Schäm dich (#418).

Manchmal habe ich das Gefühl, wir müssten uns schämen, – wenn es es gut geht.

  • Du kommst alleine auf die Welt.
  • Du denkst und fühlst alleine.
  • Unsere Erinnerungen, Schmerzen und Hoffnungen – fühlen nur wir selbst.

Sei mal der wichtigste Mensch in deinem Leben. Probiere es nur mal kurz aus. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun.

Trotzdem versuchen wir, es allen anderen Recht zu machen?

Und wehe, du tust Dinge, die gut für DICH sind. Du hast gefälligst an die anderen zu denken. Oder zumindest ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du dein Ding durchziehst.

Sie haben dir erzählt, dass du deiner Leidenschaft folgen und dich von deinen Stärken leiten lassen sollst.

Tu was du liebst, dann du musst nie mehr arbeiten“, haben sie dir gesagt. Du musst einfach auf dein Herz hören.

Jeden Tag erzählen dir irgendwelche Leute, was du zu tun und zu lassen hast. Wie du am besten Karriere machst, mit deinem Leben umgehst und was weiß ich noch alles.

Aber was, wenn das alles bei dir nicht funktioniert?
Wenn du gar nicht weißt, worin du gut bist?
Wenn dein Herz nicht mit dir spricht und du auch keine Leidenschaft hast?

Was dann?

Vielleicht hast du auch das Gefühl, das du irgendwie gar nichts mehr unter Kontrolle hast. Das du mit deinem ganzen Leben einfach wie ein kleiner Korken auf dem Meer schwimmst und keinerlei Macht darüber hast, was mit dir passiert.

Das einzige, was du noch kannst, ist eine vertikale Kopfbewegung namens Nicken.

Denke und fühle mal wieder:

  • „Wer hat eigentlich meinen Weg gezeichnet?“
  • „Bin es wirklich ICH, der hier entscheidet?“
  • „Wessen Leben lebe ich hier?“
  • „Stehe ich morgens wirklich gern auf?“
  • „War es das?“
  • „Worum geht’s hier überhaupt?“

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