Was versteckst du?

Was versteckst du vor dir und vor anderen?

Was willst du? Also wirklich WOLLEN? Verlangen, von ganzem Herzen? Über was denkst, träumst fühlst du nach? Wunderschöne Fantasien in deinem Kopf? Die ehrlichsten, tiefsten und innigsten Wünsche deines Herzens?

Kennt jemand anderes diese Wünsche? 

Hast du sie aufgeschrieben?

Etwas auf meiner Liste ist mir aufgefallen.

Dort stehen Dinge, von denen ich mit Sicherheit weiß, das ich sie NIE erreichen werde. Und trotzdem lasse ich sie dort stehen.

Zum Beispiel: „Meinen Bruder nochmal in den Arm nehmen.“ 

Er ist leider vor vielen Jahren gestorben. Trotzdem steht dieser Wunsch auf meine Liste. Und er bleibt dort. 

Warum lasse ich diese Wünsche stehen?

Weil es etwas Befreiendes hat. Es ist befreiend zu wissen, dass ich einen Wunsch habe und ihn nicht erfüllen muss. Einfach, weil es nicht mehr möglich ist. Und trotzdem muss ich dieses Verlangen nicht unterdrücken. Für mich wäre das so, als ob wollte ich etwas in mir zum Schweigen bringen würde. 

Deshalb bleiben diese Wünsche auf meiner Liste. Für immer.

Es hindert mich nicht daran, es zu wollen. Es wäre doch lächerlich zu denken: „OK, da er nicht mehr hier ist, kann ich diesen Wunsch nicht erfüllen, deshalb werde ich es von meiner Liste streichen“. Ich sage mir also lieber: „weißt du was, es ist okay“, darin liegt meine Macht. 

Die Macht, in der Lage zu sein, ganz und gar ehrlich zu sich selbst zu sein.

Was will ich wirklich?

Ganz egal ob ich diese Wünsche jemals erfüllen kann. Ohne Druck oder schlechtes Gewissen?

Wie oft sperren wir unsere tiefsten und ehrlichen Wünsche weg? Nur weil wir sie für albern halten oder wir denken, dass wir ihrer nicht würdig sind. Wir Angst davor haben, be- oder verurteilt zu werden oder uns einfach unsicher sind, ob wir sie tatsächlich erreichen können.

Dazu möchte ich sagen…

„Na und“?

Schreib DEINE Liste! Mit deinen Wünschen. Egal für wie unwahrscheinlich, unerreichbar oder unspektakulär du sie hältst. Egal wie sehr du an deiner eigenen Fähigkeit zweifelst. Egal wie sehr du den „Richtersruch der anderen“ fürchtest oder wie sehr du dich lächerlich machen könntest. Schreib es einfach auf. Nur für dich.

Geschafft? OK. Sag es jetzt einer Person. Einem Menschen, der vielleicht ein Träumer ist, genau wie Du. Sag es dieser sanften, optimistischen Seele, die selbst ihre eigenen inneren Wünsche hat. Und sollte es diese Person nicht geben, stelle dir einfach diese Person in deinen Gedanken vor.

Und dann lass die Wünsche einfach ein bisschen ruhen. 

Wir sind zu oft so in das Wie und Warum unserer Wünsche verstrickt, dass wir vergessen, sie einfach mal zu benennen. Indem wir sie laut sagen und uns selbst und anderen zugestehen, werden manchmal Dinge in Gang gesetzt, die wir noch nicht sehen können.

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