In mir steckt immer noch der kleine 13-Jährige…

… der immer noch in Angst vor Verlust, Verrat und Verletzung hat.

Ich möchte immer noch Aufmerksamkeit und Bestätigung von anderen.
Und mit Kritik kann ich bis heute schwer umgehen.

Mein Vater war Beamter und meine Mutter ist bis heute Selbstständig. Zwei völlig verschiedene „Daseinsformen“ also. Und genau diese zwei Herzen schlagen in meiner Brust.

Meine Entscheidungen erwachsen entweder aus Angst oder aus Mut heraus. Die Angst und Vorsicht des Beamten und der Mut der Unternehmerin.

Kein falsch, kein richtig. Kein gut, kein schlecht.

Aber …

Wenn ich zu etwas Nein sage, dann meistens aus Angst.

  • Könnte ich damit jemanden verletzten?
  • Enttäusche ich irgendwen mir?
  • Was, wenn das nicht funktioniert?
  • Sie erwarten bestimmt etwas anderes von mir?
  • Was, wenn ich Pleite gehe?
  • Sie werden mich dafür hassen.
  • Ich werde alle meine Freunde verlieren.

Ich möchte immer noch die Aufmerksamkeit und Bestätigung von anderen. Ich habe immer noch Angst davor, was die Leute denken, wenn sie mich ansehen. Und jeden Tag wache ich mit dem Gedanken auf … hoffentlich klappt das alles.

Aber was wäre, wenn ich keine Angst mehr hätte? Wenn alles schon irgendwie gut geht? So wie immer?

Ich wachse ja weiter. Und bisher konnte ich mit den meisten Dingen ganz gut umgehen. Rückblickend ist das meiste in meinem Leben doch eigentlich ganz gut gelaufen.

Ich nehme jetzt öfter mal den kleinen 13-Jährigen bei der Hand und sage „vertrau mir – wird schon alles gut gehen“.

Klappt ganz gut, würde ich sagen.

Danke Mama und Papa

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