Kategorie: Nachdenken

  • Du hörst nicht richtig zu mein Lieber

    Du hörst nicht richtig zu mein Lieber

    Dein Körper – Was sagt dir dein Körper, wenn du zuhörst? Atmest du tief oder flach? Atmest du überhaupt? Fühlst du einen Knoten im Bauch oder eine Spannung in der Brust? Manchmal merken wir nicht, dass wir eine emotionale Reaktion auf etwas haben, das gesagt wird, bis unsere Emotionen die Überhand gewinnen. Obwohl wir das beste Hilfsmittel schon bei uns haben – unseren Körper. 

    Unser Körper gibt uns immer Hinweise. Unsere Aufgabe ist es, hinzuhören und ihm nachzufühlen.

    Was ist dein Standard-Hörmodus? — Jeder von uns hat eine natürliche Art des Zuhörens, einen bestimmten Filter, durch den wir die Welt hören, der von unserer Persönlichkeit und frühen Beziehungen geprägt ist. Leider ist dieser standardmäßige Hörmodus oft verzerrt. Wir reagieren, denken und fühlen in Gesprächen auf eine bestimmte Weise. 

    Die einen sind natürliche Problemlöser, die in einem Gespräch immer nach dem Problem (und der Lösung) suchen. Die anderen neigen dazu, „Identifizierer“ zu sein und „Ihr“ Denken unaufgefordert anzubieten. Vielleicht bist du auch eher der Entschärfer, immer bereit einen Witz zu machen und die Stimmung aufzuhellen. Oder ein „Umdreher“ der die Dinge immer anderes sehen (muss) als alle anderen. 

    Kein Modus ist besser als der andere, aber es ist nützlich, seinen eigenen Modus zu kennen, um ihn nach Bedarf anpassen zu können, da wir zuweilen mit unserem Instinkt falsch liegen.

  • Was versteckst du?

    Was versteckst du?

    Was versteckst du vor dir und vor anderen?

    Was willst du? Also wirklich WOLLEN? Verlangen, von ganzem Herzen? Über was denkst, träumst fühlst du nach? Wunderschöne Fantasien in deinem Kopf? Die ehrlichsten, tiefsten und innigsten Wünsche deines Herzens?

    Kennt jemand anderes diese Wünsche? 

    Hast du sie aufgeschrieben?

    Etwas auf meiner Liste ist mir aufgefallen.

    Dort stehen Dinge, von denen ich mit Sicherheit weiß, das ich sie NIE erreichen werde. Und trotzdem lasse ich sie dort stehen.

    Zum Beispiel: „Meinen Bruder nochmal in den Arm nehmen.“ 

    Er ist leider vor vielen Jahren gestorben. Trotzdem steht dieser Wunsch auf meine Liste. Und er bleibt dort. 

    Warum lasse ich diese Wünsche stehen?

    Weil es etwas Befreiendes hat. Es ist befreiend zu wissen, dass ich einen Wunsch habe und ihn nicht erfüllen muss. Einfach, weil es nicht mehr möglich ist. Und trotzdem muss ich dieses Verlangen nicht unterdrücken. Für mich wäre das so, als ob wollte ich etwas in mir zum Schweigen bringen würde. 

    Deshalb bleiben diese Wünsche auf meiner Liste. Für immer.

    Es hindert mich nicht daran, es zu wollen. Es wäre doch lächerlich zu denken: „OK, da er nicht mehr hier ist, kann ich diesen Wunsch nicht erfüllen, deshalb werde ich es von meiner Liste streichen“. Ich sage mir also lieber: „weißt du was, es ist okay“, darin liegt meine Macht. 

    Die Macht, in der Lage zu sein, ganz und gar ehrlich zu sich selbst zu sein.

    Was will ich wirklich?

    Ganz egal ob ich diese Wünsche jemals erfüllen kann. Ohne Druck oder schlechtes Gewissen?

    Wie oft sperren wir unsere tiefsten und ehrlichen Wünsche weg? Nur weil wir sie für albern halten oder wir denken, dass wir ihrer nicht würdig sind. Wir Angst davor haben, be- oder verurteilt zu werden oder uns einfach unsicher sind, ob wir sie tatsächlich erreichen können.

    Dazu möchte ich sagen…

    „Na und“?

    Schreib DEINE Liste! Mit deinen Wünschen. Egal für wie unwahrscheinlich, unerreichbar oder unspektakulär du sie hältst. Egal wie sehr du an deiner eigenen Fähigkeit zweifelst. Egal wie sehr du den „Richtersruch der anderen“ fürchtest oder wie sehr du dich lächerlich machen könntest. Schreib es einfach auf. Nur für dich.

    Geschafft? OK. Sag es jetzt einer Person. Einem Menschen, der vielleicht ein Träumer ist, genau wie Du. Sag es dieser sanften, optimistischen Seele, die selbst ihre eigenen inneren Wünsche hat. Und sollte es diese Person nicht geben, stelle dir einfach diese Person in deinen Gedanken vor.

    Und dann lass die Wünsche einfach ein bisschen ruhen. 

    Wir sind zu oft so in das Wie und Warum unserer Wünsche verstrickt, dass wir vergessen, sie einfach mal zu benennen. Indem wir sie laut sagen und uns selbst und anderen zugestehen, werden manchmal Dinge in Gang gesetzt, die wir noch nicht sehen können.

  • Wer sind deine Dämonen?

    Wer sind deine Dämonen?

    Meine heißen

    • Angst
    • Frustration
    • Überheblichkeit
    • Hektik
    • Selbstzweifel
    • Sprunghaftigkeit
    • Kränkung (was erlaubt sich das Leben)
    • Niedergeschlagenheit
    • Krankheit

    Da haben meine Engel zu kämpfen

    • Mut
    • Zuversicht
    • Unkonventionalität
    • Flexibiliät
    • Anspruch
    • Liebe
    • Lebenslust
    • Begeisterung
    • Neugier
    • Überzeugungskraft

    Es steht 10:9 und ich komme gerade aus der 1. Halbzeit

  • Atme ein

    Atme ein

    Wecker
    Aufspringen
    Waschen
    Anziehen
    Kaffee to go

    Los

    Du beantwortest irgendwelche Mails …
    Du kommst zu spät zu Meetings …
    Du öffnest den 41 Tab in deinem Browser …
    Du isst mal schnell was im Cafe an der Ecke …
    Du springst zu Facebook und rennst auf den Klo …
    Bevor es wieder nach Hause geht …

    Los

    Rechnungen
    Einkaufen
    Netflix
    Youtube
    Facebook
    Twitter
    LinkedIn
    Kinder
    Partner
    Familie
    Freunde

    Los

    Bis dein Kopf auf dein Kissen aufschlägt.
    Und morgens alles wieder Murmeltiermäßig von vorne


    Wenn du etwas tust, atmest du aus. Aber du kannst nicht ewig ausatmen. Irgendwann musst du einatmen. Oder du stirbst.

    Was ist passiert?

    Ganz einfach: Wir vergessen zu atmen.
    Einatmen gehört dazu.

    • Du wachst morgens auf und setzt die Füße ganz bewusst neben dein Bett – Einatmen
    • Du schaust in den Spiegel…
    • Du sitzt vor deinem Frühstück…
    • Du greifst das Lenkrad deines Wagens…
    • Du gehst eine Runde um den Block…
    • Du siehst einen Baum, die Blätter bewegen sich im Wind…
    • Du schaust deinen Kindern ins Gesicht…
    • Du liegst auf dem Rücken. Du streckst deine Arme und Beine aus. Du schaust nach oben…

    Das Leben ist kein Vakuum.
    Das Nichts ist nicht leer.
    Es gibt uns immer genau die Luft, die wir brauchen.
    Vergiss nicht einzuatmen.

    Wie konnte ich das Einatmen vergessen? Es ist die natürlichste Sache der Welt!

  • Wie ändere ich meine Meinung?

    Wie ändere ich meine Meinung?

    Du musst das doch endlich kapieren.

    „Wie ändere ich anderer Leute Meinung?“

    Hättest du mir die Frage vor ein paar Jahren gestellt… meine Antwort wäre klar.

    Fakten, Zahlen, Daten (ich bin schließlich Ingenieur)

    Entwickle starke Argumente, untermauere Sie mit harten, kalten, unwiderlegbaren Daten und voila!

    Leider funktioniert das bei mir ziemlich selten (Und dort, wo es funktioniert hat, bin ich mir nichtmal sicher, ob sie ehrlich zu mir waren)

    Ich hatte also ein erhebliches Problem mit diesem Ansatz.

    Er funktioniert einfach nicht.

    Unser Hirn folgt leider nicht immer den Tatsachen. Fakten sind, wie John Adams es ausdrückte, hartnäckige Dinge, aber unser Verstand ist oft noch sturer. 

    So glaubwürdig und überzeugend diese Tatsachen auch sein mögen. Wie oft erwische ich mich dabei, einfach weiter zu suchen, wenn ich meine gewünschte Antwort nicht finde.

    Wir filtern unbequeme Wahrheiten und Argumente heraus. Dadurch verfestigen sich unsere Meinungen und es wird immer schwieriger, eingefahrene Denkmuster zu durchbrechen. (Siehe auch „Confirmation Bias“)

    Aber wenn das Ding mit den Fakten nicht funktioniert, wie ändern wir dann unsere Meinung?

    Gib deinem Verstand eine Ausrede.

    Nur weil wir gestern etwas geglaubt haben, heißt das nicht, das wir heute noch daran festhalten müssen. Du lieferst deinem Verstand (oder deinem Gegenüber) eine Entschuldigung. Überzeugen Ihn, dass die frühere Entscheidung oder Meinung angesichts dessen, was er damals wusste, richtig war, aber jetzt, da sich die zugrunde liegenden Tatsachen geändert haben, sollte dies auch der Verstand einsehen.

    „Du hattest sicher gute Gründe von deiner Sache überzeugt zu sein. Damals war X noch aktuell. Du konntest noch gar nichts von Y wissen…“

    Du bist nicht deine Meinungen

    Wir identifizieren uns zu stark mit unseren Meinungen. Wir werden zu unseren Meinungen also verteidigen wir sie wie eine Mutter ihr Neugeborenes.

    Das Problem. Wenn du deine Überzeugungen mit deiner Identität verknüpfst, bedeutet eine Änderung deiner Meinung auch eine Änderung deiner Identität.

    Und ändere mal bitte einfach so dein ICH

    Eine mögliche Lösung ist die Trennung zwischen dir und deinen Meinungen. Anstatt zu sagen: Ich „In diesem Papier argumentiere ich . . .“, begann ich zu sagen. „Dieses Papier argumentiert . . .“

    Diese subtile verbale Optimierung brachte meinen Verstand dazu, zu denken, dass meine Argumente und ich nicht ein und dasselbe waren. Offensichtlich war ich derjenige, der diese Argumente vorbrachte, aber sobald sie aus meinem Körper waren, nahmen sie sich ihr Leben. Sie wurden zu separaten, abstrakten Objekten, die ich mit einiger Objektivität betrachten konnte.

    Es ist nicht mehr persönlich. Es ist einfach eine Hypothese, die sich als falsch erwiesen hat.

    Jemand kann dir tausend mal etwas sagen … leider funktionieren wir Menschen auf unterschiedlichen Frequenzen. 

    Wenn jemand mit deiner Meinung nicht einverstanden ist, liegt das nicht daran, dass du falsch oder richtig liegst. 

    Sondern weil du etwas glaubst, was der andere nicht glaubt.

    Marc Andreessen hat mal gesagt 

    „Strong beliefs, loosely held.” 

    Glaube fest an eine Idee, aber sei bereit, deine Meinung zu ändern, wenn dir die Fakten etwas anderes aufzeigen.

    Frag dich öfter: „Was würde eine meiner stark vertretenen Meinungen ändern?“ Wenn die Antwort lautet: „Nichts würde meine Meinung ändern“, hast du ein Problem. 

    Und sind wir mal ehrlich. Wer von uns denkt nicht ab und zu „eigentlich hat Sie ja Recht“

  • Vom genau hinsehen

    Vom genau hinsehen

    Was passiert, wenn du genauer hinsiehst?

    Stell dir vor, du stehst mit einem Freund in der Küche und schaust mit ihm aus dem Fenster. Er sieht, wie auf der Straßenseite gegenüber der Nachbar gerade den Müll hinaus stellt. Genauso gut könnte er aber auch sein eigenes Spiegelbild in der Fensterscheibe betrachten. Sich Gedanken machen, was die Ärztin zu der kleinen dunklen Stelle an seinem Nacken gesagt hat, die schon seit Wochen sein Denken belastet.

    Nur weil du den Nachbarn und seinen Müll siehst, bedeutet das nicht, dass alle Welt dein Denken und Fühlen teilt.

    Was siehst du, wenn du diesen Text liest?

    • Siehst du die Buchstaben, die Worte und Sätze?
    • Siehst du das Schwarz und Weiß?
    • Die Werbung am Rand
    • Die Uhr in deinem Browser
    • Die Finger, die auf der Tastatur ruhen
    • Die schwarzen Ränder deines Displays
    • Die Spiegelung deines Gesichts, die Falten deiner Stirn auf der Glasscheibe deines Geräts.
    • Die Ränder deiner Brille, die immer leicht schief auf deiner Nasenspitze sitzt.
    • …

    Was siehst du wirklich bei deinem Blick in die Welt? Wenn du beginnst, genau hinzusehen? Ohne direkt deine Schubladen zu öffnen.

    Da ist noch eine ganze Welt.

  • Die 5 Töne meines Lebens

    Die 5 Töne meines Lebens

    Manche stellen sich diese Frage zu oft. Manche zu selten. Manche NIE.

    Wozu bin ich gemacht und gedacht?

    Meine Antworten sind selten gleich.

    Aber es gibt Themen, die sich wiederholen.

    Meine Lebensthemen

    Eine Art Melodie, die immer im Hintergrund läuft.

    Eine Melodie aus Tonlagen und Abschnitten gemacht. Manche laut, andere leise, schnell und langsam.

    Diese Melodie klingt für jeden anders. Weil Sie anders ist und jeder sie anders hört.

    Diese Melodie ist meine

    • Einer tiefen Lust am Leben, als „bassiges Brummen„, das sich durch meinen Tag zieht.
    • „Kurze, laute und scheppernde Geräusche“ die für die Macht stehen, mich jeden Tag für ein „JA“ zu entscheiden
    • Die sanften aber kraftvollen Töne der Liebe … zu meiner Frau, meinen Kindern und meiner Familie gegenüber.
    • Einem Summen der starken Neugierde und Begeisterungsfähigkeit dem Neuen und Anderen gegenüber.
    • Dem Wechsel aus Getöse und Gemeinschaft und schweigender Einsamkeit.

    Wie klingt deine Melodie?

  • Thimo, lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen!“

    Thimo, lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen!“

    „Das Leben genießen?“

    „Thimo, wo lebst du denn? Hast du dich mal umgesehen? Weißt du eigentlich, was bei mir gerade los ist? Dafür habe ich gerade echt keine Zeit. Du und dein „alles positiv sehen“

    „Ich bin beschäftigt mit Sorgen machen, wütend sein und was weiß ich noch alles.“

    Also lass mir die Ruhe mit deinem „das Leben genießen“.

    Vor lauter „beschäftigt sein“ vermeiden wir es einfach zu „sein“.

    Warum ist das so? Warum neigen wir dazu, alles zu tun, um beschäftigt zu sein und zu bleiben. Auch wenn sich das was wir tun, bedeutungslos anfühlt.

    Dr. Brené Brown von der University of Houston sagt dazu „verrückt beschäftigt“ als eine „betäubende Strategie“, mit der wir vermeiden, uns der Wahrheit unseres Lebens zu stellen.

    Wir haben Angst vor dem tiefen Nachdenken und -fühlen, weil das ja bedeuten würde, wirklich überlegen zu müssen, was wir alles haben und was wir wirklich vom Leben wollen.

    Und manchmal fühlt sich die Lücke so groß an, dass wir lieber im Hamsterrad bleiben. Wir wissen nicht wo wir anfangen sollen … also holen wir uns lieber erstmal einen Kaffee, surfen ein wenig auf Facebook und beschweren uns über unser Leben/die Politik, die Pandemie und eben alles, was uns die Medien noch so vorsagen.

    Und dann ist da noch der immer wiederkehrende Gedanke, dass es zu spät ist, etwas Neues zu beginnen oder zu erreichen.

    Was wäre, wenn ich trotzdem gut gelaunt und glücklich sein könnte? Wenn ICH mein Leben in der Hand hätte und mich jederzeit fürs „glücklich sein“ entscheiden könnte?

    Verrückte Idee, oder?

  • Aber alles hinschmeißen? Dafür habe ich zu viel Angst.

    Aber alles hinschmeißen? Dafür habe ich zu viel Angst.

    Aber alles hinschmeißen? Dafür habe ich zu viel Angst.

    „Ich drehe mich nur noch im Kreis. Ich habe Bauchkrämpfe und mein Auge zuckt ständig. Ich könnte jeden Morgen heulen und alles hinschmeißen. Und ich weiß noch nicht mal, warum“

    Das war die Antwort, die ich vor fast 20 Jahren einem Psychologen gegeben habe.

    Wut und Angst waren nie meine besten Ratgeber. Aber sie haben mich zu meinem „Heute“ geführt.

    Ich war wütender auf mich selbst als auf andere. Ich hatte doch einen guten Job. Die Leute waren auch nicht verkehrt. Das Geld war ok, tolle Stadt, Karriere … usw. 

    Mein Problem war. Es war absolut nicht das, was ich machen wollte. („Aber wer macht das schon“, dachte ich)

    Und jeden Tag zuckte mein Auge mehr.

    Ich war nur noch wütend auf mich

    • Das ich keine Entscheidung treffen konnte.
    • Das ich nichts verändere.
    • Das ich nicht herausfinde, was ich wirklich wollte.
    • …

    Also habe ich mich hingesetzt und alles aufgeschrieben. All die Wut und Angst. Und auch meine Hoffnungen und Wünsche.

    Einfach schreiben.

    • Darüber, wovor ich Angst habe.
    • Weshalb ich wütend bin.
    • Was schlimmstenfalls passieren könnte, wenn ich gehe.
    • Was mit mir passiert, wenn ich nichts tue.
    • Was „die anderen“ darüber denken. …
    • …
    Nicht was ich damals geschrieben habe – aber es passt ganz gut zum Thema

    Am nächsten Tag habe ich mir alles geschriebene nochmal angesehen. Meine Entscheidung war klar.

    Nichts wie weg hier!


    Ich lese immer wieder, es gibt so etwas wie einen „Writer’s Block“ – eine Schreibblockade. Für mich war das damals eher ein „Life Block“. 

    Ich hatte das Gefühl, irgendetwas müsse sich ändern. Die große Frage war: WAS?

    Ich habe meinen „Life Block“ noch oft gespürt. Immer haben mir die gleichen Ideen geholfen.

    Meine 12 Werkzeuge gegen „Life Block“

    1. Darüber schreiben. Jeden Morgen. Gleich als erstes. Mindestens 30 Minuten ohne Pause. Für mich ein mentaler Scheibenwischer.
    2. Mich mehr zu bewegen. Draußen ist besser als drinnen (Sauerstoff). Aber drinnen ist besser als gar nicht. Einfach anfangen. Warte nicht, bis du irgendein Buch über das Joggen oder Wandern gelesen hast und deine neuen Schuhe von Amazon geliefert werden. Fang sofort an. Und wenn es nur 5 Minuten sind.
    3. Dankbar zu sein für das, was ist.
    4. Kaffee
    5. Lesen. Egal was. Tauch in andere Leben ein. Hol dir Ideen. Lies auch mal in einer anderen Sprache. Aber bitte keine Zeitung oder irgendwelche „News“.
    6. Meditieren. Gib deinem Geist Zeit. Lass deinen wirren Gedanken Raum sich „abzusetzen“. Wie in einem aufgewühlten Teich der irgendwann klar wird, wenn man ihn in Ruhe lässt.
    7. Früher aufstehen (am besten, jeden Tag zur gleichen Zeit). Mach ein kleines Ritual daraus. Du hast deinen ersten Erfolg schon hinter dir wenn du jeden Tag zur gleichen Zeit aufstehst. (Nur 30 Minuten jeden Tag 182 Stunden. Das sind fast 23 Arbeitstage a 8 Stunden)
    8. Mehr trinken. Wasser. Kein Zucker. Keine Kohlensäure. Das Trinken ist eine der „Meta Einflussfaktoren“, die auf alles andere Positiv einwirken.
    9. Ehrlich zu mir zu sein (auch wenn es weh tut). Wenn ich fett und unbeweglich bin – bin ich fett und unbeweglich.
    10. Mit jemandem reden, der kein „skin in the game“ hat. Deine Lieben heißen „deine Lieben“, weil sie dich lieben und lieb zu dir sind. Veränderungen sind aber nicht immer „lieb“. (Was meinst du, wie dein Partner reagiert auf die Idee: „Schatzi, ich habe ein Jobangebot. Sind nur knapp 400km.)
    11. Inspiration suchen: Was ich, wie, verändern kann. Romane, Bücher, Zeitschriften, inspirierende Webseiten (Medium, The Browser …), ich lese in meinen alten Texten. Hier einige Menschen, die mir immer wieder Inspiration und Mut geben.
    12. Jeden Tag 10 Ideen aufschreiben. Ich überlege mir jeden Tag 10 Ideen zu irgendeinem Thema (Inspiriert von James Altucher). Ich trainiere meinen Ideenmuskel jeden Tag. Bei mir sind das mindestens 3.650 Ideen pro Jahr. Und wenn auch nur 1 % davon gut sind, sind das genug Ideen, die es wert sind, weiter verfolgt zu werden (so ist auch dieser Text entstanden).

    Ideas are like rabbits. You get a couple, learn how to handle them, and pretty soon you have a dozen. 
    — John Steinbeck

    Ich habe wahrscheinlich immer noch jeden Tag eine kleine „Lebeblockade“. 

    Aber die oben genannten 12 Ideen haben im Grunde jede Veränderung hervorgebracht, die ich jemals gemacht habe.

    Die folgenden Menschen/Mentoren/Autoren helfen mir dabei. Ihre Gedanken und Ideen lese ich gerne zuerst, wenn mich das Gefühl überkommt, es muss etwas passieren. Das sind lange nicht alle, aber diese tauchen immer wieder in meinem Kopf auf.

    Meine Frau, Gerald Hüther, Jocko Willink, Shawn Achor, Jordan Peterson, David Goggins, Eckard Tolle, Jürgen Singer, Neil Gaiman, Cherryl Strayed, Mo Gawdat, Seth Godin, Gary Vaynerchuck, Roland Kopp Wichmann, Gunter Dück, Derek Sivers, Caysey Neistat, Ryan Holiday, Joe Rogan, Kyle Cease, James Altucher, Naval Ravikant, Charles Bukowski, Hunter S. Thompson, John Steinbeck…

    vielen Dank

  • Die Frage, die mich mein Leben lang beschäftigt.

    Die Frage, die mich mein Leben lang beschäftigt.

    Die Frage nach dem „was tun“ — die Suche nach „etwas Neuem“ beschäftigt mich mein ganzes Leben.

    Warum ist das so? Was will ich damit erreichen?

    Und was ist, wenn ich es gefunden habe. Will ich denn überhaupt „meine Erfüllung“ finden.

    Was soll ich denn mit meinem Leben „anfangen“, wenn ich Sie gefunden habe? 

    Anfangen???

    Wann fange ich an, mit meinem Leben etwas anzufangen?

    Woran merke ich, dass ich tue, was ich tun will? 

    Die Themen, über die ich oft nachdenke und schreibe, sind:

    • Wie findest du das, was du liebst?
    • Wie kann ich meine Erfüllung finden?

    Ich suche Sie immer in etwas Neuem. Ich stelle mir vor, dass es eine Tätigkeit ist.

    • ist es überhaupt eine Tätigkeit?
    • ist es denn etwas Neues?

    Nimm die Linien aus deiner Vergangenheit und führe sie in die Zukunft weiter. Sie kreuzen sich immer nur am Punkt deines jetzigen Lebens. Sie lassen sich nicht in der Vergangenheit korrigieren und nicht in der Zukunft.

    All diese Gedanken und Gefühle – wozu?

    Um wieder alles hinzuschmeißen. Mich zu fragen, weshalb ich das alles tue. Es bringt doch nichts. Was will ich damit bezwecken? Was soll das alles und was soll denn dabei herauskommen? 

    Ich kann doch jederzeit alles tun, was ich will. Weshalb fällt mir keine Aufgabe ein, der ich jetzt nachgehen kann? Weshalb das ganze hin und her? Das Nachdenken, Meditieren, Schreiben, über das Leben und was ich damit anfange. Ich drehe mich nicht nur im Kreis, ich drehe mich auf der Stelle im Kreis …

    Und jetzt? Besser mal wieder ablenken von zu vielen Gedanken und Gefühlen … 

    — Kaffee, Essen, Internet, Einkaufen … 

    Ich möchte mir doch einfach nur klarer über mich selbst werden. 

    Aber werde ich das?

  • So will ich doch nicht die ganze Zeit leben.

    So will ich doch nicht die ganze Zeit leben.

    Ich kann es nicht mehr hören. Auf fast jedem Seminar, in Ratgebern und Selbshilfebüchern … 

    „Lebe so, als würdest du morgen sterben.“

    Ich kann die Ratschläge nicht mehr hören. 

    Was weiß denn ich, was ich tun würde, wenn ich morgen stürbe. Wahrscheinlich möchte ich mit meiner Familie zusammen sein und die letzten Stunden genießen. 

    Aber ich will doch nicht die ganze Zeit so leben, als würde ich morgen sterben.

    Viel lieber lebe ich so, als wäre heute mein erster Tag auf der Welt.

    Und nein, ich habe auch keine Lust, meine eigene Grabrede zu verfassen.

    Was hab ich davon? 

    Ich habe da ein paar andere Ideen:

    Was wäre, wenn ich ab sofort mein Leben so lebe, als würde ich nie sterben?

    Fühlt sich gar nicht so schlecht an.

    Ich probiere es mal aus.

    Und sollte es nicht funktionieren, dann muss ich mir eben wegen meiner Grabrede etwas einfallen lassen 😉

    —

    In einem anderen Gedanken sehe ich mich als Romanfigur. Als jemand in einer Geschichte. Mein Leben ist wie in einem Buch begrenzt durch den Einband – Anfang und Ende. Aber wie die Charaktere im Buch habe ich keine Angst davor, das das Buch irgendwann ein Ende hat. Oder hate Captain Ahab mal gesagt:

    „Hoffentlich ist das Buch noch nicht zu Ende“?

    Nein, er hat keine Angst das er die letzte Seite erreicht. Ich weiß, das ich irgendwann sterben werde. Ich weiß, das ich das beste aus meinem Leben herausholen will, Ich weiß, das ich so lange und so gut leben möchte, wie es nur geht.

    Dafür brauche ich keine Grabrede oder mir auszumalen, das ich morgen sterbe.

    Und so sollte es bei mir sein. Ich lebe das Buch meines Lebens, begrenzt von seinen Umschläge, seinem Anfang und seinem Ende.

    Ich kann nur die Momente dazwischen leben, die Momente, die mein Leben ausmachen.

    Es macht für mich keinen Sinn darüber zu hirnen, was sich außerhalb dieser Seiten befindet, sei es vor meiner Geburt oder nach meinem Tod. Und ich möchte mir auch keine Sorgen machen, wie lang das Buch ist oder ob es eine Comic oder ein Epos ist. 

    Das einzige, was zählt, ist, dass ich es zu einer guten Geschichte machen möchte.

    „Es kommt sehr viel darauf an, ob man das Leben verlängert oder das Sterben.“

    — Lucius Annaeus Seneca

  • Kann ich mich in einen neuen Job hineindenken?

    Kann ich mich in einen neuen Job hineindenken?

    Neuer Job – aber welcher?


    Mit 15 habe ich angefangen zu arbeiten und danach dutzendweise die Richtung gewechselt. Egal ob in Job, Militär, Schule oder Studium. 

    Das Problem: Ich konnte meistens nicht mal sagen, ob es überhaupt in die richtige Richtung ging.

    Die Entscheidung „ein neuer Job“, ist eine der wichtigsten Entscheidungen die wir in unserem Leben treffen.

    Das Problem:

    Das Ergebnis sollte eine Veränderung sein, die mit der Person übereinstimmt, die wir sind, sowie mit der Person, die wir sein möchten.

    „Aber woher soll ich wissen, wohin ich will und wie ich dorthin komme?“

    Du kennst das:

    • Du kommst montags ins Büro, und weißt eigentlich gar nicht, warum du das alles machst.
    • Du hast das Gefühl, du könntest deine Zeit so viel besser nutzen.
    • Du hast eigentlich für nichts anderes mehr Zeit.
    • Du lebst von Wochenende zu Wochenende und von Urlaub zu Urlaub.
    • Es ist nur noch „Arbeit“.
    • Es wird langweilig, unerfüllt und überflüssig, und du weißt, dass du etwas anderes tun möchtest. Aber was?

    Leider kommst du mit der Entscheidung „Jobwechsel“ nicht weit. Du nimmst dein selbst eben immer mit in den neuen Job. Und so lange du nicht weißt, was und wohin du willst, kommst du nicht weit.

    Keine Veränderung ist die richtige, wenn sie nicht mit dem übereinstimmt, was Du aus deinem Leben herausholen möchtest.

    Tempo vs. Geschwindigkeit

    Leute, die zu allem Ja sagen, haben ein hohes Tempo. Sie haben ständig etwas zu tun. Oft kommen sie aber nirgendwo hin. Warum? Weil sie nicht in Geschwindigkeit denken. Wenn wir den Unterschied zwischen Tempo und Geschwindigkeit verstehen, ändert sich unsere Arbeitsweise. Das Denken in mehreren Dimensionen ist eine der entscheidenden Fähigkeiten, die uns leider niemand beigebracht hat.

    Wenn wir anfangen, unsere gewünschte Richtung klar zu formulieren, geben wir uns die Chance für einen klaren Sinn in Leben und Karriere. Das Spiel wird einfacher, weil wir wissen, dass alles dorthin führt, wo wir sein möchten.

    Das nicht alles auf diesem Weg glatt läuft, ist klar. Es ist ein dauernder Prozess. 

    1. Du orientierst dich und gibst die grobe Richtung vor.
    2. Gehst beherzt los (auch mal mit nur 70% Wissen).
    3. Hältst irgendwann inne und schaust, wo du angekommen bist.
    4. Fühlst und überlegst: Was war gut, was nicht. Wovon willst du mehr, wovon nicht. Was hast du gelernt …
    5. Du fängst wieder bei 1. an

    Es gibt mehrere Denkmodelle, die uns dabei helfen können.

    Die Verwendung dieses „Hund/Schwanz“ Denk-Modells hilft dabei, Möglichkeiten zu identifizieren und uns darauf zu konzentrieren, das wir (zumindest grob) die richtige Richtung einschlagen.

  • Wie Schmerz und Angst helfen

    Wie Schmerz und Angst helfen

    Ich schaffe es nicht.
    Ich kann nicht aufhören, daran zu denken?
    Ich kann meine Angst nicht einfach wegschieben?

    Ich mache die Augen zu, senke langsam den Kopf und stelle mir Fragen:

    „Wo kommt diese Angst her“?

    • Wie fühlt sie sich eigentlich an?
    • Wo genau fühle ich dieses Gefühl – das ich Angst nenne?
    • Fühlt sich das für alle Menschen gleich an?
    • Wer hat mir beigebracht, so zu fühlen?
    • Woher weiß ich, das dieses Gefühl Angst ist?

    Wovor genau habe ich Angst?

    Ich fühle jetzt, in diesem Moment Schmerzen. Die gleichen Schmerzen, die mich schon viele mal unters Messer geführt haben.

    Nichts Schlimmes, kein Drama – eigentlich.

    Und trotzdem ist da jedes Mal – ANGST

    Angst davor, das es dieses mal anders ist. Das es vielleicht schlimmer wird.

    Das ich – … was eigentlich?

    Wozu sind meine Angst und der Schmerz gut?

    • Zeit mit mir und für mich selbst
    • Klarheit in Denken, Spüren und Fühlen
    • Die wirklich wichtigen Dinge kommen ans Tageslicht
    • Entscheidungen zu treffen
    • Wunsch und Wahrheit zu unterscheiden

    Meine erste Reaktion auf Schmerz ist: „Geh weg“ oder „warum schon wieder ich“. Diese Wünsche helfen mir aber leider nicht. 

    Ich versuche, dem Schmerz seinen Raum zu geben. Ihn als Besucher zu sehen. Als jemandem, der mir vielleicht helfen kann.

    Moments of pain are moments of truth Suffering is the Moment wehen we can no longer deny reality.

    Das ist der Grund, warum ich öffentlich darüber schreibe. Es hilft mir, Wunsch und Wirklichkeit zu unterscheiden. Ich bin dann ehrlich zu mir selbst. Mein Leiden ist real. Ich habe zwar immer noch den Wunsch „hör auf“, aber ich erkenne es als Wunsch. In dem Moment, in dem ich schreibe, MUSS ich mir Zeit nehmen. 

    Diese Zeit hilft mir, hinter meine Wünsche zu schauen. Hinter diesen Wünschen liegt meine Wahrheit.

    Wenn wir beschäftigt sind, können wir nur schwer zwischen Wunsch und Wahrheit unterscheiden. Wir laufen automatisch und fremdgesteuert durch die Weltgeschichte. Unterscheiden nicht mehr zwischen wichtig und richtig, unwichtig und falsch.

    Das braucht Zeit und Raum zu denken, zu spüren und zu fühlen.

    Ich sage also mal wieder „Hallo“ zu meinem Freund dem Schmerz. Er hilft mir, die Dinge wieder in MEINE Reihenfolge zu setzen.

  • Wenn ich dürfte wie ich wollte

    Wenn ich dürfte wie ich wollte

    Wie wäre es, etwas anderes zu machen, als du jetzt tust? Hast du mal darüber nachgedacht?

    So richtig meine ich? Wirklich ernsthaft und ungestört darüber nachgedacht?

    • Wie sieht dein idealer Tag aus?
    • Was passiert die Woche über?
    • Was tust du?
    • Wie fühlt es sich an?
    • Wo befindest du dich?
    • Mit wem?
    • Was läuft gut, was nicht?

    Wenn du es dir wirklich frei ausmalen könntest. Wenn du die Erlaubnis der Gesellschaft und deiner Lieben hättest.

    Wenn du rein gar nichts zu befürchten hättest.

    Was würdest du tun? Was würdest du nicht mehr tun?

    Du erwartest doch eigentlich gar nicht, dass deine Träume in Erfüllung gehen, oder?

    „Es sind ja doch nur Träume“.

    „Wenn man mich lassen würde“

    „Wo kämen wir denn hin, wenn jeder tun und lassen könnte, was er wollte?“

    Egal was du denkst … du hast immer recht.

  • Was springt denn für mich dabei raus?

    Was springt denn für mich dabei raus?

    Sobald ich mit anderen Menschen kommuniziere überlege ich: „Was möchte die Person wirklich von mir? Was erwartet Sie von mir?“

    Wenn ich mit jemandem telefoniere: „Weshalb spricht er wirklich mit mir?“

    Ich schreibe eine Mail: „Warum liest Sie wirklich diese Mail?“

    Ich spreche mit einem Auftraggeber: „Was erhofft und erwartet er sich wirklich aus einer Zusammenarbeit?“

    Andere Menschen – Andere Perspektiven – Andere Erfahrungen – Andere Ängste

    Die Perspektive des anderen einnehmen, kann alles verändern.

    Und wer weiß, vielleicht will jemand genau das Gleiche wie du.

    Also mein Lieber, der du das liest … „was erwartest du von wirklich von mir“

    Was springt für dich und mich dabei heraus?