung ist immer eine Sekunde. Es gibt immer die Sekunde der Entscheidung. Den Punkt, an dem du merkst, jetzt verändert sich alles. Achte auf diese Sekunde. Bemerke Sie. Feiere Sie. Mal Sie an deine Wand. c766e455-277f-4ca2-b592-0ead9e332ce7_1_201_a
    11. Wann kann ich anfangen? Heute – Mach Bilder, fang an zu malen, geh raus laufen, kauf dir einen Meter Buch über ein Thema, das dich interessiert, fang jetzt an zu schreiben, geh zu WordPress und mache eine Webseite/Blog.
    12. Woran merke ich, dass es mein Ding ist? Wenn du morgens um 5 gerne dafür aufstehst. Wenn dir selbst nach 25 Büchern über das Thema noch nicht langweilig wird. Wenn du Fehler machst, es dir aber egal ist. Wenn du selbst merkst, dass du besser wirst. Wenn andere Leute anfangen gut und schlecht über dich zu reden …
    13. Aber ich muss mich doch um meine Familie kümmern? Wie viele Jahre hast du dich deiner Familie verpflichtet? Geht es Ihnen gut, wenn es dir schlecht geht? Wie lange bist du verantwortlich für andere? Was steht in deinem Vertrag? 10 Jahre, 20 Jahre, ein Leben lang? Dann warte auf dein nächstes Leben!
    14. Was, wenn ich keine Zeit habe? Ich muss arbeiten, mich um meine Frau und die Kinder kümmern, ich habe Hobbys, Freunde und Verpflichtungen. Ich muss doch Germanys next Topmodel, den Bergdoktor und Sonntags den Tatort sehen…
      Dann lass es bitte!
    15. Meine Freunde halten mich für einen Irren.
      „Meine Freunde halten mich für einen Irren. Aber das bin ich nicht. Ich bin nur so, wie sie auch wären, wenn sie nicht so viel Angst hätten!“ – Johnny Depp.
      Eins weiß ich. Manche Freunde gehen, manche bleiben. Egal ob du dich veränderst. Sie verändern sich nämlich auch.
    16. Was, wenn ich an meinem Leben, meiner Gesundheit und so weiter doch eh nichts ändern kann? Lies das hier noch mal in drei Jahren, wenn deine Rückenprobleme dich umbringen, du keine Freunde mehr hast und noch immer auf dem alten, verstaubten Stuhl in der gleichen Firma sitzt und von den gleichen Leuten angeschrien oder angeschwiegen wirst.
    17. Aber ich habe Angst. Ich auch, jeden Tag. Jeden Tag an einer anderen Stelle in meinem Körper. Ich sage „Hallo“ und mache den nächsten Schritt. Sei dankbar. Sei bei denen, die dich lieben. Schreibe deine Ideen auf. Übernimm die Verantwortung für dein Leben.
    18. Thimo, warum soll ich dir glauben?
      Bitte vertrau mir nicht – vertraue dir.

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    Thimo Müller – Ich denke, schreibe & vernetze Menschen und Ideen für Geld

    Alle Bilder: Thimo Müller Privat

  • Deine Angst ist Leben (#154)

    Deine Angst ist Leben (#154)

    Wir haben Angst davor Angst zu haben.
    Ich habe Angst davor, zu schreiben was ich fühle und denke.

    • „Wenn ich diesen Auftrag nicht bekomme“
    • „Es ist schon eine Stunde dunkel, und die Kinder sollten längst da sein“
    • „Diese ständigen Schmerzen in meiner Leiste…“
    • „Wenn ich das jetzt tue…“
    • „Ich glaube mein Rock ist zu kurz“
    • „Ich muss mich mehr bewegen“
    • „Wenn ich jetzt den  Job nicht wechsle, ist es zu spät“

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
    – Lucius Annaeus Seneca

    Wir stehen früh morgens auf, um rechtzeitig auf der Arbeit zu erscheinen.
    Weshalb?
    Aus Angst davor, jemandem erklären zu müssen weshalb wir zu spät sind. Aus Angst vor den Blicken. Aus Angst davor, den Job zu verlieren. Aus Angst, keinen neuen Job zu finden. Aus Angst, das das Geld nicht mehr reicht. Aus Angst vor den Blicken der Nachbarn, wenn wir Auto und Haus verkaufen müssen. Die Kinder in der Schule gehänselt werden. Mein Partner mich verlässt. Ich Freunde und Familie anbetteln muss. Wir von der Stütze leben müssen. Nie wieder eine Arbeit zu finden. Ich auf der Straße leben muss. Aus Angst zu sterben.

    Wir nicken aus Angst davor den Kopf zu schütteln.

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    Wir geigen dem Depp von Kollegen nicht die Meinung aus Angst vor dem Konflikt. Wir gehen ins Fitnessstudio aus Angst davor dick zu werden oder zu bleiben. Wir Essen gesund aus Angst vor Krankheit und Tod. Wir putzen die Fenster aus Angst vor anderer Leute Gerede. Wir waschen uns aus Angst vor anderer Leute Geruchssinn. Wir schauen hundert mal aufs Handy aus Angst etwas zu verpassen.

    Es gibt eine Sicherheit, aber ungemein viel Angst diese zu verlieren
    – Hans Kruppa

    Wenn wir schon Angst haben, können wir Sie ebensogut nutzen. Ersteinmal überlegen Sie sich, wovor sie eigentlich Angst haben. Was kann schlimmstenfalls passieren? Die Angst wird nicht so schnell gehen. Spannen Sie die Angst vor Ihren Karren. Wenn es mehr als eine Angst ist, umso besser. Viele Ängste ziehen ihren Karren besser, schneller und länger.

    Und denken Sie daran: Angst ist nur ein Gefühl

    Dankbarkeit und Liebe besiegen die Angst

    Thimo Müller im April (aus meinem Turm der Angst)