Entschuldige dich nie für deinen Lebenslauf (#191)

Jeder von uns lügt in seinem Lebenslauf. Bewusst und unbewusst.

Setzen Sie sich doch mal für ein paar Minuten hin und schreiben einen zweiten, ihren „wahren“ Lebenslauf. Schreiben sie auf, was sie ausmacht. Alle Dinge die an sich mögen und nicht mögen. Die Version eines Lebenslaufs, die niemand zu sehen bekommt. Schreiben Sie die Dinge auf, von denen Sie anderen nicht erzählen. Seien Sie ehrlich.

  • Sie fühlten sich in ihrem letzten Job überfordert und nehmen jetzt die Beziehung zu ihrem Chef als Grund zur Kündigung? Schreiben sie’s auf.
  • Sie haben es sich bequem gemacht in ihrer Position im Vertrieb und eigentlich nur noch auf Sparflamme gearbeitet, bis jemand dahinter gekommen ist und Ihnen gekündigt hat? Verkaufen sie es nicht als „Suche nach einer neuen Herausforderung“
  • Sie suchen eigentlich nur einen Job bei der sie relativ entspannt ihre Arbeit tun und immer pünktlich bei ihrer Familie sein können? Das ist in Ordnung – schreiben sie’s auf.

Wenn sie nicht ehrlich mit sich selbst sind, wie wollen sie dann zufrieden werden. Wenn sie hier nicht ehrlich mit sich selbst sind, wissen Sie unbewusst schon, das der nächste Job auf Lügen aufbaut.

  • Was sind die Dinge, die sie an sich hassen?
  • Was mögen sie an sich, würden es aber nie jemandem erzählen?
  • Was würden Sie am liebsten den lieben langen Tag tun?
  • Was lieben Sie, was hassen Sie?
  • Wovor haben Sie Angst?

Schreiben Sie’s auf.

„Wer bist du, der ein Bild von sich zu erschaffen versucht? Ein Bild um andere von etwas zu überzeugen, das du selbst nicht bist. Ein verblichenes Abziehbild, das aus den Erwartungshaltungen anderer besteht. Verloren zwischen weiteren Abziehbildern von Menschen, die Dinge tun, die Sie nicht mögen um Leute zu beeindrucken die Sie hassen. Was sagt dieses „erfundene“ Bild über dich aus? Für wen hast du es erschaffen?“
_thimo müller

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