Stille (#539)

Ich sitze hier mit dem Handy neben mir und weiß eigentlich genau, dass es nicht um Erreichbarkeit geht. Es geht um meine eigene Beruhigung. Solange etwas aufleuchtet oder vibriert, muss ich mir ja keine unangenehmen Fragen stellen. Solange jemand was von mir will, bin ich ja „gezwungen“, etwas zu tun. Und mir nicht selbst zu …

Ich habe mich nicht gefunden, ich habe mich verbraucht (#537)

Ich habe lange geglaubt, dass genug Disziplin und Willenskraft jedes Problem löst. Dass man nur hart genug sein muss. Mein Körper hat mir irgendwann das Gegenteil beigebracht. Sehr deutlich. Neulich habe ich jemanden gefragt, was er aus diesem Jahr loswerden möchte. Die Antwort kam ohne langes nachdenken: alles. Wir haben darüber gelacht. Aber nur, weil …

Sei gefälligst gefällig oder Nett ist oft nur Angst im Sonntagsanzug (#535)

Ich habe gelernt: “There is no normal/average. A "normal person" is what is left after society has squeezed out all unconventional opinions and aspirations out of a human being.” – Sylvia Path "Normal“ gibt es nicht. "Normal" ist die bequeme Abkürzung für: angepasst, glattgeschliffen, rundgelutscht, möglichst unauffällig. Der „normale Mensch“ entsteht nicht einfach so von …

Denkstörung für Menschen in Übergängen (#534)

Sitzt mein Zweifel an der falschen Stelle? Dieser Text gibt keine Antworten. Er gibt Erlaubnis, den eigenen Zweifel ernst zu nehmen. Ich zweifle nicht an meinen Gefühlen.Auch nicht an meiner Erfahrung. Ich zweifle daran, ob ich bereit bin,in meiner eigenen Wahrheit zu leben,... ohne sie zu verkleiden. Ohne eine Rolle zu spielen. Ich frage mich: …

Lebenserwartung ist auch eine Entscheidung

Zwei Tage vor Weihnachten, ein paar Tage vor dem Jahreswechsel und mit dem Wissen, dass ich in einem halben Jahr 50 werde, merke ich, wie sich mein Blick verschiebt. Mich interessieren gerade keine Ziele, keine Pläne und auch keine Vorsätze mehr.Mich interessiert eine andere (viel unangenehmere) Frage: Wie viele wirklich gute Jahre habe ich noch...und …

zwischen Lachen und Kämpfen oder „er war ein guter Arbeiter“ (#532)

Zwischen Lachen und Kämpfen oder "er war ein guter Arbeiter" Ich bin gestern an einer Firma vorbeigefahren. Umzug oder Auszug? Keine Ahnung. Kartons im Regen. Menschen mit gesenkten Blicken. Und ich meine sogar, einer hielt seine alte Visitenkarte in der Hand. Wertlos. Aufgeweicht. Ein letzter Rest Vergangenheit, der ihm wahrscheinlich mehr bedeutet hat als jedem …

Alles anders? (#532)

In 28 Tagen beginnt ein neues Jahr. Alle reden wieder darüber, was sie „anders“ machen wollen. Die meisten meinen es nicht mal ernst. Die meisten wiederholen nur das letzte Jahr mit neuen Worten. Also stelle ich mir eine andere Frage: Was werde ich nächstes Jahr nicht mehr ignorieren? Dieser Text ist eine Erinnerung für mich …

Mein Drache (#531)

Ich wollte heute etwas über Führung schreiben. Über Klarheit. Über meine tollen Entscheidungen. Über all die Dinge, die "Unternehmer" angeblich beherrschen. Aber all das wäre gelogen. Und es fühlt sich falsch an. Deshalb schreibe ich über eines meiner Lieblingsbilder: "Der buchstäbliche Drache steht gerade wieder vor meinen Toren." Gesundheit. Energie. Verantwortung. Das Zeug, das dich …

Rückschläge kommen. Nicht, weil du Pech hast, sondern weil du lebst… (527)

Du wirst scheitern und Rückschläge werden kommen ...für dich, für mich, für jeden! Immer wieder. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Leben dir wieder mal eine seiner hässlichen Seiten zeigt. Ein lieber Mensch stirbt. Ein Projekt platzt. Ein Kunde springt ab. Dein Körper streikt, oder du wachst auf und fragst dich: „Wofür …

Wenn ich mein Leben Ernst nehme… (#526)

Hart, aber heilsam:„Niemand kommt, um dich zu retten“ Wenn man das ernst nimmt, dann ist das Leben selbst das „Experiment“. Nicht Theorie, sondern gelebte Forschung an der Frage: Wie verwandelt man Schmerz in Kraft, Verlust in Klarheit, Stillstand in Richtung? Du hast erlebt, dass Veränderung meistens nicht durch Motivation entsteht, sondern durch Zwang, Schmerz, Krise. …

Wird mir mein Denken „ab“genommen? (#525)

ich schreibe für mein Leben gern. Ich kann den ganzen Tag mit Buchstaben verbringen. Lesen, denken, fühlen, schreiben... Schreiben ist wie Magie für mich. Klingt nach Esoterik, ist es aber nicht. Es ist mein Hebel schlechthin. Worte verändern (mein) Bewusstsein. Sie verändern die Realität des Lesers und auch unsere eigene. Sie verändern das Leben Und …

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