Kategorie: Veränderung

  • Du hörst nicht richtig zu mein Lieber

    Du hörst nicht richtig zu mein Lieber

    Dein Körper – Was sagt dir dein Körper, wenn du zuhörst? Atmest du tief oder flach? Atmest du überhaupt? Fühlst du einen Knoten im Bauch oder eine Spannung in der Brust? Manchmal merken wir nicht, dass wir eine emotionale Reaktion auf etwas haben, das gesagt wird, bis unsere Emotionen die Überhand gewinnen. Obwohl wir das beste Hilfsmittel schon bei uns haben – unseren Körper. 

    Unser Körper gibt uns immer Hinweise. Unsere Aufgabe ist es, hinzuhören und ihm nachzufühlen.

    Was ist dein Standard-Hörmodus? — Jeder von uns hat eine natürliche Art des Zuhörens, einen bestimmten Filter, durch den wir die Welt hören, der von unserer Persönlichkeit und frühen Beziehungen geprägt ist. Leider ist dieser standardmäßige Hörmodus oft verzerrt. Wir reagieren, denken und fühlen in Gesprächen auf eine bestimmte Weise. 

    Die einen sind natürliche Problemlöser, die in einem Gespräch immer nach dem Problem (und der Lösung) suchen. Die anderen neigen dazu, „Identifizierer“ zu sein und „Ihr“ Denken unaufgefordert anzubieten. Vielleicht bist du auch eher der Entschärfer, immer bereit einen Witz zu machen und die Stimmung aufzuhellen. Oder ein „Umdreher“ der die Dinge immer anderes sehen (muss) als alle anderen. 

    Kein Modus ist besser als der andere, aber es ist nützlich, seinen eigenen Modus zu kennen, um ihn nach Bedarf anpassen zu können, da wir zuweilen mit unserem Instinkt falsch liegen.

  • Mein verstecktes Leiden

    Mein verstecktes Leiden

    Wie kann ich mich so langweilen, wenn ich gleichzeitig so beschäftigt bin?

    Der kleine Kerl hat noch so viel im Kopf. So vieles, das er noch ausprobieren möchte. So vieles, das er noch werden will.

    … und tut doch … NICHTS

    Manchmal habe ich das Gefühl, meine Uhr ist vor ein paar Jahren stehen geblieben – ich habe es nur noch nicht bemerkt.

    Die Zeiger stehen irgendwo kurz vor der Tagesschau. Ich hänge seitdem im Werbeblock. Ständig neue Spots und Produkte. Neue Säue, die durch den Ort getrieben werden.

    Ich bin professioneller Konsument geworden.

    Aber es ist meine Entscheidung ob ich mit einem dünnen Bleistift zitternd meine Linien ziehe oder mit Pinsel und Farbe um mich werfe.

    “Life is the art of drawing without an eraser.“ —John W. Gardner

    Langeweile ist mein geheimes Leiden.

    Das Problem: Ich muss erst bemerken, das sich meine Uhr nicht mehr bewegt. Ich muss bereit sein, die Uhr wieder aufzuziehen. Ich weiß nicht, was danach passiert.

  • Ich habe meine Erfüllung immer noch nicht gefunden.

    Ich habe meine Erfüllung immer noch nicht gefunden.

    Zumindest glaube ich das.
    Jeden Morgen denke ich „da muss doch noch was kommen“.
    Irgendjemand kommt heute sicher vorbei, und zeigt mir, wie ich sie finde.
    Und am am Ende des Tages lasse ich wieder den Kopf hängen, weil ich meine Erfüllung noch nicht gefunden habe.

    Vieleicht sollte ich etwas anderes probieren.

    Fang an, alles was du tust mit ein wenig mehr Liebe zu tun.
    Die Erfüllung kommt manchmal danach.

    Und wenn nichts funktioniert, fang bei deinem Leben und deiner Gesundheit an. Deine Gesundheit alleine ist es Wert und sollte dir Erfüllung genug geben.

    Entscheide dich in jedem Moment fürs glücklich sein. Du musst nichtmal groß darüber nachdenken. Es ist wie ein Muskel, den du trainierst. Du kommst einfach immer wieder zum „glücklich sein“ zurück. Und du wirst immer besser darin.

  • Wie ändere ich meine Meinung?

    Wie ändere ich meine Meinung?

    Du musst das doch endlich kapieren.

    „Wie ändere ich anderer Leute Meinung?“

    Hättest du mir die Frage vor ein paar Jahren gestellt… meine Antwort wäre klar.

    Fakten, Zahlen, Daten (ich bin schließlich Ingenieur)

    Entwickle starke Argumente, untermauere Sie mit harten, kalten, unwiderlegbaren Daten und voila!

    Leider funktioniert das bei mir ziemlich selten (Und dort, wo es funktioniert hat, bin ich mir nichtmal sicher, ob sie ehrlich zu mir waren)

    Ich hatte also ein erhebliches Problem mit diesem Ansatz.

    Er funktioniert einfach nicht.

    Unser Hirn folgt leider nicht immer den Tatsachen. Fakten sind, wie John Adams es ausdrückte, hartnäckige Dinge, aber unser Verstand ist oft noch sturer. 

    So glaubwürdig und überzeugend diese Tatsachen auch sein mögen. Wie oft erwische ich mich dabei, einfach weiter zu suchen, wenn ich meine gewünschte Antwort nicht finde.

    Wir filtern unbequeme Wahrheiten und Argumente heraus. Dadurch verfestigen sich unsere Meinungen und es wird immer schwieriger, eingefahrene Denkmuster zu durchbrechen. (Siehe auch „Confirmation Bias“)

    Aber wenn das Ding mit den Fakten nicht funktioniert, wie ändern wir dann unsere Meinung?

    Gib deinem Verstand eine Ausrede.

    Nur weil wir gestern etwas geglaubt haben, heißt das nicht, das wir heute noch daran festhalten müssen. Du lieferst deinem Verstand (oder deinem Gegenüber) eine Entschuldigung. Überzeugen Ihn, dass die frühere Entscheidung oder Meinung angesichts dessen, was er damals wusste, richtig war, aber jetzt, da sich die zugrunde liegenden Tatsachen geändert haben, sollte dies auch der Verstand einsehen.

    „Du hattest sicher gute Gründe von deiner Sache überzeugt zu sein. Damals war X noch aktuell. Du konntest noch gar nichts von Y wissen…“

    Du bist nicht deine Meinungen

    Wir identifizieren uns zu stark mit unseren Meinungen. Wir werden zu unseren Meinungen also verteidigen wir sie wie eine Mutter ihr Neugeborenes.

    Das Problem. Wenn du deine Überzeugungen mit deiner Identität verknüpfst, bedeutet eine Änderung deiner Meinung auch eine Änderung deiner Identität.

    Und ändere mal bitte einfach so dein ICH

    Eine mögliche Lösung ist die Trennung zwischen dir und deinen Meinungen. Anstatt zu sagen: Ich „In diesem Papier argumentiere ich . . .“, begann ich zu sagen. „Dieses Papier argumentiert . . .“

    Diese subtile verbale Optimierung brachte meinen Verstand dazu, zu denken, dass meine Argumente und ich nicht ein und dasselbe waren. Offensichtlich war ich derjenige, der diese Argumente vorbrachte, aber sobald sie aus meinem Körper waren, nahmen sie sich ihr Leben. Sie wurden zu separaten, abstrakten Objekten, die ich mit einiger Objektivität betrachten konnte.

    Es ist nicht mehr persönlich. Es ist einfach eine Hypothese, die sich als falsch erwiesen hat.

    Jemand kann dir tausend mal etwas sagen … leider funktionieren wir Menschen auf unterschiedlichen Frequenzen. 

    Wenn jemand mit deiner Meinung nicht einverstanden ist, liegt das nicht daran, dass du falsch oder richtig liegst. 

    Sondern weil du etwas glaubst, was der andere nicht glaubt.

    Marc Andreessen hat mal gesagt 

    „Strong beliefs, loosely held.” 

    Glaube fest an eine Idee, aber sei bereit, deine Meinung zu ändern, wenn dir die Fakten etwas anderes aufzeigen.

    Frag dich öfter: „Was würde eine meiner stark vertretenen Meinungen ändern?“ Wenn die Antwort lautet: „Nichts würde meine Meinung ändern“, hast du ein Problem. 

    Und sind wir mal ehrlich. Wer von uns denkt nicht ab und zu „eigentlich hat Sie ja Recht“

  • 🦮Was macht der Hund eigentlich, wenn er das Auto eingeholt hat?

    🦮Was macht der Hund eigentlich, wenn er das Auto eingeholt hat?

    Was machst du, wenn du an der Spitze angekommen bist?
    Wenn du dort oben auf der Spitze deines Berges stehst?

    Du musst aufpassen.
    Weil du dort sehr wahrscheinlich alleine stehen wirst.
    Es könnte auch ziemlich kalt dort oben werden.
    Meistens weht ein eisiger Wind.

    Und es gibt nur noch eine Richtung, in die es dann noch gehen kann.

    Also nimm dir lieber etwas mehr Zeit beim Aufstieg und genieße die Zeit.

    Was hilft es dir, wenn du schnell oben bist?
    Was bedeutet es für den Rest deines Lebens?

    Ich habe beschlossen, dass ich erst am Tag vor meinem Tod ganz oben ankommen möchte.
    Ob ich das hinbekomme??

    Keine Ahnung! 🤷‍♂️

    Beim Radfahren geht es mir ähnlich.
    Diese wundervollen kleinen Tritte den Berg hinauf.
    Die stetige Anstrengung und das schöne Gefühl, auf dem Weg zu sein.

    Ich muss nie zurückschauen.
    Ich weiß, das schönste Stück ist gerade jetzt, in diesem einen Moment.

    „Anything worthwhile takes a long time“
    sagt die tolle @debbiemillman

  • Du wirst das hier nicht überleben

    Du wirst das hier nicht überleben

    „Deine Zukunft steckt immer schon in dir“ habe ich irgendwo mal gelesen.

    Wir leben davon, vorbereitet zu sein, was noch nicht ist.

    Und am Ende werden wir das ganze nicht überleben (das Leben).

    Leider werden die meisten Bedingungen der Zukunft im Außen geschrieben – neue Technologien und Produkte, Umwelteinflüsse, Verschiebungen von Bedürfnissen usw.

    „Du kannst dich hinwerfen und mit den Händen und Füssen auf den Boden trommeln, verändern wird die Welt sich trotzdem.“

    Daher wird es immer wichtiger, die Veränderungen im Außen wahrzunehmen und sie in das eigene Leben einfliessen zu lassen. 

    Wenn wir uns keine Vorstellung mehr von der Zukunft machen können, sind wir im reinen „Reagiermodus“ – und wenn wir immer nur reagieren, haben wir keinen Entwicklungsspielraum. 

    Wir sind so mit Hinterherrennen beschäftigt, das wir unser Gespür gar nicht spüren.

    Wer sich also die Zukunft nicht vorstellen kann (oder will), wird immer wieder überrascht werden.

    Eine tolle Übersicht findet der geneigte zukunftsinteressierte „Veränderer“ auch hier. Anhand dieser Megatrends kann jeder für sich einmal durchspielen, welche Faktoren zukünftig Einfluss auf uns persönlich, aber auch auf unsere Unternehmen haben werden.

    Für uns als Menschen, Personalberater, Kandidaten, Bewerber, Unternehmen … hat nahezu jeder Punkt einen enormen Einfluss.

    Prädikat: spannend

    Link: 12 Megatrends – die großen Treiber des Wandels

  • Die 13 schwersten Aufgaben in meinem Leben

    Die 13 schwersten Aufgaben in meinem Leben

    Ich stolpere immer wieder über die gleichen „Probleme“. Irgendwann habe ich angefangen, sie aufzuschreiben. Nur um sie nicht zu vergessen. Meistens denke ich dann, dass ich der Einzige auf der Welt bin, der sich damit herumschlägt. Aber ich glaube, wir alle haben so unsere Päckchen zu tragen.

    Das hier sind meine:

    A) Mich jeden Tag daran zu erinnern, glücklich zu sein. Millionen Dinge können passieren. Die Frage ist nicht, ob sie passieren werden. Die eigentliche Frage ist, ob ich glücklich sein möchte, unabhängig davon, was passiert. Merkspruch: Was sollte schlimmstenfalls passieren?

    B) Meine eigene Seltsamkeit akzeptieren. Ich bin vollkommen ok so wie ich bin. Statt Energie aufzuwenden, damit mich andere mögen, nutze ich sie, um mich selbst zu mögen. Frage: „Was wäre, wenn ich bereits OK wäre, so wie ich bin? Könnte es nicht sein, dass alles bereits OK ist?“

    C) Mir öfter die Frage stellen: Wie würde es aussehen, wenn es einfach wäre? Look for a way to roll a rock downhill.

    D) Daran zu denken, dass ich niemanden verändern kann. Genauso habe ich keine Kontrolle darüber, was andere Menschen über mich denken, warum sich also darüber Sorgen machen? 

    E) Das nur ich alleine verantwortlich bin für mein Denken. 

    F) Das es sein kann, das ich heute Abend das letzte Mal die Augen schließe.

    G) Das mein Gestern keine Rolle mehr spielt und keinen Einfluss auf mein Heute hat. Das ich mich in jedem einzelnen Moment dazu entscheiden kann, mich zu ändern. Und wenn ich das nicht tue, ich mich trotzdem verändern werde.

    H) Ich nicht alles glaube, was ich denke.

    I) Daran zu denken, das es etwas in mir gibt, das mit allem ein Problem haben kann (wenn ich es zulasse).

    J) Wenn ich mal wieder zweifle oder Angst habe, mir die Frage zu stellen: „Was ist das schlimmste, das passieren kann“? Und „welche Möglichkeiten habe ich, das zu verhindern?“ und dann: „was kann ich tun, sollte das schlimmste wirklich passieren?“

    K) Am I hunting antelope or field mice? Nachzulesen hier. Sprengt sonst den Rahmen http://www.michaeldmcgill.com/2018/07/12/prioritize-your-time-like-a-lion-hunt-antelope-do-not-chase-mice/

    L) Ich muss nicht von allen gemocht werden. Ich muss es nicht allen Recht machen (mein persönlicher weißer Wal)

    M) Daran denken, das es meinen Kindern egal ist, ob ich vielbeschäftigt bin.

  • Erzähl mir von deinen Momenten mein Lieber

    Erzähl mir von deinen Momenten mein Lieber

    Veränderung ist anstrengend. Und sie macht mir Angst.
    Ich tue es zwar jeden Tag, aber wie oft merke ich wirklich, das ich mich verändere?

    Sobald ich darüber nachdenke, kommt ein Widerstand in mir auf.

    Dieser Widerstand der aus Angst, Scham und Bequemlichkeit entsteht.

    • Die Angst vor dem Scheitern
    • Die Scham vor den „anderen“, während dessen und danach
    • Die Bequemlichkeit, dass doch eigentlich alles ganz ok ist, so wie es ist.

    In welchen Augenblicken denkst du darüber nach, etwas zu verändern?

    • Deine Frisur und deine immergleichen Hemden
    • Dein Lieblingsbier auf der Couch
    • Deinen Job
    • Deinen Partner
    • Dein Leben

    Gibt es überhaupt diesen einen Moment? Diesen Punkt der Entscheidung.

    Dieses JETZT

    Oder ist es einfach eine Art Spirale in ein immer schwärzer werdendes Loch. Eine Abfolge von kleinen Momenten, die Abwärts führen und du irgendwann die Entscheidung treffen musst – oder jemand anderes sie für dich trifft.

    Ganz egal ob du dich veränderst oder nicht – ob du gnadenlos scheiterst oder wie ein Überflieger alles aus dem Ärmel schüttelst.

    Die Welt dreht sich einfach weiter.

    Und die Chancen stehen relativ gut, dass du am nächsten Morgen aufwachst und dir zumindest eine Kasse Kaffee machen kannst.

    Über die Jahre habe ich immer weniger Angst vor Risiken. Weil ich weiß, dass ich jeden Fehltritt überlebt habe.

    Und welchen, dieser sogenannten Fehltritte, würde ich heute ausradieren wollen?

    Manchmal ärgere ich mich sogar darüber, nicht genug Risiko eingegangen zu sein.

    Erst wenn ich etwas dieses Widerstands in mir spüre, bemerke ich das Leben. Diese Gefühle verleihen meinem Leben einen anderen, neuen Geschmack.

    … dieser kurze Moment, bevor du einen Sprung wagst.
    … der Widerstand, bevor du die Dusche auf eiskalt stellst.
    … das leise „was denken die anderen“, wenn du aussprichst was du wirklich denkst

    Und manchmal erwische ich mich dabei, gar nicht darüber nachzudenken und einfach nur einen guten Tag zu haben.

  • Die schwerste Aufgabe in meinem Leben

    Die schwerste Aufgabe in meinem Leben

    Seit ein paar Jahren schreibe ich kleine Erinnerungen „an mich selbst“. Ein paar davon tauchen immer wieder auf und fallen mir am schwersten.

    A) Mich daran erinnern, glücklich zu sein. Millionen Dinge können passieren. Die Frage ist nicht, ob sie passieren werden. Die eigentliche Frage ist, ob Ich glücklich sein möchte, unabhängig davon, was passiert. Merkspruch: Was sollte schlimmstenfalls passieren?

    B) Meine eigene Seltsamkeit akzeptieren. Ich bin vollkommen ok so wie ich bin. Statt Energie aufzuwenden, damit mich andere mögen, sollte ich diese Energie nutzen, mich selbst zu mögen.

    C) Mir öfter die Frage stellen: „Wie würde es aussehen, wenn es einfach wäre?“

    D) Daran zu denken, dass ich niemanden verändern kann. Genauso habe ich keine Kontrolle, was andere Menschen über mich denken, warum sich also darüber Sorgen machen?

    E) Das nur ich alleine verantwortlich bin für mein Denken.

    F) Das es sein kann, das ich heute Abend das letzte Mal die Augen schließe.

    G) Das mein Gestern keine Rolle mehr spielt und keinen Einfluss auf mein Heute hat. Das ich mich in jedem einzelnen Moment dazu entscheiden kann, mich zu ändern. Und wenn ich das nicht tue, ich mich trotzdem verändern werde.

    H) Das ich nicht alles glaube, was ich denke.

    I) Daran zu denken, das es etwas in mir gibt, das mit allem ein Problem haben kann (und wird, wenn ich es lasse).

    J) Daran, das es meinen Kindern egal ist, ob ich vielbeschäftigt bin.

  • 5 einfache Fragen die du dir vor einer Veränderung stellen solltest.

    5 einfache Fragen die du dir vor einer Veränderung stellen solltest.

    Es war noch dunkel am Morgen und regnete Hunde und Katzen. Ich saß gerade in einem Hotel irgendwo im Norden und hatte wirklich Null Interesse daran, dieses Gespräch zu führen.

    „Willst du das wirklich machen Thimo? Überlegs dir doch noch mal. Wir brauchen dich echt hier. Du bist doch ein echt guter Verkäufer. Du kannst uns doch jetzt hier nicht so hängen lassen. Sei doch nicht so egoistisch. Du hast doch eine Verantwortung.“

    Am Abend vorher hatte ich meinem Chef eine Mail mit meiner Kündigung geschickt. So spät, dass er nicht mehr darauf antworten konnte. Zur Sicherheit hatte ich auch mein Telefon ausgeschaltet und bin sofort ins Bett.

    Aber der nächste Tag kommt immer. Und irgendwann musst du zu deiner Entscheidung stehen.

    Du wirst nie vollkommen sicher sein, wenn du beginnst, deinen Weg zu gehen – Deinem Ruf zu folgen.

    Und es wird immer Leute geben, die etwas anders für dich (und sich selbst) im Sinn haben.

    Es gibt keine Garantie – keine Sicherheit. Du kannst dich nicht einfach entscheiden, deine Bestimmung zu finden. Aber du kannst dich entscheiden, nach ihr zu suchen – und niemals damit aufzuhören.

    „Ich habe mich entschieden, sie haben es nur noch nicht bemerkt“ ist etwas vollkommen anderes als „Ich habe mich noch nicht entschieden, weil mir noch niemand gesagt hat, für was ich mich entscheiden soll und wie ich dort hinkomme.“

    Dein Leben zu leben ist eine freiwillige Entscheidung.

    Du wirst Menschen dabei verstören und verletzen. Es braucht Mut, es trotzdem zu tun. Du wirst immer Fragezeichen und Kopfschütteln hinterlassen.

    1. Was willst du verändern?
    2. Wie willst du es tun?
    3. Wann fängst du damit an?
    4. Woran merkst du, dass es funktioniert?
    5. Willst du es wirklich, wirklich, wirklich?

    Meistens braucht es nicht mehr, als diese 5 Fragen.

    Natürlich habe ich mich damals nochmal beschwatzen lassen. Nur um dann drei Monate später noch unglücklicher zu sein und endgültig zu kündigen.

  • Meine stille Entscheidung in diesem einen Moment

    Meine stille Entscheidung in diesem einen Moment

    Die Entscheidung, ein anderes, neues Leben zu führen, hat niemand für mich getroffen.

    Weder Unglück noch Krankheit, kein Unfall, Tod oder Leid. Kein Glücksmoment in Geburt oder Liebe. Kein strahlendes Feuerwerk, kein lauter Jubel, keine Schreie und keine Fanfaren.

    Unser Leben bestimmen wir in den ruhigen Momenten.

    Unsere Lebensentscheidungen müssen wir in Stille treffen.

    In einem privaten, kontemplativem Moment. Nur mein innerer Dialog. Meine Gefühle und Gedanken.

    Ich spreche nur mit mir. Durch Ausdruck, Körpersprache, Gedanke, Gefühl und Handlung.

    In diesen Momenten in Stille entscheidet sich unser Leben. Entscheiden WIR unser Leben.

    Es braucht kein Feuerwerk und Jubel.

    Es sind es unsere ruhigen Szenen, die die stärkste Wirkung haben.

    An denen wir unsere Veränderung beginnen. An denen wir entscheiden…

    Zu jemand anderem, jemand Neuem zu werden.

    Diese Entscheidungen habe ich in Stille für mich selbst getroffen.

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    Lies gerne mehr von mir hier auf meinem Blog

    Und es würde mir wirklich etwas bedeuten, wenn du hier klickst ein paar Gedanken und Ideen von mir folgst.

  • „Du kannst doch nicht ständig neue Säue durch den Ort jagen.“

    „Du kannst doch nicht ständig neue Säue durch den Ort jagen.“

    Jedes Jahr, gleich am Jahresanfang, schreibe ich eine Liste. So wie man das eben macht. Meine Ziele, Visionen, Purpose, Bestimmung und so weiter. Dann denke ich mir „was ein Quatsch“, vergesse Sie oder schmeiße sie irgendwann weg.

    Warum? Es stehen zu viele Dinge darauf. Es kommen auch immer wieder die gleichen Sachen auf. Oder ich habe im Februar schon wieder andere, neue Ideen und ich ärgere mich darüber, das ich nicht „bei der Sache“ bleiben kann.

    Nach dem Motto: „Langsam musst du doch mal wissen, was du willst. Du kannst doch nicht ständig neue Säue durch den Ort jagen. Irgendwann musst du doch mal ankommen.“

    Muss ich das?

    Wer sagt das?

    Außerdem kann ich die Worte Purpose, Bestimmung, Sinn und Zweck nicht leiden. Irgendwie bedeuten Sie für mich, dass ich irgendwo in der Zukunft etwas finden werde, was mich glücklich macht. 

    Und bis dahin soll ich bitte schön unglücklich sein, oder was?

    „Ich bezahle mit Unglück heute und bekomme dafür Glück und Zufriedenheit morgen?“. 

    Wir machen uns da etwas vor.

    Wir meinen, wir müssten irgendwelche „Gebühren zahlen“ — eine Art Eintritt für eine Fahrt, an deren Ende wir an einem Ort abgesetzt werden, der uns glücklich macht. Auf dem „mein großer Lebenszweck“ steht. Ein Ort, an dem wir dann glücklich und zufrieden auf unser schweres Leben und unser Leiden zurück schauen und … sterben.

    Oder aber…

    Ich nutze meine Zeit, um jetzt glücklich zu sein.

    Ich weiß noch immer nicht, was mein Zweck, Purpose und meine Bestimmung sind. Ich fürchte, ich werde es nie erfahren. 

    Eigentlich macht mich das sogar ziemlich glücklich.

    Vielleicht kann ich zwischen heute und dem Tag, an dem ich sterbe, noch ein bisschen was erleben. Noch ein paar Sachen ausprobieren. Neu Dinge und Leute kennen lernen, alte verlernen.

    Und wenn ich es nicht tue – wenn ich auch morgen sterbe – ist das auch OK (denke ich). 

    Was bedeutet das alles, wenn wir tot sind? Ich kann mich doch genauso gut dafür entscheiden, jetzt glücklich zu sein.

    Übrigens: Ray Kroc hat mit 50 noch Milchshakes verkauft. Dann stolperte er über zwei Brüdern mit dem Nachnamen McDonald. Er kaufte McDonalds, als er 52 war.

    Stan Lee (Marvel) erfand Spiderman mit 44. Ich habe also noch ein halbes Jahr Zeit, bis ich 45 werde. 

    Arianna Huffington, Huffington Post, 55 Jahre

    Mir geht es immer weniger um „Was will ich?“ und immer mehr um „wer bin ich?“

    Weniger um „wohin will ich?“ und mehr darauf konzentrieren, „wo Ich mich befinde“

    Ziele, Visionen und Bestimmungen sind wie eine schwere Rüstung für mich. Ich bin unbeweglich. Komme nur schwer aus ihr heraus. Kann kaum nach allen Seiten sehen und spüre nichts mehr.

    Ich möchte mich einfach JETZT entscheiden, wer ich bin, und dann diese Person sein

    — in diesem Moment.

  • Manchmal musst du einfach aufgeben.

    Manchmal musst du einfach aufgeben.

    Am liebsten hätte ich meinem Chef einfach nur eine Mail geschickt und danach meinen Mailaccount gelöscht. Meine Telefonnummer gewechselt und umgezogen — und nie mehr hingegangen.

    Aber das habe ich mich nicht getraut.

    Einfach alles hinschmeißen?
    Unverantwortlich .
    Du bist so undankbar.
    So eine Chance bekommst du nicht noch mal…“

    Irgendwo ist dieser Regenbogen zu Ende. Irgendwann schlägst du am Ende auf der Erde auf.

    Ich bin dann schließlich doch hingegangen und habe gekündigt. Habe irgendwas von „neuen Chancen, Familienplanung und Weiterbildung“ erzählt. 

    Alles gelogen

    Ich wollte einfach nicht mehr.

    Ich kenne so viele Leute, die versuchen und versuchen und versuchen, auch wenn alle Hoffnung längst den Raum verlassen hat. Das ist das blöde mit der Hoffnung. Sie kündigt es nicht an, wenn sie den Raum verlässt. Sie geht einfach.

    Aber eins ist sicher:

    Sie geht nie für immer weg. Irgendwann kommt sie zurück. Nach Tagen, Wochen oder manchmal auch erst nach Jahren.

    Aufregung steigt auf. Ich fühle es in meiner Brust. Dann in meinem Kopf. Dann wollen meine Beine morgens schnell aufwachen und ich kann es gar nicht erwarten, bis die Nacht vorbei ist.

    Viel Spaß und Mut dabei

  • Der Erfinder von Neujahr

    Der Erfinder von Neujahr

    Es ist schon verrückt. Irgendwann vor hunderten von Jahren hat sich jemand (Ein früher Fitnessstudiobesitzer wahrscheinlich) am 01. Januar überlegt…

    „OK, es ist der 1. des neuen Jahres. Ich muss mir jetzt was einfallen lassen. Ein paar Neue Gewohnheiten. Am besten irgendwas mit Gesundheit, Erfolg und Glückseligkeit.„

    „Und das mache ich ab jetzt an jedem 1. Januar. Und ich sage es allen meinen Freunden. Damit sie sich auch etwas einfallen lassen oder sich zumindest schlecht fühlen können, wenn sie keine guten Vorsätze haben.„

    • Weniger naschen
    • Mehr Sport
    • Ein Tagebuch führen
    • Morgens früher aufstehen
    • Kein Alkohol
    • Keine Fehler mehr
    • Wieder im Fitnessstudio anmelden
    • Ein neuer Job
    • usw.

    „Ja, klasse Idee. Lass uns das machen„

    Und ab diesem Tag, sieht man auf einmal die Leute in nagelneuen Schuhen und hautengen Klamotten durch die Gegend rennen oder strampeln. Dick eingepackt mit hochrotem Kopf. Oder wir verlassen Halsüberkopf unseren Job oder unseren Partner. 

    Und drei Monate später, geht alles wieder seinen gewohnten lauf. Mit dem einzigen Unterschied, das wir manchmal Narben und verbrannte Erde hinterlassen haben.

    „1. Januar?“

    Sagen wir dann zu uns und zu unseren Freunden.

    „Vielleicht nächstes Jahr.“

    „Ja, aber dann wirklich.“

    —

    Und das, mein lieber, ist die Geschichte, wie der 1. Januar zum besonderen Feiertag auf dem ganzen Planeten wurde. Es ist der Tag, an dem wir aufwachen und sagen:

    „Jetzt bin ich anders.“

    —

    Die meisten Leute denken, wenn sie etwas Neues anfangen: „Ich muss etwas TUN, ich muss HINZUFÜGEN, ich muss SCHAFFEN.“ 

    In vielen Neujahrsvorsätzen geht es darum, mehr zu tun. Mehr sein. Mehr erreichen. 

    Manchmal aber müssen wir erstmal von einem Berg hinunter gehen, bevor wir auf den nächsten Berg steigen. 

    „Du kannst kein Chirurg sein, wenn du dir nicht den Dreck von den Händen wäschst.“

    Zu wissen, wann ich NICHTS zu tun habe, ist manchmal der Schlüssel, um mehr zu erreichen.

    Und wo ich das jetzt gerade schreibe, merke ich, … das ich mindestens 20 Jahre damit verbracht habe, viele nutzlose Dinge zu tun.

  • Was dich überleben lässt.

    Was dich überleben lässt.

    Die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Sie ist oft ein gemeiner und hässlicher Ort. Und es ist mir egal wie stark du bist. Sie wird dich in die Knie zwingen und dich zermalmen, wenn du es zulässt. du und ich, und auch sonst keiner kann so hart zuschlagen wie das Leben. Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann, es zählt bloß, wieviele Schläge er einstecken kann und ob er trotzdem weiter macht. Wieviel man einstecken kann und trotzdem weiter macht. Nur so gewinnt man!
    – Rocky Balboa

    Deshalb möchte ich heute über den Bau einer Festung sprechen. Nicht die Art, die wir als Kinder gebaut haben oder die wir heute in Videospielen finden. Ich spreche von deiner persönlichen Festung in Kopf, Bauch, Brust und Herz.

    Warum? Weil dir das Leben Schläge verteilen wird. Und es hält sich definitiv nicht an irgendwelche Regeln. Du kassierst Schläge und Angriffe aus so vielen Richtungen, das du gar nicht mehr in der Lage bist zu reagieren. Aus diesem Grund haben die Menschen früher Festungen gebaut.

    Mit anderen Worten, wenn du fest auf deinen Beinen stehen bleiben möchtest … wenn du nach jedem Tiefschlag wieder aufstehen willst … brauchst Du eine eigene Festung – für deinen Körper und deinen Geist. 

    Deine Festung muss „unstürmbar“. Egal was passiert. Du musst sie jeden Tag in Schuss halten. Du kannst nichts davon delegieren oder einkaufen. Du musst alles selbst machen. Hörst du damit auf, wirst du vernichtet.

    In deinem Inneren muss es einen Ort geben, an dem du dich in absoluter Sicherheit befindest. An dem nichts dich erreichen kann. Keine Anfeindungen oder Verletzungen. Einen Ort, an dem absolute Ruhe vor dem Chaos herrscht. An diesem Ort bist du unverletzbar. Diesen Ort gibt es bereits. Du kannst ihn jederzeit aufsuchen. Es ist alles eine Frage der Übung und der Gewohnheiten. Je häufiger du diesen Ort besuchst, je einfacher findest du ihn.

    Teile deiner äußeren Festung sind deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Sich um diesen Ort zu kümmern ist einfach. Du musst ein paar Dinge dafür tun und ein paar andere lassen. Was genau das ist, sagt dir dein Körper. Du musst nur lernen, auf Ihn zu hören.

    Dazu gehören für mich allerdings ein paar tägliche Gewohnheiten. Wenn ich diese Grundgewohnheiten auch nur für einen Tag vergesse, beginnt der unvermeidliche Niedergang. Je älter ich werde, desto schneller bemerke ich das. 

    In Beziehungen, Verlust, Geld, Karriere, Leistungsfähigkeit, Gesundheit…

    Was mir dabei hilft? Ich tue so, als hätte ich mehrere Körper: physisch, spirituell, emotional, kreativ… (Bei dir heißen sie vielleicht anders)

    Diese Körper sind miteinander verbunden. Es ist, als ob ein unsichtbares Blut zwischen allen Körpern fließt, sie füttert und nährt. Wird dieses Blut irgendwo blockiert, entstehen Probleme – sozusagen ein Infarkt.

    Deshalb baue ich jeden Tag an meiner Festung. Keine Ausnahme.

    Wir alle leiden ab und zu. Jeder hat Probleme. Aber wir entscheiden, wie wir damit umgehen. Für mich ist es die Stärkung dieser Festung mit ihren 4 Mauern, die mich lebendig macht und am Leben hält.