Zurücklehnen statt immer nach vorne?

Kennst du das Gefühl? Du wirst morgens wach und denkst dir:

„Ha, cool. Heute ist dein Geburtstag. Und irgendwie hast du das Gefühl, es ist alles ok. Klar, hier und da gibt es immer ein paar Baustellen. Wenn ich lange genug danach suche, finde ich immer was. Aber alles in allem ist es doch eigentlich ein ganz nettes Ding – dieses Leben.“

Was wäre, wenn der Weg zurück zu Freude und Sinn in unserem Leben nicht darin besteht, uns selbst neu zu erfinden und etwas anderes zu tun …? 

Sondern einfach mal nichts tun, lange genug, um langsamer zu werden, um genau diese Freude und Sinn besser hören, sehen und fühlen zu können.

Ich glaube nicht, dass es uns an Bedeutung und Sinn fehlt. Viel zu oft meinen wir, wir müssten was verändern, um glücklich und zufrieden zu werden.

Was wäre, wenn wir in der Hektik unseres Lebens einfach den Überblick verloren und vergessen haben, was dieser Sinn ist? Was DEIN Sinn ist.

Nicht der von irgendjemandem anderen. Nicht der, der in tollen schlauen Büchern steht und auf kleinen Zettelchen in chinesischem Gebäck.

Zurücklehnen statt immer nach vorne hetzen.

Wir wollen immer machen und handeln. Immer irgendwo hin oder von irgendwas weg. Es gibt immer ein neues ICH zu erreichen, zu dem wir werden wollen oder ein altes Ich das wir hinter uns lassen möchten.

Was, wenn wir uns von Zeit zu Zeit bewusst zurücklehnen?

Zurück mit einem Gefühl von warmer Gelassenheit und dem Gedanken „alles ist ok“. Wir müssen hier nichts beweisen.

Alles kann, nichts muss.

Das genau dieser Moment einfach ist, was er ist und nicht das, was er vielleicht sein könnte.

Die Italiener haben dafür einen Satz:

Il dolce far niente. Es bedeutet „die Süße des Nichtstuns“.

Ich habe da ein Bild vor Augen: Die Art von Gefühl, das man empfindet, wenn man im ausgehendem Sommer in einem kleinen italienischen Dorf in einem Cafe sitzt, einen Kaffee schlürft und einfach den Tag und das Leben beobachtet. Das Zeitgefühl verlangsamt sich und du bewunderst einfach das Leben für seine Einfachheit und möchtest nur lächeln.

Danke Mama und Papa

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