Du hast keine Spielfiguren mehr im Häuschen

… und auf einmal wachst du Montags morgens mit einer Scheißlaune auf, es sind 44 Jahre vergangen und du weißt noch immer nicht, weshalb du hier bist.

Kennst du auch die gut gemeinten Ratschläge?
Die Tipps und Tricks von Leuten, die es besser wissen?
Die dir sagen, was du am besten zu tun und zu lassen hast?

Die Leute, die das nachplappern was andere Leute auf Youtube predigen die das wiederum aus einem Facebook post haben der auf einer Instagram Story basiert ,die auf jemandes Weisheit beruht der schon 2.000 Jahre tot ist und den eh niemand verstanden hat.

  • Faule und dicke Nachbarn die dir Ernährungs- und Sporttipps geben.
  • Verbeamtete Lehrer, die wissen wie „man“ Karriere zu machen hat und wie man besten ein gutes Zahnrad in der Gesellschaft wird? Aber bitte bloß nicht als böser Kapitalist der nur die Mitarbeiter ausbeutet (Achtung, es gibt viele Ausnahmen – und es werden immer mehr – Herr A.P. aus E. 😉)
  • „Wannabee Entrepreneure“ die dir zeigen, wie man erfolgreich wird über Nacht die aber selbst von Dosenravioli leben und Mamas Computer benutzen.
  • Youtuber die in einem geliehenen Porsche sitzen und dir ein automatisiertes Einkommen über Nacht versprechen.
  • Eine Gesellschaft die uns sagen will, was Erfolg und Glück bedeutet und was man dafür zu tun und wie man zu sein hat.

Mir kommt es so vor, als wären all diese Glückskeksweisheiten 50 Jahre abgelaufen.

Das alles regt mich dermaßen auf, das ich morgens um 5 Uhr schon eine Scheiß Laune habe – vielen Dank.

Kann es sein, dass es auch anders geht? Und Um was gehts hier eigentlich?

Es geht erst mal nur um um mich.
Soviel Ehrlichkeit muss sein. Und darum sollte es dir auch gehen – um DICH

Es gibt viele andere wichtige Menschen in deinem Leben – ich weiß. Die gibt es für mich auch. Aber was haben du und deine Lieben davon, wenn es der Welt gut geht und dir beschissen?

Wenn es um dich und dein Sein geht, bist du Profi und Amateur zugleich.
Du bist Profi im Wollen und Amateur im Sein

Du hast so viele „Ichs“ – jedes will und fürchtet etwas anderes.
Manchmal zerreißt es dich.
Du folgst einer Sache, musst dich aber deshalb gegen eine zweite Entscheiden. Du entscheidest dich mit wehenden Fahnen für etwas, musst aber zehn andere Dinge dafür aufgeben. Es geht immer nur um Kompromisse.

Wie fängt das Ganze an?

Wir werden irgendwann wach, und finden uns auf einer Welt mit ganz vielen anderen von unserer Sorte wieder. Wir haben uns diese Welt nicht ausgesucht. Unsere Eltern unser Umfeld und die Gesellschaft erklären uns, wie es hier zu laufen hat. Was wir zu tun und zu lassen haben. Was unsere Ziele zu sein haben und so weiter.

So weit so gut.

Dein Job ist es also scheinbar nicht, darüber nachzudenken, was dein Weg ist. Dein Job ist es, ein gutes und erfolgreiches Rädchen im Getriebe zu sein, auf einem Weg, der dir vorgegeben wird. Von einer Gesellschaft aus „anderen“ die du nichtmal kennst.

Und plötzlich, 80 Jahre später, schmeißt dich jemand raus aus dem Spiel des Lebens. Und du hast keine Spielfiguren mehr im Häuschen die du mit einer 6 auf deinem Würfel rausholen kannst.

Wir bekommen sogar gesagt, wie wir zu sterben haben und nach welcher DIN Norm wir begraben werden.

„Ok Thimo, gekauft. Aber warum denkst du, du kannst mir helfen?“

Es gibt genau zwei Fragen, die ich mir jeden Tag stelle – seit ich einigermaßen klar denken kann:

Was Liebe ich?
Wars das?

Oder eben leicht abgewandelt:

  • Was kommt als Nächstes?
  • Ist es das gewesen?
  • Wovon will ich mehr und wovon weniger?
  • Was kann ich noch alles machen?
  • Weshalb bin ich gerade zufrieden/unzufrieden?
  • Was ist überhaupt Glück und Zufriedenheit und wie komme ich dorthin und woran merke ich, das ich da bin?
  • Bin ich vielleicht schon da?

Warum also, sollte genau ich dir etwas darüber erzählen?

A) Irgendwie habe ich schon ein ziemlich cooles Leben.
Es hat leider über 40 Jahre gedauert, bis ich das kapiert habe.
Alles hat irgendwie geklappt. Sogar die blutigen Schläge, die mir das Leben verpasst hat, waren die, die ich am meisten gebraucht habe. Ich lande immer wieder auf den Füssen, habe aber erst spät erkannt, warum.

B) Nachdem ich alle Jobs gemacht habe, die mir in den Sinn kamen, bin ich an einem Punkt an dem ich sagen kann – ich bin zu 75-85% glücklich mit dem was ich bin und tue.
Ich liebe meine Frau und meine Kinder über alles und ich möchte mir kein Leben ohne sie vorstellen. Ich kann tun und lassen was ich will. Ich bin freier in meinen Entscheidungen als je zuvor. Und das schöne daran, ich verdiene sogar Geld damit.

C) Ich habe in den letzten zehn Jahren mit über 4.000 Menschen gearbeitet, die sich in irgendeiner Form verändern wollten.

D) Weil ich mich genau mit dieser Frage jeden verdammten Tag beschäftigt. Ich denke darüber nach. Ich drehe und wende diese Frage. Ich betrachte sie mir von allen Seiten. Ich durchdringe Sie. Ich lese und lerne alles, was ich finden kann. Ich arbeite mit dieser Frage jeden Tag. Ich denke, lebe, lerne, schreibe und atme diese Idee in jeder Minute meines Lebens.

E) Weil ich diese Frage für mich beantwortet habe.

F) Weil ich jeden Tag an der Antwort scheitere und verzweifle.

G) Weil sie mich zu dem macht, der ich bin.

H) Weil es ganz einfach ist.

Und jetzt?

Schreib mir gerne deine Antwort auf die beiden Fragen:

Was Liebe ich?
Wars das?

Ich antworte auf alles was da kommt.
Ob ich eine Lösung für dich habe oder dir helfen kann? Keine Ahnung.
Aber alles ist besser als es für dich zu behalten.


Es gibt Tausende von Leuten da draußen, die dir vielleicht helfen können. Wahrscheinlich bist du aber die Person, die am besten dafür geeignet ist.

Mein Leben lang beschäftige ich mich mit der Suche nach dem was ich Liebe, und ob da noch mehr ist. Und ich scheitere jeden Tag daran. Ich werde aber auch täglich besser darin.


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