Nimm, was übrig bleibt. Bleib wer du bist. Bis du stirbst.

Guten Morgen liebe X,

du hast mich in deiner Mail gestern gefragt, warum du so bist, wie du bist. Weshalb du nicht weiterkommst. Warum du keine Beachtung bekommst und immer übergangen wirst.

Eigentlich habe ich schon alles im Betreff oben geschrieben.

Ich würde dir jetzt gerne sagen:

„Es ist nicht dein Fehler. Es ist die Schuld der anderen. Es wird alles gut“

Aber es ist dein Problem

Vielleicht ist es ja nicht dein Fehler. Du kannst ja gar nicht falsch sein. Aber du musst mit den Ergebnissen deines Handels umgehen.

Was solltest du jetzt tun?

Sei Ehrgeiziger

  • Ich bin zufrieden
  • Es ist alles gut so
  • Mir reicht das, was ich habe
  • Es geht mir doch gut
  • Man sollte auch zufrieden sein können
  • Bescheidenheit ist eine Tugend

Hör auf, dich anzulügen.

Warum tust du es trotzdem?

  1. Du glaubst nicht, dass du mehr erreichen kannst.
  2. Du erlaubst es dir noch Nichteinmal.
  3. Du willst nicht egoistisch rüberkommen. („Der längste Grashalm wird abgeschnitten“)
  4. Du spielst lieber die demütige nette Kollegin und gibst dich locker und lässig. „Das ganze „höher, schneller, weiter sollen mal die anderen machen“.
  5. Du glaubst zu wissen, wo dein Platz ist

Du kannst mir erzählen, was du willst. Ich hab dich durchschaut.

Mach mir und dir nichts vor. Ich muss dich nicht kennen, um zu sehen, das du dich unter Wert verkaufst.

Du hast Angst, ich weiß. Ich auch. Jeden Tag. Aber die Angst hast du auch, wenn du die Dinge nicht tust.

Das meiste, das du bekommen wirst, macht dich nicht glücklicher, glaub mir. Aber das Leben lebt sich wesentlich angenehmer.
Selbst Buddha war zuerst ein reicher Prinz.

Du hast jetzt zwei Möglichkeiten:

  1. Gib endlich zu, dass du etwas haben willst.
    Sei mutig, nimm die Schultern zurück und das Kinn nach vorn. Mach einen Schritt nach dem anderen.
    Nimm dir JETZT eine Sache, mit der du JETZT anfängst.

Ich meine nicht „nimm dir eine Sache vor„. Du sollst jetzt eine Sache dafür tun.
– Mach jetzt die ersten zwanzig Liegestütz für einen schöneren Körper
– Lies jetzt die ersten dreißig Seiten des Buchs, das du die ganze Zeit lesen wolltest.
– Geh jetzt für eine Stunde nach draußen
– …
Schau nach, wie sich die Dinge anfühlen und entscheide dann ob du sie wirklich willst oder nicht.

oder…

2.Bleib weiter hier auf Facebook/LinkedIn/Xing oder wo auch immer du das gerade liest. Bleib der, der du bist. Lass den anderen schön den Vortritt. Schau, das es ihnen gut geht und sie sich wohlfühlen.

Stell dich brav nach hinten in die Reihe und warte bis du dran bist.
Nimm halt das, was übrig bleibt… wenn etwas übrig bleibt

Schreib mir gerne zurück.

Thimo


PS: Das Bild ist meine Interpretation an ein Cover von „Sisters of Mercy“

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