Ich kenne fast niemanden, der seinen Job gern macht.

Es ist verrückt, aber ich kenne kaum jemanden, der seinen Job wirklich gerne macht.
Ich meine so richtig – mit früh morgens gut gelaunt aufstehen und so.
Mit Mundwinkel nach oben, wenn du darüber nachdenkst.
Mit essen und trinken vergessen, weil du da an etwas dran bist etc.

„Jo, Thimo – erzähl du mal. Ist doch völlig unrealistisch. Wer hat den schon so was?“

Und genau jetzt weißt du, das du DEINEN Job noch nicht gefunden hast.

Aber bitte, kündige noch nicht. Du hast so viele andere Möglichkeiten.

Problem 1: Du weißt nicht, was du willst. Die Aussage „Einen neuen Job“ reicht nicht. Einfach ins dunkle schießen und hoffen das du triffst, funktionieret selten.

Problem 2: Du weißt nicht, warum du deinen Job machst oder einen neuen willst.

Problem 3: Du hast nicht verstanden, worum es in deinem Job geht (oder es wurde dir nicht richtig erklärt).

Problem 4: Du glaubst nicht wirklich daran, dass du einen Unterschied machen kannst.

Problem 5: Du hast Angst anzuecken, gekündigt oder ausgelacht zu werden, aufzufallen …)

Problem 6: „Andere Mütter haben auch schöne Töchter“ oder „das Gras, das überall grüner ist“.

Problem 7: Du triffst keine wirkliche Entscheidung.

Deshalb habe ich über 15 Versuche gebraucht, bis ich meinen Traumjob gefunden habe.

Früher wollte ich Jobs, die sich gut anhören in Unternehmen die einen tollen Namen hatten. Die Jobs, mit viel Geld und Ansehen.

Hat alles nicht funktioniert. Also habe ich mir meine eigenen Jobs gemacht.

Und ich habe FÜR MICH, ein paar Dinge gelernt:

  • Alles beginnt mit den Menschen.
  • Du musst ausprobieren, testen, schmecken, fühlen, scheitern, schreien, heulen, jubeln … um deinen Traumjob zu finden.
  • Aller Erfolg in Unternehmen beginnt mit Menschen.
  • Menschen werden immer von Menschen eingestellt und von diesen entlassen.
  • Wenn du keine Entscheidung triffst … irgend jemand tut es für sich.
  • Deine und meine Vergangenheit sind mir egal. Was du kannst, ist mir egal. Mir ist wichtig, was du dir zutraust und warum du etwas willst. Dein Warum schlägt dein Wie.
  • Mach dir klar, weshalb du genau das gerade willst.
  • Hör auf, jemand anderer zu sein.
  • Gib nie, nie, nie auf.

Erfahrungen, Können und Wissen sind vergänglich.
Gestern noch gefragt, heute völlig uninteressant.
Wenn du irgendetwas besser kannst als andere, wird es nicht lange dauern bis jemand kommt der noch besser ist als du.

Jeder kann dein Können kopieren. Niemand deine Persönlichkeit.
Ob du damit überall hineinpasst? Auf gar keinen Fall. Und das ist gut so.

Leider musst du dafür wissen, wer du bist (und wer nicht).
Und du musst danach Leben.

Versteh mich nicht falsch. Deine „Facts & Figueres“ sind noch immer wichtig. Du kannst die tollste Persönlichkeit sein wenn du nicht bereit bist irgendetwas dazu zu lernen.

Stelle dir ab und an bei deinem Job mal folgende Fragen:

A) Wie viele Monate würde es dauern, um einen halbwegs intelligenten frischen Hochschulabgänger ohne spezielle Ausbildung in meinem Bereich so einzuarbeiten, das er diese Aufgabe auch erfüllen könnte?

B) Wie lange würde es dauern, eine App zu Programmieren die diese Aufgabe zumindest halb so gut erfüllen kann wie ich?

Willst du aufgrund deiner Vergangenheit eingestellt werden oder aufgrund dessen, was du zukünftig bereit bist zu leisten?

“You can escape competition through authenticity, when you realize that no one can compete with you on being you.” — Naval Ravikant


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Eine Antwort auf „Ich kenne fast niemanden, der seinen Job gern macht.“

  1. Die letzten 15 Jahre war ich hauptsächlich Taxifahrer, und ich habe den Job gerne gemacht, vermisse ihn jetzt wegen der Pandemie. Die Bezahlung war unterhalb jedes Niveaus, leider haben sich viele Kollegen das nicht eingestanden. Mit der Selbstständigkeit hätte man das „Gerne“ in Leibe verwandeln können, doch bei den Beamten und restlichen Bürokraten? Ein Wunder das ich keinen akademischen Titel der Harvard University nachweisen musste. So gesehen ist die Zukunft mit „selbstverfahrenden Autos“ eine sehr gute Option. Ich habe Jobs erlebt in meiner beruflichen laufbahn, da wurde gemobbt bis zum „Teufel komm raus“. Doch mit dem Thema will ich erst gar nicht anfangen, werde auf meinem Blog was dazu schreiben. Aber ich muss zugeben, ich kenne viele, die ihren Job sehr gerne machen oder ich habe keine guten Menschenkenntnisse. Gerade unter der Jugend unter 30 ändert sich im Augenblick sehr viel, wir werden in Zukunft davon viel hören und zwar positives.

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