Wer bin ich?

WER BIN ICH?

IMG_0779Ich bin dein ständiger Begleiter.
Ich bin die größte Hilfe oder die schwerste Last.
Ich schiebe dich vorwärts unverzüglich nach unten.
Ich unterwerfe mich vollständig deinem Kommando.
Die Hälfte der Dinge, die du tust, kannst du gerne mir überlassen und ich werde sie schnell und gewissenhaft erledigen.
Ich bin einfach zu managen; Du musst mir gegenüber nur sicher auftreten.
Zeig mir genau, wie du etwas getan haben möchtest, und nach ein paar Wiederholungen werde ich es automatisch tun.
Ich bin ein Diener aller großen Menschen und gleichzeitig aller Versager.
Diejenigen, die erfolgreich sind, habe ich erfolgreich gemacht. Diejenigen, die Versager sind habe ich zu Versagern gemacht.
Ich bin keine Maschine, obwohl ich mit der Präzision einer Maschine arbeite und der Intelligenz eines Menschen.
Du kannst mich Einsetzen für den Gewinn oder für den Ruin. Das macht für mich keinen Unterschied. Trainiere mich, sei bestimmt mit mir und ich werde mich zu deinen Füßen legen. Vernachlässige mich und ich werde dich zerstören.

Wer ich bin???

DEINE GEWOHNHEIT

Auch Rauchen, Alkohol und sogar Rückenschmerzen können Gewohnheiten sein und sind ansteckend.
Das ist keine Überraschung!
Forscher, die eine Langzeituntersuchung von 10.000 Menschen seit dem Jahr 1948 auswerteten, stießen auf eine faszinierende Erkenntnis:

„Nicht nur Bakterien und Viren werden von Mensch zu Mensch weitergegeben, sondern auch Ansichten, Stimmungen, Verhalten und Informationen, die krank machen oder gesund erhalten können.“

Ein paar Beispiele gefällig?:
Raucher bleiben oft unter sich bzw. werden mittlerweile „gezwungen“ unter sich zu bleiben.
Auch Nichtrauchen breitet sich durch soziale Ansteckung aus.
Hört ein Ehepartner mit dem Rauchen auf, so tut es in 70 Prozent der Fälle auch der Partner. Dies gilt auch für Freunde und Geschwister, aber in geringerem Ausmaß.
Es gibt selten im gleichen Freundeskreis nur einen Raucher, oftmals rauchen alle.

Fettleibigkeit überträgt sich am stärksten zwischen Freunden.
Liegt einer Ihrer Freunde über einem BMI von über 30, liegt ihr Risiko auch dort zu landen bei über 60%.
Das Faszinierende daran: bei dieser „Ansteckung“ ist es unerheblich, wie nah der Freund wohnt und wie oft Sie sich sehen.  Das Risiko überträgt sich unabhängig davon, wie weit die Wohnungen der Betroffenen auseinander liegen.
Dabei spielt das Geschlecht eine Hauptrolle: Männer werden mehr von Männern, Frauen von Frauen beeinflusst.
Forscher vermuten, dass so etwas durch das weitergeben sozialer Normen passiert. Also im Fall des „zu Dick seins“ durch die Meinung, eine „kräftigere Figur“ sei in Ordnung. Oder eben, dass Rauchen cool ist.

Diese „soziale Ansteckung“ funktioniert überraschenderweise nicht nur bei Verhaltensweisen, sondern auch bei Krankheiten.

Sogar Rückenschmerzen übertragen sich durch soziale Ansteckung.
Sozialmediziner der Universität Lübeck stellten fest, dass der Prozentsatz der Menschen, die in der ehemaligen DDR über Rückenschmerzen klagten Anfang der 90er Jahre um zehn Punkte niedriger lag als im Westen. Im Jahr 2003 – also nach der Wiedervereinigung – hatten sich die Zahlen genau angeglichen (!)

Hintergrund sind vermutlich die gemeinsam aufgenommenen Informationen der Medien, in denen häufig über Rückenschmerzen als einem ernsten Gesundheitsproblem berichtet wird.
Auf ähnliche Weise können sich nach Ansicht der Forscher Depressionen und Suizidneigungen verbreiten.

Die meisten Menschen denken eher darüber nach, wie sie sich eine schlechte Gewohnheit abgewöhnen. ??Verhalten, die also ablaufen ohne das wir darüber nachdenken müssen.??
Was zeigt, das Gewohnheiten ziemlich machtvolle Dinger sind. Das bedeutet auch, das wenig bis keine Energie nötig ist, um diese Verhaltensweisen abzurufen. Sie laufen quasi auf Autopilot. Mit anderen Worten, wir benötigen fast keinerlei Willenskraft dafür. Und genau das, können wir nutzen, wenn wir über all die Dinge reden die uns nicht gelingen oder die Dinge die wir nach kurzer Zeit wieder aufgegeben haben.
Wie oft hören wir von anderen „ich habe einfach nicht genug Willenskraft“ für dieses oder jenes durchzuhalten?
Unsere Vorstellung von besonders erfolgreichen Menschen ist diese, das eben solche Menschen über ein besonderes Maß an Willenskraft verfügen und besonders hart zu sich sind. Doch genau das, ist nicht der Fall.
Willenskraft hat einen Nachteil – sie nimmt im Laufe des Tages ab wenn wir sie anzapfen- wir „verbrauchen Sie“. Je mehr Stress und Aufregung wir über den Tag also erleben, desto mehr schwindet unsere Willenskraft. Das heißt, unsere Willenskraft schwindet schon wenn wir z.B. Entscheidungen treffen, wir uns über morgens schon über Nichtigkeiten wie den Verkehr oder andere Verkehrsteilnehmer aufregen oder wir überlegen was alles schreckliches den Tag über passieren kann. Wie sollen wir hier noch Energie für zusätzliche Aufgaben haben?
Der Trick liegt darin, unsere Fähigkeit (oder besser die unseres Gehirns,) bestimmte Verhaltensweisen gewohnheitsmäßig ablaufen zu lassen. Und solche Gewohnheiten zu lernen, geht einfacher und schneller als die berühmten 21, 40 oder sogar 90 Tage die immer angeführt werden – allerdings nur, wenn wir es richtig anfassen.
Das besondere ist, die Gewohnheit richtig zu implementieren.
Was macht die Gewohnheit denn überhaupt zur Gewohnheit? Sie folgt immer dem gleichen Ablauf.
– Sie folgt einem Auslöser (Trigger). Ein Trigger ist ein bestimmtes Ereignis für das darauf folgende Verhalten.
– Das Verhalten, was darauf folgt, folgt innerhalb spätestens 10 Sekunden.
– Und dieses Verhalten erhält dann (durch uns) eine positive Bestätigung (Nein – keine Schokolade 😉
– selbst ein gutes Gefühl vorstellen reicht aus.
– Wir „tracken“ dieses Verhalten (Kalender, Blatt Papier, Block …)

Einfach, oder??

Nehmen wir als Beispiel einmal eine Gewohnheit die uns recht einfach fallen dürfte – 20 Kniebeugen.
Wir nehmen uns also einen Auslöser/Trigger vor – zB „Zähne putzen“.
Sobald wir die Zahnbürste im Mund haben, machen wir mindestens 10 Kniebeugen (alternativ einen „Wandsitz“ oder wir wippen auf und ab). Im Anschluss, notieren wir das ganze (wenn wir möchten). Die Dokumentation, gibt zumindest mir, einen zusätzlichen Motivationsschub.

IMG_0778

Hier ein Bild meiner aktuellen Challenge. Für die Zeit des Zähneputzens mache ich entweder einen Wandsitz oder Kniebeugen.

Anbei noch ein paar Hilfestellungen, die euch bei euren neuen Gewohnheiten helfen können:

  • Gebt eurem Ziel zwei Beine. Erzählt eurem Partner/Freund/Freundin davon, und bittet darum das er euch erinnert (oder gleich mitmacht)
  • Dokumentiert das ganze
  • Beginnt mit kleinen Schritten – überfordert euch nicht.
  • Platziert ein Foto von eurem Ziel damit ihr euch regelmäßig erinnert
  • Fangt einfach an
  • Stellt euch vor es ist ganz einfach
  • Feiert euch nach einem vorher festgelegten Zwischenziel
  • Findet Gründe weshalb ihr es tut
  • Verpflichtet euch niemals zwei Tage in Folge eure Gewohnheit auszulassen
  • Verpflichtet euch vor anderen

Und jetzt … schreibt mir doch in die Kommentare was ihr als nächstes vorhabt.

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