Kategorie: Glück

  • Papa, wie geht Meditation?

    Papa, wie geht Meditation?

    Was hörst du gerade?
    Ich meine wirklich alles.
    Hör ganz genau hin.

    Klar, zuerst das Standard-Zeug: Autos, Vögel zwitschern, der Wind heult und die Blätter rauschen …

    Aber immer, wenn ich genauer hinhöre, sind da noch andere, neue Geräusche. Manchmal das Schließen einer Autotür oder ein paar Bauarbeiter weiter entfernt. Manchmal höre ich sogar die Bundesstraße, die 2km entfernt ist oder ganz leise ein Flugzeug am Himmel. Ab und zu kann ich sogar meinen Körper hören. Ein leises Bauchgrummeln, der Atem, der durch meine Nase geht oder den Herzschlag im Ohr.

    Je genauer ich hinhöre, desto mehr Dinge fallen mir auf.

    Sie sind immer da gewesen, aber ich hatte nie lange genug innegehalten, um Sie zu hören.

    Zu meditieren ist ähnlich, aber mit Gefühlen statt mit Klängen.

    (Foto: ich)

  • Für den Rest meines Lebens

    Für den Rest meines Lebens

    Als Kind habe ich einmal mit einer Steinschleuder einem anderen Kind ins Gesicht geschossen. Das ist eine der ersten Dinge, an die ich mich für den Rest meines Lebens erinnern werde.

    Wenn auch ungewollt.

    Es gibt diesen Zeitpunkt im Leben, wo du das Konzept „für den Rest meines Lebens“ ganz verstehst.

    Dinge, Begegnungen, Orte, Geschmäcker, Gefühle usw.

    „Ich werde mich für den Rest meines Lebens an etwas erinnern!“

    „Ich werde mich für den Rest meines Lebens etwas tun!“

    Nur um dann irgendwann zu merken, das es eben doch vorbei ist mit den Comics, die du dein Leben lang lesen wolltest. Die Discos am Wochenende. Dem Sport, den du dein ganzes Leben lang ausüben wolltest. Deinem Lieblingseis, Deiner „ersten Liebe“…

    Und doch tue ich es heute immer noch.

    Und wenn es auch eine neue Eissorte geworden ist und eine andere Sportart … „für den Rest meines Lebens“.

    Irgendwie freue ich mich sogar darauf. Auf das da noch viele Menschen, Dinge und Gefühle in mein Leben treten. Das ich neue Sachen ausprobieren kann und sagen kann „für den Rest meines Lebens“.

    Das Wünsche ich mir… Wahrscheinlich für den Rest meines Lebens.

  • Was versteckst du?

    Was versteckst du?

    Was versteckst du vor dir und vor anderen?

    Was willst du? Also wirklich WOLLEN? Verlangen, von ganzem Herzen? Über was denkst, träumst fühlst du nach? Wunderschöne Fantasien in deinem Kopf? Die ehrlichsten, tiefsten und innigsten Wünsche deines Herzens?

    Kennt jemand anderes diese Wünsche? 

    Hast du sie aufgeschrieben?

    Etwas auf meiner Liste ist mir aufgefallen.

    Dort stehen Dinge, von denen ich mit Sicherheit weiß, das ich sie NIE erreichen werde. Und trotzdem lasse ich sie dort stehen.

    Zum Beispiel: „Meinen Bruder nochmal in den Arm nehmen.“ 

    Er ist leider vor vielen Jahren gestorben. Trotzdem steht dieser Wunsch auf meine Liste. Und er bleibt dort. 

    Warum lasse ich diese Wünsche stehen?

    Weil es etwas Befreiendes hat. Es ist befreiend zu wissen, dass ich einen Wunsch habe und ihn nicht erfüllen muss. Einfach, weil es nicht mehr möglich ist. Und trotzdem muss ich dieses Verlangen nicht unterdrücken. Für mich wäre das so, als ob wollte ich etwas in mir zum Schweigen bringen würde. 

    Deshalb bleiben diese Wünsche auf meiner Liste. Für immer.

    Es hindert mich nicht daran, es zu wollen. Es wäre doch lächerlich zu denken: „OK, da er nicht mehr hier ist, kann ich diesen Wunsch nicht erfüllen, deshalb werde ich es von meiner Liste streichen“. Ich sage mir also lieber: „weißt du was, es ist okay“, darin liegt meine Macht. 

    Die Macht, in der Lage zu sein, ganz und gar ehrlich zu sich selbst zu sein.

    Was will ich wirklich?

    Ganz egal ob ich diese Wünsche jemals erfüllen kann. Ohne Druck oder schlechtes Gewissen?

    Wie oft sperren wir unsere tiefsten und ehrlichen Wünsche weg? Nur weil wir sie für albern halten oder wir denken, dass wir ihrer nicht würdig sind. Wir Angst davor haben, be- oder verurteilt zu werden oder uns einfach unsicher sind, ob wir sie tatsächlich erreichen können.

    Dazu möchte ich sagen…

    „Na und“?

    Schreib DEINE Liste! Mit deinen Wünschen. Egal für wie unwahrscheinlich, unerreichbar oder unspektakulär du sie hältst. Egal wie sehr du an deiner eigenen Fähigkeit zweifelst. Egal wie sehr du den „Richtersruch der anderen“ fürchtest oder wie sehr du dich lächerlich machen könntest. Schreib es einfach auf. Nur für dich.

    Geschafft? OK. Sag es jetzt einer Person. Einem Menschen, der vielleicht ein Träumer ist, genau wie Du. Sag es dieser sanften, optimistischen Seele, die selbst ihre eigenen inneren Wünsche hat. Und sollte es diese Person nicht geben, stelle dir einfach diese Person in deinen Gedanken vor.

    Und dann lass die Wünsche einfach ein bisschen ruhen. 

    Wir sind zu oft so in das Wie und Warum unserer Wünsche verstrickt, dass wir vergessen, sie einfach mal zu benennen. Indem wir sie laut sagen und uns selbst und anderen zugestehen, werden manchmal Dinge in Gang gesetzt, die wir noch nicht sehen können.

  • Drei Worte, die mein Leben verändert haben.

    Diese Worte können alles verändern.

    Einige der wichtigsten Worte, die mir meine Eltern mit auf den Weg gegeben haben und die ich meinen Kindern versuche auf Ihren Weg mitzugeben.

    Diese Worte lassen viele Dinge sofort einfacher werden.

    • „Bitte“
    • „Danke“
    • „Entschuldigung“

    plus 6 weitere Worte meiner Großeltern:

    • „Guten Morgen“
    • „Guten Tag“
    • „Guten Abend“

    Und aufs Business gemünzt ist es manchmal als Verkäufer das, was dich von vielen anderen unterscheidet.

  • Ich habe meine Erfüllung immer noch nicht gefunden.

    Ich habe meine Erfüllung immer noch nicht gefunden.

    Zumindest glaube ich das.
    Jeden Morgen denke ich „da muss doch noch was kommen“.
    Irgendjemand kommt heute sicher vorbei, und zeigt mir, wie ich sie finde.
    Und am am Ende des Tages lasse ich wieder den Kopf hängen, weil ich meine Erfüllung noch nicht gefunden habe.

    Vieleicht sollte ich etwas anderes probieren.

    Fang an, alles was du tust mit ein wenig mehr Liebe zu tun.
    Die Erfüllung kommt manchmal danach.

    Und wenn nichts funktioniert, fang bei deinem Leben und deiner Gesundheit an. Deine Gesundheit alleine ist es Wert und sollte dir Erfüllung genug geben.

    Entscheide dich in jedem Moment fürs glücklich sein. Du musst nichtmal groß darüber nachdenken. Es ist wie ein Muskel, den du trainierst. Du kommst einfach immer wieder zum „glücklich sein“ zurück. Und du wirst immer besser darin.

  • Was bringt dein 8-Jähriges Ich zum Heulen? Und warum der kleine Kerl mich oft auslacht?

    Was bringt dein 8-Jähriges Ich zum Heulen? Und warum der kleine Kerl mich oft auslacht?

    Irgendwann hat es angefangen. Ich weiß nicht mehr genau wann. Aber irgendwann hat irgendetwas die ganze Leidenschaft aus mir herausgepresst. Ich habe angefangen, Dinge zu tun, auf die ich keine Lust hatte. Manche davon habe ich sogar gehasst.

    Warum?

    • Weil ich Geld dafür bekommen habe
    • Weil ich gut darin war
    • Weil ich gelobt, belohnt oder bewundert wurde
    • Weil ich dachte, andere erwarten das von mir
    • Weil „man“ das eben so macht

    Uns wird beigebracht, dass der einzige Grund, etwas zu tun, darin besteht, dass wir dafür irgendwie belohnt werden.

    Ich konnte von Morgens bis Abends auf einem Lehmhügel in unserer Nachbarschaft spielen. Ich habe in Büchern gelebt und Stunden damit verbracht, auf der Straße irgendwelche Tricks auf irgendeinem Sportgerät zu üben. Nicht weil irgendjemand mir dafür Noten oder Geld gegeben hat. Auch nicht, um irgendjemanden zu beeindrucken. 

    … und dann, irgendwann, habe ich damit aufgehört.

    Ab und zu kommt er noch mal raus, der kleine 8-jährige in mir. Er sitzt irgendwo in meinem Herzen versteckt. Wenn er auftaucht, fragt er meistens Dinge wie:: „Warum spielst du nicht mehr?“ „Willst du das wirklich?“ „Warum tust du das?“

    Und ich antworte Ihm: 

    „Weil man damit kein Geld verdienen kann!“
    „Weil das Leben so ist“

    „Weil ich eine Verantwortung habe“

    Er runzelt dann meistens nur seine kleine Stirn oder rollt die Augen und fragt:

    „Stimmt das wirklich? Echt jetzt?“

    Schon klar, ich werde jetzt kein professioneller Skateboarder mehr. Und nur fürs spielen im Dreck wird mir niemand einfach so 100€ in die Hand drücken.

    Aber was steckt denn dahinter? Was hat mich dazu getrieben, den ganzen Tag mit meinem Board über ein kleines Holzbrett zu springen. Nur um es am nächsten Tag wieder zu versuchen. Freiwillig, 8 Stunden lang bei 30 Grad. Jeden Tag!!!

    Das Gefühl, es irgendwann zu schaffen.

    Dieser kleine Moment, in dem ich etwas dazu gelernt habe. Dieser Augenblick, in dem ich merke: 

    • Ich bin besser geworden.
    • Ich bin an meine Grenze gegangen.
    • Ich habe nicht aufgegeben.

    Es geht nicht um das Skateboard fahren oder irgendein anderes Hobby. Es geht um das TUN an sich. In etwas richtig gut zu werden. „Meisterschaft zu erlangen“

    Die pure Freude an etwas, bei dem ich besser und besser werde, und dem Gefühl, zu spielen.

    Am Anfang des Lebens ist alles nur ein Spiel. Wir denken nicht darüber nach, das es anders kommen könnte. Das irgendwann jemand kommt, und sagt:

    „Das Leben ist kein Spiel mehr“ „Du kannst das nicht alles auf die leichte Schulter nehmen.“ „Du hast eine Verantwortung zu tragen.“ „Das ist alles nicht so einfach, wie du dir das vorstellst“ „Wo kämen wir denn hin, wenn alle das Leben nur als Spiel sehen würden?“

    Ja, wo kämen wir hin.

    Keine Ahnung!

    Aber wo bin ich denn heute hingekommen? Mit Ernsthaftigkeit, Vernunft und Verbissenheit?

    Lass also wieder mal ein bisschen mehr spielen.

  • Die besten 22 Fragen, die ich mir zu selten stelle

    Die besten 22 Fragen, die ich mir zu selten stelle

    Die letzten 10 Jahre als Headhunter habe ich damit verbracht, Fragen zu stellen. In Interviews mit Bewerbern, mit Kunden und Auftraggebern, vor allem aber mir selbst …

    Als ich heute Morgen überlegt habe, worüber ich schreiben könnte, habe ich dabei über die Fragen nachgedacht, die ich mir selbst leider zu selten stelle.

    Also, wann immer ich mit schwierigen Situationen konfrontiert bin oder ich Angst habe, mir es schlecht geht … oder irgendein „MindFuck“ meinen Kopf/Bauch/Herz übernehmen will, versuche ich mir Fragen zu stellen. Um mich immer wieder daran zu erinnern, dass ich Antworten finde kann, wenn ich die richtigen Fragen stelle.

    Ob es die richtigen Antworten sind, kann ich leider nicht sagen.

    In diesem Moment fühlen sich die Antworten richtig an – und das muss mir erstmal reichen.

    Ich lebe schließlich zum ersten Mal und ich lerne noch.

    Bitte schön:

    ⁃ Versuche ich gerade Dinge zu tun, die ICH tun will, oder sind es Dinge, die andere von mir erwarten?

    ⁃ Wie könnte ich mir selbst geben, was ich mir von dieser anderen Person erhoffe?

    ⁃ Entsteht dieses Denken in meinem Kopf aus Angst, Scham oder Schmerz? Was wäre ein besserer Gedanke, aus Mitgefühl, Liebe oder Hoffnung?

    ⁃ Kann ich drei Dinge nennen, die ich gerade brauche, die mir gerade jetzt helfen könnten?

    ⁃ Kann ich drei Dinge nennen, die ich jetzt loslassen könnte, damit es mir besser geht?

    ⁃ Wie kann ich das hier 5% leichter/einfacher machen?

    ⁃ Welche Antwort fällt mir am leichtesten und warum?

    ⁃ Muss ich das überhaupt tun? Oder -> Wie geht es einfacher? Oder -> Kann ich es automatisieren? Oder -> Kann es jemand anderes besser tun? (Eliminate, Simplify, Automate, Delegate – In That Order)

    ⁃ Was wäre, wenn das, was sich für mich gerade richtig anfühlt auch richtig wäre?

    ⁃ Was wäre, wenn das, was sich für mich gerade richtig anfühlt, falsch wäre?

    ⁃ Wer könnte davon profitieren, wie ich gerade denke oder fühle? (Wer könnte davon einen NAchteil haben?)

    ⁃ Welche Möglichkeiten habe ich, davon zu profitieren oder mich davor zu schützen, weiterhin so zu glauben oder zu handeln?

    ⁃ Wo spiegelt diese Situation einen Schmerz in mir wider, und was kann ich dagegen tun?

    ⁃ Wo spüre ich den Schmerz in meinem Körper? Was hat er mir zu sagen?

    ⁃ Mal angenommen, mich würde niemand beobachten oder beurteilen, welche Entscheidung würde ich treffen?

    ⁃ Was würde mir mein 80-jähriges Ich raten?

    ⁃ Was mein 8-jähriges Ich?

    ⁃ Wie würde es aussehen, wenn es einfach wäre (Tim Ferris)?

    ⁃ Wie würde es aussehen, anderen zu vertrauen?

    ⁃ Würde diese Entscheidung mein Leben besser oder schlechter machen?

    ⁃ Ist es wahr? (Byron Katie)

    ⁃ Will ich so weiter denken/leben/fühlen? Warum oder warum nicht?

    —-

  • Eine kleine Erinnerung, das Richtige zu tun.

    Eine kleine Erinnerung, das Richtige zu tun.

    Wir befinden uns jeden Tag in Situationen, in denen wir das Richtige tun können.

    Das, was uns als das Richtige erscheint.

    Und manchmal sind wir sogar dazu bereit das Risiko einzugehen. Zu glauben und zu hoffen, dass das, was wir tun, einen Unterschied macht.
    In unserem Leben und im Leben derer, die wir lieben.

    „Ich bin verantwortlich für die Dinge, die mir passieren – immer.“

    And so are you

    Nur um im nächsten Moment aufzuwachen und zu denken: 

    „Mann, das Leben ist beschissen, so wie es gerade für mich läuft. Ich leide – mehr, als ich sollte. Mir geht es wirklich Mies, ich fühle mich Hundeelend und ich komme aus diesem Loch nicht raus. Was zum Teufel ist falsch mit mir? Womit habe ich das verdient?“

    Und doch sind wir zu so viel mehr fähig.

    And so are you

    Wir müssen ja nicht so bleiben, wie wir gerade sind. 

    Ja, du leidest.

    Ja, dir geht es wirklich schlecht.

    Aber was, wenn du etwas dagegen tun könntest? Und wenn es nur kleine Dinge sind. Kleine Entscheidungen, die irgendwann zu großen werden?

    Ich bin nicht annähernd der Mensch, der ich sein könnte. 

    And so are you

    Ob du das glaubst oder nicht. Ob du mich dafür auslachst oder einfach nur den Kopf schüttelst.

    Ich höre nicht auf!!! Der zu werden, der ich sein kann!!!

    Ich schaue mich um in meinem (sehr kleinen) Einflussbereich.

    Und ich frage mich jeden Morgen:

    • Was läuft hier – in meinem Leben – falsch?
    • Was von den Dingen in mir und in meinem Umfeld kann ich beeinflussen? 
    • Ist etwas Reparaturbedürftig?
    • Und was kann ich heute tun, um mein Leben und das meiner Lieben besser zu machen?

    Was davon kann ich und will ich wirklich HEUTE TUN…

    … damit morgen früh vielleicht schon etwas ein klein wenig besser ist, als heute. Oder zumindest nicht schlechter.

    Um es dann auch zu tun.

    Um am nächsten Tag noch etwas mehr davon zu tun … und so weiter.

    Und irgendwann wirst du anstatt nur die schlechten Dinge in deinem zu Leben zu reparieren, die guten Dinge finden. Die Dinge, die es lohnt zu tun, um dein Leben besser zu machen. Du wirst die kleinen Lichtblicke am Horizont finden. Die dich und dein Leben näher an das Heranbringen, was Du sein kannst.

    Bis zu dem Tag, an dem das Leben uns vom Spielfeld nimmt.

  • Ich habe absolut keine Ahnung, wie dieses Ding funktioniert

    Ich habe absolut keine Ahnung, wie dieses Ding funktioniert

    Mit dem Alter wachsen wir aus ziemlich vielen Dingen heraus.

    Schuhe, Kleidung, unser Kinderzimmer usw …

    Parties, die Nächte durchmachen, Pop, Punk, Rock.

    … aber auch unsere Ansichten, Einstellungen, Ziele und Visionen.

    Und auch die härteren Dinge. Beziehungen, Partner, Familienmitglieder und Freunde.

    Wir sind Meister im herauswachsen.

    Schließlich tun wir es unser Leben lang.

    Viele von uns sind aus Ihren Jobs herausgewachsen. Aus Ihren Karrieren, für die sie viele Jahre alles geopfert haben und plötzlich merken: Das ist es nicht mehr!

    Wir wachsen aus unseren Träumen und Sehnsüchten heraus. Aus unserem Bild vom Leben, unserem Sein.

    Hin und wieder wachsen wir sogar aus uns selbst heraus. Wir entwachsen der Person, die wir mal sein wollten. Dem Kerl mit dem coolen Anzug, dem großen Büro und dem Porsche vor der Tür. Mit einem Kalender voll mit so vielen Terminen mit irgendwelchen wichtigen Leuten, das wir einen Assistenten brauchen um den Überblick zu behalten.

    Und dann merkst du, dass du absolut Null Ahnung hast, wer dieses Bild in deinen Kopf gepflanzt hat. Wo diese Ziele überhaupt herkommen. Und was mit dir passiert, wenn du sie erreicht hast.

    Bis du eines Tages aufwachst und merkst, dass diese Flamme erloschen ist und sie nicht mehr der Grund ist, weshalb du am Morgen aufstehst.

    Ich bin jetzt 45, und eine Sache, die mich echt überrascht hat ist: Wie viel von mir selbst ich jeden Tag Neu entdecke, wenn ich danach Suche. Wenn ich offen bleibe und meinen Kalender nicht voll mit Terminen, Dingen und Aufgaben knalle, die ich eigentlich gar nicht mehr will.

    Da gibt es Teile in mir, die ich noch gar nicht kannte. Und diese Teile haben etwas zu sagen. Meine Aufgabe ist es nur hinzuhören.

    Wer hätte gedacht, dass da noch andere ICHs in mir leben.

    Das ist manchmal schön, manchmal traurig und manchmal beängstigend.

    Denn das Loslassen fällt mir nicht immer leicht. Meine Hände sind solange schon zu Fäusten geballt, dass sie das Gefühl des Entspannens erst noch lernen müssen.

    Und dann plötzlich merkst du, dass du dich von Dingen entfernt hast, die dir einst lieb und teuer waren. Bei denen du die Zeit und alles um dich herum vergessen hast. Das es da Menschen gibt, denen es egal ist, wie erfolgreich oder vielbeschäftigt du bist.

    Wenn sich also der ein oder andere darüber ärgert, was aus mir geworden ist, dann tut es mir wirklich leid.

    Ich bin zum ersten mal auf dieser Welt. Ich wachse und übe noch. Und ich habe noch absolut keine Ahnung, wie dieses Ding namens Leben überhaupt funktioniert.

  • Zurücklehnen statt immer nach vorne?

    Zurücklehnen statt immer nach vorne?

    Kennst du das Gefühl? Du wirst morgens wach und denkst dir:

    „Ha, cool. Heute ist dein Geburtstag. Und irgendwie hast du das Gefühl, es ist alles ok. Klar, hier und da gibt es immer ein paar Baustellen. Wenn ich lange genug danach suche, finde ich immer was. Aber alles in allem ist es doch eigentlich ein ganz nettes Ding – dieses Leben.“

    Was wäre, wenn der Weg zurück zu Freude und Sinn in unserem Leben nicht darin besteht, uns selbst neu zu erfinden und etwas anderes zu tun …? 

    Sondern einfach mal nichts tun, lange genug, um langsamer zu werden, um genau diese Freude und Sinn besser hören, sehen und fühlen zu können.

    Ich glaube nicht, dass es uns an Bedeutung und Sinn fehlt. Viel zu oft meinen wir, wir müssten was verändern, um glücklich und zufrieden zu werden.

    Was wäre, wenn wir in der Hektik unseres Lebens einfach den Überblick verloren und vergessen haben, was dieser Sinn ist? Was DEIN Sinn ist.

    Nicht der von irgendjemandem anderen. Nicht der, der in tollen schlauen Büchern steht und auf kleinen Zettelchen in chinesischem Gebäck.

    Zurücklehnen statt immer nach vorne hetzen.

    Wir wollen immer machen und handeln. Immer irgendwo hin oder von irgendwas weg. Es gibt immer ein neues ICH zu erreichen, zu dem wir werden wollen oder ein altes Ich das wir hinter uns lassen möchten.

    Was, wenn wir uns von Zeit zu Zeit bewusst zurücklehnen?

    Zurück mit einem Gefühl von warmer Gelassenheit und dem Gedanken „alles ist ok“. Wir müssen hier nichts beweisen.

    Alles kann, nichts muss.

    Das genau dieser Moment einfach ist, was er ist und nicht das, was er vielleicht sein könnte.

    Die Italiener haben dafür einen Satz:

    Il dolce far niente. Es bedeutet „die Süße des Nichtstuns“.

    Ich habe da ein Bild vor Augen: Die Art von Gefühl, das man empfindet, wenn man im ausgehendem Sommer in einem kleinen italienischen Dorf in einem Cafe sitzt, einen Kaffee schlürft und einfach den Tag und das Leben beobachtet. Das Zeitgefühl verlangsamt sich und du bewunderst einfach das Leben für seine Einfachheit und möchtest nur lächeln.

    Danke Mama und Papa

  • 🕺🏼 Über den Mut und die Courage – glücklich zu sein.

    🕺🏼 Über den Mut und die Courage – glücklich zu sein.

    „Mit dem Kerl stimmt doch was nicht. Der hat doch was genommen. Wie kann man denn in der aktuellen Lage glücklich sein?

    Du hast gefälligst zu leiden, wir alle anderen auch. Oder nimmt wenigstens etwas mehr Rücksicht und behalt deine komische Zufriedenheit für dich...“

    Der Mut, glücklich und zufrieden zu sein beinhaltet leider ab und zu auch den Mut, nicht gemocht zu werden.

    Und es wird immer Menschen geben, die dich das was du tust oder wie du es tust, nicht mögen.

    Es gibt zwei Wege, glücklich zu sein.

    Eigentlich gibt es nur einen.

    1. Du „wirst“ glücklich: Du probierst Dinge aus. Du denkst nach und fühlst in dich hinein. Wie haben es andere gemacht? Du rennst herum und versuchst mit aller Gewalt „Glücklich zu werden“. Muss ja irgendwann klappen.
    2. Oder du „bist“ jetzt einfach mal glücklich: Du entscheidest dich einfach schon jetzt glücklich zu sein (egal ,was du tust). Einfach mal ausprobieren. Du kannst es ja jederzeit wieder sein lassen.

    „Jaja Thimo. Du und deine komischen Ideen. Wenn es doch nur so einfach wäre“

    Und du hast ja recht. Ich habe absolut keine Ahnung, ob das für irgendjemanden anderen funktioniert. Deswegen will ich ja nur, dass du es mal ausprobierst. Was soll schlimmstenfalls passieren?

    Nur mal angenommen, du würdest mir für einen Tag glauben. Du stehst morgen früh aus deinem Bett auf. Du setzt einen Fuß nach dem anderen auf den Fußboden. Du streckst dich und schaust aus dem Fenster. Und plötzlich fällt dir irgendetwas ein. Ein Gedanke, manchmal eine Sorge oder etwas, das du noch erledigen muss, aber keine Lust darauf hast.

    Du hast jetzt zwei Möglichkeiten.

    In dem Moment, in dem du deine Füße auf den Boden aufsetzt, triff einfach eine Entscheidung.

    1. Weitermachen wie bisher
    2. Die kleine Entscheidung treffen: Ich übernehme jetzt mal die Verantwortung über mein Leben und treffe die Entscheidung: Glücklich sein – mehr ist es wirklich nicht.

    PS Deine Sorgen, Ängste, Nöte usw werden mit Sicherheit nicht weniger. Aber dir geht es mit Sicherheit besser dabei.

    PPS Für die, die nicht bis morgen früh warten wollen. Du kannst es auch jetzt ausprobieren.

  • Jeden Tag eine kleine Reise.

    Jeden Tag eine kleine Reise.

    oder „Warum ich jedes Mal etwas besser und glücklicher nach Hause komme als ich losgelaufen bin?“

    Ist es das „draußen“, dass mich verändert?
    Ist es die Bewegung, das Spüren, die Luft und das Licht, … sind es die Elemente?

    Jeden Tag eine kleine Reise … für alle meine Sinne

    „Ich packe meine Tasche und nehme mit“:

    • Sorgen
    • Nöte
    • Probleme
    • Ängste
    • Wut und Scham

    Einmal draußen, macht mich jeder Schritt leichter.

    Die Probleme werden nicht weniger oder verschwinden.

    Sie verlieren einfach an Kraft. So als würden sie sich abnutzen mit jedem Schritt, den ich mache.

    Als blieben meine Probleme und Sorgen „auf der Strecke“

    Wie ein nasser Mantel, der langsam in Sonne und Wind trocknet.

    Wenn ich zurück bin, ist nicht alles besser, – aber vieles einfacher.
    Meine Sorgen und Gedanken fühlen sich leichter an.
    Meine Sicht hat sich verändert.

    Neue, andere Ideen flackern überall auf.
    Manchmal so viele, dass ich Angst habe, sie wieder zu vergessen.

    Deshalb schreibe ich.

    Um das Gedachte und Gefühlte zu verarbeiten.

    Um nicht zu vergessen – das ich lebe

  • „So viel Glück wie du hätte ich auch gerne“

    „So viel Glück wie du hätte ich auch gerne“

    Mein lieber Freund.
    Das wichtigste zuerst: Es wird niemand kommen, der dich rettet.

    Niemand ist heute Morgen mit dem Gedanken aus dem Bett gesprungen: „heute helfe ich ihm. Heute mache ich sie glücklich“.

    Also kannst du es auch genauso sein lassen.
    Hör auf zu warten. Und hör vor allem damit auf, dich darüber zu beschweren, das niemand kommt.

    Nicht, weil du es nicht verdient hast oder ein schlechter Mensch bist – Einfach weil jeder genug mit sich selbst zu tun hat.

    Was hätten sie auch davon dich glücklich /erfolgreich /zufrieden… zu machen?

    Da musst du schon selbst ran.

    Du kannst noch so gut im Hoffen, Bitten und Erwarten sein,
    Ein Weltmeister der Erwartungshaltung, und doch passiert da … nichts – tut mir leid.

    Ist das fair und gerecht?

    Ich weiß es nicht. Und es ist mir auch egal.

    „Na klar Thimo, du hast leicht reden. Du sitzt da in deinem Sessel und schreibst irgend­welche Dinge vor dich hin. Du hast alles. Du bist gesund, hast einen Job usw…“

    Ist das so???

    Es gibt da einen Spruch:

    Zeig mir einen Menschen, der vollkommen glücklich ist, der keine Probleme hat und
    da nicht mit seinen Dämonen zu kämpfen hat – und ich zeige dir jemanden,
    den du noch nicht gut genug kennst.

    Ich habe einen alten Freund. Jedes Mal, wenn wir uns sehen, das gleiche Lied:

    „Thimo, so viel Glück wie du hätte ich auch gerne“

    Dabei war er immer der schlauere, der talentiertere.
    Als wir uns vor fast 30 Jahren kennen
    gelernt haben, dachte ich noch das Gleiche über ihn.

    Heute sage ich zu ihm
    „Du hast dich nicht verändert“ – und meine es auch so.

    „Ich habe gerne Glück, ich bin richtig gut darin geworden. Ich stehe sogar extra jeden Morgen um 5 dafür auf.“
    – ICH

  • Von dem kleinen Junge, der versucht, dass Leben jeden Tag aufs Neue zu lieben.

    Von dem kleinen Junge, der versucht, dass Leben jeden Tag aufs Neue zu lieben.

    Eine Erinnerung an mich selbst

    Lieber Thimo,

    weißt du noch … es gab mal eine Zeit, in der du dir über nichts und niemanden Gedanken gemacht hast.

    Du lebtest voller Vertrauen einfach in den Tag hinein.

    Aufwachen -> LEBEN -> Einschlafen -> und wieder von vorne

    Je älter du wurdest, desto mehr Gedanken hast du dir gemacht. Obwohl du gelernt hast, dass die meisten Dinge eigentlich nie so schlimm gekommen sind (wie du dir dachtest).

    Hinter dem Menschen, zu dem du geworden bist, dem Leben, das du bisher gelebt und den Tränen der Freude und Schmerzen, die du vergossen hast, steht immer auch der kleine Junge, der sich in das Leben verliebt hat.

    Der kleine Junge, der versucht, dass Leben jeden Tag aufs Neue zu lieben.

    Der kleine Junge in dir denkt im Moment sehr viel nach – und das ist ok.

    Solange du die wirklich wichtigen Dinge in deinem Leben nicht aus den Augen verlierst.

    DU, Deine FAMILIE, Die ZUKUNFT

    Nimm den kleinen Jungen an die Hand.
    Gib ihm das Vertrauen, das er jetzt benötigt.
    Die Zuversicht, dass am Ende doch alles GUT wird – irgendwie.

    Manchmal funktioniert es … manchmal nicht.

    Tu es für Ihn
    Gib NIE auf

  • Die Liste, die mein Leben erleichtert

    Die Liste, die mein Leben erleichtert

    Wer bist du, wenn du verletzt wirst?

    Wenn dich jemand beleidigt. Wenn jemand deine Arbeit kritisiert. …

    Was ist deine erste Reaktion? Welche Storys erzählst du dir? Wie sprichst du mit dir?

    Wie sieht dein Rückzugsort aus?

    Bist du in deinem Kopf, in deiner Brust oder in deinem Bauch?

    Wo kommen deine Gefühle her?

    Kämpfst du, fliehst du oder tust du lieber erstmal gar nichts?

    …

    Ich habe eine Liste mit Menschen, die mir wichtig sind.

    Auf deren Meinung ich etwas gebe.

    Immer wenn ich verletzt werde überlege ich:

    „Ist diese Person auf meiner Liste?“

    Wenn JA, dann ist es einfach. Wenn NEIN, dann auch.