Kategorie: Angst

  • Denkstörung für Menschen in Übergängen (#534)

    Sitzt mein Zweifel an der falschen Stelle?

    Dieser Text gibt keine Antworten. Er gibt Erlaubnis, den eigenen Zweifel ernst zu nehmen.

    Ich zweifle nicht an meinen Gefühlen.
    Auch nicht an meiner Erfahrung.

    Ich zweifle daran, ob ich bereit bin,
    in meiner eigenen Wahrheit zu leben,
    … ohne sie zu verkleiden. Ohne eine Rolle zu spielen.

    Ich frage mich:
    Kann das, was für mich wahr ist, in dieser Welt bestehen,
    ohne dass ich mich anpassen oder erklären muss?

    Darf ich so arbeiten.
    Darf ich so denken.
    Darf ich so leben.

    Was mir dabei hilft

    • Es sind Schmerzen.
    • Zweifel.
    • Innerer Widerstand.
    • Angst.
    • Aber auch Neugier.
    • Lust.
    • Begeisterung.
    • Liebe.
    • (Selbst)Vertrauen

    Sie sind meine Sensoren. Meine Superkräfte

    Sie erinnern mich daran, wie endlich alles ist.
    Wie wertvoll dieses Leben ist.
    Und dass vieles leichter wird, wenn man aufhört, es zu ernst zu nehmen.

    Du kannst leistungsfähig sein
    und trotzdem zweifeln
    und trotzdem nach Wahrheit suchen.

    Nicht egal.
    Aber ernsthaft lebendig.

    Ich tue es für die Menschen, die ich liebe.
    Und für die, die mich lieben.

    Und für mich.

  • Wie funktioniere ich optimal?

    Wie funktioniere ich optimal?

    „Ich weiß gar nicht mehr, was ich will … weil ich mich so sehr damit beschäftigt bin, was ich wollen sollte. So sehr, dass ich es schon für mein eigenes „wollen“ halte.“

    Du stehst jeden Morgen auf, nur um nach ein paar Minuten zu denken „warum eigentlich?“

    Warum mache ich das hier eigentlich?

    Was mache ich hier?

    Wie lange soll das noch so weiter gehen?

    Und vor allem: „Wie lange habe ich überhaupt noch?“

    Du funktionierst optimal, bist toll erfolgreich aber leider nicht mehr richtig lebendig.

    Ist das das Leben?

    Oder sollten wir uns mal wieder auf den Weg machen?
    Mal wieder lernen, wie das richtige Leben geht!

    Wieder mit meinen tief vergrabenen Anteilen in Berührung kommen.

    – Sinnlichkeit
    – Körperlichkeit
    – Entdeckerfreude
    – Gestaltungsdrang und Abenteuerlust

    Alles, was ich mal in mir gespürt habe.

    Aber wo findet das Leben statt? (Tipp: in der Schule nicht und meist auch nicht im Job)

    „Das Eigene“ zu finden… es wieder frei zu legen… – ist schwer, weil es schon so lange weg ist.

    „Wir wissen gar nicht mehr, was was wir wollen … weil so sehr damit beschäftigt sind, was wir wollen sollten.“

    Ich fühle mich manchmal wie dressiert, ohne es wirklich zu bemerken.

    Ich gehe anderer Leute Wege, spalte Teile von mir selbst an … schalte sie sogar ab.

    Deshalb bin ich dankbar für jede Krise.

    In Krisen wird das Hirn weich und lässt Raum für Neues.

    Raum, um zu denken, zu fühlen und zu handeln.

    Raum für längst Vergessenes und Vergrabenes.

    Was machst du in einer Krise?

    Bleibst du offen und neugierig oder versteckst dich vor Dingen, die du eh nicht ändern kannst?

  • Was versteckst du?

    Was versteckst du?

    Was versteckst du vor dir und vor anderen?

    Was willst du? Also wirklich WOLLEN? Verlangen, von ganzem Herzen? Über was denkst, träumst fühlst du nach? Wunderschöne Fantasien in deinem Kopf? Die ehrlichsten, tiefsten und innigsten Wünsche deines Herzens?

    Kennt jemand anderes diese Wünsche? 

    Hast du sie aufgeschrieben?

    Etwas auf meiner Liste ist mir aufgefallen.

    Dort stehen Dinge, von denen ich mit Sicherheit weiß, das ich sie NIE erreichen werde. Und trotzdem lasse ich sie dort stehen.

    Zum Beispiel: „Meinen Bruder nochmal in den Arm nehmen.“ 

    Er ist leider vor vielen Jahren gestorben. Trotzdem steht dieser Wunsch auf meine Liste. Und er bleibt dort. 

    Warum lasse ich diese Wünsche stehen?

    Weil es etwas Befreiendes hat. Es ist befreiend zu wissen, dass ich einen Wunsch habe und ihn nicht erfüllen muss. Einfach, weil es nicht mehr möglich ist. Und trotzdem muss ich dieses Verlangen nicht unterdrücken. Für mich wäre das so, als ob wollte ich etwas in mir zum Schweigen bringen würde. 

    Deshalb bleiben diese Wünsche auf meiner Liste. Für immer.

    Es hindert mich nicht daran, es zu wollen. Es wäre doch lächerlich zu denken: „OK, da er nicht mehr hier ist, kann ich diesen Wunsch nicht erfüllen, deshalb werde ich es von meiner Liste streichen“. Ich sage mir also lieber: „weißt du was, es ist okay“, darin liegt meine Macht. 

    Die Macht, in der Lage zu sein, ganz und gar ehrlich zu sich selbst zu sein.

    Was will ich wirklich?

    Ganz egal ob ich diese Wünsche jemals erfüllen kann. Ohne Druck oder schlechtes Gewissen?

    Wie oft sperren wir unsere tiefsten und ehrlichen Wünsche weg? Nur weil wir sie für albern halten oder wir denken, dass wir ihrer nicht würdig sind. Wir Angst davor haben, be- oder verurteilt zu werden oder uns einfach unsicher sind, ob wir sie tatsächlich erreichen können.

    Dazu möchte ich sagen…

    „Na und“?

    Schreib DEINE Liste! Mit deinen Wünschen. Egal für wie unwahrscheinlich, unerreichbar oder unspektakulär du sie hältst. Egal wie sehr du an deiner eigenen Fähigkeit zweifelst. Egal wie sehr du den „Richtersruch der anderen“ fürchtest oder wie sehr du dich lächerlich machen könntest. Schreib es einfach auf. Nur für dich.

    Geschafft? OK. Sag es jetzt einer Person. Einem Menschen, der vielleicht ein Träumer ist, genau wie Du. Sag es dieser sanften, optimistischen Seele, die selbst ihre eigenen inneren Wünsche hat. Und sollte es diese Person nicht geben, stelle dir einfach diese Person in deinen Gedanken vor.

    Und dann lass die Wünsche einfach ein bisschen ruhen. 

    Wir sind zu oft so in das Wie und Warum unserer Wünsche verstrickt, dass wir vergessen, sie einfach mal zu benennen. Indem wir sie laut sagen und uns selbst und anderen zugestehen, werden manchmal Dinge in Gang gesetzt, die wir noch nicht sehen können.

  • Ein stiller Mann

    Ein stiller Mann

    es war ein mal ein stiller Mann.
    Und weil er so still und ruhig war, dachten die Leute, ihm fehle es an Selbstvertrauen.

    Seine Ruhe ließ andere nicht in Ruhe.

    Seine leise Art führte dazu, das andere sich unwohl fühlten. Die Leute hatten den Eindruck, er fürchte sich.

    Eines Tages fragte eine Dame den Mann, warum er so schüchtern sei.

    „Schüchtern?“ antwortete er. „Ich bin überhaupt nicht schüchtern.“

    „Aber Sie sagen kaum etwas“, antwortete die Frau. „Warum kommen sie nicht heraus aus ihrem Schneckenhaus, wir beißen nicht.“

    Der Mann antwortete. „Ich bin überhaupt nicht schüchtern.“
    „Ich bin still, weil dies der natürliche Zustand des Menschen ist.
    Es sind diejenigen, die viel und laut reden, die wirklich Angst haben.
    Wir haben Angst vor der Stille. Wir haben Angst, bei unserem wahren Selbst zu bleiben.
    Wir haben Angst vor Ablehnung.
    Ich habe auch Angst vor diesen Dingen, aber ich versuche meine Ängste durch Schweigen zu besiegen.

    Die leisen gelten als schwach und die lauten gelten als stark, so ist die Welt, aber nicht der Geist.“

    Inspiriert durch das Buch: „There Once Was A Book Of Really Short Stories.“

  • Wer sind deine Dämonen?

    Wer sind deine Dämonen?

    Meine heißen

    • Angst
    • Frustration
    • Überheblichkeit
    • Hektik
    • Selbstzweifel
    • Sprunghaftigkeit
    • Kränkung (was erlaubt sich das Leben)
    • Niedergeschlagenheit
    • Krankheit

    Da haben meine Engel zu kämpfen

    • Mut
    • Zuversicht
    • Unkonventionalität
    • Flexibiliät
    • Anspruch
    • Liebe
    • Lebenslust
    • Begeisterung
    • Neugier
    • Überzeugungskraft

    Es steht 10:9 und ich komme gerade aus der 1. Halbzeit

  • Eine Entscheidungshilfe

    Eine Entscheidungshilfe

    Wissen, wann es an der Zeit ist zu gehen – ist Weisheit
    Dazu in der Lage sein – ist Macht
    Sich Trauen – ist Mut und Eigenverantwortung
    Mit hoch erhobenem Kopf zu gehen – ist Würde

    Aber das Problem mit den Entscheidungen ist. Unser Einsatz scheint immer hoch. Zeitverlust. Geldverlust. Verlust des Egos.

    Und nicht zuletzt der Verlust des Selbstwertgefühls. Weil es sich beschissen anfühlt, falsch zu liegen.

    Das kommt daher, das wir die meisten Entscheidungen als Einwegentscheidungen betrachten.

    Aber die meisten unserer Entscheidungen sind eigentlich gar nicht so dramatisch, wie wir denken. Wir machen sie nur dazu.

    Die meisten Entscheidungen können irgendwie Rückgängig gemacht oder zumindest abgemildert werden (wenn sie sich denn überhaupt als falsch heraus stellen).

    Und was heisst den schon falsch.

    Einige meiner falschesten Entscheidungen würde ich heute nicht mehr Rückgängig machen.

    PS und wenn die Entscheidung doch mal schwerfällt, hat es doch auch sein Gutes. Es bedeutet ja, dass die Optionen in etwa gleichwertig sind. Also müssen wir uns auch keinen großen Kopf machen, welche Entscheidung wir treffen.

  • Was bringt dein 8-Jähriges Ich zum Heulen? Und warum der kleine Kerl mich oft auslacht?

    Was bringt dein 8-Jähriges Ich zum Heulen? Und warum der kleine Kerl mich oft auslacht?

    Irgendwann hat es angefangen. Ich weiß nicht mehr genau wann. Aber irgendwann hat irgendetwas die ganze Leidenschaft aus mir herausgepresst. Ich habe angefangen, Dinge zu tun, auf die ich keine Lust hatte. Manche davon habe ich sogar gehasst.

    Warum?

    • Weil ich Geld dafür bekommen habe
    • Weil ich gut darin war
    • Weil ich gelobt, belohnt oder bewundert wurde
    • Weil ich dachte, andere erwarten das von mir
    • Weil „man“ das eben so macht

    Uns wird beigebracht, dass der einzige Grund, etwas zu tun, darin besteht, dass wir dafür irgendwie belohnt werden.

    Ich konnte von Morgens bis Abends auf einem Lehmhügel in unserer Nachbarschaft spielen. Ich habe in Büchern gelebt und Stunden damit verbracht, auf der Straße irgendwelche Tricks auf irgendeinem Sportgerät zu üben. Nicht weil irgendjemand mir dafür Noten oder Geld gegeben hat. Auch nicht, um irgendjemanden zu beeindrucken. 

    … und dann, irgendwann, habe ich damit aufgehört.

    Ab und zu kommt er noch mal raus, der kleine 8-jährige in mir. Er sitzt irgendwo in meinem Herzen versteckt. Wenn er auftaucht, fragt er meistens Dinge wie:: „Warum spielst du nicht mehr?“ „Willst du das wirklich?“ „Warum tust du das?“

    Und ich antworte Ihm: 

    „Weil man damit kein Geld verdienen kann!“
    „Weil das Leben so ist“

    „Weil ich eine Verantwortung habe“

    Er runzelt dann meistens nur seine kleine Stirn oder rollt die Augen und fragt:

    „Stimmt das wirklich? Echt jetzt?“

    Schon klar, ich werde jetzt kein professioneller Skateboarder mehr. Und nur fürs spielen im Dreck wird mir niemand einfach so 100€ in die Hand drücken.

    Aber was steckt denn dahinter? Was hat mich dazu getrieben, den ganzen Tag mit meinem Board über ein kleines Holzbrett zu springen. Nur um es am nächsten Tag wieder zu versuchen. Freiwillig, 8 Stunden lang bei 30 Grad. Jeden Tag!!!

    Das Gefühl, es irgendwann zu schaffen.

    Dieser kleine Moment, in dem ich etwas dazu gelernt habe. Dieser Augenblick, in dem ich merke: 

    • Ich bin besser geworden.
    • Ich bin an meine Grenze gegangen.
    • Ich habe nicht aufgegeben.

    Es geht nicht um das Skateboard fahren oder irgendein anderes Hobby. Es geht um das TUN an sich. In etwas richtig gut zu werden. „Meisterschaft zu erlangen“

    Die pure Freude an etwas, bei dem ich besser und besser werde, und dem Gefühl, zu spielen.

    Am Anfang des Lebens ist alles nur ein Spiel. Wir denken nicht darüber nach, das es anders kommen könnte. Das irgendwann jemand kommt, und sagt:

    „Das Leben ist kein Spiel mehr“ „Du kannst das nicht alles auf die leichte Schulter nehmen.“ „Du hast eine Verantwortung zu tragen.“ „Das ist alles nicht so einfach, wie du dir das vorstellst“ „Wo kämen wir denn hin, wenn alle das Leben nur als Spiel sehen würden?“

    Ja, wo kämen wir hin.

    Keine Ahnung!

    Aber wo bin ich denn heute hingekommen? Mit Ernsthaftigkeit, Vernunft und Verbissenheit?

    Lass also wieder mal ein bisschen mehr spielen.

  • Du hast gefälligst eine Meinung zu haben

    Du hast gefälligst eine Meinung zu haben

    Es wird erwartet, dass du zu allem eine Meinung hast. 

    Meistens sind es sogar wir selbst, die meinen, zu allem – sofort – eine Meinung haben zu müssen. 

    Immer direkt zu reagieren. Sofort mit einer Antwort zu kommen. Die Lösung zu kennen.

    Ohne sich die Zeit zu nehmen, darüber nachzudenken.

    Alles andere wird als Schwäche oder wahlweise Dummheit, Ignoranz und Desinteresse ausgelegt.

    Wir haben Angst davor, keine Meinung zu haben.

    • jemand stellt uns eine Frage
    • jemand klagt uns seine Sorgen
    • wir werden mit einer neuen Situation konfrontiert
    • jemand beschimpft uns
    • …

    Wir haben mehr Meinungen als jemals zuvor aber haben weniger Verständnis.

    „Die öffentliche Meinung ist die Dirne unter den Meinungen.“
    — Marie von Ebner-Eschenbach (1830 – 1916),

    Bevor ich eine Meinung habe, versuche ich mir die Zeit zu nehmen darüber nachzudenken.

    „Before you act, listen.
    Before you read, think. 
    Before you spend, earn.
    Before you criticize, wait.
    Before you pray, forgive.
    Before you quit, try.“
    — Ernest Hemmingway


    Before you hate, love

    Before you die, live
    — hearthunter

    Und WIR?

    Eigentlich wollen wir doch nur eine gute Zeit. Wir wollen ein paar Dinge auf die Reihe kriegen. Das es uns und unseren Lieben gut geht. Hier und da mal eine kleine Herausforderung, an der wir wachsen können. Einen netten Abend mit Freunden. Auch mal unsere Ruhe. Ein leckeres Essen. Ab und an mal über die Stränge schlagen. Mal verrückt sein und eine neue Frisur ausprobieren. Gesundheit und vielleicht ein paar Muskeln, die wir uns selbst und dem Partner stolz vor dem Spiegel zeigen können.

    Deshalb stellen wir jeden Morgen aufs Neue die Beine neben unser Bett. Deshalb sind viele von uns auf der Suche. Deshalb tun wir, was wir tun und lieben was wir lieben.

  • Wo kämen wir denn da hin?

    Wo kämen wir denn da hin?

    Da hättest du aber vorher mal jemanden fragen sollen. Jemanden, der sich auskennt – mit dem Leben.Jemanden der weiß, wie es nicht geht. Der hätte dir schon gesagt, dass das nicht so einfach geht. Der hätte dich schön davon überzeugt, es lieber sein zu lassen. Genau wie es alle anderen auch sein lassen. Weil sie sich ja auskennen – mit dem Leben.

    Lass dir nicht von Leuten raten, dich nicht zu trauen, nur weil sie sich selbst nicht trauen.

    Aber wehe dir, du wagst einen ersten Schritt. Und wehe, der Schritt passt jemandem nicht. Und wehe, der Schritt passt jemandem nicht, der sich selbst nicht getraut hat, mal einen ersten Schritt zu gehen.

    Dann tun andere plötzlich einen ersten Schritt – Sie wissen es besser, und hauen drauf. Sie treten zu. Immer auf den, der den allerersten Schritt gewagt hat.

    Wo kämen wir denn da hin? Wenn jeder einfach so sein Leben in die Hand nehmen würde. Wenn jeder tun würde, wonach ihm gerade der Sinn steht.

    Nur die wenigsten Menschen trauen sich, dir zu sagen das du dich trauen darfst.

    Du kannst davon ausgehen, dass sobald du beherzt und voller Mut einen ersten Schritt wagst, es immer anderen geben wird, die dazu eine Meinung haben werden. Es wird immer die Zuschauer am Straßenrand geben. Die einen jubeln, die anderen buhen dich aus. Das tun Sie aber auch, wenn du nichts tust.

    Also kannst du genauso gut etwas tun.

    „Es ist immer einfach, bis dir jemand sagt, das es schwer ist und dieser jemand recht haben will.“

  • Mein schlechtester Chef (#399)

    Mein schlechtester Chef (#399)

    Ich erinnere mich ziemlich genau. 

    Die Sticheleien. Seinen Umgang mit mir und anderen.

    Alles immer schlecht machen.

    Kein Vertrauen, nur Kontrolle. 

    Gemerkt habe ich es erst, als es fast zu spät war.

    Einfach, weil ich mich daran gewöhnt hatte.

    Ich dachte, er hätte recht.

    Ich dachte, ich sei wirklich so.

    Das Ergebnis: Krank, lustlos, ängstlich, ideenlos, kraftlos – keine Lust auf nichts.

    Ich habe es mir auch einfach gemacht. Mein Chef war meine beste Entschuldigung. Am Ende lag es ja immer an ihm. Ich konnte immer als auf ihn schieben.

    Bloß keine Verantwortung übernehmen.

    Aber ich musste eine Entscheidung treffen.

    Ihn umbringen wäre eine Möglichkeit. Ihm die Meinung sagen eine andere?  

    Mit Ihm kämpfen?

    Oder ihn so akzeptieren, wie er war und das beste draus machen?

    Wer dieser Chef war?

    Dieser Chef war ICH

    Wie ich ihn geändert habe? –

    Durch die Entscheidung, MICH zu ändern- 

    Jeden Tag aufs Neue

  • Mein Schwert und Schild – Mein Platz in der Arena

    Mein Schwert und Schild – Mein Platz in der Arena

    Ich bin verletzlich. Voller Angst und Scham. Wütend, manchmal hilflos und überwältigt.

    Trotzdem nehme meinen Schild runter. Lege meine Rüstung ab. Vertraue anderen, mir selbst und dem Leben.

    Ich öffne mich und erzähle von mir.

    Erfahrungen, Fehler, Gefühle, Ideen … Dinge, die mir wichtig sind.

    Aus meinem Inneren.

    Ein Stück ICH

    Ich mache mich verletzlich und angreifbar.

    Warum?

    Um mir und anderen zu zeigen, dass es gar nicht so schwer ist.

    Das LEBEN

    Ich muss nicht immer die Fäuste oben behalten. Es ist ziemlich anstrengend, immer in „Hab Acht Stellung“ zu leben.

    Sobald ich meine Verteidigung sinken lasse, passieren die schönsten Dinge. Ich werde jeden Tag überrascht. Nicht immer positiv. Aber selbst diese Dinge helfen mir auf meinem Weg.

    „Ich betrete jeden Tag die Arena.

    Jeden Tag stehe ich auf und gehe in die Dunkelheit. Ich stehe auf, ohne zu wissen was kommt. Ich entscheide mich – für diesen einen Tag.

    Und ich lasse mich nicht von anderen abhalten. Nicht von denen, die nicht auf dem Spielfeld stehen. Die nur auf den Rängen sitzen und zuschauen. 

    Und erst Recht nicht von mir selbst.“

    Meine Waffen: Ehrlichkeit, Mut, Vertrauen, Verantwortlichkeit, Rechtschaffenheit.

    Photo by Brett Jordan on Unsplash

  • Die Liste, die mein Leben erleichtert

    Die Liste, die mein Leben erleichtert

    Wer bist du, wenn du verletzt wirst?

    Wenn dich jemand beleidigt. Wenn jemand deine Arbeit kritisiert. …

    Was ist deine erste Reaktion? Welche Storys erzählst du dir? Wie sprichst du mit dir?

    Wie sieht dein Rückzugsort aus?

    Bist du in deinem Kopf, in deiner Brust oder in deinem Bauch?

    Wo kommen deine Gefühle her?

    Kämpfst du, fliehst du oder tust du lieber erstmal gar nichts?

    …

    Ich habe eine Liste mit Menschen, die mir wichtig sind.

    Auf deren Meinung ich etwas gebe.

    Immer wenn ich verletzt werde überlege ich:

    „Ist diese Person auf meiner Liste?“

    Wenn JA, dann ist es einfach. Wenn NEIN, dann auch.

  • Die 13 schwersten Aufgaben in meinem Leben

    Die 13 schwersten Aufgaben in meinem Leben

    Ich stolpere immer wieder über die gleichen „Probleme“. Irgendwann habe ich angefangen, sie aufzuschreiben. Nur um sie nicht zu vergessen. Meistens denke ich dann, dass ich der Einzige auf der Welt bin, der sich damit herumschlägt. Aber ich glaube, wir alle haben so unsere Päckchen zu tragen.

    Das hier sind meine:

    A) Mich jeden Tag daran zu erinnern, glücklich zu sein. Millionen Dinge können passieren. Die Frage ist nicht, ob sie passieren werden. Die eigentliche Frage ist, ob ich glücklich sein möchte, unabhängig davon, was passiert. Merkspruch: Was sollte schlimmstenfalls passieren?

    B) Meine eigene Seltsamkeit akzeptieren. Ich bin vollkommen ok so wie ich bin. Statt Energie aufzuwenden, damit mich andere mögen, nutze ich sie, um mich selbst zu mögen. Frage: „Was wäre, wenn ich bereits OK wäre, so wie ich bin? Könnte es nicht sein, dass alles bereits OK ist?“

    C) Mir öfter die Frage stellen: Wie würde es aussehen, wenn es einfach wäre? Look for a way to roll a rock downhill.

    D) Daran zu denken, dass ich niemanden verändern kann. Genauso habe ich keine Kontrolle darüber, was andere Menschen über mich denken, warum sich also darüber Sorgen machen? 

    E) Das nur ich alleine verantwortlich bin für mein Denken. 

    F) Das es sein kann, das ich heute Abend das letzte Mal die Augen schließe.

    G) Das mein Gestern keine Rolle mehr spielt und keinen Einfluss auf mein Heute hat. Das ich mich in jedem einzelnen Moment dazu entscheiden kann, mich zu ändern. Und wenn ich das nicht tue, ich mich trotzdem verändern werde.

    H) Ich nicht alles glaube, was ich denke.

    I) Daran zu denken, das es etwas in mir gibt, das mit allem ein Problem haben kann (wenn ich es zulasse).

    J) Wenn ich mal wieder zweifle oder Angst habe, mir die Frage zu stellen: „Was ist das schlimmste, das passieren kann“? Und „welche Möglichkeiten habe ich, das zu verhindern?“ und dann: „was kann ich tun, sollte das schlimmste wirklich passieren?“

    K) Am I hunting antelope or field mice? Nachzulesen hier. Sprengt sonst den Rahmen http://www.michaeldmcgill.com/2018/07/12/prioritize-your-time-like-a-lion-hunt-antelope-do-not-chase-mice/

    L) Ich muss nicht von allen gemocht werden. Ich muss es nicht allen Recht machen (mein persönlicher weißer Wal)

    M) Daran denken, das es meinen Kindern egal ist, ob ich vielbeschäftigt bin.

  • In mir steckt immer noch der kleine 13-Jährige…

    In mir steckt immer noch der kleine 13-Jährige…

    … der immer noch in Angst vor Verlust, Verrat und Verletzung hat.

    „Ich möchte immer noch Aufmerksamkeit und Bestätigung von anderen.
    Und mit Kritik kann ich bis heute schwer umgehen.„

    Mein Vater war Beamter und meine Mutter ist bis heute Selbstständig. Zwei völlig verschiedene „Daseinsformen“ also. Und genau diese zwei Herzen schlagen in meiner Brust.

    Meine Entscheidungen erwachsen entweder aus Angst oder aus Mut heraus. Die Angst und Vorsicht des Beamten und der Mut der Unternehmerin.

    Kein falsch, kein richtig. Kein gut, kein schlecht.

    Aber …

    Wenn ich zu etwas Nein sage, dann meistens aus Angst.

    • Könnte ich damit jemanden verletzten?
    • Enttäusche ich irgendwen mir?
    • Was, wenn das nicht funktioniert?
    • Sie erwarten bestimmt etwas anderes von mir?
    • Was, wenn ich Pleite gehe?
    • Sie werden mich dafür hassen.
    • Ich werde alle meine Freunde verlieren.
    • …

    Ich möchte immer noch die Aufmerksamkeit und Bestätigung von anderen. Ich habe immer noch Angst davor, was die Leute denken, wenn sie mich ansehen. Und jeden Tag wache ich mit dem Gedanken auf … hoffentlich klappt das alles.

    Aber was wäre, wenn ich keine Angst mehr hätte? Wenn alles schon irgendwie gut geht? So wie immer?

    Ich wachse ja weiter. Und bisher konnte ich mit den meisten Dingen ganz gut umgehen. Rückblickend ist das meiste in meinem Leben doch eigentlich ganz gut gelaufen.

    Ich nehme jetzt öfter mal den kleinen 13-Jährigen bei der Hand und sage „vertrau mir – wird schon alles gut gehen“.

    Klappt ganz gut, würde ich sagen.

    Danke Mama und Papa

  • Vom unglaublichen Luxus, seine Meinung ändern zu können

    Vom unglaublichen Luxus, seine Meinung ändern zu können

    Bb andere Menschen genauso fühlen? Für mich ist es eine Mischung aus Wut, Scham und Neugier die dann (mal früher – mal später) der Dankbarkeit weicht.

    Dieses Gefühl, in dem Moment wenn ich merke, 

    Der andere hat Recht
    (oder er könnte zumindest Recht haben. Zumindest zum Teil. Ein klein wenig … 😗)

    Muss ich wirklich zu allem meinen Senf geben – nur um nicht dumm dazustehen? Muss ich immer Recht behalten. Habe ich überhaupt eine Meinung dazu? Ist es MEINE Meinung oder nur eine, die ich irgendwo aufgeschnappt habe?

    Es ist ein Unterschied, eine Meinung haben oder sich eine Meinung zu bilden?

    Ich lebe in einer Welt, in der sich die meisten Dinge von heute auf morgen ändern können.

    • Firmen gehen den Bach runter und andere werden über Nacht Milliardenschwer
    • Menschen töten sich
    • Länder führen Krieg
    • Kinder kommen auf die Welt und werden Erwachsen
    • Partnerschaften werden beschlossen und andere getrennt.
    • Ideen werden zu globalen Phänomenen
    • …

    Und ich tue gut daran, gefälligst eine Meinung dazu zu haben.

    Aber warum eigentlich? Und kann ich abgesehen davon, zu allem eine Meinung haben.

    Das einfachste ist, ich übernehme, was Facebook und Google sagen.

    Es ist doch ziemlich anstrengend, wenn ich mir wirklich eine eigene Meinung bilde.

    Das Risiko einer eigenen Meinung?

    Was, wenn ich falsch liege? Die Leute könnten den Kopf schütteln und mich auslachen.

    Falsch liegen kann ich auch mit der Meinung anderer. Aber dann kann ich zumindest die Schuld beim anderen suchen.

    Aber was bedeutet „falsch“?

    War es falsch, damals auf der Hauptschule zu bleiben? Eine Lehrstelle zu beginnen? Mich für die Bundeswehr zu verpflichten? In ein Auto zu steigen? Um Monate lang im Krankenhaus zu liegen? Um dann meine Frau kennenzulernen? Um dann meinen besten Freund zu verlieren? Um dann von einer Freundin nochmal zur Schule und Studium geschleift zu werden? Um 15 Jahre lang alle Jobs hinzuschmeißen? Um dann, nach der Hälfte meines Lebens, noch immer (fast) alles in Frage zu stellen …?

    Um dann was???

    Keine Ahnung!

    Ich erlaube mir den unangenehmen Luxus, meine Meinung zu ändern. Wenn es sein muss sogar täglich.

    Ich werde sehr skeptisch, wenn mir jemand sagt „bleib wie du bist“.

    Eins ist sicher (oder eher vier)

    Es gibt vier Säulen in meinem Leben

    A) Die Liebe zu meiner Frau, meinen Kindern und meiner Familie.

    B) Meine Gesundheit (Körperlich & Geistig). Diese Säule ist nur so stark, wie a)

    C) Die Gewissheit, mich jeden Tag für ein glückliches Leben zu entscheiden zu können.

    D) Neugierig, unkonventionell und warmherzig alles aus meinem Leben herauszuholen – bis jemand MEIN Spiel abpfeift oder mich mit Gewalt vom Platz holt.