Schlagwort: Angst

  • Neugier über Nervosität: Wie das Unbekannte dich voranbringen kann (#467)

    Neugier über Nervosität: Wie das Unbekannte dich voranbringen kann (#467)

    Angst ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kann sie uns lähmen, andererseits kann sie der Katalysator für unsere tiefste Neugier und unseren Drang nach Fortschritt sein. Selbst eine so positive Kraft wie die Neugierde ist oft untrennbar mit der Angst verbunden, das Unbekannte könnte uns überwältigen. Doch genau hier liegt der Wendepunkt: Neugierde kann diese Angst in etwas Konstruktives verwandeln, sie kann uns dazu bringen, das Unbekannte anzunehmen und es in etwas Vertrautes und Sicheres zu überführen.

    Die Philosophie, die hier zum Tragen kommt, besagt, dass wir unsere persönliche Erfahrung und unsere innere Weisheit nutzen sollten, um unsere Ängste in Chancen umzudeuten. Es geht darum, eine Welt zu schaffen, in der wir durch das, was wir fürchten, lernen und wachsen. Indem wir lernen, unsere Ängste zu verstehen und ihnen mit einer neugierigen und akzeptierenden Haltung zu begegnen, können wir diese in einen Antrieb für persönliche Entwicklung umwandeln.

    Dieser Ansatz betont die Wichtigkeit des persönlichen Spiels, ein Konzept, das sowohl das innere Kind in uns ehrt, als auch die unermessliche Kraft des spielerischen Lernens anerkennt. Es ist die Idee, dass Arbeit nicht nur Arbeit sein muss, sondern dass sie auch Spiel sein kann – eine Quelle der Freude und des ständigen Lernens.

    So wird aus der Kombination von Angst und Neugierde ein Wegbereiter für Innovation und Kreativität. Es ist eine Einladung, unsere Komfortzonen zu verlassen und die Grenzen dessen, was wir für möglich halten, zu erweitern. Indem wir das tun, verwandeln wir nicht nur unser eigenes Leben, sondern können auch einen positiven Einfluss auf die Welt um uns herum ausüben.

    #PersönlichesWachstum #InnereWeisheit #SpielerischesLernen

  • 5 einfache Fragen die du dir vor einer Veränderung stellen solltest.

    5 einfache Fragen die du dir vor einer Veränderung stellen solltest.

    Es war noch dunkel am Morgen und regnete Hunde und Katzen. Ich saß gerade in einem Hotel irgendwo im Norden und hatte wirklich Null Interesse daran, dieses Gespräch zu führen.

    „Willst du das wirklich machen Thimo? Überlegs dir doch noch mal. Wir brauchen dich echt hier. Du bist doch ein echt guter Verkäufer. Du kannst uns doch jetzt hier nicht so hängen lassen. Sei doch nicht so egoistisch. Du hast doch eine Verantwortung.“

    Am Abend vorher hatte ich meinem Chef eine Mail mit meiner Kündigung geschickt. So spät, dass er nicht mehr darauf antworten konnte. Zur Sicherheit hatte ich auch mein Telefon ausgeschaltet und bin sofort ins Bett.

    Aber der nächste Tag kommt immer. Und irgendwann musst du zu deiner Entscheidung stehen.

    Du wirst nie vollkommen sicher sein, wenn du beginnst, deinen Weg zu gehen – Deinem Ruf zu folgen.

    Und es wird immer Leute geben, die etwas anders für dich (und sich selbst) im Sinn haben.

    Es gibt keine Garantie – keine Sicherheit. Du kannst dich nicht einfach entscheiden, deine Bestimmung zu finden. Aber du kannst dich entscheiden, nach ihr zu suchen – und niemals damit aufzuhören.

    „Ich habe mich entschieden, sie haben es nur noch nicht bemerkt“ ist etwas vollkommen anderes als „Ich habe mich noch nicht entschieden, weil mir noch niemand gesagt hat, für was ich mich entscheiden soll und wie ich dort hinkomme.“

    Dein Leben zu leben ist eine freiwillige Entscheidung.

    Du wirst Menschen dabei verstören und verletzen. Es braucht Mut, es trotzdem zu tun. Du wirst immer Fragezeichen und Kopfschütteln hinterlassen.

    1. Was willst du verändern?
    2. Wie willst du es tun?
    3. Wann fängst du damit an?
    4. Woran merkst du, dass es funktioniert?
    5. Willst du es wirklich, wirklich, wirklich?

    Meistens braucht es nicht mehr, als diese 5 Fragen.

    Natürlich habe ich mich damals nochmal beschwatzen lassen. Nur um dann drei Monate später noch unglücklicher zu sein und endgültig zu kündigen.

  • Thimo, lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen!“

    Thimo, lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen!“

    „Das Leben genießen?“

    „Thimo, wo lebst du denn? Hast du dich mal umgesehen? Weißt du eigentlich, was bei mir gerade los ist? Dafür habe ich gerade echt keine Zeit. Du und dein „alles positiv sehen“

    „Ich bin beschäftigt mit Sorgen machen, wütend sein und was weiß ich noch alles.“

    Also lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen“.

    Vor lauter „beschäftigt sein“ vermeiden wir es einfach zu „sein“.

    Warum ist das so? Warum neigen wir dazu, alles zu tun, um beschäftigt zu sein und zu bleiben. Auch wenn sich das was wir tun, bedeutungslos anfühlt.

    Dr. Brené Brown von der University of Houston sagt dazu „verrückt beschäftigt“ als eine „betäubende Strategie“, mit der wir vermeiden, uns der Wahrheit unseres Lebens zu stellen.

    Wir haben Angst vor dem tiefen Nachdenken und -fühlen, weil das ja bedeuten würde, wirklich überlegen zu müssen, was wir alles haben und was wir wirklich vom Leben wollen.

    Und manchmal fühlt sich die Lücke so groß an, dass wir lieber im Hamsterrad bleiben. Wir wissen nicht wo wir anfangen sollen … also holen wir uns lieber erstmal einen Kaffee, surfen ein wenig auf Facebook und beschweren uns über unser Leben/die Politik, die Pandemie und eben alles, was uns die Medien noch so vorsagen.

    Und dann ist da noch der immer wiederkehrende Gedanke, dass es zu spät ist, etwas Neues zu beginnen oder zu erreichen.

    Was wäre, wenn ich trotzdem gut gelaunt und glücklich sein könnte? Wenn ICH mein Leben in der Hand hätte und mich jederzeit fürs „glücklich sein“ entscheiden könnte?

    Verrückte Idee, oder?

  • Wenn ich dürfte wie ich wollte

    Wenn ich dürfte wie ich wollte

    Wie wäre es, etwas anderes zu machen, als du jetzt tust? Hast du mal darüber nachgedacht?

    So richtig meine ich? Wirklich ernsthaft und ungestört darüber nachgedacht?

    • Wie sieht dein idealer Tag aus?
    • Was passiert die Woche über?
    • Was tust du?
    • Wie fühlt es sich an?
    • Wo befindest du dich?
    • Mit wem?
    • Was läuft gut, was nicht?

    Wenn du es dir wirklich frei ausmalen könntest. Wenn du die Erlaubnis der Gesellschaft und deiner Lieben hättest.

    Wenn du rein gar nichts zu befürchten hättest.

    Was würdest du tun? Was würdest du nicht mehr tun?

    Du erwartest doch eigentlich gar nicht, dass deine Träume in Erfüllung gehen, oder?

    „Es sind ja doch nur Träume“.

    „Wenn man mich lassen würde“

    „Wo kämen wir denn hin, wenn jeder tun und lassen könnte, was er wollte?“

    Egal was du denkst … du hast immer recht.

  • Wie ich so „erfolgreich“ geworden bin …?

    Wie ich so „erfolgreich“ geworden bin …?

    … hast du mich gefragt.

    Mein lieber,

    Dafür muss ich dir vorher beantworten, was Erfolg für mich bedeutet. Denn was Erfolg für dich heißt, weiß ich nicht.

    Erfolg bedeutet für mich:

    • Das Erkennen meiner Gefühle.
    • Den Mut und die Freiheit, diese zu zeigen.
    • Ängstlich, verletzlich und „nicht perfekt“ sein zu können.
    • Mehr Menschen zu nutzen, als zu schaden

    Während ich also glücklich und zufrieden bin, gibt es da noch etwas anderes in mir. Ein kleiner Teil, der immer kämpft. Oft fällt er mir nich auf – aber er ist immer da. Und ich unterschätze Ihn.

    Dieser Teil in mir kämpft mit allem, was er hat.

    Er sagt Dinge wie:

    • Bloß nicht auffallen.
    • Du kannst das nicht
    • Wenn du das machst …
    • Das schaffst du eh nicht
    • Du bist niemals gut genug!
    • Wer glaubst du wer du bist?

    Wir glauben, Verletzlichkeit sei eine Schwäche.
    In Wahrheit ist es meine größte Stärken.

    Verletzlichkeit ist mein Maß für Mut.
    Verletzlichkeit ist der Geburtsort meiner Kreativität, Innovation und Veränderung.

    Scham und Verletzlichkeit sind die Gründe für meine größten Niederlagen und meine größten Erfolge.

    Meine Herausforderung:

    Lernen mit Scham umzugehen und Verletzlichkeit zu zeigen.

    Immer und immer wieder.

    Was bedeutet für dich Erfolg?

  • Kennst du deinen Auslieferungszustand?

    Kennst du deinen Auslieferungszustand?

    Kennst du deinen Auslieferungszustand?

    Heute Morgen habe ich einen alten Artikel gefunden den ich vor über drei Jahren geschrieben und irgendwie vergessen habe.
    Was hat sich in diesen drei Jahre verändert?
    Was ist seit dem alles passiert?

    Eigentlich erstaunlich wenig – und das macht mir Angst.
    Sollen die nächsten drei Jahre genauso ablaufen?

    Hier der Text aus 2017:


    „In zwei Tagen bin ich 41

    Geburtstage, Urlaube, Beerdigungen, Weihnachten, Neujahr sind solche Tage. Zeiten, an denen ich über mich nachdenke. Mich in meinen Werkszustand versetze.
    Nein, nicht mit Alkohol oder Drogen.

    Tage, an denen ich hinterfrage. An denen ich mir vorstelle, ich würde noch mal geboren. Einfach so – fertig auf die Welt kommen, um nochmal von vorne anzufangen.

    Was würde ich genauso machen?
    Wo würde ich eine andere Abzweigung nehmen?
    Was mache ich anders?

    Zu selten denke ich über mich und mein Leben nach.
    Zu oft abgelenkt von Dingen, auf die ich keinen Einfluss habe.

    Ich bin doch nicht auf die Welt gekommen, um Emails zu schreiben oder ToDo Listen abzuhaken. Um morgens schon Bauchschmerzen vor dem Tag zu haben.

    Ich finde diesen Zustand morgens um 4:47, in eine Decke gehüllt, bei einer Tasse Kaffee. Oder beim Spaziergang mit unserem Hund, wenn die Sonne aufgeht. Ich sehe ihn oft in meinen Kindern, wenn Sie gedankenverloren spielen.

    Je öfter ich den Zustand suche und ihm mit Achtsamkeit begegne, desto einfacher finde ich ihn wieder.

    Wie fühlt es sich an?

    Ein Gefühl, als könntest du unter Wasser atmen. Du würdest schwerelos auf dem Boden eines angenehm kühlen Sees sitzen, während du deine Gedanken, Sorgen und Nöte als Luftblasen nach oben verschwinden siehst. In absoluter Stille, besteht alles um dich herum aus den gleichen Farben. Du frierst nicht, du denkst nicht, du bist nur.

    In diesen Augenblicken fühle ich, dass alles klar wird. Das alles einen Sinn hat. Das alles gut so ist – weil es so sein soll. Das wir genau dafür gemacht und gedacht wurden.

    Ich bin hier – um zu leben …

    … und nicht um vor irgendetwas Angst zu haben.

    Meine Werkseinstellung ist „Glücklich“ und „Zufrieden“.

  • Ein Mutmach Brief an Carmen und Peter

    Ein Mutmach Brief an Carmen und Peter

    Liebe Carmen, mein lieber Peter,

    wenn Ihr nicht zumindest ein bisschen Angst vor dem habt, was Ihr da gerade vor habt, dann lasst es lieber ganz.

    „Und Thimo, was ist mit dir? Machst du das auch so?“

    „Ich? Ich denke, schreibe und tue Dinge. Kurz bevor ich sie der Welt zeige, kommen in mir zwei Gefühle hoch.“

    a) Angst
    b) Egal

    Wenn a)
    OK, alles Prima. „Zeig dich“; „Haus raus“; klicke „publish“; „Sag es“; „Steh dazu“; „Was soll schlimmstenfalls passieren?“

    Wenn b)
    dann lass ich es lieber ganz. „lass es“; „geh noch mal in dich“; „Mach was neues“; „Fang von vorn an“.

    Weil ich bei b) dann wahrscheinlich nichts besonderes mache. Nichts neues oder anderes, das die Chance hat, die Menschen ein klein wenig zu verändern oder zum Nachdenken zu bringen.
    Und wenn es die Menschen nicht verändert – dann verändert es mich. Und wenn es mich verändert, verändert es automatisch auch die Menschen um mich herum. Ihr seht, ich gewinne immer dabei 😉

    „Wenn es mir egal ist, tue ich mit großer Wahrscheinlichkeit das, was alle machen, alle sagen und alle erwarten.“

    Und dann könnt ihr, liebe Carmen, lieber Peter auch jedem anderen zuhören.


    Ich kaue meine Texte Wort für Wort durch. Ich betrachte meine Sätze von allen Seiten. Drehe sie hin und her. Wäge Sie ab und hinterfrage alles, was meinen Kopf auf das Papier verlässt. Und ich werde all das durchstreichen, was MIR nicht wertvoll erscheint.

    Genauso tue ich das mit meinem Leben.

    Schreibe mir gerne hier, was du gerade „durchkaust“. Ich antworte dir, versprochen.

  • Ich möchte ein besserer Mensch sein – irgendwann

    Ich möchte ein besserer Mensch sein – irgendwann

    Aus irgendeinem Grund drehe ich hier mein Inneres nach außen.
    Angst, Mut, Wut, Scham, Liebe, Lust, Glück, Blut, Tränen und vieles mehr, werden zu Worten.

    Vielleicht hilft es jemandem.

    Meine „Morgen Seiten“:
    Eine Stunde schreiben. Ohne anzuhalten. Jeden Morgen.
    Mein seelischer „Scheibenwischer“.

    • Ich möchte ein besserer Mensch im Leben sein.
    • Ich möchte gesünder leben.
    • Ich möchte kreativer und erfolgreicher sein.
    • Ich möchte die Dinge finden, die in mir versteckt sind.
    • Ich möchte sie ausgraben und freilegen. Mich um Sie kümmern.
    • Ich möchte meine Kraft finden, um das alles zu tun.

    Hab keine Angst, etwas zu tun, was du nicht kannst.

    “If I only did things I was qualified for I’d be pushing a broom somewhere.” – Kamal Ravikant

    Ich bin so damit beschäftigt, meine Erfüllung zu suchen, dass ich noch nicht einmal merke, wenn ich Sie gefunden habe. Ich kann Sie ja noch nicht mal beschreiben.
    Ich probiere lieber alles aus, und warte das sie mich erschlägt. Das die Muse mich sozusagen küsst und ich es merke.

    Aber woran merke ich das??

    Welche Dinge mache ich immer und immer wieder in der gleichen oder ähnlichen Art. Gibt es Rubriken, die mir auffallen? Und vor allem, wozu mache ich das alles?

    Wozu ist dieses komische Leben eigentlich da? Was soll ich damit anfangen? Kann mir bitte mal jemand helfen? Hat irgendjemand die Gebrauchsanleitung?

    Was zieht mich jeden Morgen vor 5 aus dem Bett. Und das meist gut gelaunt?
    Die Ruhe mit meinem Kaffee in meinem Sessel. Ungestört lesen und schreiben?

    Warum tue ich das? Was will ich damit bezwecken?

    Es ist nicht einfach. Sich den Dreck und Staub der sich in uns angesammelt hat aus der Seele zu kratzen. Die Gedanken und Gefühle aus mir heraus zu schreiben. Da kommen Dinge hervor, die ich manchmal lieber nicht mehr sehen und fühlen möchte.

    Um was eigentlich? Warum tue ich das alles?Erforschen, erkunden, durchdringen, erschaffen.

    Welche Dinge mache ich immer und immer wieder in der gleichen oder ähnlichen Art? Gibt es bestimmte Themen, die mir auffallen? „Meta Interessen“?

    Und vor allem, wozu mache ich das alles?

    Wenn ich die Wahl hätte, wie würde mein idealer Tag aussehen? Meine Woche, mein Jahr, mein Leben?

    Mich einfach mal von mir selbst lösen. Über Gott und das Leben nachdenken. „Mich und Es“ Fließen lassen, ohne zu wissen, wo es mich hintreibt. Das Leben leben, es nicht planen oder auf etwas Bestimmtes warten. Einfach offen annehmen?

    Kann es das etwa sein?

    Mal sehen, welche Sorten mir der göttliche Eisverkäufer anbietet. Und diese dann zufrieden und in Ruhe lecken. Sie sich auf der Zunge vermischen lassen. Auch mal Sahne dazu zu nehmen. Mit dem Löffel löffeln, mit der Zunge lecken oder einfach mal reinbeißen. Mit Waffel oder aus dem Becher, mit Schirmchen oder mit Früchten. Im Sitzen, im Stehen, im Auto. So lange es Eis gibt, lebe ich. Mein Eis von gestern ist geleckt. Das für morgen kenne ich noch nicht.

    „Auf was hast du morgen Lust“. Woher soll ich das denn heute wissen??? Lieber Eisverkäufer – überrasche mich.
    Ich muss ja nicht alle Sorten mögen.

    PS Ich werde nicht jammern

    PPS Was, wenn Ich selbst dieser Eisverkäufer bin?


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    Thimo Müller – Ich denke, schreibe & vernetze Menschen und Ideen für Geld

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  • Katastrophen und ein Ponyhof (#155)

    Katastrophen und ein Ponyhof (#155)

    Nichts von dem was sie erleben ist so wie es ist.

    Wir haben unsere Gedanken meistens sowieso nicht im Griff. Und wie wir diese Gedanken interpretieren gilt auch nur für uns.

    Andere sehen die Welt anders, immer.

    Die meisten Gedanken sind sowieso negativ.

    Es besteht ein großer Unterschied zwischen Denken und Gedanken haben.

    Gedanken haben, basiert auf unseren mentalen Modellen der Welt. Wie die Welt bitteschön zu sein hat. Wir haben irgendwann einmal auf unserer Festplatte festgelegt, wie das Leben funktioniert. Diese Programme in unserem Kopf sind nicht gut oder schlecht, noch richtig noch falsch.

    Aber

    Entweder sie funktionieren bei uns, oder eben nicht.

    Egal was wir denken. Wir haben recht. Zumindest denken wir so.

    Wie oft haben Sie schlechte Gefühle?

    Sie fühlen sich beleidigt, übergangen, belogen, betrogen, hintergangen, ignoriert, frustriert, überfordert, gestresst …

    Und wie oft denken Sie andere Menschen sind, Intrigant, überheblich, arrogant, hinterlistig, scheinheilig, fies, verschlagen, rücksichtslos, unfreundlich, böse …

    Das sind schon ein paar schlechte Gefühle, oder?

    Es ist schon eine ganze schön böse Welt da drinnen und draußen.

    Das alles nur, weil wir denken. Das die Welt sich nur um uns dreht.

    Wir machen uns unsere schlechten Gefühle selbst.

    Also können wir uns doch auch gleich gute Gefühle machen, oder?

    Dann müssten wir aber unsere ach so geliebte Opferrolle ablegen. Dann bekommen wir ja gar kein Mitleid mehr. Am Ende noch Verantwortung für uns selbst übernehmen, soweit kommt’s noch.

    Was also tun?

    Eines unserer mentalen Programme sagt jetzt, HANDELN.

    Irgendwas, irgendwie verändern. Sofort.

    Ein Buch, ein Coaching, ein Training, ein E-Mail Kurs, jeden Morgen laufen gehen, tun, machen, quälen. Und sei die Tat noch so klein.

    Wir glauben immer, wir mussten sofort handeln und könnten alles ändern.

    „Wir denken, die Welt ist, was wir aus ihr machen“

    Wir tun uns enorm schwer dabei, nichts zu tun.

    Und jetzt???

    Ist nichts tun die Lösung???

    Es ist zumindest mal ein erster Schritt.

    Die anderen Schritte sind Gelassenheit und Fokus. Quasi eine gelassene Fokussiertheit oder eine fokussierte Gelassenheit. Wie sie möchten.

    Mach dir deine Welt

    Wenn wir ernsthaft darüber nachdenken, haben wir doch eine enorme Macht über unser Denken. Wir können uns alles mögliche vorstellen. In andere Menschen hineindenken. Tagträumen hinterherdenken und noch viel mehr. Wie einfach wäre es dann, uns beispielsweise morgens einfach mal vorzustellen, uns ginge es gut, es wäre ein fantastischer Tag und alle Menschen die wir heute treffen wären erleuchtet. Jeder wollte uns gut und das Leben bereitet sich auf den liebsten Menschen der Welt vor –

    SIE

    Da wir ja sowieso den lieben langen Tag denken, und dazu meist noch negative Gedanken die oft gar nicht stimmen, können wir uns doch genauso gut auch freundliche und positive Gedanken machen, oder?

    Am Ende kommen sie noch zu der Überzeugung: Mensch, das war ja einfach. Es ist ja wirklich nicht so schlimm wie ich immer gedacht habe. Mein Chef ist ja gar nicht so ein Arschloch. Der Verkehr ist ja nicht so schlimm. Sooo viel Stress hatte ich heute auch nicht. Und eigentlich bleibt doch nicht immer alles an mir hängen.

    Tun wir mal so als ob:

    • Wir Frühaufsteher sind
    • Unser Job uns gefällt
    • Wir uns heute gut fühlen

    Manchmal, denke ich meine erlebten Katastrophen. Mit dem Unterschied, das es sich heute gar nicht mehr so schlimm anfühlt. Meistens kamen sogar wirklich gute Erfahrungen und Erfolge dabei raus. Hätte ich diese Einstellung nicht schon damals haben können.

    Kann ich das nicht heute auch denken? Die Katastrophen die mir heute passieren. Ich stelle mir einfach vor wie ich in 10 Jahren darüber denke.

    Lassen sie uns doch einfach mal anfangen das Leben zu verarschen. Machen wir uns etwas vor. Solange bis wir es selbst glauben. Es ist schließlich unser Leben. Wir können machen damit was wir wollen. Fangen wir einfach mal an zu glauben, das Leben macht Spaß. Nur für ein paar Minuten am Tag, einverstanden? Nur mal so zum testen. Sie können ja jederzeit wieder zurück in ihr altes Leben.

    Sie können dann gerne wieder so unglücklich sein wie es nur geht.

    Wenn Sie immer nur denken das Leben sei kein Ponyhof wird auch nie der Gaul mit Ihnen durchgehen.

    – das Zitat ist von mir glaube ich

    Mein Ziel zumindest ist es glücklich zu sein statt glücklich zu werden.

    Takeaways: Fühlen sie sich einfach mal glücklich. Machen sie sich etwas vor. Bescheissen Sie Ihren Kritiker. Lachen Sie für 60 Sekunden, auch wenn es nichts zu lachen gibt. Das schüttet Glückshormone aus. Probieren Sie es aus.

  • Warum ich aufhören werde, Menschen (ver)ändern zu wollen

    Warum ich aufhören werde, Menschen (ver)ändern zu wollen

    Was für eine Enttäuschung: 72 Prozent aller Deutschen glauben an ihre „Bestimmung“, aber nur 28 Prozent halten Ihr Leben für wirklich glücklich. Können wir nicht, oder wollen wir nicht, zufrieden sein mit dem Leben das wir leben? (mehr …)