Stell dir vor es würde reichen, der zu sein der du bereits bist?

Ich bin so angestrengt damit beschäftigt jemand zu werden, das ich nicht merke, dass ich bereits jemand bin.

Dieses ständige nachdenken, über mich, meine Gefühle, mein Denken und wieder nur über mich.
Wo will ich hin? Was will ich sein? Was bin ich? Was soll werden? …

Und manchmal der Gedanke:

Stell dir vor es würde reichen, der zu sein der du bereits bist?

Stell dir vor du jagst nach Dingen, die du bereits in dir trägst. Die Teil deines Auslieferungszustandes sind. Du schaust ständig nach vorne anstatt zu dir. Du hörst auf andere statt in dich hinein. Du planst, zielst, hetzt, suchst nach Erfüllung, Visionen und Glückseligkeit.

Während ich neben mir stehe, suche ich etwas im Außen das es nur in Innen geben kann.

Ich suche nach Dingen, ohne zu wissen, was „Die Dinge“ sind.
Ich habe keine Antwort auf die Frage: „was will ICH?“
oder „wie sieht mein ideales Leben aus?“.

Meine Gedanken springen zwischen „früher und bald“ hin zu „irgendwann oder nie“.

Vor lauter denken und planen und grübeln vergesse ich das Sein. Das geschehen lassen.

Das Leben in diesem einen Moment.

Du bist nicht der, der du warst sowenig wie du der bist der du irgend wann sein wirst.

Ich sage mir „ich bin es nicht Wert“. Doch niemand weiß, das ICH „es nicht Wert bin“ (außer mir).

Stell dir vor, du wärst gut so wie du bist. Du hättest alles, was du brauchst um zu leben. Mit den Herausforderungen deines Lebens kommst du klar. Einfach indem du deinen Gefühlen vertraust. Deinen inneren tiefen Gefühlen …

  • „Tief in meinem Herzen weiß ich, welche Entscheidung ich treffen muss…“
  • „Mein Bauchgefühl sagt mir …“
  • „Irgendwie weiß ich, alles wird gut“
  • „Irgendetwas in mir, sagt mir …“

Scheinbar gibt es da einen Ort. Einen Ort tief in mir. Einen Ort, an dem ein anderes „Ich“ wohnt. Wesentlich schlauer und weiser. Nichts kann dieses Ich verletzten oder aus der Ruhe bringen. Es befindet sich in einem geschützten Raum. Ein Ich, das gelassen dort sitzt und wartet das Ich zuhöre.

Warum muss „tief in uns“ ein Ort sein, den wir uns nur von außen ansehen? Den wir nur ab und zu besuchen?

Was wäre, wenn wir ab sofort dort leben könnten „Tief in uns“?

Wenn wir leben, lieben handeln könnten – aus diesem Ort — aus diesem Ich heraus?

Darauf zu vertrauen, das das Leben uns zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Antworten und Lösungen liefert.

Dass du sie dir selbst lieferst. Das sich dein Weg vor dir entfaltet – während du ihn gehst.

Kein richtig, kein falsch, kein gut, kein schlecht.

Dein erfülltes Leben ist ein Leben ohne Reue.

Thimo Müller

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