Kategorie: Zufriedenheit

  • Für den Rest meines Lebens

    Für den Rest meines Lebens

    Als Kind habe ich einmal mit einer Steinschleuder einem anderen Kind ins Gesicht geschossen. Das ist eine der ersten Dinge, an die ich mich für den Rest meines Lebens erinnern werde.

    Wenn auch ungewollt.

    Es gibt diesen Zeitpunkt im Leben, wo du das Konzept „für den Rest meines Lebens“ ganz verstehst.

    Dinge, Begegnungen, Orte, Geschmäcker, Gefühle usw.

    „Ich werde mich für den Rest meines Lebens an etwas erinnern!“

    „Ich werde mich für den Rest meines Lebens etwas tun!“

    Nur um dann irgendwann zu merken, das es eben doch vorbei ist mit den Comics, die du dein Leben lang lesen wolltest. Die Discos am Wochenende. Dem Sport, den du dein ganzes Leben lang ausüben wolltest. Deinem Lieblingseis, Deiner „ersten Liebe“…

    Und doch tue ich es heute immer noch.

    Und wenn es auch eine neue Eissorte geworden ist und eine andere Sportart … „für den Rest meines Lebens“.

    Irgendwie freue ich mich sogar darauf. Auf das da noch viele Menschen, Dinge und Gefühle in mein Leben treten. Das ich neue Sachen ausprobieren kann und sagen kann „für den Rest meines Lebens“.

    Das Wünsche ich mir… Wahrscheinlich für den Rest meines Lebens.

  • Ein stiller Mann

    Ein stiller Mann

    es war ein mal ein stiller Mann.
    Und weil er so still und ruhig war, dachten die Leute, ihm fehle es an Selbstvertrauen.

    Seine Ruhe ließ andere nicht in Ruhe.

    Seine leise Art führte dazu, das andere sich unwohl fühlten. Die Leute hatten den Eindruck, er fürchte sich.

    Eines Tages fragte eine Dame den Mann, warum er so schüchtern sei.

    „Schüchtern?“ antwortete er. „Ich bin überhaupt nicht schüchtern.“

    „Aber Sie sagen kaum etwas“, antwortete die Frau. „Warum kommen sie nicht heraus aus ihrem Schneckenhaus, wir beißen nicht.“

    Der Mann antwortete. „Ich bin überhaupt nicht schüchtern.“
    „Ich bin still, weil dies der natürliche Zustand des Menschen ist.
    Es sind diejenigen, die viel und laut reden, die wirklich Angst haben.
    Wir haben Angst vor der Stille. Wir haben Angst, bei unserem wahren Selbst zu bleiben.
    Wir haben Angst vor Ablehnung.
    Ich habe auch Angst vor diesen Dingen, aber ich versuche meine Ängste durch Schweigen zu besiegen.

    Die leisen gelten als schwach und die lauten gelten als stark, so ist die Welt, aber nicht der Geist.“

    Inspiriert durch das Buch: „There Once Was A Book Of Really Short Stories.“

  • Schäm dich (#418).

    Schäm dich (#418).

    Manchmal habe ich das Gefühl, wir müssten uns schämen, – wenn es es gut geht.

    • Du kommst alleine auf die Welt.
    • Du denkst und fühlst alleine.
    • Unsere Erinnerungen, Schmerzen und Hoffnungen – fühlen nur wir selbst.

    Sei mal der wichtigste Mensch in deinem Leben. Probiere es nur mal kurz aus. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun.

    Trotzdem versuchen wir, es allen anderen Recht zu machen?

    Und wehe, du tust Dinge, die gut für DICH sind. Du hast gefälligst an die anderen zu denken. Oder zumindest ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du dein Ding durchziehst.

    Sie haben dir erzählt, dass du deiner Leidenschaft folgen und dich von deinen Stärken leiten lassen sollst.

    „Tu was du liebst, dann du musst nie mehr arbeiten“, haben sie dir gesagt. Du musst einfach auf dein Herz hören.

    Jeden Tag erzählen dir irgendwelche Leute, was du zu tun und zu lassen hast. Wie du am besten Karriere machst, mit deinem Leben umgehst und was weiß ich noch alles.

    Aber was, wenn das alles bei dir nicht funktioniert?
    Wenn du gar nicht weißt, worin du gut bist?
    Wenn dein Herz nicht mit dir spricht und du auch keine Leidenschaft hast?

    Was dann?

    Vielleicht hast du auch das Gefühl, das du irgendwie gar nichts mehr unter Kontrolle hast. Das du mit deinem ganzen Leben einfach wie ein kleiner Korken auf dem Meer schwimmst und keinerlei Macht darüber hast, was mit dir passiert.

    Das einzige, was du noch kannst, ist eine vertikale Kopfbewegung namens Nicken.

    Denke und fühle mal wieder:

    • „Wer hat eigentlich meinen Weg gezeichnet?“
    • „Bin es wirklich ICH, der hier entscheidet?“
    • „Wessen Leben lebe ich hier?“
    • „Stehe ich morgens wirklich gern auf?“
    • „War es das?“
    • „Worum geht’s hier überhaupt?“
  • Eine kleine Erinnerung, das Richtige zu tun.

    Eine kleine Erinnerung, das Richtige zu tun.

    Wir befinden uns jeden Tag in Situationen, in denen wir das Richtige tun können.

    Das, was uns als das Richtige erscheint.

    Und manchmal sind wir sogar dazu bereit das Risiko einzugehen. Zu glauben und zu hoffen, dass das, was wir tun, einen Unterschied macht.
    In unserem Leben und im Leben derer, die wir lieben.

    „Ich bin verantwortlich für die Dinge, die mir passieren – immer.“

    And so are you

    Nur um im nächsten Moment aufzuwachen und zu denken: 

    „Mann, das Leben ist beschissen, so wie es gerade für mich läuft. Ich leide – mehr, als ich sollte. Mir geht es wirklich Mies, ich fühle mich Hundeelend und ich komme aus diesem Loch nicht raus. Was zum Teufel ist falsch mit mir? Womit habe ich das verdient?“

    Und doch sind wir zu so viel mehr fähig.

    And so are you

    Wir müssen ja nicht so bleiben, wie wir gerade sind. 

    Ja, du leidest.

    Ja, dir geht es wirklich schlecht.

    Aber was, wenn du etwas dagegen tun könntest? Und wenn es nur kleine Dinge sind. Kleine Entscheidungen, die irgendwann zu großen werden?

    Ich bin nicht annähernd der Mensch, der ich sein könnte. 

    And so are you

    Ob du das glaubst oder nicht. Ob du mich dafür auslachst oder einfach nur den Kopf schüttelst.

    Ich höre nicht auf!!! Der zu werden, der ich sein kann!!!

    Ich schaue mich um in meinem (sehr kleinen) Einflussbereich.

    Und ich frage mich jeden Morgen:

    • Was läuft hier – in meinem Leben – falsch?
    • Was von den Dingen in mir und in meinem Umfeld kann ich beeinflussen? 
    • Ist etwas Reparaturbedürftig?
    • Und was kann ich heute tun, um mein Leben und das meiner Lieben besser zu machen?

    Was davon kann ich und will ich wirklich HEUTE TUN…

    … damit morgen früh vielleicht schon etwas ein klein wenig besser ist, als heute. Oder zumindest nicht schlechter.

    Um es dann auch zu tun.

    Um am nächsten Tag noch etwas mehr davon zu tun … und so weiter.

    Und irgendwann wirst du anstatt nur die schlechten Dinge in deinem zu Leben zu reparieren, die guten Dinge finden. Die Dinge, die es lohnt zu tun, um dein Leben besser zu machen. Du wirst die kleinen Lichtblicke am Horizont finden. Die dich und dein Leben näher an das Heranbringen, was Du sein kannst.

    Bis zu dem Tag, an dem das Leben uns vom Spielfeld nimmt.

  • Zurücklehnen statt immer nach vorne?

    Zurücklehnen statt immer nach vorne?

    Kennst du das Gefühl? Du wirst morgens wach und denkst dir:

    „Ha, cool. Heute ist dein Geburtstag. Und irgendwie hast du das Gefühl, es ist alles ok. Klar, hier und da gibt es immer ein paar Baustellen. Wenn ich lange genug danach suche, finde ich immer was. Aber alles in allem ist es doch eigentlich ein ganz nettes Ding – dieses Leben.“

    Was wäre, wenn der Weg zurück zu Freude und Sinn in unserem Leben nicht darin besteht, uns selbst neu zu erfinden und etwas anderes zu tun …? 

    Sondern einfach mal nichts tun, lange genug, um langsamer zu werden, um genau diese Freude und Sinn besser hören, sehen und fühlen zu können.

    Ich glaube nicht, dass es uns an Bedeutung und Sinn fehlt. Viel zu oft meinen wir, wir müssten was verändern, um glücklich und zufrieden zu werden.

    Was wäre, wenn wir in der Hektik unseres Lebens einfach den Überblick verloren und vergessen haben, was dieser Sinn ist? Was DEIN Sinn ist.

    Nicht der von irgendjemandem anderen. Nicht der, der in tollen schlauen Büchern steht und auf kleinen Zettelchen in chinesischem Gebäck.

    Zurücklehnen statt immer nach vorne hetzen.

    Wir wollen immer machen und handeln. Immer irgendwo hin oder von irgendwas weg. Es gibt immer ein neues ICH zu erreichen, zu dem wir werden wollen oder ein altes Ich das wir hinter uns lassen möchten.

    Was, wenn wir uns von Zeit zu Zeit bewusst zurücklehnen?

    Zurück mit einem Gefühl von warmer Gelassenheit und dem Gedanken „alles ist ok“. Wir müssen hier nichts beweisen.

    Alles kann, nichts muss.

    Das genau dieser Moment einfach ist, was er ist und nicht das, was er vielleicht sein könnte.

    Die Italiener haben dafür einen Satz:

    Il dolce far niente. Es bedeutet „die Süße des Nichtstuns“.

    Ich habe da ein Bild vor Augen: Die Art von Gefühl, das man empfindet, wenn man im ausgehendem Sommer in einem kleinen italienischen Dorf in einem Cafe sitzt, einen Kaffee schlürft und einfach den Tag und das Leben beobachtet. Das Zeitgefühl verlangsamt sich und du bewunderst einfach das Leben für seine Einfachheit und möchtest nur lächeln.

    Danke Mama und Papa

  • 🕺🏼 Über den Mut und die Courage – glücklich zu sein.

    🕺🏼 Über den Mut und die Courage – glücklich zu sein.

    „Mit dem Kerl stimmt doch was nicht. Der hat doch was genommen. Wie kann man denn in der aktuellen Lage glücklich sein?

    Du hast gefälligst zu leiden, wir alle anderen auch. Oder nimmt wenigstens etwas mehr Rücksicht und behalt deine komische Zufriedenheit für dich...“

    Der Mut, glücklich und zufrieden zu sein beinhaltet leider ab und zu auch den Mut, nicht gemocht zu werden.

    Und es wird immer Menschen geben, die dich das was du tust oder wie du es tust, nicht mögen.

    Es gibt zwei Wege, glücklich zu sein.

    Eigentlich gibt es nur einen.

    1. Du „wirst“ glücklich: Du probierst Dinge aus. Du denkst nach und fühlst in dich hinein. Wie haben es andere gemacht? Du rennst herum und versuchst mit aller Gewalt „Glücklich zu werden“. Muss ja irgendwann klappen.
    2. Oder du „bist“ jetzt einfach mal glücklich: Du entscheidest dich einfach schon jetzt glücklich zu sein (egal ,was du tust). Einfach mal ausprobieren. Du kannst es ja jederzeit wieder sein lassen.

    „Jaja Thimo. Du und deine komischen Ideen. Wenn es doch nur so einfach wäre“

    Und du hast ja recht. Ich habe absolut keine Ahnung, ob das für irgendjemanden anderen funktioniert. Deswegen will ich ja nur, dass du es mal ausprobierst. Was soll schlimmstenfalls passieren?

    Nur mal angenommen, du würdest mir für einen Tag glauben. Du stehst morgen früh aus deinem Bett auf. Du setzt einen Fuß nach dem anderen auf den Fußboden. Du streckst dich und schaust aus dem Fenster. Und plötzlich fällt dir irgendetwas ein. Ein Gedanke, manchmal eine Sorge oder etwas, das du noch erledigen muss, aber keine Lust darauf hast.

    Du hast jetzt zwei Möglichkeiten.

    In dem Moment, in dem du deine Füße auf den Boden aufsetzt, triff einfach eine Entscheidung.

    1. Weitermachen wie bisher
    2. Die kleine Entscheidung treffen: Ich übernehme jetzt mal die Verantwortung über mein Leben und treffe die Entscheidung: Glücklich sein – mehr ist es wirklich nicht.

    PS Deine Sorgen, Ängste, Nöte usw werden mit Sicherheit nicht weniger. Aber dir geht es mit Sicherheit besser dabei.

    PPS Für die, die nicht bis morgen früh warten wollen. Du kannst es auch jetzt ausprobieren.

  • Die 13 schwersten Aufgaben in meinem Leben

    Die 13 schwersten Aufgaben in meinem Leben

    Ich stolpere immer wieder über die gleichen „Probleme“. Irgendwann habe ich angefangen, sie aufzuschreiben. Nur um sie nicht zu vergessen. Meistens denke ich dann, dass ich der Einzige auf der Welt bin, der sich damit herumschlägt. Aber ich glaube, wir alle haben so unsere Päckchen zu tragen.

    Das hier sind meine:

    A) Mich jeden Tag daran zu erinnern, glücklich zu sein. Millionen Dinge können passieren. Die Frage ist nicht, ob sie passieren werden. Die eigentliche Frage ist, ob ich glücklich sein möchte, unabhängig davon, was passiert. Merkspruch: Was sollte schlimmstenfalls passieren?

    B) Meine eigene Seltsamkeit akzeptieren. Ich bin vollkommen ok so wie ich bin. Statt Energie aufzuwenden, damit mich andere mögen, nutze ich sie, um mich selbst zu mögen. Frage: „Was wäre, wenn ich bereits OK wäre, so wie ich bin? Könnte es nicht sein, dass alles bereits OK ist?“

    C) Mir öfter die Frage stellen: Wie würde es aussehen, wenn es einfach wäre? Look for a way to roll a rock downhill.

    D) Daran zu denken, dass ich niemanden verändern kann. Genauso habe ich keine Kontrolle darüber, was andere Menschen über mich denken, warum sich also darüber Sorgen machen? 

    E) Das nur ich alleine verantwortlich bin für mein Denken. 

    F) Das es sein kann, das ich heute Abend das letzte Mal die Augen schließe.

    G) Das mein Gestern keine Rolle mehr spielt und keinen Einfluss auf mein Heute hat. Das ich mich in jedem einzelnen Moment dazu entscheiden kann, mich zu ändern. Und wenn ich das nicht tue, ich mich trotzdem verändern werde.

    H) Ich nicht alles glaube, was ich denke.

    I) Daran zu denken, das es etwas in mir gibt, das mit allem ein Problem haben kann (wenn ich es zulasse).

    J) Wenn ich mal wieder zweifle oder Angst habe, mir die Frage zu stellen: „Was ist das schlimmste, das passieren kann“? Und „welche Möglichkeiten habe ich, das zu verhindern?“ und dann: „was kann ich tun, sollte das schlimmste wirklich passieren?“

    K) Am I hunting antelope or field mice? Nachzulesen hier. Sprengt sonst den Rahmen http://www.michaeldmcgill.com/2018/07/12/prioritize-your-time-like-a-lion-hunt-antelope-do-not-chase-mice/

    L) Ich muss nicht von allen gemocht werden. Ich muss es nicht allen Recht machen (mein persönlicher weißer Wal)

    M) Daran denken, das es meinen Kindern egal ist, ob ich vielbeschäftigt bin.

  • Thimo, lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen!“

    Thimo, lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen!“

    „Das Leben genießen?“

    „Thimo, wo lebst du denn? Hast du dich mal umgesehen? Weißt du eigentlich, was bei mir gerade los ist? Dafür habe ich gerade echt keine Zeit. Du und dein „alles positiv sehen“

    „Ich bin beschäftigt mit Sorgen machen, wütend sein und was weiß ich noch alles.“

    Also lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen“.

    Vor lauter „beschäftigt sein“ vermeiden wir es einfach zu „sein“.

    Warum ist das so? Warum neigen wir dazu, alles zu tun, um beschäftigt zu sein und zu bleiben. Auch wenn sich das was wir tun, bedeutungslos anfühlt.

    Dr. Brené Brown von der University of Houston sagt dazu „verrückt beschäftigt“ als eine „betäubende Strategie“, mit der wir vermeiden, uns der Wahrheit unseres Lebens zu stellen.

    Wir haben Angst vor dem tiefen Nachdenken und -fühlen, weil das ja bedeuten würde, wirklich überlegen zu müssen, was wir alles haben und was wir wirklich vom Leben wollen.

    Und manchmal fühlt sich die Lücke so groß an, dass wir lieber im Hamsterrad bleiben. Wir wissen nicht wo wir anfangen sollen … also holen wir uns lieber erstmal einen Kaffee, surfen ein wenig auf Facebook und beschweren uns über unser Leben/die Politik, die Pandemie und eben alles, was uns die Medien noch so vorsagen.

    Und dann ist da noch der immer wiederkehrende Gedanke, dass es zu spät ist, etwas Neues zu beginnen oder zu erreichen.

    Was wäre, wenn ich trotzdem gut gelaunt und glücklich sein könnte? Wenn ICH mein Leben in der Hand hätte und mich jederzeit fürs „glücklich sein“ entscheiden könnte?

    Verrückte Idee, oder?

  • Ich will einfach nur verbittert sein. Und mich vor allem im Recht fühlen.

    Ich will einfach nur verbittert sein. Und mich vor allem im Recht fühlen.

    Ich frage mich dann, weshalb ich hier überhaupt sitze, morgens um 5 Uhr.

    Auf manches reagiere ich extrem. Warum das so ist? – Keine Ahnung!

    Meistens Kränkungen oder Kritik.

    Kränkt mich jemand anderes oder fühle ich mich gekränkt? Macht mich etwas wütend oder bin ich wütend?

    Das macht einen Unterschied.

    Entweder gebe ich die Schuld anderen. Oder ich bin verantwortlich.

    Das ist schon ein Mist mit dieser schlechten Laune

    Ich sitze eingekauert hier, blinzle giftig ins Zimmer während ich ganz flach atme. Ich will einfach nur grimmig und verbittert sein. Und vor allem — ich will mich im Recht fühlen. 

    Und jetzt?

    Was bringt mir das?

    Was erwarte ich mir davon?

    Der, über den du ich mich so ärgere, weiß noch nicht mal was davon.

    Und das ärgert mich noch umso mehr.

    Eine Wut ergibt die nächste.

    Was habe ich eigentlich für ein Scheiß Problem?

    Jeden Morgen frage ich mich, wozu mein Leben eigentlich gut ist und was ich noch damit anfangen soll. 

    Und habe nicht den blassesten Schimmer einer Ahnung … 

    … meistens.

    Dann denke ich an meine Frau und die Kinder. An spazieren im Schnee. Ans Karten spielen bei Kerzenschein. Daran, daß wir gemeinsam einschlafen und aufwachen können, ohne uns irgendwelche Gedanken machen zu müssen. Ans Streiten und wieder vertragen. Ans Lieben und geliebt werden. An lachen, weinen und vertrauen …

    Daran, daß es uns ziemlich gut geht.

    Und ich Idiot sitze hier und vergeude meine Zeit, indem ich mich über ein Gestern ärgere, das es doch gar nicht mehr gibt.

    Bringt mir das heute irgendetwas? Hat es mir irgendwann schon mal irgendetwas gebracht, außer noch wütender zu sein?

    Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, … ich war kein einziges Mal wütend, während ich das hier geschrieben habe.

    Einen schönen Montag

  • Diese Dinge nehmen den ganzen Raum in meinem Gehirn ein.

    Diese Dinge nehmen den ganzen Raum in meinem Gehirn ein.

    • Die Gesundheit und das Wohlbefinden meiner Familie
    • Jeden Tag zu schreiben
    • Das es meinen Freunden und meinen Lieben gut geht
    • Meine körperliche Gesundheit
    • Menschen durch meine Arbeit bei Veränderungen zu helfen
    • Jeden Tag neue Dinge lernen
    • Das Leben nicht allzu Ernst zu nehmen und niemals damit aufzuhören, glücklich zu sein
    • Meine emotionale, kreative und geistige Gesundheit
    • Auf mich selbst aufzupassen ist der beste Weg, auf andere aufzupassen
    • Ein freundlicher und liebevoller Mensch zu sein (Mein Anteil, die Welt ein bisschen besser zu machen.)

    (Nicht immer in dieser Reihenfolge.)

    Aber diese Dinge beschäftigen mich und sind mir wichtig.

    Alles andere kann warten.

  • Das hier könnte alles verändern

    Das hier könnte alles verändern

    Ich überlege jeden Tag

    • Um was geht es?
    • Wozu bin ich hier?
    • Was fange ich mit meiner Zeit an?
    • Was sind meine Aufgaben auf dieser Welt?
    • Was tue ich – was lasse ich?
    • Worüber denke ich nach?
    • Was fühle ich?
    • Wozu bin ich gemacht?
    • Mit wem bin ich noch hier?
    • Wer und Was ist das wichtigste in meinem Leben
    • Wie möchte ich mein HEUTE verbringen?
    • Was kommt noch?

    Ich glaube, ich habe das schönste Leben der Welt.

    Und dann wieder …

    • Angst vor dem Unbekannten
    • Selbstzweifel
    • Wut
    • Das Denken der „Anderen“
    • Unsicherheit

    Lohnt sich das überhaupt jetzt noch mal was Neues anzufangen?
    Wer weiß, was alles noch passiert? Ich grabe mich lieber noch ein bisschen tiefer ein, in der Hoffnung, das niemand mich findet.

    Ich warte zu lange – bis mein Körper mich dazu zwingt, endlich einen Schritt zu machen.

    Und dann geht plötzlich alles ganz einfach.

  • Eigentlich weißt du doch, dass das hier nicht gut für dich ausgeht, oder?

    Eigentlich weißt du doch, dass das hier nicht gut für dich ausgeht, oder?

    Wir lieben Heldengeschichten. Es gibt keinen Ausweg, und trotzdem schafft es unser Held irgendwie. Er kommt heil aus der Sache raus. Sogar stärker. Manchmal sogar mehrmals.

    Und DU???

    Du wirst deine Familie nie wieder sehen. Keinen Blick mehr in die Sonne werfen können. Kein einziger Atemzug mehr.

    Irgendwann kommt der Moment.

    Und soviel ich weiß, gilt das für uns alle …

    Irgendwann!

    Wir werden sterben.

    Kein „Sieg“ wird uns retten.
    Kein Akt der Gnade des Feindes.

    Das Leben lässt hier nicht mit sich handeln.
    Wir können keine Zugeständnisse machen, die uns doch noch vom Haken lassen.

    Wir kommen hier nicht lebend raus.

    Und trotzdem stelle ich mir jeden Tag die Frage:

    „Was werde ich tun?“

    Nicht nur: „Wie werde ich meinen letzten Momenten begegnen? Wie werde ich sterben? Werde ich jammern und heulen oder einfach abtreten im Wissen gut gelebt zu haben?

    Sondern auch:

    Was werde ich in der Zwischenzeit tun? Wie werde ich zwischen „heute und bald“ leben? Was für ein Mensch werde ich sein?

    Wer kann ich noch alles sein und werden?

    Ist es meine Lebensaufgabe, Emails zu beantworten und Todo Listen zu führen?

    Wenn ich nicht aufpasse, wird es immer etwas geben, das wichtiger ist…

    • als mit meinem Sohn die Hausaufgaben zu machen.
    • als meiner Tochter zuzuhören, welche Pferde sie toll findet.
    • als unserem ältesten beim Fußball zuzusehen.
    • als mich auch um mich selbst zu kümmern.
    • als meinen Eltern einfach mal „Danke“ zu sagen („Danke Mama und Papa“).
    • als meiner Frau zu sagen, „Ich liebe dich“.

    Solange ich lebe.

    Was hast du in Kopf, Herz und Bauch? Welchen Plan im Herzen, welchen Wunsch im Kopf, welches Ziel vor Augen?

    Wenn du nicht aufpasst, bleibt es dabei. Urplötzlich ist es vorbei.

    Schreib doch einfach noch mal Geschichte.

    Deine alte ist eh vorbei.

    Wenn du Glück hast, ist noch genügend Tinte im Füller.

  • „Alles beschissen“ oder „gar nicht so schlecht“?

    „Alles beschissen“ oder „gar nicht so schlecht“?

    Ich brauche meine schlechten Tage.

    Auf dem Rücken liegend im Bett schaue ich hoch an die Decke und kann es fühlen: Heute wird ein beschissener Tag.

    Ich drehe mich auf die Seite – ein verzweifelter Versuch, wieder einzuschlafen, damit ich auf wundersame Weise aufwache und mich doch wieder gut fühle. Was soll ich sagen? Es funktioniert nicht. Ich bin wach. Das Bett ist unbequem. Mein Rücken tut weh. Aber was ist die Alternative? – Unter der Decke hervorzukommen, aufzustehen um was??? In diesem Moment fühlt es sich sinnlos an.

    An solchen Tagen Trage ich die Last der Welt auf mir. Alles und alle sind gegen mich. Ich bin das lebende Selbstmitleid und erwarte natürlich auch von meinem Umfeld, das sie das anerkennen.

    Tage wie diese kenne ich nur zu gut. Wenn meine schlechte Laune und meine Negativität jede Zelle meines Körpers übernimmt – feindliche Übernahme – nur ohne zu Wissen, wer mein Feind ist, wo er her kommt und was er überhaupt von mir will.

    Diese kleine Flamme der Motivation ist kaum noch sichtbar. Alle Energie scheint über Nacht aus dem Körper heraus gegangen zu sein. Kälte, Schmerz und Unlust übernehmen langsam meinen Körper.

    Niemand da der dich „pusht“. Keine wirklichen Verpflichtungen die mir helfen – weil alles heute seinen Reiz zu verlieren scheint.

    Du überzeugst dich selbst, dass diese Dinge für niemanden wichtig sind und auch für dich keine Rolle spielen. Du siehst nur einen endlosen, faden, grauen Horizont der Gleichgültigkeit und denkst: „Nicht heute.“

    Das Problem – mein Problem?

    Ich bin der Meinung, meine Motivation wäre schon da. Einfach gottgegeben und abrufbar. Gleich morgens – auf Knopfdruck.

    Die Motivation soll schon da sein, „bevor“ ich etwas anfange. Und wenn das eben nicht der Fall ist – dann lasse ich es besser gleich sein. 

    „Ich bin heute nicht motiviert, dann lasse ich das Alles am besten gleich“.

    Aber woher will ich das wissen? Woher will ich wissen, das es mir den ganzen Tag schlecht geht? 

    Ich projiziere meine schlechten Gefühle aus dem „jetzt“ ins „später“. „Wenn es mir jetzt schon so dreckig geht, wie soll es mir dann erst später gehen?“

    Aber stimmt das?

    Gab es nicht schon Tage, an denen das anders war?

    Ist das nicht unfair der Inspiration und Motivation gegenüber, wenn ich einfach nur hier liegen bleibe und auf sie warte?

    Mark Manson nennt das „do something principle“. Es ist die Idee, dass unser Handeln nicht nur die Folge von Motivation ist, sondern auch Ursache. Das bedeutet, dass ich den Ball auch durch einfaches Tun ins Rollen bringen kann.

    ALSO:

    Bis fünf zählen, aufstehen, ohne nachzudenken unter die Dusche. Für mich oft schon die halbe Miete. Sobald das Wasser auf meine Haut kommt, passiert etwas. Meine Herzfrequenz geht hoch, mein Kreislauf kommt ins Rollen – meine Gedanken auch.

    „Doch gar nicht so schlimm der Tag, wie ich gedacht habe“

    Ich bin also freundlich zu mir selbst. Höre auf, mich selbst nieder zu machen, nur weil ich mal keine Lust habe. Ich sage zu mir: 

    „du hast heute keinen Bock? ok. Das ist in Ordnung.“

    Ich nehme mir dann nur ein paar kleine Sprints vor. 3 x 30 Minuten für den Anfang. Mal sehen, wo das Ganze hinführt.

    Ich setze mich also hin, und fange an …

    „Eigentlich gar nicht so schlecht heute…“
    (geschrieben um 6:39 Uhr nach einer wirklich schönen Dusche und einem leckeren Kaffee neben mir)

  • Wie ich so „erfolgreich“ geworden bin …?

    Wie ich so „erfolgreich“ geworden bin …?

    … hast du mich gefragt.

    Mein lieber,

    Dafür muss ich dir vorher beantworten, was Erfolg für mich bedeutet. Denn was Erfolg für dich heißt, weiß ich nicht.

    Erfolg bedeutet für mich:

    • Das Erkennen meiner Gefühle.
    • Den Mut und die Freiheit, diese zu zeigen.
    • Ängstlich, verletzlich und „nicht perfekt“ sein zu können.
    • Mehr Menschen zu nutzen, als zu schaden

    Während ich also glücklich und zufrieden bin, gibt es da noch etwas anderes in mir. Ein kleiner Teil, der immer kämpft. Oft fällt er mir nich auf – aber er ist immer da. Und ich unterschätze Ihn.

    Dieser Teil in mir kämpft mit allem, was er hat.

    Er sagt Dinge wie:

    • Bloß nicht auffallen.
    • Du kannst das nicht
    • Wenn du das machst …
    • Das schaffst du eh nicht
    • Du bist niemals gut genug!
    • Wer glaubst du wer du bist?

    Wir glauben, Verletzlichkeit sei eine Schwäche.
    In Wahrheit ist es meine größte Stärken.

    Verletzlichkeit ist mein Maß für Mut.
    Verletzlichkeit ist der Geburtsort meiner Kreativität, Innovation und Veränderung.

    Scham und Verletzlichkeit sind die Gründe für meine größten Niederlagen und meine größten Erfolge.

    Meine Herausforderung:

    Lernen mit Scham umzugehen und Verletzlichkeit zu zeigen.

    Immer und immer wieder.

    Was bedeutet für dich Erfolg?

  • Heute, Morgen, nächste Woche … (blog_348)

    Heute, Morgen, nächste Woche … (blog_348)

    • Du musst nicht mehr so hart arbeiten wie früher.
    • Du weißt wie der Hase läuft.
    • Du lebst ein angenehmes Leben.
    • Alles läuft ganz Easy.
    • Job, Family, Freunde – alles ok.
      …

    Bis zu dem Moment, an dem dir das Leben so dermaßen in die Fresse haut, das du nicht mehr weißt, wo oben und unten ist.

    Manchmal passiert das in einer Sekunde. Ein anderes Mal dauert es Wochen oder Monate, und du merkst es nicht mal.

    Bis du auf dem Boden aufschlägst.

    • Du wirst krank
    • Du hast einen Unfall
    • Jemand Geliebtes stirbt
    • Du wirst entlassen
    • …

    Bitte bereite dich darauf vor.
    So etwas wird passieren.
    Mir ist mehrmals passiert.

    Und du kannst es nicht verhindern.
    Du kannst dich nur so gut wie möglich vorbereiten.

    Was auch immer dafür sorgt, dass du Zufrieden bist – wird dafür sorgen das du stolperst, und fällst.

    Bleib immer ein wenig unzufrieden.
    Sobald du denkst, du hast es geschafft, bist du eigentlich schon auf dem Rückweg.

    Bereite dich vor – indem du nie aufhörst – der zu werden der du sein kannst.


    Bild renee-fisher-unsplash.