Wie Schmerz und Angst helfen

Ich schaffe es nicht.
Ich kann nicht aufhören, daran zu denken?
Ich kann meine Angst nicht einfach wegschieben?

Ich mache die Augen zu, senke langsam den Kopf und stelle mir Fragen:

„Wo kommt diese Angst her“?

  • Wie fühlt sie sich eigentlich an?
  • Wo genau fühle ich dieses Gefühl – das ich Angst nenne?
  • Fühlt sich das für alle Menschen gleich an?
  • Wer hat mir beigebracht, so zu fühlen?
  • Woher weiß ich, das dieses Gefühl Angst ist?

Wovor genau habe ich Angst?

Ich fühle jetzt, in diesem Moment Schmerzen. Die gleichen Schmerzen, die mich schon viele mal unters Messer geführt haben.

Nichts Schlimmes, kein Drama – eigentlich.

Und trotzdem ist da jedes Mal – ANGST

Angst davor, das es dieses mal anders ist. Das es vielleicht schlimmer wird.

Das ich – … was eigentlich?

Wozu sind meine Angst und der Schmerz gut?

  • Zeit mit mir und für mich selbst
  • Klarheit in Denken, Spüren und Fühlen
  • Die wirklich wichtigen Dinge kommen ans Tageslicht
  • Entscheidungen zu treffen
  • Wunsch und Wahrheit zu unterscheiden

Meine erste Reaktion auf Schmerz ist: „Geh weg“ oder „warum schon wieder ich“. Diese Wünsche helfen mir aber leider nicht. 

Ich versuche, dem Schmerz seinen Raum zu geben. Ihn als Besucher zu sehen. Als jemandem, der mir vielleicht helfen kann.

Moments of pain are moments of truth Suffering is the Moment wehen we can no longer deny reality.

Das ist der Grund, warum ich öffentlich darüber schreibe. Es hilft mir, Wunsch und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ich bin dann ehrlich zu mir selbst. Mein Leiden ist real. Ich habe zwar immer noch den Wunsch „hör auf“, aber ich erkenne es als Wunsch. In dem Moment, in dem ich schreibe, MUSS ich mir Zeit nehmen. 

Diese Zeit hilft mir, hinter meine Wünsche zu schauen. Hinter diesen Wünschen liegt meine Wahrheit.

Wenn wir beschäftigt sind, können wir nur schwer zwischen Wunsch und Wahrheit unterscheiden. Wir laufen automatisch und fremdgesteuert durch die Weltgeschichte. Unterscheiden nicht mehr zwischen wichtig und richtig, unwichtig und falsch.

Das braucht Zeit und Raum zu denken, zu spüren und zu fühlen.

Ich sage also mal wieder „Hallo“ zu meinem Freund dem Schmerz. Er hilft mir, die Dinge wieder in MEINE Reihenfolge zu setzen.

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