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  • K wie kennen oder können

    K wie kennen oder können

    „Kenne ich schon“ ist vermutlich einer der häufigsten Sätze die ich zu hören bekomme. Unmittelbar nach „hab ich schon mal irgendwo gelesen“ und „das weiß ich“.

    Alles schön und gut.

    Aber nur weil ich schon mal jemanden gesehen habe, der 5m beim Stabhochsprung überspringt, heisst das nicht, das ich so etwas auch kann. Ich kenne Leute, die laufen jeden Tag 12 km und kommen dabei kaum ins schwitzen. Ich sehe nach 5km schon aus wie nach einem Marathon. Wir sollten zwischen „kennen und können“ unterscheiden „können“ 😉

    Wann können wir etwas?

    Es kommt immer darauf an, welchen Anspruch wir haben. Wie gut wollen wir in etwas sein? Haben wir ein Ziel, oder tun wir die Dinge einfach nur so? Welche Dinge möchten wir eigentlich gut können? Bei welchen reicht es, sie einfach zu tun? Welche Dinge möchte ich nicht tun? Ich schreibe mir in unregelmäßigen Abständen immer „Dinge Listen“. Diese Listen helfen mir mich zu fokussieren, und zeigen mir ob ich wirklich das tue was ich möchte und was mir Freude bereitet. Anbei einige Beispiele, wie solche Listen aussehen könnten:

    Ideen für „Dinge Listen“

    10 Dinge…

    1. die ich einfach tun möchte (ohne Anpruch auf „gut sein“):
    2. bei denen ich besser werden möchte
    3. von denen ich mehr machen möchte
    4. die ich öfter machen möchte
    5. die ich nicht tun möchte
    6. die ich tue, ohne das ich weiß weshalb ich sie tue
    7. die ich tue, weil andere Sie von mir erwarten
    8. die ich tue, weil ich denke das andere Sie von mir erwarten
    9. die ich tue, weil es sich gehört
    10. die ich lassen sollte
    11. die ich nur des Geldes wegen tue
    12. zu denen ich gezwungen werde
    13. bei denen ich ein schlechtes Gewissen habe
    14. die ich nicht lassen kann
    15. die andere von mir erwarten
    16. bei denen ich mich gut fühle
    17. bei denen ich mich schlecht fühle
    18. die ich tue ohne darüber nachzudenken
    19. die mir keinen Spaß mehr machen
    20. die mir Spaß machen
    21. die ich nicht mag
    22. die ich aus Liebe tue
    23. die ich tue, weil ich andere Liebe
    24. die ich tue um gemocht zu werden
    25. die ich aus Angst tue
    26. die ich tue weil mir langweilig ist
    27. die ich bereue
    28. von denen ich weiß, das sie nicht gut für mich sind
    29. bei denen ich vergesse zu essen
    30. bei denen die Zeit rasend schnell vergeht
    31. bei denen die Zeit gar nicht vergeht

    einzelne Punkte kommen bei mir immer wieder vor. Andere stehen nur einmal drauf. Manche Dinge stehen dort ohne das ich weiß weshalb.

    Ich stelle mir dann die folgenden Fragen:

    1. Welche Dinge möchte ich gerne besser können?
    2. Weshalb möchte ich einzelne Punkte besser können?
    3. Weshalb stehen die Dinge generell dort?
    4. Was wäre, wenn ich sie nicht mehr tun dürfte?
    5. Was, wenn ich nur noch eine Sache machen dürfte?
    6. Welche Sache wäre das?
    7. Welche 5 Dinge würde ich am liebsten tun?
    8. Bei welchen habe ich das Gefühl, ich sollte Sie lassen – tue es aber nicht?
    9. Aus welchen Gründen?

    Bei der Beantwortung der Fragen lerne ich mich immer besser kennen. Meine Beweggründe, meine Motivation. Warum tue ich die Dinge, die ich tue?

    Beispiel gefällig???

    Der Warum Kreislauf

    Ich trinke jeden morgen (jeden!!!) mindestens zwei Tassen Kaffee. Meistens eine im Bett und die andere im Büro an meinem Schreibtisch oder in meinem Sessel. Warum mache ich das? Woher kommt diese Angewohnheit? Was will ich damit bezwecken?

    • Um schneller wach zu werden (warum?)
    • Um leistungsfähiger zu sein (wofür?)
    • Um bessere Ergebnisse zu erzielen bei dem was ich tue (warum?)
    • Um meiner Familie und mir ein angenehmes und sicheres Leben zu ermöglichen (warum?)
    • Um an einen Punkt zu kommen bei dem ich vollkommen unabhängig bin und jederzeit entscheiden kann was ich tue (warum?)

    Das kann zugegebenermaßen als relativ egoistisch rüber kommen. Allerdings „in welchen Augen egoistisch?“. In anderer Leute Augen? Damit gebe ich die Macht gleich wieder ab an Andere. In dem Moment, an dem ich denke „das ist aber egoistisch von dir“ bin ich schon wieder im Außen. Ich lege einen Maßstab an „der sich eben so gehört“. Ich überlege mir, „was denken die anderen, wenn sie das lesen? Sie glauben bestimmt, du bist egoistisch“. Wobei wir dann wieder am Anfang eines „Warum Kreislaufs“ wären:

    Warum stört es dich, wenn andere dich für egoistisch halten?

    • Ich möchte anderen gefallen (warum?)
    • Ich möchte ein harmonisches Leben und keine Konflikte (warum?)
    • Ich mag es nicht, wenn mich andere Leute kritisieren (warum?)
    • Ich glaube, das ich damit erfolgreicher bin (warum?)
    • …

    Zu einem Ende komme ich in den seltensten Fällen bei diesem Fragekreislauf. Das ist auch nicht mein Ziel. Was ich damit erreichen möchte, ist eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen. Nichts mehr als einfach gegeben hinnehmen, sondern hinterfragen und besser verstehen, weshalb ich die Dinge tue. So kommt man beispielsweise vom Kaffee trinken über ein angenehmeres Leben zu Konfliktvermeidung und Erfolg.

     

    PS: Denk daran:
    • Dieser Atemzug kann Dein letzter sein.
    • Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
    • Der richtige Tag kommt nie. Entweder sind wir zu jung oder zu alt.
    Thimo Müller
    Headhunter – Career Mentor
    Dein Leben – Dein Spiel – Deine Regeln
  • „J“ wie „JA“ #66

    „J“ wie „JA“ #66

    Es gibt zwei Arten von Ja´s für mich.

    Ja: Das eine Ja nutze ich um meine Ruhe zu haben und damit alles harmonisch bleibt      (wir haben auch ein wenig Angst Nein zu sagen). Dieses Ja ist nicht immer ehrlich. An dieses Ja halte ich mich nicht immer. Diese Ja´s können wir gar nicht immer einhalten.

    1. Kannst du deine Sachen bitte wegräumen?
    2. Kannst du bitte den Rasen mähen?
    3. Bringst du bitte Milch mit?
    4. Spiel nicht so viel am Handy.
    5. Um 9 Uhr machst du bitte das Licht aus.
    6. Fahr nicht so schnell.
    7. …

    „All in Ja“: Dann gibt es noch die Ja´s, bei denen wir „all in“ gehen. Die Ja´s, bei denen wir wissen „das zieh ich jetzt durch“. Die Ja´s vor denen wir auch ein wenig Angst haben, da wir genau wissen, da gibt es jetzt kein zurück mehr. Manchmal schieben wir sie lange vor uns her. Wir wissen, das sie uns extrem weiter bringen würden, handeln aber nicht. Warum ist das so?

    Ab heute …

    1. gehe ich 5 x in der Woche mindestens 30 Minuten laufen
    2. schreibe ich jeden Wochentag einen Artikel
    3. trinke ich jeden Tag 3l Wasser
    4. rufe ich jeden Tag einen Neukunden an
    5. trinke ich keinen Alkohol mehr
    6. mache ich jeden Tag 30 Liegestütze
    7. meditiere ich jeden Tag 10 Minuten
    8. trinke ich keinen Kaffee mehr
    9. höre ich auf zu rauchen
    10. stehe ich jeden morgen um 5 Uhr auf
    11. gehe ich 3 mal in der Woche ins Fitnessstudio
    12. fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit
    13. bearbeite ich vor 11 Uhr keine Emails
    14. lese jede Woche 3 Bücher (das geht)
    15. …

    Sie kennen alle diese Vorsätze. Was aber bringt uns dazu, hierzu Ja zu sagen und es auch so zu meinen? Und vor allen Dingen, was bringt uns dazu dabei zu bleiben? Wenn ich beispielsweise zu mir selbst sage: „Ab heute läufst Du jetzt jeden Tag mindestens 30 Minuten“, dann weiß ich bereits bevor ich den Satz fertig gedacht habe „da hältst du dich eh nicht dran“. Warum? Weil immer etwas dazwischen kommen kann. „jeden Tag“ ist auch echt oft. Und „ab heute“ ist ziemlich lang. Machen wir es etwas überschaubarer und messbarer: „ab heute laufe ich an mindestens 5 Tagen in der Woche für mindestens 30 Minuten“. Besser, aber auch noch nicht endgültig fertig.
    „Ab heute laufe ich an mindestens 5 Tagen in der Woche, für mindestens 30 Minuten,    15 Wochen lang“ – fast perfekt. Was mache ich, wenn ich es nicht einhalte? Mir schweben jetzt gerade Regen, Kälte, Termine usw. durch den Kopf. Ich muss mich also verpflichten. Am besten so, das es mir richtig weh tut. „All In“ eben. Sagen wir mal, ich plane diese 5 Tage pro Woche 30 Minuten. Ich verpflichte mich also. Am besten jemand anderem gegenüber. Das muss nicht unbedingt ein nahe stehender Mensch sein. Das kann sogar eine „Blog Leserschaft“ oder ein „Facebook post“ sein. Wichtig ist: Mit was gehst du „All In“. Was ist dein Einsatz? Was tut dir richtig weh??? Die besten Erfahrungen habe ich mit Geld oder Wertgegenständen gemacht.

    Wichtig: der Einsatz muss so hoch sein, das es richtig, richtig richtig weh tut, wenn du es nicht schaffst. Eigentlich muss dir mit Abgabe deines Einsatzes klar sein – „das  ziehst du jetzt durch, egal was da kommt“

    Wie sieht das also bei mir aus?

    Für die kommenden 15 Wochen verplichte ich mich 4 mal in der Woche mindestens 20 Minuten zu laufen. Ich poste nach jedem Lauf ein Bild auf meinem Strava Account (https://www.strava.com). Ja, ich weiß. Weiter oben schreibe ich „5 mal“ und „30 Minuten“.  Nach Rücksprache mit meiner Frau habe ich das ganze etwas reduziert. Womit wir auch bei den zu beachtenden Punkten sind:

    a) Machbarkeit: Beachte, das dein Vorhaben machbar bleibt. Spiele es in Gedanken durch und sei ehrlich zu dir selbst. Es bringt nichts, wenn du es bereits nach drei Tagen beendest. In meinem Fall ist 4 mal und 20 Minuten einfach „machbarer“. Und mehr machen kann ich ja immer noch.

    b) Messbarkeit: Minuten, Anzahlen, Entfernungen, Dauer … Alles was irgendwie messbar ist hilft. Konkret werden heisst hier das Zauberwort.

    c) Motivation: Weshalb tust du, was du tust? Das laufen tue ich a) um gut auszusehen; b) leistungsfähiger zu werden c) meinen „Bauchspeck“ loszuwerden d) länger zu leben e) mehr essen zu können f) gut vor meiner Frau und den Kinder dazustehen

    d) Verpflichtung:  „all in“ gehen. Brenn die Boote hinter dir ab, nachdem du an einem fremden Strand landest!!!

    e) Visualisieren: Wie sieht dein Zukünftiges Ich aus? Wie fühlt es sich an, nachdem du es erreicht hast und immer wieder erreichst?

    f) Automatisieren: Alles was dich abhält oder stört (Eliminate. Simplify. Automate. Delegate. The Four Steps to Freedom! – Tim Ferris)

    g) Vereinfachen: (Siehe oben)

    h) Belohnen

    i) Starten: Schnell starten, anfangen, einfach loslegen. Nicht lange überlegen.

    j) Klein starten: Keine zu großen Ziele setzen. Siehe auch Erreichbarkeit

    k) Erreichbar: Einfache Ziele setzen

    l) Zwischenziele setzen

    m) Mitstreiter suchen

    n) Publik machen („all in“)

    o) Planen: Nichts ist schlimmer als zu merken, dass wir beispielsweise eine OP haben oder irgendetwas anderes das erreichen des Ziels unmöglich macht. Bei mir ist es beispielsweise ein Termin beim Hautarzt der evtl. eine Muttermalentfernung nach sich zieht.

    p) Terminiere: Trage dir die Termine in den Kalender ein

    q) Keine Ausreden zulassen

    r) Schmerzen: Die Verpflichtung soll weh tun. In meinem Fall spende ich 1.000€ an das Familienzentrum für krebskranke Kinder. Sie bieten Eltern und Geschwistern von Kindern in Behandlung ein Heim auf Zeit. http://www.familienzentrumgiessen.de.         Da diese Spende eigentlich etwas Gutes hat, möchte ich gerne noch etwas tun, das mir wirklich weh tut. Ich schwanke gerade zwischen „mein Handy für 4 Wochen nicht benutzen“ und „keinen Kaffee trinken für 8 Wochen. (Eigene Anmerkung: Jetzt gerade kommt bei mir der Moment, an dem ich merke „es wird Ernst“. Mein Hirn sucht gerade fieberhaft Ausreden und Auswege. ). Da ich mir aber sicher bin, das ich das schaffen werde, ist es sowieso egal, welche Verpflichtungen ich eingehe.

    „Stop Moaning, Start Owning“

    Start heute: 8w*4d*20m (minimum)

     

    Thimo

     

    PS: Denk daran:
    • Dieser Atemzug kann Dein letzter sein.
    • Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
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    Thimo Müller
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  • „I“ wie „in einer Sekunde“ #65

    „I“ wie „in einer Sekunde“ #65

    „Sonst noch irgendeiner eine Idee?“ 10 Köpfe gehen nach unten, ohne ein Wort. In ihrem Kopf haben Sie diese Situation viele Male durchgespielt. Sie stehen auf, und sagen einfach das, was Sie zu sagen haben. Diese eine Idee, an der Sie schon ein halbes Jahr arbeiten. Sie sind sich sicher, das Sie das ganze Unternehmen in eine neue Richtung katapultieren kann. „Dann beenden wir die heutige Sitzung“. Und Sie haben es wieder nicht getan.

    Wie beginnen wir mit dem Rauchen? Wie hören wir wieder auf? Ihre Entscheidung, dieses eine Mädchen genau in diesem Moment zu küssen. Der Moment in dem Sie zum Hörer greifen, um genau diesen Kunden anzurufen. Die Sekunde in der Sie entscheiden loszulaufen. Der Drogenabhängige, der innerhalb einer Sekunde entscheidet, ein neues Leben zu beginnen.

    Sie können in jeder Sekunde Ihres Lebens ein „neues Leben“ beginnen – Sie müssen sich nur entscheiden.

    Sie erfinden sich an einem anderen Ort neu. Als wenn Sie einen dieser A_Claw_Crane_game_machine_containing_unicorn_plushes_in_Trouville,_France,_Sept_2011Greifarmautomaten hätten, bei dem die Kralle den Teddy greift. Er wird innerhalb einer Sekunde aus seiner normalen Umgebung geholt um in ein neues Leben zu starten. So einfach  ist es manchmal.

    Wissen wer du bist

    Als Kind wollte ich immer sein wie Tom Cruise in Topgun und Sonny Crockett in Miami Vice. Ich hatte die Brille von Tom und das Sakko von Sonny. Fuhr, gefühlt, in einem Ferrari und flog eine F15. Cool, durch nichts zu erschüttern, immer einen lockeren Spruch und vor nichts Angst haben. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich gemerk habe das ich nicht so bin. In meinem Inneren bin ich eine ziemlich ruhige und vorsichtige Person, der aber auch schnell mal der Kragen platzt. Enthusiastische Phasen bei denen ich alles und jeden toll finde, nur um mich im nächsten Moment wieder davon abzuwenden um meine Ruhe zu haben.

    1. Mit wem vergleichst du dich?
    2. Wer wolltest du früher sein?
    3. Kann es sein das dein früheres „Wunsch Ich“ dich heute noch beeinflusst?
    4. Was glaubst du, denken andere Menschen über dich?
    5. Wie möchtest du, das andere dich sehen?
    6. Wo spielst du Rollen?
    7. Warum spielst du Rollen?

    Das Schöne an uns Menschen ist ja, dass wir uns für jedes unserer Gefühle entscheiden können. Schlechte Laune? – bitte schön, da hast du Sie. Niedergeschlagenheit?- Verändere einfach etwas deine Haltung, zieh die Mundwinkel nach unten – da ist Sie.

    Natürlich können wir uns auch für die guten Gefühle entscheiden.

    Es dauert eine Sekunde sich zu entscheiden

    1. Ihr trauriges Gesicht in ein Lächeln zu verwandeln.
    2. Sich zu entscheiden sich gut zu fühlen.
    3. Die Zigarette NICHT zu rauchen.
    4. Im Meeting aufzustehen und etwas zu sagen.
    5. Einem geliebten Menschen einen Kuss zu geben.
    6. -Ich liebe dich- zu sagen.
    7. Die eine Entscheidung zu treffen, die ihr ganzes Leben beeinflusst.
    8. Tief einzuatmen.
    9. Zu springen
    10. Zu entscheiden
    11. Aufzustehen
    12. Mit dem laufen zu beginnen
    13. Nach 5 Minuten einfach mal weiterzulaufen
    14. Die Nummer des alten Freundes zu wählen
    15. Zu kündigen
    16. Zu bleiben
    17. Zu kaufen
    18. Zu verkaufen
    19. Die Mail abzusenden
    20. Zu reden
    21. Sich auf die Lippen zu beissen und den Mund zu halten
    22. Sich umzudrehen und zu gehen
    23. Etwas weg zu schmeißen
    24. Zu sagen was Sie denken und fühlen
    25. Zu weinen
    26. Zu trauern
    27. Zu lachen
    28. Auszuflippen

    Alles was wir heute sind, haben wir innerhalb einer Sekunde entschieden

    Wir glauben, das unsere Entscheidungen auf logischen Überlegungen basieren. Leider ist das nicht der Fall. Die Neurowissenschaft bestätigt, dass es unsere Gefühle sind,  die unsere Entscheidungen treffen. Wir fühlen bevor wir denken. Wir fühlen bevor wir handeln. Wir sind „Gefühlsmaschinen die denken“ und nicht „Denkmaschinen die fühlen“.

    Es dauert nie länger als eine Sekunde

    Sie denken vielleicht Monate über Ihre Kündigung nach. Sie spielen alle Szenarien in Ihrem Kopf durch. Wie reagiert Ihr Chef? Wie reagieren die Kollegen? Was sagen Ihre Frau und die Kinder dazu? Sie denken über die Folgen nach. Wo soll das Geld herkommen? Was, wenn ich nichts neues finde? Lande ich auf der Straße? Wird meine Frau mich verlassen? Lachen die Nachbarn mich aus? Schreit mein Chef mich an?

    Manchmal glaube ich, wir überlegen so lange, weil wir hoffen das uns jemand die Entscheidung abnimmt.

    Wenn ich nur lange genug warte, wird schon irgendetwas passieren. Wissen Sie was? Sie haben Recht. Irgend etwas passiert immer.

    • Ihre Firma meldet Konkurs an
    • Sie werden krank
    • Ein Roboter ersetzt Sie
    • Eine App ersetzt Sie
    • Ihr Unternehmen schließt den Standort
    • Eine jüngere Kollegin ersetzt Sie
    • Sie bauen einen Unfall
    • Ihr Partner verlässt Sie
    • Jemand anderes stirbt
    • Ihre Aufgaben werden von einem virtuellen Assistenten in Pakistan übernommen
    • Sie machen den verhassten Job noch 30 Jahre – und sterben dann
    • Sie gewinnen im Lotto
    • Sie erben
    • Sie sterben
    • …

    Wer hat in unserem Leben die Macht oder „Wem“ geben wir die Macht über unser Leben?

    und

    Wie bekommen wir die Macht über unseren Morgen, unseren Tag, unser Leben zurück. Und wie erkämpfen wir uns unsere Gedankenfreiheit wieder?

    Wir haben jederzeit die Wahl:

    • liegen zu bleibenkalu-ci-145201_jpg
    • heute nicht zur Arbeit zu fahren
    • die Rechnungen nicht zu bezahlen
    • ihre Kinder heute nicht in den Kindergarten zu bringen
    • den Hund nicht raus zu lassen
    • Schokolade zum Frühstück zu essen
    • den ganzen Tag im Morgenmantel zu verbringen
    • usw.

    Sie glauben mir nicht?
    Natürlich finden wir 100 Gründe, weshalb das jetzt gerade nicht geht. Weshalb das gerade für uns nicht passt. Aber am Ende haben wir immer die Wahl. Es ist unsere Entscheidung. Natürlich mit allen Kosequenzen.

    Tun Sie mir einmal den Gefallen, und denken ein paar Sekunden darüber nach…

    Wer hat in Ihrem Leben die Macht?

    Wer zwingt Sie aufzustehen?

    Niemand!!!

    Natürlich hat all unser Handeln oder nicht Handeln einen Preis.
    Bleiben wir liegen, müssen wir den Preis dafür zahlen. Wie immer der auch aussieht. Unsere Kinder müssen womöglich ohne Frühstück in die Schule. Der Hund verrichtet seine Notdurft im Wohnzimmer. Die Kollegen müssen unsere Arbeit mit erledigen und dem Chef müssen wir begründen, weshalb wir nicht gekommen sind. Sie können sogar entscheiden, es Ihrem Chef nicht zu erklären.
    Konsequent und ehrlich darüber nachgedacht, zwingt uns niemand zu irgendetwas.

    Unsere Rechnungen müssen wir nicht zahlen.
    Auch das hat eine Konsequenz. Wir werden die ein oder andere Mahnung erhalten.   Evtl. kommt ein Mahnbescheid und im Anschluss ein Gerichtsvollzieher. Unter Umständen erhalten wir einen negativen Schufa Eintrag und gehen für ein paar Wochen oder Monate ins Gefängnis. Zwingen zu zahlen, kann uns niemand.
    Es gibt heute tausende Menschen in Deutschland die ihre Rechnungen nicht zahlen (obwohl sie es könnten). Wenn sie jetzt denken, „ins Gefängnis muss ich aber“ ist das auch nur bedingt richtig. Sie können z.B. verhandeln und frei bleiben. Sie können vorher das Land verlassen oder untertauchen.

    Wer hat in Ihrem Leben die Macht?

    Angst und Faulheit

    Ich glaube, das wir aus Angst und Faulheit anderen Menschen oder den Umständen die Macht einfach überlassen.

    • Wir sind zu faul nachzudenken.
    • Wir haben Angst die Verantwortung zu übernehmen.
    • Wir sind zu faul, die Dinge anders zu tun.
    • Wir sind zu ängstlich, die Konsequenzen unserer Handlungen anzunehmen.
    • Wir haben Angst davor, was die anderen sagen und denken.
    • Wir haben Angst davor, was kommen könnte.

    Es ist so einfach nicht nachzudenken was zu tun ist, wenn einem jemand sagt, was man tun soll. Es ist so einfach Dinge zu tun „weil man es eben einfach so macht“, und nicht darüber nachzudenken die Dinge einmal anders zu tun.

    Der gleiche Urlaub, die gleichen Klamtotten, die gleichen Freunde, der gleiche Job, das gleiche Auto, der gleiche Weg zur Arbeit, das gleiche Essen …

    Manchmal sehne ich mir meine Zeit bei der Bundeswehr zurück.
    Die Grundausbildung war komplett geregelt. Es gab Tage, an denen musste ich mich nur entscheiden ob ich nachdem Aufstehen eine Zigarette rauche (Die Entscheidung aufzuhören habe ich auch dort getroffen ;-)).

    • Aufstehen: Festgelegt. Das Wecken übernahmen andere.
    • Körperpflege (stand sogar auf dem Dienstplan).
    • Essensausgabe (Man wurde als Rekrut sogar zum Essen geführt und abgeholt).
    • Der Tagesablauf war durchstrukturiert.
    • Dienstschluss (raus aus der Kaserne durften wir noch nicht).
    • Licht aus 22:00 Uhr.

    Problematisch wird es nur, wenn solche Zeiträume zu lange dauern. Bei der Bundeswehr nannte man solche Leute „Zivilversager“. Stellen Sie sich vor, Sie machen das über Jahre.
    Viele Menschen hatten es nach Ihrer aktiven Zeit beim Militär echt schwer im „Zivilleben“.
    Es gibt auch heute noch Firmen, die so agieren. Mit allen Vor- und Nachteilen.

    Wie geschrieben: Es ist Ihre Entscheidung.

    Ich bitte Sie:
    Wenn Sie aus diesem Text nichts mitnehmen, denken Sie bitte über die folgenden beiden Punkte nach:

    1. Hinterfragen Sie öfter mal „Wer hat in diesem Moment die Macht über Ihr Leben?“
    2. „Sie sind verantwortlich für Ihr (Nicht) Handeln!“

    „Frühmorgens im Bett auf dem Rücken zu liegen, die Hände unter dem Nacken verschränkt, und ernsthaft zur Stubendecke hinaufzublicken, ist eine fruchtbringende und anstrengende Tätigkeit.“
    (Heiner Geißler)

    PS: Mir ist bewusst, dass das alles leichter geschrieben als getan ist. Ich bin, was diesen Text angeht, selbst mein bestes Beispiel. Je häufiger ich selbst darüber nachdenke, desto häufiger denke ich „ich bin verantwortlich“ und tue die Dinge bewusst mal anders.

    PS: Denk daran:
    • Dieser Atemzug kann Dein letzter sein.
    • Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
    • Der richtige Tag kommt nie. Entweder sind wir zu jung oder zu alt.
    Thimo Müller
    Headhunter – Career Mentor
    Dein Leben – Dein Spiel – Deine Regeln
  • „H“ wie „halten“ (von Mitarbeitern) #64 final

    „H“ wie „halten“ (von Mitarbeitern) #64 final

    Meinen gestrigen Artikel zum Thema Geschwindigkeit, habe ich im „Entwurfsstatus“ gepostet. Über den Tag habe ich Veränderungen und Ergänzungen vorgenommen. Einigen von euch/Ihnen hat das ganz gut gefallen. Ich konnte auf Feedbacks eingehen, Fehler korrigieren oder einfach länger über das Geschriebene nachdenken. Aus diesem Grund möchte ich gerne etwas ausprobieren.

    Diejenigen, denen das „Draft Format“ gefällt, können der Entwicklung des aktuellen Tagesartikels (im Entwurfsstatus) auf meinem Blog folgen. Den finalen Artikel gibt es dann immer einen Tag später auf XING, LinkedIn, Medium, Facebook, meinem Blog oder wöchentlich per Newsletter.

    Thema: H wie halten (von Mitarbeitern)
    Diejenigen die hier regelmäßig mitlesen, wissen ja bereits um meine egoistischen und leicht narzisstischen Themen. Deshalb sollte es im ursprünglichen Artikel vielleicht auch um H wie Hass oder Herausforderungen gehen.

    Aber irgendwie erscheint mir das heute früh nicht richtig. Aus diesem Grund „H wie halten von Mitarbeitern“. Das Bild mit der Wunderkerze zeigt gut, wie ich das „halten“ verstehe, mit Vorsicht und Respekt.

    Als allererstes möchte ich gerne mit der/unserer PERSONALBERATUNG anfangen. Seit fast einem Jahr ist mein jüngerer Bruder Dustin in der Geschäftleitung und der Chef. Nach dem er viele Jahre an Board ist (am 01.07. hatte er Jahrestag – alles gute mein Lieber). Mein Ziel war es immer, ein Unternehmen aufzubauen, dass besser ohne mich, als mit mir läuft. Das tut es in meinen Augen auch. Ganz raus nehmen möchte ich mich aber doch nicht, da mir viele Aufgaben doch Spaß bereiten.

    Ohne Ihn und das ganze Team, wären wir sicher nicht das, was wir heute sind. Aus tiefstem Herzen und mit der größten Anerkennung an dieser Stelle „vielen Dank Dustin, Christian, Vanessa, Bernd, Jannis, Tine, Christina“ (Die Reihenfolge hat sich aus der Raumaufteilung ergeben und hat nichts mit Hierarchie oder mögen zu tun :-))

    Zurück zu Thema „halten“

    Die meisten Unternehmen führen so etwas wie Jahresgespräche, Zielgespräche oder Ähnliches. Wenige führen Gespräche „nachdem“ ein Mitarbeiter gekündigt hat (Kündigungsgespräche —Man sollte sich aber überlegen diese einzuführen) und noch weniger führen Gespräche um Ihre Mitarbeiter zu „halten“. (Wobei mir das Wort „halten“ nicht gefällt. Es hat so etwas klammerndes und flehendes. Mir ist aber noch kein besseres Wort eingefallen. Vielleicht „vor-Kündigungsgespräche?“ oder „bleibe Gespräche“)

    In den kommenden Tagen würde ich also gerne mit Tine, Jannis, Christian, Vanessa, Bernd, Christina, Dustin (und, hallo Ricarda, bald auch mit dir 🙂 solche Gespäche führen um nach deren Meinung fragen.

    Worum kann es in solchen „bleib Gesprächen“ gehen? Sicher um die Gründe, weshalb der Mitarbeiter gerne im Unternehmen ist und auch bleiben möchte. Vielleicht aber auch um Gründe, warum der Mitarbeiter momentan vielleicht unzufrieden ist.

    Welche Vorteile haben diese Gespräche für den Mitarbeiter und das Unternehmen?

    • Sie sind nicht so stark emotional aufgeladen als Kündigungsgespräche
    • Sie zeigen den Beteiligten eine aufrichtige Wertschätzung (wenn Sie nicht gespielt wird)
    • Sie können jederzeit durchgeführt werden
    • Sie kosten nichts außer Zeit
    • Sie erhalten frühzeitig Informationen
    • Sie regen Mitarbeiter und Vorgesetzten zum Nachdenken an (weshalb bin ich hier im Unternehmen?)
    • Sie sind positiv belegt

    Risiken

    • Ihre Mitarbeiter könnten zu dem Schluss kommen, das es Ihnen hier nicht gefällt. Aber selbst dann, sind Sie meist in der Lage zu reagieren. Also eigentlich positiv.

    Solche Interviews können strukturiert und nach einem bestimmten Schema durchgeführt werden, müssen aber nicht. Meiner Meinung nach, kommt es ganz auf den Mitarbeiter und den Durchführenden an. Themen die in jedem Fall angesprochen werden sollten, sind:

    Allgemeine Anregungen für solche Gespräche:

    • Ehrlichkeit: Sagen Sie dem Mitarbeiter worum es geht und weshalb sie das Gespräch führen. Seien Sie ehrlich und halten nicht mit Ihrer Meinung und Ihren Gefühlen hinter dem Berg. Verkaufen Sie Ihre Mitarbeiter nicht für dumm.  Sie werden schnell merken, wenn Sie Ihnen etwas vormachen.
    • Ehrlichkeit 2: Lügen Sie bitte nicht. Am Ende des Tages kommt immer alles raus und Sie sind sowieso ein schlechterer Lügner als Sie denken.
    • Ehrlichkeit 3: Führen Sie die Gespräch nur, wenn Ihnen die Anliegen der Mitarbeitenden wirklich am Herzen liegen. Alles andere ist Heuchelei (Danke Reto Kessler für den Gedanken – Reto findet ihr unter http://www.komm-fort.ch)
    • Zeit: Führen Sie das Gespräch nicht zwischen Tür und Angel. Teilen Sie es nicht auf, sondern führen es in einem Stück und nehmen sich die Zeit.
    • Ort: Führen Sie das Gespräch idealerweise an einem neutralen Ort oder (bei Einzelbüros) im Büro des Mitarbeiters. Sie können es auch mit einem Essen oder einem Spaziergang kombinieren (Wenn das nicht als zu aufgesetzt rüber kommt).
    • Persönlich: Machen Sie es bitte nicht per Mail, Memo oder Telefon. Ich kenne Unternehmen,die streichen Ihren Mitarbeitern die jahrelang gezahlten Weihnachtsboni per Mail via Sekretärin.
    • Vorbereitung: Geben Sie sich und ihrem Mitarbeiter Zeit, sich auf ein solches Gespräch vorzubereiten.
    • Persönlich 2: Führen Sie als Vorgesetzter die Gespräche alleine.
    • Dokumentation: Vermeiden Sie es möglichst irgendetwas mitzuschreiben. Sonst bekommt das ganze wieder einen formellen Charakter und Sie verunsichern ihr Gegenüber. Ergeben sich wirkliche Handlungsschritte, oder treffen Sie Zusagen zu irgendetwas, dann sagen Sie ihrem Mitarbeiter, dass Sie das gerne aufschreiben würden und sich darum kümmern.
    • Zeit 2: Nennen Sie einen Zeitrahmen und halten sich an ihn.
    • Nehmen Sie sich die Zeit und denken über den Mitarbeiter nach. Seine Vita, seine Verantwortungen sein Umfeld, seine Persönlichkeit, sein Beitrag zum Unternehmen usw.

    Themen die Sie ansprechen können: Wobei ich in diesem Fall kein großer Fan von vorgegebenen Abläufen bin. Sie täuschen über den wahren Character des Gesprächs hinweg. Es geht um ein ehrliches Gespräch, dass dem Mitarbeiter zeigt: Er ist wichtig, er wird geschätzt, gehört und kann Einfluss nehmen.

    1. Sagen Sie worum es geht. Es geht darum, dem Mitarbeiter zu zeigen wie wichtig er für SIE und das Unternehmen ist. Es geht darum herauszufinden, was er gut und schlecht findet, und was verbessert werden kann. Denken Sie daran. Es geht immer um Menschen und in diesem Fall um Ihn und Sie (und sekundär um das Unternehmen). Sagen Sie ihm also wie wichtig er für SIE ist und nicht nur für das Unternehmen. (Mitarbeiter verlassen immer Vorgesetzte — nie Unternehmen)
    2. Gründe weshalb er hier ist und bleibt (z.B. Aufgaben, Vorteile, Monetäres, Kollegen, Verantwortungen, Fahrtzeiten, Abwechslungen, Vorgesetzte …)
    3. Gründe weshalb er wechseln würde, oder glaubt das es bei anderen Unternehmen besser/anders sind.
    4. Gründe die Sie im Unternehmen sehen und weshalb Sie hier sind und bleiben.
    5. „Traumjob“ Macht er die Arbeit die er machen möchte, oder gibt es Dinge die er ausprobieren will? Wie würde sein selbstzerstörerischer  Traumjob aussehen?
    6. Was darf sich verändern (wovon will er weniger)? Was frustriert Ihn aktuell?
    7. Was und wie denken andere Mitarbeiter?
    8. Was nicht (wovon will er mehr)?
    9. Führung: Wird er in seinen Augen richtig geführt? Was würde er verändern wenn er (sich selbst) führen müsste.
    10. Was fordert Ihn aktuell am meisten?
    11. Wo möchte er sich entwickeln (Weiterbildungen, erlernbares ….)?
    12. Kündigungsgründe: „Wenn Sie irgendwann einmmal kündigen wollten, woran würde ich es früh genug merken?“
    PS: Denk daran:
    • Dieser Atemzug kann Dein letzter sein.
    • Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
    • Der richtige Tag kommt nie. Entweder sind wir zu jung oder zu alt.
    Thimo Müller
    Headhunter – Career Mentor
    Dein Leben – Dein Spiel – Deine Regeln
  • „G“ wie Geschwindigkeit (#63.1)

    „G“ wie Geschwindigkeit (#63.1)

    „Denk nicht so viel, mach einfach mal“.

    Dieser Post bleibt „under construction“ ich habe einfach mal gemacht 😉 … mehr im Laufe des Tages

    Mein erstes Mal auf Skiern und ich war so gar nicht von mir überzeugt (wie sonst immer). Irgendwie habe ich das Gefühl, je älter ich werde, desto ängstlicher und langsamer bin ich bei neuen Dingen. Ähnlich dem Sport ergeht es uns auch im beruflichen Leben. Da ist diese Präsentation kommende Woche, an der wir nun schon über 10 Tage herumfeilen. Der wichtige Kundentermin am Montag, auf den ich mich viel zu lange schon vorbereite. Die eigene Geburtstagsfeier, die seit 3 Wochen in der Planung ist. Die Homepage, die ich schon 30 mal umgeworfen habe, und den Newsletter den ich bis in die Nacht schreibe.

    ALLES WAS ERLEDIGT WERDEN MUSS, KÖNNEN WIR auch SOFORT UND MIT GESCHWINDIGKEIT IN DIE TAT UMSETZEN.

    Die Meisten kommen aus diesem Grund nicht wirklich weiter. Wir bewegen uns vor und zurück, oder etwas zur Seite, und haben das Gefühl wir würden uns bewegen. Weshalb? Weil wir oft einen zu ausgeprägten Hang zur Perfektion haben. Da wird ewig an dem Newsletter gefeilt, 50 Mal das Konzept für einen Vortrag umgeworfen, und wenn es dann endlich steht, 100 Mal geübt, bevor der Vortrag endlich gehalten wird.

    Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, das einige Vorhaben und Projekte ziemlich komplex sind. Es gibt Menschen, Befindlichkeiten und andere Faktoren zu berücksichtigen, die es uns nicht unbedingt leichter machen. Da kann man sich schnell mal überfordert fühlen. „Ich koche mir erst mal einen Kaffee oder gehe mal an den Snack Automaten“. Surfen im Internet ist auch eine beliebte Alternative, wenn wir uns mal wieder irgendwie „geistig voll“ fühlen. Es ist auch viel angenehmer und bequemer, im Mittelmaß zu verharren.

    „Hat ja bisher auch gut funktioniert. Und wenn es sein muss, dann gebe ich halt einfach mal Gas“

    So geht das immer weiter, und unsere Vorhaben und Projekte, manchmal unser ganzes Dasein plätschern vor sich hin.

    “Don’t buy complexity; the simpler you make your training, the better the results become.”

    – Ryan Flaherty

    Ryan Flaherty (@ryanflaherty1) ist „Senior Director of Performance“ bei Nike. Davor war er Gründer und President „Prolific Athletes LLC“. Dort trainierte er einige der weltbesten Athleten (Serena Williams, Russell Wilson, die Arizona Cardinals, Marcus Mariota, Jameis Winston, und Hunderte weitere).

    Sie denken jetzt: „Geschwindigkeit ist ja gut und schön. Aber was ist mit der Qualität. Sicher geht uns da etwas unter oder fällt nicht auf“, „wir müssen doch planen und alle Eventualitäten beachten“.

    Google macht es uns vor. Die starten erstmal mit Version 0.1 und sehen ob es läuft. Wir warten mit der Veröffentlichung bis zum Sankt Nimmerleinstag oder machen es nie.

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    “If you have a 10-year plan of how to get [somewhere], you should ask: Why can’t you do this in 6 months?”

    – Peter Thiel (https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Thiel)

    oder abgewandelt:

    “Was würdest du tun um deine 10 Jahresziele innerhalb von 6 Monaten zu erreichen, wenn dir jemand eine Pistole an den Kopf hält?” (Frei nach Tim Ferris)

    Gedanken:

    • 80/20 Regel Pareto bedenken (https://de.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip)
    • „Was wäre wenn die Dinge nur halb so schwer wären“
    • Je länger wir nachdenken, desto mehr Gründe für das „nicht-funktionieren“ fallen uns ein.
    • „Alles was wir langsam erledigen, können wir auch schnell erledigen.“
    • Stell Dir bei allem was du tust vor, es wäre einfach: „Was ist wenn es leicht wäre?“
    • 40% Regel Bundeswehr (Wenn man auf Grund von Schmerz und Erschöpfung am liebsten aufgeben würde. An dem Punkt, an dem man glaubt nicht mehr weiter machen zu können, haben wir erst 40% unserer Leistungsfähigkeit ausgeschöpft und noch 60% übrig. Genau dann geht es erst richtig los.)
    • Die Regel des „einen“ (eine Wiederholung, einen Satz schreiben, eine Minute laufen, einen Liegestütz …). Einfach und leicht starten. Wenn Sie mal einen Liegestütz gemacht haben … können Sie auch zwei oder drei machen). Es geht darum, einfach ins „machen“ zu kommen. „Okay! Ich lege einfach mal los. Und wenn ich nach fünf Minuten nicht vorankomme, dann lasse ich es.“ Wenn Sie sich mal zwei bis drei Minuten damit beschäftigt haben und die Sache läuft, können Sie ja weitermachen.
    • Arbeit dehnt sich immer mindestens in dem Maße aus, den wir ihr geben.
    • Wieso endlos an irgendeinem Vortrag arbeiten, dessen Ergebnisse klar sind. Hier reichen Stift, Flipchart und Fantasie.
    • Speed kann IHR Geschäftsvorteil werden.

    Dieser Post ist „under construction“ ich habe einfach mal gemacht 😉 … mehr im Laufe des Tages.

    PS: Denk daran:
    • Dieser Atemzug kann Dein letzter sein.
    • Die nächste Person die du triffst, kann die Letzte sein.
    • Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
    • Der richtige Tag kommt nie. Die eine Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu jung, die andere Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu alt.
    Einen angenehmen sonnigen Mittwoch,
    Thimo Müller
    Headhunter – Career Mentor
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  • „F“ wie „first impression“ (#61)

    „F“ wie „first impression“ (#61)

    Ich bin heute etwas spät mit meinem täglichen Artikel. Deshalb etwas weniger umfänglich.

    „Lassen sie uns Bitte mal das Fenster aufmachen bevor wir den nächsten Kandidaten rein bitten.“

    Ein weiterer Kommentar war nicht nötig. Der Bewerber war wirklich gut. Äußerlich gepflegtes auftreten, gewinnendes Wesen und ausgesprochen gut vorbereitet. Perfektes Englisch und die nötigen Erfahrungen für die Position. Alle waren sich einig, so jemanden suchen wir. Leider war mir auch klar, das es genau dieser Mensch nicht werden würde obwohl es niemand ausgesprochen hatte.

    Dieser Kerl stank gewaltig. Im wahrsten Sinne des Wortes.

    Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich möchte hier niemanden aufgrund von Äußerlichkeiten oder seiner Körperdünste abwerten. Aber für einen Termin morgens um 8 mit der Inhaberschaft eines Unternehmens für eine Einkaufsleiterposition mit über 150.000€ Jahresgehalt, kann man sich duschen und einen Anzug anziehen der nicht nach kaltem Rauch stinkt (und das durchgehend in allen 3 Terminen). Rein rational, war er der ideale Kandidat und gehörte eingestellt. Die Bauchentscheidungen der Beteiligten trafen leider eine andere Entscheidung. Bei aller fachlichen und persönlichen Kompetenz. Hier konnte man sich sprichwörtlich nicht riechen.

    • Schade? –  Ja
    • Nachvollziehbar? – Keine Ahnung
    • Menschlich? – In jedem Fall
    • Fair? –  Wahrscheinlich nicht

    Darum geht es aber leider nicht. Es geht um Menschen und um menschliche Entscheidungen. Wir sind eben nicht immer Objektiv. Auch wenn jemand zu 100% auf alle Anforderungen passt, muss es nicht die Richtige Person sein.

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    Stellen Sie sich vor, wir alle würden unsere Lebenspartner Objektiv aussuchen? Ich wäre wahrscheinlich auf ewig alleine 😉

    Schließen sie mal für einige Minuten die Augen.

    • Wie wirken Sie auf andere?
    • Wie möchten Sie auf andere wirken?
    • Zeigt Ihr Äußeres den Eindruck den Sie erwecken wollen?
    • Wenn Sie ein Fremder wären, welchen ersten Eindruck würden sie von sich bekommen?
    • Welchen zweiten Eindruck?
    • Was stört Sie wirklich an sich?
    • Wie haben andere in der Vergangenheit auf Sie reagiert?
    • Wie reagieren Sie wenn Sie andere Menschen kennen lernen?
    • Was mögen Sie an sich?
    • Was nicht?
    • Auf was achten Sie bei anderen besonders?
    • Was könnten Sie verändern?

    Wir Menschen sind nun mal emotionale Wesen und der erste Eindruck definiert sich immer über das Äußere. Das ist nicht immer fair, aber so läuft es eben. Das ist übrigens bei Lebensläufen auch der Fall.

    In dem obigen Fall bekam der Kandidat die Stelle nicht. Gründe wurden genannt. Ob es die wirklichen Gründe waren? Ich kann es nicht beantworten.

    18 Tipps für solche Situationen

    1. Treten Sie gepflegt auf.
    2. Waschen sie die Kleidung die Sie tragen.
    3. Rauchen Sie wenn möglich am Tag der Bewerbung nicht (Kaugummis bringen nicht immer etwas, glauben Sie mir). Es gibt Menschen die reagieren extrem empfindlich auf Zigarettenrauch.
    4. Hunde, Katzen usw.: Es gibt nicht nur Tierliebhaber, und die Gerüche Ihrer Lieblinge setzen sich gerne in unserer Kleidung fest.
    5. Seien sie freundlich. Auch zum Rezeptionisten oder dem Taxifahrer (Ich kenne Unternehmen die befragen diese Menschen. Ich kenne sogar ein Unternehmen, das schickt bei wichtigen Gesprächen immer den gleichen Taxifahrer um den Kandidaten abzuholen und befragt diesen nach seinem Eindruck)
    6. Schütteln Sie die Hände richtig. Oder fühlt sich ihre Hand an wie ein nasser Waschlappen?
    7. Seien Sie vorbereitet, über sich, ihre Position und Firma zu sprechen.
    8. Bereiten Sie sich wenigstens auf eine Frage vor: „weshalb würden sie wechseln?“ oder abgewandelt „warum sind Sie hier?“
    9. Merken Sie sich die Namen ihrer Gesprächspartner.
    10. Googeln Sie die Interviewpartner.
    11. Verwenden Sie dezentes Parfüm (wenn überhaupt).
    12. Seien Sie pünktlich.
    13. Schalten Sie Ihr Handy, ihre Uhr, Ihr Tablet usw. AUS
    14. Haben sie ein paar Geschichten auf Lager die ihre Erfahrungen und Erfolge untermauern.
    15. Bringen Sie Beweise … für das was sie ausmacht und für die Dinge in denen sie gut sind.
    16. Kennen Sie ihren Preis. Fangen Sie bei der Frage nach ihren Gehaltserwartungen nicht an zu stottern. Sagen sie ganz klipp und klar was Sie wollen.
    17. Bonustipp: bleiben Sie am Ball nach dem Gespräch
    18. Bonustipp 2: halten Sie sich an Vereinbarungen aus dem Gespräch.

    Top 26 Aussagen die sich nicht bringen sollten und weshalb:

    1. „Ich hasse meinen Job weil …“ (Evtl. hassen Sie diesen Job auch irgendwann)
    2. „Ich habe in einigen Wochen Urlaub geplant.“ (Warten Sie bitte mit Ihren Urlaubswünschen bis Sie ein wirkliches Job Angebot haben. Ihre Urlaubspläne interessieren ersteigert niemanden)
    3. „Mein Vorgesetzter ist ein (Schimpfwort Ihrer Wahl)“ (Was werden Sie in ein paar Jahren über ihren zukünftigen Chef sagen wenn nicht alles so läuft wie sie es sich vorstellen?)
    4. „Mein jetziges Unternehmen ist $%&G/7%.“ (siehe oben)
    5. „Wie ist die Bezahlung?“ (Lassen Sie dem Unternehmn den Vortritt.)
    6. „Wie viele Urlaubstage gibt es?“
    7. „Ab wann kann ich Urlaub nehmen?“ (Warten Sie bitte mit solchen Fragen bis sie ein Angebot auf dem Tisch haben.)
    8. „Übernehmen Sie die Reisekosten?“ (bitte am Ende des Bewerbungsprozesses Fragen.)
    9. „Ist es ok, wenn ich diesen Anruf annehme?“ (Schalten Sie Ihr Telefon AUS.)
    10. „Ich brauche diesen Job?“ (Möchten Sie wirklich so rüber kommen?)
    11. „Ich möchte XYZ verdienen, bin aber verhandlungsbereit.“ (Sagen Sie nichts was Sie im nächsten Satz wieder revidieren)
    12. „Ich habe nicht alle geforderten Erfahrungen aber ich lerne schnell.“ (Lassen Sie Ihren Gesprächspartner bewerten ob Sie qualifiziert genug sind und fokussieren Sie sich auf das was Sie können.)
    13. „Das kann ich lernen.“ (Überlegen Sie sich vorher, WIE sie die Dinge, die sich nicht können , lernen können. Welche Maßnahmen können Sie nennen um bei XYZ voran zu kommen).
    14. „Das steht doch in meinem Lebenslauf.“ (Ja, aber evtl. möchte Ihr Gesprächspartner es von Ihnen hören.)
    15. „Ich habe noch einen Termin (Rückfahrt, Taxi oä), wie lange dauert das Gespräch?“ (Planen Sie ausreichend Zeit ein.)
    16. „Bitte entschuldigen Sie, ich bin zu spät.“ (Kommen sie nicht zu spät.)
    17. „Ich schwöre“, „heilige scheiße“ … (Vermeiden Sie Obszönitäten, vulgäre oder ordinäre Ausdrucksweise, religiöses usw.)
    18. „Wie ist ihre Firmenpolitik bezüglich Beziehungen mit Kollegen und wie sieht es mit Werbegeschenken aus?“ (Sie schütteln mit dem Kopf??? Alles schon erlebt)
    19. „Ich habe keine Fragen.“ (Sie sollten immer eine Liste mit Fragen zur Hand haben.)
    20. „Gibt es noch andere Bewerber?“ (Macht das einen Unterschied für Sie?)
    21. „Was macht Ihr Unternehmen genau?“ (Bereiten Sie sich bitte vor.)
    22. „Wie genau sehen die Sozialleistungen aus?“ (Warten Sie damit, bis Sie ein. Angebot erhalten.)
    23. „Welchen Firmenwagen bekomme ich?“ (Siehe oben)
    24. „Ich bin immer so nervös in Interviews.“ (Das Unternehmen möchte jemanden einstellen der Überzeugt von sich und seinen Leistungen ist.)
    25. „Kann ich von zu Hause arbeiten?“ (Warten Sie damit)
    26. „Muss ich Englisch können für den Job.“ (Wenn es wichtig ist, steht es in der Stellenbeschreibung oder Ihr Interviewpartner spricht es an.)
    PS: Denk daran:
    • Dieser Atemzug kann dein letzter sein.
    • Die nächste Person die du triffst, kann die letzte sein.
    • Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
    • Der richtige Tag kommt nie. Die eine Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu jung, die andere Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu alt.
    Einen angenehmen Dienstag Abend,
    Thimo Müller
    Headhunter – Career Mentor
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  • E wie Ersetzbar – auf keinen kommt es an

    E wie Ersetzbar – auf keinen kommt es an

    Es wird uns erst bewusst, wenn wir krank oder im Urlaub sind, ohne Zugriff auf Handy und Mail. Irgendwie läuft der Laden trotzdem. Die eigene Unersetzbarkeit, die wir uns vorgaukeln, löst sich auf vor der Angst, dass wir doch nicht die einzig besten sind. Viele bemerken das erst mit der Rente. Gestandene Frauen und Männer sitzen Wochen nach der Pensionierung da und starren auf das Telefon. Sie fragen sich, wann der Anruf endlich kommt. Wann melden sie sich, um den Retter um Hilfe zu bitten. Es muss doch alles drunter und drüber laufen.

    „Auf dich kommt es an“, “Du bist unersetzbar“, „ohne dich, geht hier alles drunter und drüber“

    Die Worte schmeicheln uns. Wir wollen wichtig sein und uns gebraucht fühlen. Bedeutsamkeit ist eines der wichtigsten menschlichen Bedürfnisse. Gerade die, die immer betonen, sie wollten gar nicht im Vordergrund stehen.

    Auf dich kommt es eben nicht an – sondern auf die Arbeit, die du erledigst. 

    dietmar-becker-131

    Leider sind wir nicht so wichtig, wie wir uns fühlen. Irgendwie läuft doch alles weiter, auch ohne uns. Oft führt das eigene Wichtigkeitsempfinden sogar dazu, dass man sich unter Wert verkauft. Wir geben alles für das Unternehmen. Sind ständig erreichbar und arbeiten sogar am Wochenende. Wir gehen in Vorleistungen in der Hoffnung, dass „man“ sich erkenntlich zeigt. Wir erwarten Anerkennung, Lob, Geld und Karriere und sind enttäuscht, wenn nichts davon eintritt. Es werden eher noch Leute entlassen.

    Die Welt dreht sich weiter, als wäre nichts gewesen!

    Wir antworten darauf mit Verbitterung und Zynismus. Unser Körper mit Krankheit und Depression. Mancher holt sich still zurück, was das Unternehmen ihm doch schuldig ist. Eine Gefahr für den Menschen und das Unternehmen.

    Machen wir uns klar:

    Wer unsere Arbeit erledigt, ist scheiß egal. Es sind die Tätigkeiten, die Verantwortungen und Ergebnisse, die zählen. Wir Menschen sind ersetzbar. Das gefällt uns nicht. Das verdrängen wir. „Bei mir ist das anders. Wer sollte denn meine Arbeit erledigen? Die ganze Verantwortung, die Entscheidungen usw.“

    Der Wunsch und der Glaube an die eigene, einzigartige Unersetzbarkeit bringt uns Unglück, Unzufriedenheit und Krankheit.

    Die erträumte Unersetzbarkeit birgt Unglück und Krankheit

    Wir müssen aufhören, selbst die langweiligsten und stupidesten Jobs als Herausforderung anzupreisen. Stehen wir dazu, dass es langweilige Jobs gibt, mit wenig Chancen auf Karriere. Jobs ohne Verantwortung, bei denen wir jeden Tag das Gleiche tun müssen. In denen wir Zeit gegen Geld tauschen.

    • Es ist OK, einen langweiligen Job zu machen.
    • Es ist OK, anderswo als im Job deine Erfüllung zu finden.
    • Es ist OK, austauschbar zu sein.
    • Es ist OK, wenn andere besser sind.
    • Es ist OK, im jetzt zu leben und es zu genießen.

    Genauso müssen wir aufhören, stetig nach Erfüllung zu suchen. In der heutigen Zeit wird von uns erwartet, dass wir „den“ erfüllenden Job machen oder ihn solange suchen, bis wir ihn gefunden haben. Das alleine macht schon unzufrieden. Wir sind immer auf der Suche. Wir leben in der Zukunft.

    „Das kann doch nicht alles sein?“ „Da muss doch noch etwas kommen“.

    Wir kommen nie an, weil wir nicht wissen was wir wollen.

    Wir sind so beschäftigt mit der Suche nach Zufriedenheit und Glück, dass wir gar nicht wahrnehmen, was um uns herum passiert. Wir geben dem Leben gar keine Chance, uns glücklich zu machen. Wir haben verlernt, im Hier und Jetzt zu leben und den IST-Zustand zu genießen.

    Lassen Sie uns etwas gelassener mit uns und unserer Arbeit umgehen. Uns weniger wichtig nehmen. Als Ergebnis bekommen wir als auch unsere Unternehmen gesündere und glücklichere Menschen.

    Schönen Wochenenfang

    PS: Denk daran:
    • Dieser Atemzug kann dein letzter sein.
    • Die nächste Person die du triffst, kann die letzte sein.
    • Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
    • Der richtige Tag kommt nie. Die eine Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu jung, die andere Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu alt.
    Mach einfach
    Thimo Müller
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  • D wie „den Erpel von der Ente holen“

    D wie „den Erpel von der Ente holen“

    Kommen Sie zu Potte. Handeln Sie. Treffen Sie Entscheidungen. 

    Das gilt für Unternehmen und Bewerber.

    2 Wochen sind zu schnell
    In der engeren Auswahl befinden sich drei absolut geeignete Kandidaten. Ein Traumzustand für jedes Unternehmen. Sowohl Fachabteilung als auch HR haben einen Favoriten (denselben). Trotzdem will man „noch etwas weitersuchen“. Was war passiert?

    Es ging alles zu schnell!calum-patrick-4925_jpg.jpg

    Unternehmen möchten zwar meist so schnell wie möglich einstellen, in diesem Fall ging es jedoch zu schnell. Wir hatten innerhalb von 14 Tagen geeignete Kandidaten recherchiert, gesprochen und zu einem Interview im Unternehmen eingeladen. Die Verantwortlichen fühlten sich nahezu überrumpelt und konnten keine Entscheidung treffen. Dazu kommt, dass wir als Headhunter das gesamte Honorar erhalten und doch „nur“ 2 Wochen gearbeitet haben. Der zweite Grund also: fehlendes Verständnis für ergebnisorientiertes Handeln.

    In meiner Zeit als Ingenieur habe ich das bei Druckabnahmen erlebt. Ein Team aus Marketing und Entwicklung fährt zu einer Druckerei und nimmt vor Ort die Abstimmung verschiedener Druckergebnisse ab.  Einfach gesagt „sieht alles so aus, wie wir es uns erwarten“. Man reist mehrere Stunden an, um die Abnahme durchzuführen. Ein Tag Abstimmung plus Übernachtung und ein weiterer als Puffer sind eingeplant. An markus-spiske-104910-2_jpg.jpgder Druckmaschine wird dann hier etwas Magenta weggenommen und etwas Cyan dazu usw., das geht solange bis die Farben passen. Manchmal passt es auch bereits beim ersten Schuss. Man steht also noch keine 5 Minuten an der Maschine und das Ergebnis ist perfekt. Trotzdem wird noch mal nachjustiert. „Das kann ja eigentlich noch nicht passen. Jetzt sind wir 5 Stunden angereist, haben eine Übernachtung eingeplant. Da können wir jetzt noch nicht fertig sein.“

    So oder so ähnlich fühlen wir uns, wenn wir einen perfekten Kandidaten „zu früh“ identifizieren. In obigem Fall kam dazu, dass es keine „unpassenden“ Kandidaten gab, die die Entscheidung erleichtert hätten.

    Die Gefahr, wenn wir Menschen hinhalten:

    • Sie fühlen sich nicht als der Top-Kandidat (es wird ja noch weiter gesucht).
    • Sie merken, dass sie hingehalten werden.
    • Sie suchen weiter.
    • Sie sagen in der Zwischenzeit einem anderen Unternehmen zu.
    • Sie nehmen das Angebot ihres bisherigen Arbeitgebers an.
    • …

    Wenn Sie als Unternehmen zu diesem Zeitpunkt weitersuchen und nach vier Wochen merken, „es war doch der Beste“, können Sie Pech haben. Wie wird sich der Bewerber fühlen? „Aha, jetzt haben sie doch niemanden mehr gefunden oder die anderen sind abgesprungen und jetzt nehmen Sie mich. Am Arsch, jetzt will ich auch nicht mehr.“

    Das bisher geschriebene gilt gleichermaßen für Bewerber. Halten Sie die Unternehmen nicht zu lange hin. Treffen Sie Entscheidungen. Denken Sie vor allem vorher nach.

    • Was erwarten Sie überhaupt von einer neuen Position?
    • Was soll die Position mitbringen?
    • Was nicht?
    • Welches sind Ihre „Muss-Kriterien“?
    • …

    Gehen Sie nicht los und „schauen, was der Markt so bietet“, sondern machen sich Gedanken darüber, was Sie wollen. 

    Wenn Sie nur durchs Leben gehen und suchen einfach „nach einer neuen marija-zaric-220698_jpg.jpgHerausforderung“, dann legen Sie Ihre Zukunft in anderer Leute Hände. Werden Sie konkret, bei dem was Sie wollen. Bewerben Sie sich nicht nur auf Vorhandenes. Erträumen Sie Ihre Wunschposition. Das ist mit Arbeit verbunden, deshalb machen es die wenigsten. Deshalb wissen die wenigsten was Sie wollen.

    Schönen Sonntag

    PS: Denk daran:
    – Genau dieser Atemzug könnte dein letzter sein.
    – Die nächste Person die du siehst, könnte die letzte sein die du sehen wirst.
    – Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
    – Es gibt nie den richtigen Tag. Die eine Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu jung, die andere Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu alt.
    Sei mal wieder verrückt.
    Thimo Müller
    Dein Leben – Dein Spiel – Deine Regeln
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  • C wie: Checklisten, Chancen, Charme & Cervelatwurst,

    C wie: Checklisten, Chancen, Charme & Cervelatwurst,

    Wie komme ich also fast garantiert an einen neuen Job?

    Fast täglich erhalte ich Anrufe und Nachrichten wie „Haben Sie passende Jobs für mich im Angebot?“ oder „Ich suche etwas Neues, was haben Sie aktuell für mich?“.

    Wir sind doch nicht beim Metzger, „Darf´s auch etwas mehr Cervelatwurst sein?“.

    Hier meine Checkliste zum Thema

    a) Überlegen Sie sich konkret, was SIE wollen und suchen.

    b) Seien Sie konkret. Nein, die Aussage „Ich suche eine neue Herausforderung“ reicht nicht. Trauen Sie sich, sich festzulegen und zu beschreiben, wie Ihr zukünftiger Job aussehen soll.

    c) Nutzen Sie Checklisten. Schreiben Sie auf, welche Punkte bei einem neuen Job erfüllt sein sollen und welche nicht sein dürfen.

    d) Fantasieren Sie. Gehen Sie auf eine gedankliche Zukunftsreise zu Ihrem Traumjob. Wie sieht Ihre ideale Woche in zwei Jahren aus? Mit allen Höhen und Tiefen. Schreiben Sie in Aufsatzform, das hilft beim Denken. Beitrag_bearbeiten_‹_Dein_Leben___Dein_Spiel___Deine_Regeln_—_WordPress_com.jpg

    e) Kennen Sie Ihre Konstanten. Welche Konstanten spielen bei Ihrer Jobwahl eine Rolle (Familie, Wohnort, Gehaltsziele …)?

    f) Sammeln Sie. Was können Sie überhaupt? Schreiben Sie Ihre Kenntnisse und Erfahrungen in Stichpunkten auf.

    g) Sammeln Sie zweitens, was können Sie noch nicht?

    h) Sammeln Sie drittens, was sind Ihre Erfolge aus der Vergangenheit? Was haben Sie erreicht? Beruflich als auch persönlich.

    i) Fragen Sie. Sprechen Sie mit Freunden, Familie und Kollegen, wie diese Sie sehen. Oft sehen wir uns selbst nur so, wie wir uns gerne sehen wollen oder haben Scheuklappen auf.

    j) Netzwerken Sie. Immer noch der beste Weg zu Ihrem neuen Job. Beitrag_bearbeiten_‹_Dein_Leben___Dein_Spiel___Deine_Regeln_—_WordPress_com.jpg

    k) Trinken Sie. Nehmen Sie sich eine halbe Flasche Wein und fantasieren einfach mal. Schreiben Sie es auf. Sie werden staunen.

    l) Lesen Sie. Lesen Sie Biografien und Romane. Versetzen Sie sich in andere Menschen. Leben Sie für eine Zeit deren Leben.

    m) Kennen Sie. Gehen Sie auf die Suche nach Ihren Werten. Welche 5 Werte sind Ihnen wichtig im Umgang mit anderen Menschen? Welche in Ihrer Kommunikation? Welche Werte im Umgang mit Ihnen selbst?

    n) Reisen Sie. Gehen Sie in Ihre Vergangenheit. Welche Momente und Erlebnisse haben Sie geprägt? Gehen Sie auf eine Berg- und Talfahrt in Ihre Vergangenheit. Meist haben uns unsere Talfahrten am meisten geprägt. Zukunft braucht Herkunft!

    m) Wirken Sie. Lernen Sie Ihre Wirkung auf andere Menschen kennen. Wenn Sie mit Menschen in Berührung treten, was ist für diese danach anders als zuvor?

    n) Zielen Sie. Aber nicht zu lange. Irgendwann werden Ihre Arme schwach und Sie verwackeln Ihr Gewehr.

    o) Handeln Sie. Denken Sie nicht zu viel nach. Fragen Sie nicht so oft um Erlaubnis, sondern bitten Sie lieber mal um Verzeihung.

    p) Nehmen Sie. Ihr Leben nicht zu Ernst. Denken Sie daran. Es gibt keine Tätigkeit, bei der nicht schon jemand gestorben ist. Wir alle könnten im nächsten Moment von der Bildfläche verschwinden.

    q) Lernen Sie. Hören Sie NIE, NIE, NIE, NIE auf, neue Dinge zu lernen.

    r) Probieren Sie. Testen Sie neue Dinge. Essen, Trinken, neue Hobbies, Sport … Sie sind hier, um auszuprobieren. Essen Sie nicht immer Schnitzel mit Pommes und variieren nur die Saucen.

    s) Misten Sie. Lernen Sie loszulassen. Schlechte Angewohnheiten. Menschen die Sie noch nie leiden konnten. Dinge, die Sie eh nicht mehr anziehen. Misten Sie Ihr Leben mal wieder aus und räumen Sie Ihre Festplatte auf.

    t) Lieben Sie. Suchen Sie nicht Ihr ganzes Leben nach Ihrer Erfüllung. Seien Sie erfüllt bei dem was Sie tun.

    u) Seien Sie. Tun Sie nur eine Sache auf einmal. Tun Sie die Dinge, die Sie tun, in vollem Bewusstsein und seien Sie bei der Sache.

    v) Fokussieren Sie. Tun Sie nur eine Sache auf einmal. Wenn Sie gehen, gehen Sie, wenn Sie essen, essen Sie, wenn Sie zuhören, hören Sie zu.

    w) Werten Sie … nicht zu voreilig. Jeder Mensch fühlt sich im Recht. Es gibt immer Gründe, weshalb wir etwas sagen und tun. Urteilen Sie nicht zu vorschnell. Hören Sie zu des Verstehens Willen. Sie müssen ja nicht einverstanden sein.

    x) Küssen Sie. Ihren Partner, Ihre Kinder, Ihre Eltern, Ihre Geschwister.

    y) Schlafen Sie. Die besten Ideen kommen kurz vor dem und nach dem Einschlafen.

    abigail-keenan-17655_jpg.jpg

    z) Essen Sie mehr Cervelatwurst (um dem vierten C aus der Überschrift Rechnung zu tragen).

     

    aa) Kommen Sie … auf mich oder mein Team zu, wenn Sie Mitarbeiter suchen oder auf der Suche sind.

    ab) Riskieren Sie … nicht unbedingt Ihr Leben, aber mal ausgelacht zu werden oder sich lächerlich zu machen.

    PS: Danke Arno

    PPS: Denken Sie daran:
    – Genau dieser Atemzug könnte dein letzter sein.
    – Die nächste Person die du siehst, könnte die letzte sein die du sehen wirst.
    – Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
    – Es gibt nie den richtigen Tag. Die eine Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu jung, die andere Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu alt.
    Sei mal wieder verrückt.
    Thimo Müller
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  • B wie Bequemlichkeit, Betrug & Bauerfängerei (und beten)

    B wie Bequemlichkeit, Betrug & Bauerfängerei (und beten)

    auf das beten gehe ich am Ende genauer ein …

    Die Stellenbeschreibungen mancher Unternehmen grenzen schon an Betrug. Die Beschreibungen haben oft nichts mit der wirklichen späteren Position zu tun. Oftmals haben die einstellenden Fachabteilungen dazu keinen genauen Input gegeben, oder es wurden einfach andere Stellenbeschreibungen übernommen. Sowie es bei Bewerbungen ein „Floskelbingo“ gibt, so gibt es bei den Stellenbeschreibungen auch eines.

    Da ist dann zu lesen:

    „Er ist u.a. teamfähig, flexibel, hat einen guten Abschluss, arbeitet mit Freude und Engagement und zeichnet sich durch seine Einsatzbereitschaft und eine strukturierte Arbeitsweise aus. “

    Die zehn beliebtesten Wörter in Stellenanzeigen
    1. u.a./unter anderem
    2. Kunden
    3. Team
    4. Verantwortung/verantwortlich
    5. Bereich
    6. Zusammenarbeit
    7. Beste
    8. im Rahmen
    9. Kolleginnen/Kollegen
    10. optimieren/optimiert
    Quelle: Employer Telling, 2016

    Die Top Ten Worte der von Arbeitgebern gestellten Ansprüche
    1. gut
    2. Team
    3. abgeschlossen
    4. Flexibilität
    5. Engagiertheit/engagiert
    6. Bereitschaft
    7. Freude
    8. strukturiert
    9. kommunikativ/kommunikationsstark
    10. Einsatzbereitschaft
    Quelle: Employer Telling, 2016

    Dazu kommt: Nur jede Dritte untersuchte Stellenanzeige hatte eine anklickbare E-Mail Adresse enthalten – und die sei dann meist völlig unpersönlich gewesen. Die beliebtesten Varianten: „bewerbung@“, „karriere@“ und „jobs@“.

    Wodurch kommt das?

    Bequemlichkeit!
    Es ist natürlich wesentlich einfacher die alten Anzeigen wieder herauszuholen. „Die hat doch beim letzten Mal auch funktioniert“. Oder ich suche mir im Internet eine ähnliche Anzeige für eine ähnliche Position heraus. Dann dürfen wir uns aber auch nicht wundern, wenn wir irgendwelche standardisierten Massenanschreiben wie….

    • Sehr geehrte Damen und Herren,
      mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung auf dem Portal XY gelesen und möchte mich mit diesem Schreiben bei Ihnen bewerben …
    • „Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, zeichne ich mich durch eine hohe Flexibilität aus, die es mir erlaubt ergebnisorientiert anfallende Probleme zu lösen.“
    • „Ich möchte die Chance nutzen, mich in Ihrem Unternehmen menschlich und fachlich weiterzuentwickeln. Dadurch sehe ich nicht nur die Chance gegeben, selbst immer wieder auf dem neusten Stand zu sein, sondern auch gleichzeitig meine Erfahrungen als hoch qualifizierter Profi für Ihr Unternehmen produktiv einzubringen.“

    Für beide Seiten (Bewerber und Unternehmen) gilt:
    Treffen Sie als Bewerber und als Unternehmen nur Aussagen in Ihrem/r Anschreiben/Stellenanzeige, die Sie auch belegen können.

    Hier einige Beispiele für den Bereich Soft Skills:

    • Flexibel: Um was geht es? Werden Sie konkret! Ist ihr Unternehmen ein Zirkus und suchen Sie einen Artisten? Geht es um flexible Arbeitszeiten? Um hohe Reisebereitschaft, um verschiedene Aufgabenstellungen oder einfach das Sie gehaltlich flexibel sind? Flexibel kann hier vieles bedeuten.
    • Erfolgreich: erfolgreich bei was? Haben Sie irgendwelche Auszeichnungen oder Preise gewonnen. Gibt es nachweislich Kriterien die belegen bei was Sie erfolgreich waren? Waren sie 20 mal in Folge pünktlich an ihrem Arbeitsplatz oder haben Sie im Zeitraum von 15 Monaten 12 Neukunden mit einem Neukundenumsatz von 4,8 Mio erreicht?
    • Selbstständige Arbeitsweise: wie genau wird es für den Arbeitgeber ersichtlich das Sie „selbstständig“ sind? Meine Kinder sind im großen und ganzen auch selbstständig. Als Bewerber geben Sie bitte Beispiele. Als Arbeitgeber beschreiben Sie Ihre Erwartungshaltung.

    5 Tipps für Ihr Anschreiben

    1. Lassen Sie ihr Anschreiben von mindestens 3 unterschiedlichen Personen durchlesen (sowohl auf Fehler als auch auf Inhalt). Bitten Sie um brutale Ehrlichkeit! Alles andere bringt Sie nicht weiter.
    2. Achten Sie auf das „Floskelbingo“ (HIER https://thimo-mueller.com/2017/01/19/dein-leben/ ein passender Artikel dazu)
    3. Können Sie Ihre Aussagen in Ihrem Lebenslauf belegen? Dann tun Sie das! Damit heben Sie sich bereits von 95% der anderen Bewerber ab.
    4. Bringen Sie Beispiele oder bieten an, Beispiele zu erbringen. Machen Sie es wie Architekten, Künstler oder Fotografen. Erstellen Sie eine Art „ErfolgsMappe“ mit allen Ihren Erfolgen. Sammeln Sie ab heute alle Erfolge darin.
    5. Nennen Sie (haltbare) Referenzen. Fragen Sie im ehemaligen Kollegen und Bekanntenkreis nach mündlichen oder schriftlichen Referenzen die Sie nennen dürfen.
    6. Bonustipp: Geben Sie Ihre Adresse an und wie und wann Sie erreichbar sind. Sie werden staunen wie viele Bewerbungen wir erhalten bei denen wir uns Kontaktdaten, Mailadresse oder Telefonnummer heraussuchen müssen.
    7. Bonustipp 2: Benutzen Sie eine „neutrale“ Mailadresse. Nehmen Sie nicht die Adresse, die Sie erstellt haben um bei ihren Freunden Eindruck zu schinden. Wir hatten hier schon „heissehexe69@…; boyfriend666@; kuhlertuep@; mariakrohn@ …)
    8. Bonustipp 3: Bringen Sie Ihren Anhang unter 5MB. Wenn er größer sein muss, checken Sie ob das Unternehmen die Dateigröße empfangen kann.
    9. Bonustipp 4: Bringen Sie alles in eine, maximal zwei Dateien. Niemand will 9 einzeln (am besten noch eingescannte) Seiten ihres Lebenslaufs. Testen Sie das Aussehen Ihrer Daten und ihrer Mail vorab auf eine andere Mailadresse.

     

    5 Tipps für Ihre StellenanzeigeKSK_Birkenfeld

    Die Anzeige zeigt eine Klappleiter: Unten stehen fünf hübsche junge Frauen, oben zwei lächelnde junge Männer. Darunter der Slogan: „Gestern noch in der Schule, heute schon auf der Karriereleiter.“ Das Bild mit der Karriereleiter mag ja noch ganz passend sein, aber der Rest? Bitte … 2 Männer oben, 5 Frauen unten??? Übersetzt heisst das: Bei uns kommen die Männer in die besten Positionen, obwohl die Frauen in der Überzahl sind“

    1. Seien Sie konkret bei Ihren Anforderungen. Bringen Sie wenn nötig Beispiele. Sagen Sie, um was es geht. Ein guter Einstieg beschreibt nicht die Tätigkeit des Unternehmens, sondern das was die Arbeitnehmer dort tun, wie und wo Sie arbeiten. Sie beschreibt, wie sich die Arbeitswelt darstellt. Wie viele Standorte, Niederlassungen oder Mitarbeiter auf wieviele Länder kommen, darf getrost in Ihrem Internetauftritt gezeigt werden. Für den Mitarbeiter „Entwicklungsingenieur Papiermaschine in Stuttgart“ sind ihre Niederlassungen in Südamerika erst einmal eher zweitrangig.
    2. Nennen Sie echte Ansprechpartner für Rücksprachen. Vermeiden Sie, gerade als großes Unternehmen, die Varianten: „bewerbung@“, „karriere@“ und „jobs@“. Es entsteht einfach ein unpersönliches Gefühl bei ihrem Bewerber.
    3. Geben Sie Hintergrundinformationen zu Position sowie Unternehmen. Nennen Sie einen Link unter dem sich Ihre Bewerber weitere Informationen ziehen können.
    4. Vermeiden Sie Floskeln. Allerorts suchen Unternehmen Kandidaten mit „sympathischem“ oder „überzeugendem Auftreten“, die „flexibel“ sind und ein „hohes Maß“ an „Selbstständigkeit“, „Eigeninitiative“ und „Zuverlässigkeit“ mitbringen. Geboten werden im Gegenzug ein durchweg „kollegiales Arbeitsklima“, eine „leistungsgerechte Vergütung“ und „Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung“. „Wer soll sich von solchen Floskeln angesprochen fühlen?“
    5. Schrecken Sie Frauen nicht ab. Eine Studie der TU München zeigt: „Viele Frauen werden von Stellenanzeigen abgeschreckt, die zu stark mit männlichen Attributen gespickt sind“, schreibt die Studienleiterin Claudia Peus (Professorin für Forschungs- und Wissenschaftsmanagement). Sie hat 260 Frauen und Männern fiktive Anzeigen vorgelegt und untersucht, wie beide Geschlechter auf bestimmte Wörter reagieren.  Adjektive wie „erfolgversprechend“, „offensiv“ und „analytisch“ sprächen eher Männer an, während Frauen Worte wie „engagiert“, „verantwortungsvoll“ oder „gewissenhaft“ bevorzugen. Dabei gilt: „Frauen lassen sich durch eine maskulin formulierte Ausschreibung von einer Bewerbung eher abschrecken, Männer aber nicht von einer femininen Wortwahl.“ „Die meisten Organisationen sind sich gar nicht bewusst, dass Sie einen großen Teil der Frauen durch die Wortwahl von vornherein ausschließen“, sagt Peus. „Das könnte zumindest zum Teil erklären, warum sich viele Arbeitgeber beklagen, dass sich bei Ihnen keine qualifizierten Frauen bewerben.“
    6. Bonustipp: Schauen Sie sich Ihre Arbeitgeberbewertungen auf Kununu an. Manchmal augenöffnend
    7. Bonustipp 2: Schade, das ich es schreiben muss, aber akzeptieren Sie bitte Bewerbungen per Mail und nennen eine gültige Mailadresse die auch Anhänge bis 5MB (besser 10) empfangen kann. Nichts ist schlimmer, als das ihre Kandidaten ständig Fehlermeldungen bekommen da Ihr Anhang zu groß ist. In lediglich 32% der untersuchten 120.000 Stellenanzeigen geben Arbeitgeber eine anklickbare        E-Mail-Adresse an. 6% nennen konsequent in jeder die gleiche Adresse, 23% geben keine an. Ja, Bewerbungsformulare sind toll. Wenn Sie funktionieren, Sie nicht nach 5 Minuten aus dem System werfen, oder Dinge von Ihnen wissen wollen die Ihre Mutter nicht einmal weiß. Geben Sie zumindest die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. (Studie http://www.employer-telling.de)

    Hier noch der versprochene „beten“-Bonus:

    Für Bewerber: Bitte machen Sie nicht den Fehler und „hauen einfach etwas raus“. Als Bewerber geht es hier um Ihre Zukunft. Also um Ihre Zeit, Ihr Geld und Ihr Leben. Idealerweise gehen Sie eine Beziehung mit einem Unternehmen für viele Jahre ein. Manche Bewerber schreiben 100 Bewerbungen und ändern lediglich die Adresse und den Namen (manchmal noch nicht  einmal das). Seien Sie sorgfältiger dabei. Sehen Sie es als „Partnerwahl“. Sie gehen ja auch nicht auf eine Disko und sprechen 20 Frauen/Männer mit dem gleichen Spruch an. Zeigen Sie Interesse, Engagement und Informieren Sie sich. Stellen Sie sich vor, ihr Partner hätte Sie so „ausgesucht“.

    Für Unternehmen: Früher war „post & pray“. Wir schreiben mal etwas zusammen und veröffentlichen es überall. Wir engagieren noch 3, 4 Agenturen die auf Provisionsbasis wahllos irgendwelche Menschen für uns ansprechen nach dem Motto „Viel hilft viel“. Unsere Stellenanzeigen lassen wir sowieso das ganze Jahr Online und wir warten mal ab, was so reinkommt. Kürzlich hat mir ein Kandidat berichtet, das er von 4 sogenannten „Recruiter/Headhuntern/Personalberatern…) auf die gleiche Position angesprochen wurde. Dazu kommt, das diese Position bereits seit über einem Jahr auf den Stellenportalen immer wieder aufgelistet wird. Was glauben Sie, welchen Eindruck Sie damit bei einem Menschen wecken? „Irgendetwas ist da bestimmt faul“ meinte er. „Wenn die solange schon suchen, stimmt da was nicht. Entweder kündigen die Leute reihenweise oder die finden niemanden. Das muss ja einen Grund haben“.

    PS: Denken Sie daran:
    – Genau dieser Atemzug könnte dein letzter sein.
    – Die nächste Person die du siehst, könnte die letzte sein die du sehen wirst.
    – Deinen Kindern ist es egal, weshalb du schlecht gelaunt bist und welchen Stress du gerade hast.
    – Es gibt nie den richtigen Tag. Die eine Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu jung, die andere Hälfte unseres Lebens sind wir für die Dinge zu alt.
    Sei mal wieder verrückt.
    Thimo Müller
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  • A wie Angst, aufgeben, anstrengen und aufstehen

    A wie Angst, aufgeben, anstrengen und aufstehen

    In einer Nacht im Sommer 1996 hatte ich einen schweren Unfall auf den mehrere Monate Krankenhaus, zerrissene Organen und eine gebrochene Wirbelsäule folgten.
    Die Wochen und Monate, in denen Du da liegst und eigentlich nichts tun kannst, kommen dir vor wie die schlimmsten deines Lebens. Nach ein paar Wochen ohne Bewegung und kaum Sonne und Frischluft könntest du den ganzen Tag nur heulen. Du suchst die Schuld bei allem und jedem und fragst dich warum alles Schlimme immer nur dir passiert. Alle anderen sind Schuld und du trägst das Leid der Welt auf deinen Schultern.
    Rückblickend verliert aber alles sein Drama. Mir war irgendwann klar, das ich die Verantwortung dafür trage. Ich habe mich dazu entschieden in das Auto zu steigen. Ich wollte hinten sitzen. Es war meine Entscheidung an diesem Tag unterwegs zu sein. Es war auch meine Entscheidung zu leiden. Ich hatte mich für mein eigenes Drama entschieden.
    Für mich gibt es keine bessere Erinnerungshilfe dafür, das jede Minute zählt und ich nicht nur auf der Welt bin um einfach so „dahinzuleben“. Ich bin hier um alles auszuprobieren. Dinge zu tun, auf die ich Lust habe. Aber auch Dinge zu lassen, die mir keine Freude bereiten. Mich daran zu erinnern, niemals aufzugeben und alles nicht so eng zu sehen. Passend dazu kommt mir immer ein Bild meiner Bundeswehrzeit bei den Panzergrenadieren in den Kopf. Über dem Bild stand „Nunquam ammitere“ was glaube ich soviel bedeutet wie „Niemals aufgeben“
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    Es braucht nicht immer solche Schicksalsschläge um uns zu erinnern das es unser Leben ist, das wir leben. Wir leben es nicht zur Probe. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei.
    Es ist unsere Verantwortung und unsere Entscheidung.
    Das menschliche Gehirn ist nicht auf Glück und Zufriedenheit ausgelegt. Es soll vor allem unser Überleben sichern.
    Überleben?
    Mir persönlich ist das reine „Überleben“ nicht genug.
    Ich kann in jeder Sekunde eine Entscheidung treffen: Möchte ich glücklich und dankbar, oder unglücklich sein über die Dinge die mir passiert sind? Möchte ich gestresst oder locker bleiben wenn ein Kunde mal wieder das Blaue vom Himmel verlangt? Reagiere ich mit Wut oder mit Gelassenheit auf den Kollegen der zum gefühlt 10ten mal zu spät zu unserem Meeting kommt?
    Als unser erstes Kind Zähne bekam, war das die Hölle. Jede Nacht konnten wir den armen kleinen Tropf durchs Haus tragen und trösten. Die Schmerzensschreie waren bitterlich und quälend für uns und sicher auch für Ihn. Rückblickend betrachtet sind meine Frau und ich der Meinung, dass es doch „gar nicht so schlimm war“. Sei es die Kündigung die wir erhalten haben, der Partner der sich von uns getrennt hat oder die Krankheit, die wir überstanden haben. Es liegt in unserer Macht wie wir reagieren. In dem Moment in dem es passiert, aber auch in den Jahren und Jahrzehnten danach. Es gibt Menschen die trauern nach 15 Jahren noch Dingen nach die längst vorbei sind und an denen Sie eh nichts mehr ändern können. Bitte verstehen sie mich nicht falsch. Ich rede hier nicht vom Vergessen oder Verdrängen. Unsere Vergangenheit ist wichtig. Wir sollten Sie nur nicht zu unserer Zukunft machen indem wir permanent in ihr leben oder den „guten alten Zeiten“ nachtrauern.
    Zwei Mönche
    Zwei Mönche waren auf der Wanderschaft. Eines Tages kamen sie an einen Fluss.
    Dort stand eine junge Frau mit wunderschönen Kleidern.Offenbar wollte sie über den Fluss, doch da das Wasser sehr tief war, konnte sie den Fluss nicht durchqueren, ohne ihre Kleider zu beschädigen.
    Ohne zu zögern ging einer der Mönche auf die Frau zu, hob sie auf seine Schultern und watete mit ihr durch das Wasser. Auf der anderen Flussseite setzte er sie trocken ab.
    Nachdem der andere Mönch auch durch den Fluss gewatet war, setzten die beiden ihre Wanderung fort.
    Nach etwa einer Stunde fing der eine Mönch an, den anderen zu kritisieren: “ Du weißt schon, dass das, was du getan hast, nicht richtig war, nicht wahr? Du weißt, wir dürfen keinen nahen Kontakt mit Frauen haben. Wie konntest du nur gegen diese Regel verstoßen?“
    Der Mönch, der die Frau durch den Fluss getragen hatte, hörte sich die Vorwürfe des anderen ruhig an. Dann antwortete er: „Ich habe die Frau vor einer Stunde am Fluss abgesetzt – warum trägst Du sie immer noch mit dir herum?“
    (frei nacherzählt, The Wisdom of  Zen Masters)
    Stolpern und aufstehen
    Ich möchte nie gelangweilt sein und tue alles dafür. Ich möchte jeden Tag stolpern nur um wieder aufzustehen. Mich lächerlich machen, nur um über mich selbst zu lachen und zu spüren das ich noch lebe. Keine Angst haben, vor Dingen die vielleicht passieren könnten. Es wird immer etwas passieren, Gutes und Schlechtes, egal ob wir die Dinge tun oder lassen.
    Ich bin in den besten Jahren meines Lebens und lebe an den angenehmsten, schönsten und sichersten Orten der Erde. Meine Familie und ich sind gesund und ich sollte mich über fast nichts mehr sorgen.
    Denken Sie daran,
    – das nächste Mal wenn Sie einschlafen, könnte das letzte Mal sein.
    – der nächste Mensch den Sie sehen, könnte der Letzte sein.
    – das nächste mal atmen, könnte Ihr letztes Mal sein.
    Sein Sie mal wieder verrückt.
    Thimo Müller
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  • „benehmen Sie sich!“ #1

    „benehmen Sie sich!“ #1

    Es gibt Kandidaten und Vorgesetzte, denen würde ich gerne vor dem anstehenden Jobinterview zurufen „und bitte, benehmen sie sich“. Ich beisse mir dann auf die Lippe und hoffe auf eine gute Kinderstube.

    Heutiges Thema: Wertschätzend einstellen

    Es sind die Kleinigkeiten,die in der Kommunikation Bewerber – Unternehmen – Einstellende zählen.

    Die Kleinigkeiten, die uns kündigen lassen oder die Kleinigkeiten die uns neue Herausforderungen annehmen lassen.IMG_2588

    Seien Sie pünktlich und lassen Ihr Gegenüber nicht warten. Bereiten Sie sich auf Ihren Bewerber vor. Informieren Sie über die nächsten Schritte. Lassen Sie Ihren Kandidaten niemals im Regen stehen. Sie glauben nicht, wie viele Rückmeldungen ich von Bewerbern bekomme, das Interviewpartner zu spät oder gar nicht kamen, oder sich die Unterlagen erst im Bewerbungsgespräch angesehen haben. Behandeln Sie ihre Bewerber mit Respekt und auf Augenhöhe.

    Reinhard Sprenger sagt: „Menschen kommen zu Unternehmen aber verlassen Menschen.“

    Walk your talk!

    Wenn Sie etwas zusagen, halten Sie sich daran.

    „Wir melden uns in der kommenden Woche mit einer Rückmeldung bei Ihnen“

    … dann tun Sie es verdammt nochmal auch. Und wenn es nur die Info ist „wir brauchen noch ein paar Tage“. Halten Sie Ihre Bewerber informiert, auch wenn es noch nichts zu informieren gibt.

    Denken Sie daran: Es geht immer um Menschen und nicht um etwas das Sie nach 30 Tagen ohne Kommentar wieder kostenfrei zurücksenden können.

    Thimo Müller
    Career Coach – Headhunter
    Dein Leben – Dein Spiel – Deine Regeln

     

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  • „A“ wie „Atme“

    „A“ wie „Atme“

    Ich stehe an unserer Haustür als er einfach aussetze. Ganz kurz nur. Aber lang genug um mir Adrenalin durch den Körper zu pumpen und den Schweiß ins Gesicht zu drücken. Lang genug um meine Gedanken kreisen zu lassen. Ängstlich, verunsichert, hilflos …
    Alles ist genauso schnell wieder vorbei. Irgendwie stand mein Herz kurz still – machte einen kurzen Sprung. Einen Sprung der mich dazu bewegt diese Zeilen zu schreiben. Einen Sprung um mich zu erinnern …

    … zu leben und einen Scheiß auf anderer Leute Meinung und Erwartungen zu geben.

    Solche Situationen sind es, die mich wieder in das hier und jetzt zurück holen. Die mich das Leben auskosten lassen. Solange es eben geht. Das tun und lassen, nach was mir der Sinn steht.

    Wach werden, aufstehen, waschen, rasieren, anziehen, frühstücken, zur Arbeit fahren, arbeiten, arbeiten, arbeiten, Essen, Arbeit, Arbeit, Arbeit, nach Hause, Essen, Couch, Fernsehen. Dazwischen ab und zu Sex, Einkaufen, Urlaub, Wochenende, ein paar Hobbies …

    – thats it!!!??? – 90% der Menschen verbringen 90% Ihrer Tage so

    Zurück zum Atem:

    • Wir haben Ihn nicht unter Kontrolle.
    • Er ist ein Teil von uns.
    • Kein Atemzug gleicht dem anderen.
    • Wir atmen so lange wir leben.
    • Und tun es doch meist unbewusst
    • Es passiert von selbst, ohne unser zutun und ohne das wir darüber nachdenken.
    • Kommen und gehen, lachen und weinen
    • Leben und Tod, Tag und Nacht, Ebbe und Flut.

    Alle Dinge in unserem Leben haben zwei Seiten. Meistens nehmen wir sie nicht war.
    Wir tun es den ganzen Tag. Erst wenn wir es uns bewusst machen, spüren wir ihn. Wir spüren wie flach er eigentlich ist. Als würden wir uns nicht trauen ihn auszukosten. Als hätten wir Angst zu atmen. Als wollten wir es still und heimlich tun, damit es niemand merkt.

    Wir atmen flach – wir leben flach, wir lieben flach, wir arbeiten flach, wir fühlen flach. Selten, das wir unser Leben tief und intensiv leben. Wann haben wir das eigentlich verlernt?

    Als Kinder kannten wir das gar nicht anders. Irgendwann im Laufe unseres Lebens, ganz schleichend, wird unser intensives Kinderleben und Erleben flacher und „vernünftiger“. Wir beginnen nach anderer Leute Regeln zu spielen. Wir leben & fühlen durch die Augen der anderen.Wir passen uns an. Vorstellungen, Vorgaben, Vorurteile – die nicht unsere sind. Wir legen plötzlich mehr Wert auf die Meinungen und Erwartungen Anderer als auf unsere eigenen. Wir kennen unsere meist nicht einmal. Viel einfacher ist es, die Werte, Meinungen und Erwartungen der Anderen zu übernehmen. Eigenes Denken ist anstrengend, deshalb vermeiden wir es tunlichst. Das ist auch der Grund weshalb so viele Leute Google um Rat fragen „Was soll ich anfangen mit meinem Leben“ … uvm.
    Wir beginnen, anderer Leute Gefühle über unsere zu stellen. Wir messen die Menschen die uns begegnen an deren Gehalt, Status oder Aussehen und stellen uns darunter.

    „Atmen durch die Nase ist vor allem deshalb so gesund, weil man dabei den Mund hält.“

    © Markus M. Ronner
    (*1939), Schweizer Theologe, Autor und Aphoristiker

    Fangen Sie wieder an zu atmen. Übernehmen Sie die Macht über Ihren Atem. Bewusstes, tiefes ein- und ausatmen ist der Startschuss, die MAcht über unser Spiel zurück zu erlangen. Wir erstellen die Regeln. Wir sind verantwortlich ob wir weiterhin flach atmen oder unser Leben neu, tief und mit allem genießen was wir haben. Holen Sie alles aus Ihrem Leben raus. Jeder Atemzug ist einzigartig und im nächsten Moment vorbei. Sie müssen niemanden Rechenschaft über ihr Atmen ablegen. MAchen Sie sich bewusst, das dieser Atemzug gerade ihr letzter sein kann.

    Irgendwo auf der Welt, gibt es in diesem Moment jemanden, der gerade zum letzten mal ein- und ausatmet.

  • Er hatte den Fehler die letzten 12 Jahre nicht bemerkt

    Er hatte den Fehler die letzten 12 Jahre nicht bemerkt

    „Hätte er etwas anderes anziehen sollen?“ überlegte er sich auf dem Weg die 27 Meter nach unten (er hatte sich vorher über die ideale Fallhöhe für Selbstmörder erkundigt).  Und er hatte noch knapp 2,4 Sekunden für eine Antwort (auch das hatte er berechnet).

    Er hatte den Fehler nie bemerkt.
    Jedes Jahr, zur selben Zeit, kam er zu dieser Brücke. Meistens war es feucht und schwül. Manchmal, je nach Uhrzeit auch neblig. Nie aber hatte er die falsche Jahreszahl auf dem Schloss registriert, dass er und seine Frau vor 12 Jahren zu Ihrem Hochzeitstag dort angebracht hatten.  (mehr …)

  • 6 + 6 + x

    6 + 6 + x

    Ich habe eine neue Leidenschaft an mir entdeckt (noch eine ;-)).

    Wir sind also jetzt bei … (lasst mich kurz nachzählen) … 6 + 6 + X

    Leidenschaften (können temporär sein):

    1. Schreiben
    2. Lesen
    3. Lernen und weitergeben
    4. Einkaufen (Elektronik und Klamotten)
    5. Spielen
    6. FOTOGRAFIEREN

    (mehr …)