Während die Schlauen noch überlegen, stürmen die Dummen bereits die Burg … (#160)

Datei 29.06.15 17 18 27… oder  Besser einfach begonnen, als perfekt gezögert.

Die Story vom Morse-Operator
Ende der 20er Jahre in New York. Damals herrschte große Arbeitslosigkeit. Eine Firma hatte einen Job für einen „Morse-Operator“ ausgeschrieben. Es meldeten sich ca. 300 Leute. Die Firma hatte auf einer Seite in einer Halle einige kleine Interviewräume eingerichtet und verteilte Nummern in der Reihenfolge des Ankommens.

Natürlich gab es nicht genügend Stühle, so dass viele sich gottergeben auf den Boden setzten, um zu warten. Es war heiß, im Hintergrund wurde gehämmert, und immer noch kamen Bewerber.

Da erschien ein junger Mann, der die Nummer 254 erhielt (er war also erst relativ spät aufgetaucht), und auch er setzte sich auf den Boden. Aber nach ungefähr zwei Minuten steht er plötzlich auf, geht zielstrebig zu einem Raum auf der anderen Seite der Halle, klopft an, wartet überhaupt nicht, ob jemand „Herein“ sagt, betritt den Raum und verschwindet darin. Nach ungefähr drei Minuten kommt er wieder aus dem Raum, begleitet von einem älteren Herrn. Dieser teilt den wartenden mit, sie könnten jetzt alle nach Hause gehen, denn der Job sei gerade vergeben worden, und zwar an diesen jungen Mann.

In vielen der Anwesenden brandeten Gefühle hoch. Gefühle wie Hass auf den älteren Herrn oder Neid auf den jungen Mann. Die meisten dachten: Es ist immer das gleiche! Die Welt ist doch voller…! Und einige hielten ihre Urteile auch für vollkommen gerechtfertigt – es war also ein berechtigter Zorn. Nur wenige freuten sich für den jungen Mann oder überlegten sich, was sie das nächste Mal anders machen würden.

Dann passierte noch etwas Ungewöhnliches: der ältere Herr erklärte den Wartenden nämlich, warum der junge Mann den Job bekommen hatte: „Sie saßen da, Sie hörten das Hämmern. Sie dachten wohl, wir würden renovieren, aber wir renovieren nicht! Sie sind ja alle Morse-Operatoren, und da hat jemand mit dem Hammer Morsezeichen geklopft: Wenn Du das verstehst, gehe zu Raum Nr. 1120, klopfe an, warte nicht auf ein ‚Herein!‘ und Du hast den Job.“

Quelle: „Story Power“, Vera F. Birkenbihl

Glaubt ihr, ihr würdet diesen Text lesen, wenn ich gewartet hätte bis er perfekt ist? Auch mir fallen jeden Tag neue Dinge ein, die sich vielleicht etwas besser für ein Thema oder einen Beitrag eignen würden. Auch ich finde täglich neue Beispiele die ich evtl. noch besser einsetzen könnte. Laufend stoße ich auf neue Zitate und tolle Geschichten. Nur „besser einfach begonnen, als perfekt gezögert.“

„Trau dich“ Lieber zu 80% richtig als zu 100% gar nicht.

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Das Tun entscheidet über den Erfolg, nicht das Wissen. Uns sind oft viele Techniken, Verkaufsformeln und Methoden bekannt. Dieses Wissen nützt aber nichts,  wenn es nicht eingesetzt wird.
Das schlimmste was wir sagen können ist: „Das kenne ich ja eh schon alles“, „da ist nichts neues dabei“ . Bewahren wir uns immer eine offene Geisteshaltung.
Einfach mal machen
Wer sich als Vorsatz das Laufen vorgenommen hat, kennt die Situation:
Wer sich morgens erst noch überlegen muss
– Welche Schuhe
– Welches Wetter
– Welche Klamotten
– Welche Strecke
– Wasser mitnehmen oder nicht
– Welche App auf dem Handy
– Wo ist mein Pulsgurt
– usw.
… der wird selten losrennen.
Wir zögern und handeln nicht. Weil wir nicht handeln, lernen wir nicht, und weil wir nicht lernen, wissen wir nicht wie die Dinge gehen.
Wir bleiben auf der Stelle stehen, wo andere nach vorne preschen, ihre Erfahrungen machen und Ergebnisse erzielen die wir auch hätten erzielen können, wenn wir gewusst hätten was wir machen sollen.
Experiment: Ich nehme mir immer wieder mal eine „20%% Woche“ oder zumindest einen 20% Tag und wenn das nicht geht, eine 20% Stunde in meinen Terminkalender. In dieser Zeit fange ich einfach mal mit Dingen an, ohne groß darüber nachzudenken. Kleine, leicht verdauliche Ziele sind da zu Beginn sicher einfacher und versprechen ein schnelleres Erfolgserlebnis. Lieber vornehmen einfach mal 10 min. zu laufen, anstelle der Stunde. Einfach mal ein oder zwei Kunden anrufen anstelle von 10. Bei vielen Dingen die wir uns vornehmen, überfordern wir uns. Wenn wir dann einmal dabei sind, merken wir oft: „hey, das war gar nicht so schwer. Da kann ich ja nochmal 10 Minuten dran hängen“.
Hier enttarne ich für Dich die typischen Fallen in die „Gute Vorsätze Menschen“ tappen, Et voilà – Hier sind sie:
Die „Viel hilft viel“ Falle
Wir neigen dazu (nicht nur beim Sport), uns beim Start der neuen Gewohnheiten oft zu überfordern. Jahrelang wurde gar kein Sport gemacht und jetzt müssen es gleich die krassesten Hardcore Workouts sein.
Jeden Tag wird verbissen trainiert, nur die härtesten Übungen und am besten stundenlang. Übereifrige Übertreibung führt ganz sicher am Ziel vorbei. Genauso wie Crash Diäten letztendlich nur dick machen, wird Hardcore Training einem untrainierten Körper nur schaden.
Ungeduld
„Jetzt aquiriere ich schon seit einer Woche und hab immer noch keinen Auftrag“ So etwas oder Ähnliches hört man als Trainer oft. Keiner will mehr warten. Erfolg  – aber bitte sofort!
Die Werbung nutzt diese Ungeduld natürlich perfekt aus und verspricht immer mehr Effekt in immer kürzerer Zeit. Oft wird sich hier immer nur weiter überboten. Mit schnelleren, besseren, schöneren, günstigeren, verführerischen (Schein)lösungen, deren Grundaussage immer dieselbe ist: Du musst ganz wenig tun und erreichst trotzdem alles, quasi im Vorbeigehen, ohne Anstrengung.
Freunden wir uns mit dem Gedanken an „Training“vund „Arsch bewegen“.
Training ist keine lästige Pflicht die man möglichst vermeiden möchte. Das richtige Training fordert Dich heraus ohne Dich zu überfordern.
Die Profi Falle
Wir sind oft schwer in der Lage, unsere Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Keiner will der „Anfänger“ sein.
Beispiele finden wir genug z.B. im Sport:
Immer wenn es heißt: „Das hier ist die fortgeschrittene Variante…“ oder „ Profis machen diese Option…“, kämpfen sich jede Menge Einsteiger mit schlechter Ausführung in Übungsvarianten ab, die noch völlig ungeeignet für sie sind.
Die Einsteiger Kurse sind immer schlechter gebucht als die für Fortgeschrittene oder Profis. Jeder hat doch irgendwann mal angefangen – wo sind die Anfänger alle? Da vermischen sich Wunschdenken, überzogene Ansprüche an sich selbst, ungesunde Vergleiche mit anderen und Unzufriedenheit. Dieser Falle kannst Du ganz einfach entgehen, in dem Du Dich auf Fakten verlässt. Im Vertrieb geht das relativ einfach. Stimmen unsere Umsätze nicht, liegt das zu 99% an uns. Nicht am Wetter, der Jahreszeit, der Uhrzeit, den Vorgesetzten, den Mitarbeitern, den Kunden, dem Produkt, dem Einkauf, dem Marketing, der wirtschaftlichen Lage, um nur ein paar zu nennen.
Die Ziel Falle
„was neues, was anderes“ sagte mir vor kurzem ein Bewerber auf die Frage in welche Richtung er sich denn orientieren möchte. Oft merken wir nur, das wir das, was wir haben, nicht mehr möchten. Was wir aber anstelle dessen wollen, wissen wir (noch) nicht. Also „Denk nach und nimm dir Zeit“. Dann prüf Dein Ziel auf folgende Eigenschaften: Ist es spezifisch? Ziele müssen eindeutig, so präzise wie möglich sein. „Abnehmen“ reicht nicht. Ist es messbar? Ziele müssen messbar sein. Ist es realistisch? Ziele müssen möglich und erreichbar sein. Und als letztes frage Dich, bis wann Du das Ziel erreicht haben willst. Zu jedem Ziel gehört eine klare Fristvorgabe, zum Beispiel „In 10 Wochen will ich 5 kg Körperfett reduzieren.“
Und zu guter letzt
„Sei bereit, den verdammten Preis zu zahlen“.
Alles hat ihn, diesen Preis.
Du willst besser aussehen:
– Treibe Sport und bewege dich
– Ernähre dich gesund
– Lass dich operieren
– Schminke dich
– Versuche es mit gutem Willen
… kostet alles Zeit, Energie oder Geld oder alles zusammen.
Bist du nicht bereit den Preis zu zahlen, ist dir das was du willst eben nicht wichtig genug, so einfach ist das.
PS: bei den Darstellern/Stuntmen auf den Bildern handelt es sich um unsere Kinder 😉

Lieben Gruß,

Thimo

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